Netzbetreiber weiß nicht was eine Inselanlage ist

Wieviel Energie geht auf den vielen Rasenflachen verloren bzw. wird in schnödes Graswachstum verwandelt, welches dann noch ernergieaufwendig wieder geschoren wird.

Nein, es ist nicht meine Aufgabe, Energie jenseits meiner Bedürfnisse zu erzeugen, nur weil ich es könnte. Solange nicht jeder seine eigene Energie erzeugt, d.h. eigenes Kapital zu verwenden, gibt es keinen Anspruch an Dritte. Wäre es aber so, da bräuchte es keinen Energieüberschuss von mir.

Zum Thema Nulleinspeisung: Netzbetreiber bzw. Stromanbieter machen politisch gewollt Einspeiseverträge. Nicht weil das wirtschaftlich ist bzw. nur, weil Verluste aus Steuermitteln ausgeglichen werden. Und wenn zuviel Strom da ist, wird der aus Steuermitteln verramscht bzw. vernichtet - z.B. das Heizen von Bahnweichen im Sommer. Die haben kein Interesse daran, den Strom sinnvoll zu verwenden bzw. durch Speicher den Verwendungszeitpunkt zu Verschieben. Aber, sie können Prognosen über die Erwartete Strommenge tätigen.

Nulleinspeiseanlagen sind ja gerade Anlagen, welche Vertragslos sind und keine Prognosen erlauben, zum B. BKWs. Da ist es doch gut, wenn die nicht unkalkuliert einspeisen. Auch wenn sie natürlich das Standartlastprofil nicht abbilden.

Ja, das ist wohl unstrittig. Das schließt aber keine Inselanlage auf dem gleichen Flurstück aus. Das Hausnetz ist mal am öffentlichen Netz, und mal an der Insel, jedoch nie gleichzeitig.

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ja aber das ist doch kommunismus

hat etwa die gemeinschaft die pv anlagen der inselbetreiber bezahlt?

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Ich speise ein, weil ich dafür knapp 100€ im Monat bekomme. Ich tue das nicht für die Gemeinschaft. Das ist eine Investition die sich bezahlt macht. Das sind 20000€ während der Vergütungszeit. Warum sollte man darauf verzichten?

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Ich denke, es gibt viele Menschen, die es als Teil ihres Öko-Engagements ansehen, auch der Gemeinschaft was zurückzugeben. Natürlich gerne bezahlt duch Einspeisevergütung. :wink:

Leider neigen da so einige dann auch dazu, es von allen anderen auch zu erwarten.

Solche Effekte kennt man auch bei anderen Themen: Veganer, die erwarten, dass andere sich auch vegan ernähren und die abfällig über Fleischesser reden.

Insofern kann ich solche Verhaltensmuster nachvollziehen, aber ich finde, die taugen nichts und spalten nur unnötig.

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Lt. energy-charts.info ist es keineswegs so, dass PV so stark einspeist das wir nicht wissen wohin mit dem PV-Strom. In ganz wenigen Wochen in 2024 z.B., haben die EE alleine geringfügig über der Last produziert, wenn man alles fossile außer Müll rausnimmt. Müll nicht raus wg. Lagerkapazität in den Verbrennungsanlagen.
Alles was man zu anderen Zeiten gebrauchen kann, Speicherwasser, Gas, Kohle.... raus und es ist Luft im Netz für all den PV-Strom. Also könnte man, mit hinlänglich pfiffiger Regelung, Speicherung, noch einiges an fossil erzeugtem Strom aus dem Netz "drängen" wenn man das wollte / entsprechend in die Infrastruktur investieren würde.
Das heißt neben dem Bau von Speichern in ihren verschiedenen Formen kann eine Option natürlich netzdienliche Einspeisung das Problem lösen helfen.
Nulleinspeisung ist also in der aktuellen Situation manchmal hilfreich, in Summe und zukünftig aber eher nicht sinnvoll.

