Hallo
Ist:
Tragwerk steht und Dach inkl. PV-Unterkonstruktion ist drauf, ausgelegt für 20 Stk Aiko Neostar 3S+ A485-MCE54Db(Ausrichtung Süd).
Soll (Gemäss aktuellem Planungsstand):
2 Stk Victron mppt 250/70 mc4 mit je 2p5s
3 Stk Pytes V5a 5.12 kWh 51.2 V 100 Ah LiFePo4 (Garagenaufstellung)
1-2 Stk Victron Multiplus 2 48/5000 oder 3000
1 Stk Victron Cerbo GX
Die Stromautarkie soll dadurch ermöglicht werden, dass im Winter Heizung, Warmwasser und Kochen über einen wasserführenden Holzherd erfolgt. Demnach schätze ich den Strombedarf im Winter auf ca. 2.5 kWh/Tag.
Ich denke, dass ich für ein normales Einbau-Kochfeld mit Backofen mindestens 2 Phasen braucht. Das würde 2 Multiplus bedeuten und dementsprechend 2x20W Nulllastverbrauch.
Wäre es denkbar den 2. Multiplus im Winter ganz auszuschalten? Natürlich hiesse das, dass er auch im Sommer nur zum Kochen dient.
Im Handbuch zum Multiplus steht: "Die Lastwerte für den Suchmodus „Shut down“ (Abschalten) und „Remain on“ (Weiterlaufen) lassen sich mit VEConfigure einstellen." Heisst das, dass man diese Schwellenwerte so tief einstellen könnte(z.B. 5W für Einschalten), dass die Multis sich Nachts die ganze Zeit im Suchmodus befinden (nur 2 W Verbrauch) und sie durch betätigen eines Lichschalters(Ledleuchte) innerhalb von 2s erwachen?
Seht ihr hier einfachere/bessere Lösungen oder sonstige Dinge welche ich nicht beachte?
Sehe ich das richtig, dass die Pytes V5a kein separates Master Bms benötigen, sondern einfach eine davon als Master konfiguriert wird?
Ich fürchte bei mehr als einer Platte und laufendem Ofen wird das von der Leistung her eng, auch mit zwei 5000ern. Wir hatten letztes Jahr nen neuen Herd mit Ceranfeld bekommen und hab dafür für den Ofen ne extra Leitung gelegt (mein Eli hats angeschlossen), da das Ceranfeld die drei 16A Phasen für sich alleine benötigt. Wirst Du zumindest nach genügsameren Modelen schaun müssen. Da es alles nur ohmsche Lasten sind, könnte man das wohl auch einphasig anschließen, aber dann mit einer sehr dicken Leitung und der Multiplus müßte auch entsprechend größer sein.
Für übliche 2-Phasen-Kochfelder (bei denen die dritte Phase für den Backofen frei gehalten wird), reichen zwei 5000er locker.
Will man zwischen ein- und Zweiphasenbetrieb am Kochfeld wechseln, brauchts zum einen ein Kochfeld, das auch mit nur einer Phase klarkommt, zum anderen eins, das dafür am Anschluss nicht umverdrahtet werden muß. Obs das gibt, keine Ahnung.
Würde ich gleich einen der neuen 4k5 oder 6k5 nehmen.
Falls es mit der Autarkie doch nicht so klappt wäre der 6k5 auch noch legal einphasig betreibar und würde im Sommer einspeisen können.
Ich würde hier über Fassaden PV und/oder Zaun PV zumindest teilweise AC-Gekoppelt nachdenken sonst wird das im Winter mit 7,7 kWp nix insbesondere wenn mal Schnee liegt sind 15 kWh ganz schnell leer.
Mein BKW u.a. mit 70° aufgeständerten Modulen hatte in der ersten Januar Hälfte auf deine 7,7kwp hochgerechnet nur knappe 15 kWh Ertrag gehabt.
Preislich wäre hier die typische ~16kWh Box entwerder DIY oder fertig deutlich vorteilhafter.
Ich hab mich bzgl. Backofen/Ceranfeld nochmals umgesehen und habe welche mit 7.8 kW gefunden (z.B. V-ZUG Combair V200 | Backöfen | 2201700002 ). Zumindest wenn man bei “Anzahl bedienbare Kochzonen” 3 auswählt. Das läuft aber mit 400V, d.h. mindestens zweiphasig, also brauche ich für den Sommer 2 Multis.
Im Winter koche/backe ich mit dem Holzherd. Werde aber bei Victron noch nachfragen ob man von den Multis her zwisch 2 und 1 Phasensystem einfach so hin und her wechseln kann. Bzw. ob die Multis unabhängig voneinander in den Suchmodus wechseln.
