Multiplus II wie konkret integrieren/anklemmen/konfigurieren

Mal noch eine Frage, wenn ich so einen manuellen Netzumschalter bei mir im Zählerschrank installieren will.
Kann ich ja einfach den AC OUT1 beim Notstrom L1, L2 und L3 brücken. Was mache ich denn mit den N und PE? Bzw im Notstrombetrieb ist der N ja ein PEN.

Ich habe bei mir ein TT-Netz, von der Straße kommt nur ein N. Der PE im Haus wird via Fundamanterder gemacht.

Was mache ich denn mit den N und PE? Bzw im Notstrombetrieb ist der N ja ein PEN.

garnichts, der n und pe ist ja dann so wie es soll du kannst das mit solchen fi testern prüfen für die steckdose ob der fi auslöst

wenn du aber nen umschalter hast dann läuft die notstromversorgung nicht automatisch an
deswegen würde ich kritische verbraucher wie kühlschränke und gefriertruhen direkt an ac out 1 vor den umschalter hängen und den umschalter dann für den rest nutzen

aber ich hab keinen mp2 evtl schreibe ich hier auch müll also meine aussagen hierzu bitte mit vorsicht betrachten
Was mache ich denn mit den N und PE? Bzw im Notstrombetrieb ist der N ja ein PEN.

garnichts, der n und pe ist ja dann so wie es soll du kannst das mit solchen fi testern prüfen für die steckdose ob der fi auslöst

wenn du aber nen umschalter hast dann läuft die notstromversorgung nicht automatisch an
deswegen würde ich kritische verbraucher wie kühlschränke und gefriertruhen direkt an ac out 1 vor den umschalter hängen und den umschalter dann für den rest nutzen

aber ich hab keinen mp2 evtl schreibe ich hier auch müll also meine aussagen hierzu bitte mit vorsicht betrachten

Sehe ich genau so.
Der mp2 verbindet dann den N von AC out mit PE. Ab dem AC-out sind ja dann PE und N auch wieder aufgetrennt und deine FIs sollten somit funktionieren.
hier gibts noch ein aktuelles video evtl hilft das auch noch
Ich habe mir das video gerade noch mal angeschaut und mir ist folgendes aufgefallen:
ab Minute 1:55 "für diesen fall hier würde ein zweipoliger umschalter reichen" (minute 2:13)

Die empfehlung aus den vorangegangenen kommentaren war ja ein vierpoliger.... warum eigentlich?
Es reicht doch nur L1 zu schalten, oder?

Eigentlich würde ein zweipoliger (L1+N) reichen. (So ein Automat liegt hier auch noch rum.)
Mir ist aber "alles oder nichts" zu schalten immer lieber.
Man muss auch überlegen, was passiert, wenn das Netz zurückkommt. Möglicherweise mit nur einer Phase, oder zwei... +N :think:
Ich trenne lieber vollständig. Eröffnet auch andere Möglichkeiten, im Bedarfsfall Phasen zu brücken.

[...]
Ich trenne lieber vollständig. Eröffnet auch andere Möglichkeiten, im Bedarfsfall Phasen zu brücken.
Genau das hat "mein" elektriker auch vorhin auf die idee mit dem 2pol schalter gesagt und das macht definitiv sinn.
Also idee wieder verworfen. Genau dafür sind ja solche abwägungen gut.

Genau das hat "mein" elektriker auch vorhin auf die idee mit dem 2pol schalter gesagt und das macht definitiv sinn.
aber dein elektriker soll bei einer phasenkopplung nicht vergessen 5 adrige leitungen dann 4polig abzusichern damit der n nicht abfackelt (gut falls der überhaupt bei 4kw abfackeln kann...)

Bin zwar kein Elektriker, aber stecke mittlerweile auch etwas Tief in deren Metier. Ich kann zwar keine Quellen liefern, aber alle Stromkreise an eine Phase zu hängen hört sich für mich danach an, dass das so nicht gestattet ist. Es führt ja quasi immer zu einer asymmetrischen Belastung der Phasen, wenn du (im Notfall) den Strom komplett aus dem öffentlichen Netz ziehst.
Ich hab ein bisschen in den TABs gesucht, aber nichts gefunden. D.h. aber nicht, dass es in irgendeiner DIN VDE Norm oder AR nicht drinsteht.
Hätte da mal jemand mehr Infos?

Klar sehe ich auch, dass sich hier jetzt nicht an alles, was so vom Netzbetreiber vorgeschrieben ist, wenn es z.b. darum geht, wer an der Anlage arbeiten darf.
In der Art der Ausführung, die aus Sach- und Personenschutzgründen sicher nicht ohne Gründe so auszusehen hat, sollte man sich, finde ich, jedoch tunlichst dran halten. Auch aus Versicherungsgründen.

Ich denke wenn Notstrom für mehr als 1-2 Verbraucher/Stromkreise (die an der gleichen Phase hängen können) gewünscht, dann sollt man schon zu 2 (für 2 Phasen) oder 3 (für alle 3 Phasen) greifen.