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weil man den armen nicht noch mehr geld aus der tasche ziehen will?

auf die 100eur kann ich verzichten, peanuts.
dafür hab ich keinen ärger und bin kein sklave des netzbetreibers und des staates, welche mir diktieren dürfen was ich zu tun und zu lassen habe...

man nennt sowas freiheit :wink:

Immerhin kann man die beweggründe von z.b. veganern nachvollziehen. Das ist bei den personen, die gegen insel-Anlagen und auch gegen nulleinspeise-Anlage anschreiben nicht so. Diese Personen geben keinen persönlichen Grund an, warum sie persönlich gegen insel-Anlagen sind. Sie geben nur ihre auslegung von irgend texten zum besten. Erinnert mich an Donald Trump. Egal wie abstrus es ist was man sagt, bei einigen leuten bleibt das hängen. Das haben wir dann doch den persönlichen beweggrund.

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Genau, wenn man verstehen will, warum Menschen etwas tun, hilft es fast immer, auf zentrale Bedürfnisse zu schauen.

Freiheit ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen. Autonomie und Selbstbestimmung auch. Und auch Abgrenzung und Privatsphäre.

Die Einspeiser haben dann eher diese Bedürfnisse: Meinen Beitrag leisten, einer guten gemeinsamen Idee dienen, Anerkennung, zur Bereicherung des Lebens beitragen, Gemeinschaft&Verbundenheit, Sinnhaftigkeit.

Sorry, ich kann dir nicht folgen. Mir macht doch keiner Vorschriften.
Ich liefere Strom und bekomme dafür Geld. Das ist alles. In den 10 Jahren die ich einspeise hat mir keiner irgend etwas diktiert. Ich bin von keinem ein Sklave.

Dooooooch, Du bist der Sklave des Stromversorgers, des Netzbetreibers, des VDE...
Außerdem nutzt Du mit Deiner Geldgier auch noch die armen kleinen Leute aus.
Die würden viel lieber ihr Geld für Kohlestrom ausgeben.
Vorsicht, das war ironisch.

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Wenn sie denn einspeisen würden, wenn Bedarf da ist. Aber es wird ja bedarfsunabhängig eingespeist, eigentlich nur eine Überproduktion 'entsorgt', auf andere abgewälzt. Und dann noch unter 'Gute Tat' verbucht. Bei Überproduktion ist man eventuell bereit, sich abregeln zu lassen, für ein stabiles Netz - selbstverständlich nur gegen Ausfallentschädigung.

'Das' nenne ich mal Gemeinschaft und Verbundenheit.

Was läuft hier falsch? Sind jetzt die Einspeiser die Bösen, weil andere es verbaselt haben, entsprechende Regelungen und Investitionen zu schaffen?
Ohne große Geschiss kann jeder, auch der PV-Nichtbesitzer, zur Netzentlastung beitragen. Verbrauchen wenn Strom im Überfluss vorhanden ist in der Wasch- Spülmaschine, Trockner. Das BEV laden. Die PV-Besitzer könnten natürlich einen vorhandenen Akku in der Mittagszeit laden.
Hier mit der Keule auf Einspeiser einzuwemsen ist ebenso ideologisch gefärbt, wie Inselbetreiber als Asozial zu bezeichnen.

das kannst du gerne so sehen, habe kein problem damit.

ich stelle ja auch mein auto nicht per carsharing für paar eur im monat der allgemeinheit zur verfügung.
das ist mein eigentum ich habe die freie entscheidung darüber.
ich möchte keine almosen haben, keinen stromzähler und möchte mir keine bürokratiekrake ans bein binden. ich möchte nicht irgendwo gegen meinen willen was anmelden müssen.
ich möchte nicht ewig einen elektriker suchen und betteln dass der sich erbarmt und mir endlich meine installation abnimmt...

wenn es möglich wäre dann hätte ich auch keinen gaszähler.
(ich arbeite dran, wird aber nicht so einfach)

Ich habe ja auch einen Stromversorger. So richtig hab ich die letzten 30 Jahre auch noch nicht bemerkt, was das mit Sklave zu tun hat. Es ist für mich ein Dienstleister und seine Anschlussbedingungen erfülle ich einfach so, weil alles so gebaut wurde, wie es sein soll.

Ich denke, es geht für viele eher darum, dass man bei vielen älteren Häusern ordentlich investieren muss, um einspeisen zu dürfen. Neuer Zählerschrank und Elektrik ertüchtigen kann schnell mal 5000-8000 Euro kosten. Da kann eine Inselanlage deutlich attraktiver sein.

