Muss kurzfristig ein Auto kaufen

Nimm einen jungen Gebrauchten mit Batteriezertifikat. Da bekommst Du mit etwas Glück eine Tageszulassung oder einen Vorführer mit wenig km auf der Uhr und guter Ausstattung. Meinen Leasingrückläufer Ioniq 6 in Basisausstattung, kleinem Akku und 10.000km auf der Uhr hatte man mir angeboten für 26.000. Der fuhr mit Streichelfuß und günstigen Bedingungen 400km. Ist allerdings ein Schiff und die Pest im Parkhaus.

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Wie sieht es eigentlich mit dem bidirektionalen Laden aus, bei meinen aktuell ins Auge gefassten Kandidaten KIA EV3 und Tesla Model3? Können soweit ich das sehe beide nicht, also Gleichstand?

Nein, Porsche von 1898 mit Generator zur Stromerzeugung.

Es gibt V2L Adapter für den Tesla CCS Anschluss, allerdings nicht direkt von Tesla sondern von Drittherstellern.

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Beim EV6 war ein Adapter dabei, steckt man ins Auto und hat dann 230 Volt 3,6 kw.
Für “Hausnotstrom - basteln”” sicher ok …aber ich würde eh nie auf die Idee kommen meinen (schlecht / teuer zu wechselnden KFZ Akku ) zum “Spielen” mit EK und VK StromPreisen zu “verheizen” … macht das jemand ernsthaft um Geld zu machen mit seinem eigenen Auto Akku ?

Oder gibt es ausser Haus-Notstrom und “Geldmachen mit Preisspanne” noch andere Beweggründe für ein bidirektionales Laden für den Häuslebesitzer ?

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Hybride nicht vergessen. Z.B. Passat GTE, Langstreckentauglich. Teilweise mit sehr guter Ausstattung.

Das hatten wir schon.

Das Schlechteste aus beiden Welten. Siehe EVClinic.

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Full ACK.

Autoakku ist zum Fahren da, und vielleicht für Notfälle. V2G wär für mich überhaupt kein Kriterium, V2L vielleicht "nice to have"....

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Ja.
Aber erst wenn die (Auto-)Akkus günstiger werden und das Auto sowieso fast nur vor der Tür steht.

-> AC gekoppelter Speicher für PV

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Kia hat AC basiertes V2L, siehe https://www.kia.com/content/dam/kwcms/kme/at/de/assets/contents/utility/Brochure/aktuell/Kia-mobile-Brochure-EV3.pdf

Tesla hat das nicht. Da ist halt kein AC nach DC Wandler eingebaut über den man V2L machen kann. Im Kia schon.

Über DC wäre das bei Beide möglich, sofern der Hersteller es nicht abschaltet. Aber dazu braucht man erst mal eine bidirektionale DC-Wallbox und dann darf es der Hersteller nicht abschalten.

Wäre mir persönlich beides nicht wichtig.

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Das war ein spezielles Modell, das reine E-Autos gab es schon Jahre früher. 1881 Trouve.

Das ist so was von irrelevant wenn man das 5 mal im Jahr macht, es sei denn er wäre auf der Flucht...

Genau, hatte auch mal geschaut was es so an BEV gebraucht gibt hier in 50km Umgebung, war erstaunt, waren viele mit wenig km und ordentlich Abschlag, viele VW und Skoda...

danach würde ich heute kein Auto aussuchen... bis das preislich attraktiv ist, suchst schon das nächste Auto.

Darüber würde ich nicht mehr nachdenken, oder kaufst du eine lahmenden Gaul? Dann kannst auch gleich puren Verbrenner fahren.

Tesla scheint es auch zu können, in den USA möglich, hier aber nicht, wäre mal interessant zu wissen warum?

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Man kann, mit einem kleinen externen Adapter, jeden aktuellen Tesla bidirektional nutzen.

Geht ganz einfach.

Der Cybertrack kann es von Haus aus, genauso wie der neu Y-L in China. Die Technik gibt es also her. Der Punkt ist aber, das Tesla, im Gegensatz zu allen anderen Herstellern, Jahrzehnte lange Erfahrung auf dem Gebiet hat. Stichwort: Modell S mit lebenslang gratis laden an den SuC. Das haben viele ausgenutzt um ihr Haus damit zu versorgen. So wurden alte teildefekte MS nicht verschrottet sondern auf einen Hänger geladen und als “fahrbarer” Hausakku ge- oder missbraucht, als Hausakkus noch sehr teuer waren.