... wenn du (im Notfall) den Strom komplett aus dem öffentlichen Netz ziehst.
Es geht hier ausschließlich um eine mögliche Phasenkopplung im Notstrombetrieb.
Also das öffentliche Netz ist ausgefallen, die eigene Anlage hat sich sicher und allpolig vom öffentlichen Netz getrennt, und das Netz kann nicht etwa überraschend zurückkehren... und eine Notstrom-Phase wird von der Anlage zur Verfügung gestellt.

Nur dann würde ich überlegen, wie ich diese eine Phase im Haus am besten nutze und evtl. auf die drei "internen" Stromkreise L1/L2/L3 verteile.
Eine 1-0-2 Umschaltung muss dabei sicher stellen, dass immer nur der eine (Notstrom) oder der andere (öffentliches Netz) Zustand gegeben ist.

Du hast im Notstrombetrieb keine Schieflast, selbst mit 3 Multiplus 2 kannst du kein Drehstrom Netz aufbauen.
Mit einem Lastumschalter für den Notstrombetrieb kannst du problemlos alle Phasen brücken. Drehstrom Verbraucher werden dabei klar nicht funktionieren. Aber solange man nicht über die Ampere der LSS bzw. Leistung des MP2 kommt hast du dabei keine Probleme.

, selbst mit 3 Multiplus 2 kannst du kein Drehstrom Netz aufbauen.
Klar geht das, Sternschaltung
[...] aber alle Stromkreise an eine Phase zu hängen hört sich für mich danach an, dass das so nicht gestattet ist. Es führt ja quasi immer zu einer asymmetrischen Belastung der Phasen, wenn du (im Notfall) den Strom komplett aus dem öffentlichen Netz ziehst. [...]
Ich vermute mal da hast du was falsch verstanden.
- im notstromfall gibts kein öffentliches netz - nur meine manuell umgeschaltet insel aus der nix raus kommt
- eine schieflast ist da kein thema -> stichwort inselbetrieb

Nur dann würde ich überlegen, wie ich diese eine Phase im Haus am besten nutze und evtl. auf die drei "internen" Stromkreise L1/L2/L3 verteile.
Eine 1-0-2 Umschaltung muss dabei sicher stellen, dass immer nur der eine (Notstrom) oder der andere (öffentliches Netz) Zustand gegeben ist.
Genau das ist der plan bzw maßgabe der manuellen umschaltung per schalter.
Drehstrom Verbraucher werden dabei klar nicht funktionieren. Aber solange man nicht über die Ampere der LSS bzw. Leistung des MP2 kommt hast du dabei keine Probleme.
Ganz genau so habe ich mir das gedacht. Und dann muss ich auch in der unterverteilung nix ändern.
Einziges fragezeichen was bleibt ist der herd (ob da was funktioniert und wenn ja was/wieviel) und der anlaufstrom vom kühlschrank.


Frage:
Kann mir zufällig jemand sagen was für kabel/verbindungen ich zw. MP II, cerbo, EM24 noch zusätzlich benötige (die nicht bei einem derdrei komponenten im lieferumfang vorhanden sind)?
So ganz klare infos finde ich weder bei victron noch bei diversen YT videos.

Ok, du siehst einen manuellen Transferschalter vor, der nur bei Umlegen auf Inselbetrieb die Stromkreise alle auf eine Phase legt. Das ist wichtig.
Bei irgendeiner Verbindung mit dem Netz sollten alle Stromkreise gleichmäßig auf alle Phasen aufgeteilt bleiben.

Alle Drehstromverbraucher (Motoren z.b für Wärmepumpe, etc) können mit dem 1-phasigen Netz dann halt nichts anfangen. Herdplatte sollte kein Problem sein, wenn die nicht zwischen 2 Phasen geschaltet ist (400V). Da kenne ich mich nicht aus. Ich vermute alle Herdplatten sind im Stern geschaltet (also mit N verbunden).
Bei dreiphasigen Wechselrichtern scheint es ja am AC Out auch zu funktionieren laut Victron. Phasenverschiebung der drei Phasen um 120° ist dann vermutlich nicht gegeben, aber auch nicht erforderlich?


Einziges fragezeichen was bleibt ist der herd (ob da was funktioniert und wenn ja was/wieviel) und der anlaufstrom vom kühlschrank.


sollte kein problem sein ein billiger kühlschrank hat ca 6-700w anlaufstrom das packt der 5000er mp2 locker

herd wird nicht so einfach wenn du bei 4kw max bleibst brauchst du dir keine gedanken zu machen
man sollte aber bei ner phasenkopplung den herd 4polig sichern dh auch den n
denn bei phasenkopplung geht der summenstrom aller phasen durch den n
Frage:
Kann mir zufällig jemand sagen was für kabel/verbindungen ich zw. MP II, cerbo, EM24 noch zusätzlich benötige (die nicht bei einem derdrei komponenten im lieferumfang vorhanden sind)?
So ganz klare infos finde ich weder bei victron noch bei diversen YT videos.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit fällt mir dazu ein:
- Batterie-Anschlusskabel in passendendem Querschnitt / Länge, Sicherung im "Plus", ggf. Lasttrennschalter.
- VE-CanBus Kabel (?)
- RS485 zu USB-Adapter (FTDI-Chip) wenn du EM24 per RS485 anschließen willst
- evtl. MK3-Adapter. (Ich brauchte den zum ersten Einrichten, habe aber kürzlich hier gelesen, dass das beim CERBO auch ohne geht...(?)