Es gibt auch Menschen, die es total ätzend finden, ewig nach Fachleuten zu suchen, die so eine Anlage ganz offiziell bauen dürfen, die dann oft auch noch für viel Geld pfuschen und man weiß, man hätte es selber viel besser gemacht.

Gibt auch Menschen, die sehen in jeder Abhängigkeit eine große Gefahr und wollen möglichst autonom und autark sein. Schau dich mal in den Prepper-Foren um, da begegnet man solchen Denk- und Verhaltensmustern.

So pauschal kann man das aber auch nicht sagen. Oft genug kann der Überschuss gut genutzt werden und eine Einspeisung macht Sinn.

Offenkundig nicht nur da. Deucht mir manchmal hier.

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Ja, manchmal passt es. Im Normalfall aber eine Differenz - und mit zunehmendem Angebot eher zum Überschuss. Da kann dann nicht jeder jedweden Überschuss loswerden.

Solange man nicht alles selbst produzieren kann, und selbst dann, ist man Sklave seiner Bedürfnisse. Es geht auch nicht darum, generell unabhängig zu sein, denn erst die Arbeitsteilung hat zum wirtschaftlichen Erfolg aller beigetragen. Es geht darum, daß die Bedingungen für diejenigen, die sich in Teilbereichen unabhängig machen wollen, künstlich erschwert werden. Sofern die Annahme richtig wäre, alleine ein Netzanschluss würde auf dem selben Flurstück eine Strominsel parallel dazu ausschließen, so hat das keine technischen Gründe, sondern reines Konkurenzverhindern. Zudem übergriffig ins Private.

Ja

  • aber du schiebst es gleich auf andere, weil sie nicht die für dich komoden Bedingungen geschaffen haben. Freiwillig ohne staatliche Geldflüsse würde doch nie ein Versorger solche Verträge machen - da müßtest du, sofern überhaupt möglich, ganz andere Konditionen für deine Einspeisung akzeptieren. Und schon gäbe es viel mehr Nulleinspeiser. (fast) nirgendwo sonst gibt es das Recht, seine privaten Erzeugnisse verbindlich abgenommen zu bekommen.

"Freiheit ist die Abwesenheit von willkürlichem Zwang" (nach Hayek).

Manche empfinden diese Willkür und wer sich dadurch zu sehr gemaßregelt fühlt, der versucht sich dem zu entziehen. Daß Anderen diese Willkür egal ist oder sie für den schnöden Mammon gar 'ihre Seele' bzw. Werte verkaufen, ändert nichts daran, daß es diese Willkür gibt. Ja, es soll auch jene geben, die die Ausmaße überhaupt nicht begreifen, was eine Anmeldung oder eine Unterschrift bedeuten. Macht man halt, weil es verlangt wird.

Die Rechte des Netzbetreibers enden genau am HAK bzw. am Stromzähler, egal was die sonst noch für sich einseitig in Anspruch nehmen. Vielen ist ihre Privatsphäre offenbar unwichtiger als das Bedürfnis, alles und nichts über social Media zu teilen und damit ins öffentliche Licht zu zerren, auch aus den eigenen vier Wänden. Und da ist der vermeindliche Anspruch (der Öffentlichkeit) nicht weit, das Privateigentum zur Nutzung aller umzudefinieren - natürlich nur fremdes, nicht das eigene.

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Also nimms mir nicht krumm dass ich eben lauthals lachen musste. Du bist also kein Sklave des Stromversorgers und Staates aber hast einen Gaszähler und folglich einen Gasvertrag? Bei dem letztlich dasselbe gilt wie beim Strom? Köstlich!

@JayHa
Guck doch einfach mal, wieviel fossile Kraftwerke liefern, wenn KEIN Bedarf da ist. Die rennen doch einfach weiter, während sie nicht benötigt würden - während also EE-Strom vorhanden ist. Die Überproduktion ist einzig und alleine auf die trägen Kraftwerke zurückzuführen und den mangelnden Lastprofilen in der letzten Meile geschuldet. Das ist ein vollständiges Versagen der Netzbetreiber und der Politik und wir benötigen dafür auch keinen Netzausbau sondern eine vernünftige Nutzung der vorhandenen Netze. Wir verwenden Laststpitzen (ob rein oder raus ist erstmal irrelevant) als Argument für einen Netzausbau während dieses Problem mit Speichern zu lösen wäre. Aber auf höherer Netzebene da private PV nur ganz oben ein wenig wegkratzen.