Wenn der Markt es also verlangt, kann Tesla es liefern.

Nur sehe ich da keinen großen Markt aufgrund der inzwischen stark gefallenen Akkupreise. Als Campingsteckdose ok, aber als dauerhafter Hausspeicher???

Ein 32 kWh Akku gibt es inzwischen unter 3000€. Viel mehr würde man in der Praxis aus dem Standard M3 oder Y auch nicht entnehmen. Im Gegensatz zum E-Auto kann der 32er Akku aber viel stärker und rund um die Uhr pausenlos benutzt werden.

Wegen 3.000€ würde ein rational denkender Mensch doch nicht sein fünfstellig teures E-Auto dauerhaft belasten und womöglich für Schäden aufkommen, die die Garantie nicht abdeckt.

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Jeder aktuelle Tesla? Nichts deutet darauf, dass Tesla in die Model Y und 3 den dazu notwendigen AC-Wechselrichter eingebaut hat, der über die Ladebuchse AC liefert. Dieser ist nicht gerade günstig. Und da Musk an allem spart, baut er das vermutlich nicht ein ohne es pressetechnisch auszubeuten. Ohne diesen Wechselrichter würde dann V2L mit AC nicht funktionieren. Es fehlt die Hardware, also der entsprechende Wechselrichter.

Wenn das doch funktionieren sollte, bitte Link auf den Adapter und auf die entsprechenden Seiten des Handbuchs.

Die Adapter, die ich gefunden habe, sind keine kleinen Adapter, sondern im Prinzip Wechselrichter, die DC nach AC wandeln. Z.B.: Tesla V2L Discharger Vehicle to Load Model Y 3 S X CCS2 Power Bank Portable | eBay.de
Teuer und klobig. Da kann man sich gleich eine bidirektionale Wallbox holen.

Zumal fraglich ist, ob diese mit der aktuellen Software überhaupt funktionieren. Tesla kann das jederzeit unterbinden.

Das Tesla V2L nicht unterstützt, sieht man bei diesem Vergleich eines Tesla nahem Shops: Tesla Model Y Standard RWD (Juniper) – Bidirektionales Laden (V2X, V2H

Klar kann man DC basiertes bidirektionales Laden bei jedem Elektroauto freischalten, sofern der Hersteller das will. Technisch braucht man dazu nur Software. Man nraucht keinen Adapter, sondern eine bidirektionale DC-Wallbox, die nicht gerade günstig ist. Beim AC basierten bidirektionalen Laden muss man aber Hardware verbauen. Und das kostet.

Ja, hast Du sehr schön zusammengetragen. Es geht, aber schön ist anders.

Deshalb einen günstigen richtigen Akku statt am Auto rumzuspielen.

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Also sollte der Thread-Ersteller mit sich selbst klären, ob er bidirektionales Laden per AC haben will oder nicht. Wenn ja ist er bei Kia, Hyundai, BYD, einigen Modellen der franzözischen Hersteller, etc. richtig. Tesla gehört mit Model 3 wohl nicht dazu. Die haben die HW eingebaut und erlauben es auch. Die deutschen Hersteller setzen fast durchweg auf DC basiertes bidirektionales Laden, siehe VW und BMW.

Ob sich AC basiertes bidirektionales Laden oder DC basiertes durchsetzt weiß keiner. Aber die Voraussetzungen sind sehr gut. Bidirektionale AC-Wallboxen sind günstig herzustellen. Ist nur eine normale AC-Wallbox mit etwas zusätzlicher Software. Und solange Autohersteller AC basiertes V2L in Ihre Autos einbauen, warum nicht nutzen?

Klar ist, dass bidirektionales Laden für Carsharing und die Verteilnetzbetreiber sehr interessant ist. Beim Carsharing werden überwiegend kleine Strecken eingesetzt. Wenn an einem Standort mehrere Autos stehen und eines für die Langstrecke geeignet ist, reicht das den meisten Kunden aus. Diese Catsharing-Autos können dann gut genutzt werden, um als Akku-Puffer für die Verteilnetzbetreiber zu dienen.