Ich habe den CERBO nicht, vermute aber, dass da alle zugehörigen Anschlusskabel dabei sind.

Wenn du das EM24 mit RS485 hast benötigst du ein Victron RS485 zu USB Interface Kabel. Alternativ auch günstigere RS485 zu USB Variante, wie Saugnapf geschrieben hat.
Zwischen Cerbo GX und MPII wird ein Ethernet Kabel (RJ45) benötigt, das ist nicht dabei. Ebenso ist noch ein Ethernetkabel empfehlenswert, um den Cerbo ins Netzwerk einzubinden. Mir ist das jedenfalls lieber als über WLAN.
MK3 Adapter ist nicht notwendig, geht alles über Remote configure, dazu einfach ins Netzwerk einbinden.

sollte kein problem sein ein billiger kühlschrank hat ca 6-700w anlaufstrom das packt der 5000er mp2 locker

herd wird nicht so einfach wenn du bei 4kw max bleibst brauchst du dir keine gedanken zu machen
man sollte aber bei ner phasenkopplung den herd 4polig sichern dh auch den n
denn bei phasenkopplung geht der summenstrom aller phasen durch den n
Die hoffnung mit dem kühlschrank habe ich auch, zumal das kein riesiger zweitüriger ist sondern ein recht kleiner allerdings 20 jahre alt und inkl. gefrieer würfel oben drauf.

Guter und wichtiger tipp den ich mit in die planung aufnehme!
- Batterie-Anschlusskabel in passendendem Querschnitt / Länge, Sicherung im "Plus", ggf. Lasttrennschalter.
- VE-CanBus Kabel (?)
- RS485 zu USB-Adapter (FTDI-Chip) wenn du EM24 per RS485 anschließen willst
- evtl. MK3-Adapter. (Ich brauchte den zum ersten Einrichten, habe aber kürzlich hier gelesen, dass das beim CERBO auch ohne geht...(?)
Bei dem ve-canbus kabel bin ich mir aktuell selbst noch unschlüssig.
Wenn du das EM24 mit RS485 hast benötigst du ein Victron RS485 zu USB Interface Kabel. Alternativ auch günstigere RS485 zu USB Variante, wie Saugnapf geschrieben hat.
Zwischen Cerbo GX und MPII wird ein Ethernet Kabel (RJ45) benötigt, das ist nicht dabei. Ebenso ist noch ein Ethernetkabel empfehlenswert, um den Cerbo ins Netzwerk einzubinden. Mir ist das jedenfalls lieber als über WLAN.
MK3 Adapter ist nicht notwendig, geht alles über Remote configure, dazu einfach ins Netzwerk einbinden.
Alles klar, vielen dank, dann hab ich bis auf den adapter rs485->usb alles in der ramschkiste :D

Das VE.CAN würdest du doch nur benötigen, wenn du einen Speicher mit BMS hast, der über CAN-Bus kommuniziert. Hast du das? Wenn nicht, bleibt bei RS485.
RS485(Modbus) und CAN sind quasi konkurrierende Bussysteme.

Ich weiß nicht, ob der Cerbo GX nicht schon CAN-Bus drin hat. Einen Adpter braucht du dann sowieso nicht. Mit was willst du überhaupt eine CAN-Verbindung herstellen?

Der USB-MK3 Adapter von Viktron müsste eigentlich ein RS485 Interface sein. Wenn du statt Cerbo Gx einen Raspberry Pi mit Venos OS nimmst, dann brauchst du diesen Adapter.
Ingesamt kommt man damit natürlich günstiger, als mit dem Cerbo GX.

günstigere RS485 zu USB Variante z.B.: https://www.amazon.de/gp/product/B075818Z6H/
Hab ich zwei Stück an ET112 im Einsatz, laufen seit Jahren gut.

"Bei dem ve-canbus kabel bin ich mir aktuell selbst noch unschlüssig."
Inwiefern? Wenn du Pylontech-Akkus verwenden willst, brauchst du eins.
Kann man auch selber konfektionieren, wenn man das crimp-Zeug dazu hat.

edit: oder wie ToBeDefined geschrieben hat... :wink:
Wie gesagt, ich kenne den CERBO nicht.

Der cerbo hat can und ve can bereits integriert.
Das can kabel ist ein normales netzwerkkabel