Während das fossile Kraftwerksbetreiber nicht tun.... Es sind nur andere Größenordnungen.

Exakt deswegen hatte ich schonmal geschrieben, das auf träge Kraftwerkbesitzer umzuschichten. Die würden innerhalb eines Jahres entweder Speicher bauen oder andere Kraftwerkstypen. Denn DORT steckt die richtige Kohle, die Asche, der Zaster, die Knete, hinter. Nicht hinter Millionen von privaten Hanseln.

Zumindest gab es die Aussage, daß es schon Zeiträume gab, in denen genug EE für den gesamten Bedarf vorhanden gewesen wären. Und diese Zeiträume werden sich mit dem Ausbau verlängern und vervielfältigen. Zwangsläufig.

Nur, wenn man EE als vorrangig einstuft - da Grundlastkraftwerke aber sehr träge sind, sind [abregelbare] EE zumindest technisch nicht vorrangig, ökologisch aber schon.

Zum Verzicht auf [fossile] Grundlastkraftwerke:

Im Kleinen (Insel) mag das gehen, im Großen offensichtlich nicht. Zumindest anfällig.

Es gibt und gab dennoch einen Unterschied bei der größe der Anlagen. Nur EE besagt nicht nur EE der Privatanwender. Man kann doch nicht mit dem einen Bein sagen, die Leute seien für Netzbelastung schuld, während auf der anderen Seite sie das gar nicht sind...

Na EE wird doch forciert, dann muss man das auch prioritätenmäßig vorrangig einstufen, wenn man die Argumentation des Umstiegs auf EE weiterdebattieren will. Ansonsten kann das auch nur im großen Maßstab gemacht werden, dann soll aber der Endkunde in Ruhe gelassen werden, dann ist das eine Sache der Energieerzeuger im Großen.
Wir brauchen EE, dazu brauchen wir Speicher und flinke Kraftwerke (Gas) und als Rest (noch) Grundlastkraftwerke. Das erste Ziel wäre die Grundlastkraftwerke los zu werden oder eben zu wandeln gegen flinke Kraftwerke und Speicher bauen.

Den Artikel halte ich im übrigen für Nonsense. Es muss nur eine andere Art des Speichers genutzt werden und mit Verlusten. Träge Masse erreicht man auch mit Schwungräder. Dabei ist weniger von Bedeutung die Energie zu speichern sondern sie, wie dort ja ersichtlich, wie eine Art Kondensator zu glätten. Auch dort sieht man plakativ, was ich ja schon querbeet hier durch dieses und das PV-Forum schreibe: Das sind GROSSANLAGEN. Aber die Einwohner werden abgeschaltet....

Was wäre also sinnvoller? Genau, indem JEDER Haushalt eine gewisse Art der Regelung hat. Bei uns wäre es sinnig sämtliche Schieflast auszugleichen. Wenn sowieso schon PV gebaut wird, Wechselrichter genutzt werden, wieso dann nicht die Schieflast damit verhindern und auf 3 Phasen mitteln? Das entlastet das Netz. Nun brauchen wir noch, wie hier im Forum ja immer wieder geschrieben wird, Heimspeicher. Diese sorgen dann für eine Glättung zum einen des Bedarfs der Leute auf eine Grundlast und zum zweiten für eine Glättung der Einspeisung.

Zu guter Letzt muss dann noch in Saisonspeicherkraftwerken der Rest in irgend einer Form gelagert werden. Ob nun als komprimiertes Gas, E-Fuel oder sonstwie wäre egal.

Lächerlich. Ich denke eher, da wurde bewusst an der Leitung gesägt. Aber das ist nur eine reine Spekulation von mir persönlich, meine Meinung. Denn es wäre schon alles da, die Kosten kann ich aber nicht schätzen.