Für denjenigen, der einen großen PV-Speicher hat, zu Hause weniger interessant. Das ist aber vermutlich (noch) die Minderheit, weil die aufwändigen Hochvolt-Akkus der großen Markenhersteller immer noch sehr teuer sind. Evtl. werden DC basierte bidirektionale Wallboxen bei höheren Stückzahlen in die Preisregionen von Hybrid-Wechselrichter kommen, die die ähnliche Technik auch haben. Eine DC-Wallbox um 1.000 bis 1500 EUR sollte m.E. bei höheren Stückzahlen machbar sein. Es ist nur unklar, ob die ersten Käufer dieser Boxen bereit sind als Early-Adopter wesentlich mehr zu zahlen, damit später die hohen Stückzahlen kommen. Denn die Hersteller der Boxen wollen auch vorher Ihre Entwicklungskosten reinholen. Würde aber einigen chinesischen Herstellern zutrauen, dass diese das weltweit vermarkten und das Risiko eingehen.

Insofern bin ich gespannt, was passiert. Vermute der große Run auf bidirektionale Wallboxen kommt nicht, weil es da bis auf das Carsharing-Modell viele Voraussetzungen braucht: Eigenheim, Elektroauto bei dem der Hersteller bidirektionales Laden erlaubt, etc. Vermute, dass die Hersteller beim bidirektionalen Laden zumindest bei Autos NMC-Akkus Einschränkungen machen bzgl. der Garantie bzw. wieviel man bidirektional Laden darf. Bei Autos mit LFP-Akkus ist das vermutlich weniger ein Problem. Die haben aber meist auch einen kleineren Akku.

Für mich war und ist persönlich das bidirektionale Laden kein wesentliches Kriterium bei der Auswahl eines Elektroautos. Aber auch nur, weil mein PV-Speicher groß dimensioniert ist.

Bin gespannt wie sich das entwickeln wird.

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Danke für die Infos zum bidriektionalen Laden. So wie sich das liest, würde ich da aktuell auch lieber Abstand davon nehmen.

Was die Akku Garantie angeht, klingt das bei Tesla aktuell für mich am besten. Ohne Inspektions Gängelung.

Allerdings sind knapp 10k Euro Different zum EV3 natürlich viel Geld, da kann man einige Services machen. Ob man die Differenz beim Restwert teilweise wieder reinholt, kann ich auch schwer abschätzen.

Ich muss mir jetzt den KIA unbedingt mal Live ansehen, hat letzte Woche nicht mehr geklappt und wird dann wohl erst im neuen Jahr passieren. Mein lokaler Händler hat jedenfalls einige davon verfügbar.

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Bei Renault und nur beim R4 bzw. R5 geht nach meinem Wissen V2G mit EINEM Stromanbieter und das auch NUR in Frankreich und NUR mit EINER bestimmten Wallbox, die dann NUR R4/R5 bedienen kann.
Man bekommt auch keinen kWh-Preis sondern eine "Bereitstellungprämie" wenn man angesteckt hat, unabhängig vom Energiefluss. Renault selbst wirkt hier anscheinend als Aggregator.
Das die sich da drüber trauen, obwohl sie die "normale" Elektronik/SW/Konnektivität kaum im Griff haben finde ich abenteuerlich.

Wie schon der eine oder andere Vorredner angedeutet/gesagt hat, finde ich es auch hahnebüchern die kostspielige Energieinfrastruktur eines BEV mit solchen Spielereien zu belasten. Selbst wenn es mein Megane könnte, würde ich es nicht tun.

Außerdem scheint das Thema dem Säuglingsalter noch nicht entwachsen zu sein.

Ich glaub man sollte die Theorie beenden und mal fahren. Schau bei Tesla auch ob du mit dem Fahrwerk klar kommst, das ist recht straff.

Der Preisunterschied ist kleiner wenn man die Wärmepumpe haben will glaub ich. Kenn aber nur die Preise der Kia Homepage und nicht was Händler wirklich aufrufen.

Dem Thema V2irgendwas gebe ich persönlich keine grosse Zukunft. Die Akkupreise sind dafür zu niedrig. Ausserdem liegt die Zyklenfestigkeit wegen der Zellchemie im Auto typischerweise bei 1500 und im Heimspeicherbereich bei 6000. Den hochwertigeren Akku dann damit zu belasten macht für mich keinen Sinn.

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Die hatte ich bereits einkalkuliert. Der EV3 ist mit WP immer noch ca. 10k günstiger, weil es bei Tesla ja anscheinend überhaupt keine Nachlässe bei Neuwagen gibt?

Im Moment ist ja auch wieder ein kurz bevorstehendes FSD bei Tesla heiss im Gespräch, aber das war ja schon öfter der Fall..