Was mir an den 4k5 und 6k5 nicht gefällt ist der relativ hohe Verbrauch im Suchmodus (8W statt 2W beim 5000). Was meinst du mit legal einphasig betreibbar?
Ich hab mich verrechnet 20 x 485 W= 9.7 kW, aber du hast recht: Die Anlage soll auf jeden Fall erweiterbar sein. Was ist der Vorteil von AC-gekoppelt erweitern? Mir fällt jetzt nur der etwas grössere Wirkungsgrad bei direktverbrauch ein..
Hast du einen konkreten Produktvorschlag? DIY kommt zur Zeit eher nicht in Frage, denn das ganze Haus ist DIY und damit bin ich voraussichtlich noch mehr als 1 Jahr beschäftigt.
Gibt es bei DC-gekoppelten PV-Anlagen ein Verhältnis zwischen WR- und Batteriegrösse?
Offiziell können die wohl gar kein Zwei-aus-Drei-Phasen-System, inoffiziell scheint es aber zu funktionieren. Zum Wechsel muß man halt das Setup umkonfigurieren.
daher bin ich auf dem multi rs 6000 gegangen. diese sind etwas flexibler. so kann im 3p verbund auch 1 oder 2 multi rs ausfallen. oder nur ein 2p eingerichtet werden. diese hat wohl auch mehr reserve. und je 2 mppts sind auch schon drinne.
Der Multiplus braucht doch pro h “nur” ca 25W; wenn Du die sparen willst wären das gut 600Watth.
Ich würde mir für den Winter ein Gaskochfeld vorhalten; entweder hast Du eh einen Gastank/Gasanschluss - dann per Gassteckdose, oder ansonsten über eine Gasflasche.
Vermutlich könnte gemeint werden, die Verlustleistung beträgt 25W.
Das bedeutet in einer Stunde eine Energie von 25Wh.......
Aber 25W/Stunde ist - irgendetwas "Unbekanntes "
Was soll das mit so winzigen Akkus ?
Es wird damit schon im "nicht Winter" nicht reichen und im Winter eher sowieso nicht.
Die PV sollte unbedingt für Winter optimiert ausgerichtet werden, nicht für maximalen Jahresertrag.
Garage ist gut, da kann man im Winter die Module vom Schnee befreien. Die sind zudem steil aufgestellt, zum Einfangen der Wintersonne.....
Module auf normalen 45° Dach Richtung Süden sind nicht von Schnee befreibar und liefern im Winter sehr wenig, mit Schnee gar nix und das mitunter über Wochen.....
Das mit "Süden" war mal - als es noch gutes Geld fur PV Einspeisung gab. Jetzt wo es um Eigenverbrauch geht, ......
Neubau....
Fassaden mit einplanen, um Module zu platzieren. Auch gleich den Zaun irgendwie? mit nutzbar machen - alles zumindest einplanen für Energie im Winter. Der Sommer ist egal, ab März klappt das sowieso. November bis März dafür sollte die PV optimiert werden.
Große Fenster mit Vordach !
Im Sommer Schatten - im Winter Wärme
Ich habe in meinem Elektrikerleben, auf den Dörfern, massenhaft Herde einphasig angeklemmt. 2 Phasen sind da nicht nötig.
Bezüglich abschalten einzelner Victrons kann ich zu der RS-Reihe raten (Multi, Smart, SmartSolar). Davon laufen bei mir 2 SS und ein S parallel in der Insel und ich kann problemlos im laufenden Betrieb einzelne davon zu oder abschalten. Nur die Spannung zuckt da mal kurz nach unten.
Der scheinbar höhere Preis gegenüber den Multiplus relativiert sich durch die integiertem MPPT.
Aber damit wir nicht aneinander vorbeireden: Normale E-Herde habe heutzutage 4 Platten und einen Backofen. Die kommen dann mit Anschlußleistungen zwischen 9kW und 11kW.
Bei Bosch gibts da dafür z.B. gesondert zu erwerbende Anschlusskabel in der Dimension H07RN-F 3G6 - also 3*6 Quadrat, und dazu den Hinweis in der BA
„Die Absicherung muss gemäß der Leistungsangabe auf dem Typenschild und den lokalen Vorschriften erfolgen.“
Wo das einphasig realisiert werden kann, kann man sowas einphasig anschließen. An einer einzelnen übliche 16A Phase geht das nicht.
Mein letzter Herd erlaubte für einphasig z.B. nur eine „Hollandverdrahtung“, mit 2 Zuleitungen mit je 20A Absicherung auf der selben Phase, und zwei Nulleitern. In D eher nicht zulässig.
Ja, man kann jeden normalen Herd einphasig anschließen. Nur sehr sicher nicht überall.
was heißt Verlustleistung; das Ding hat einfach einen Eigenverbrauch von 25Wh. Es ist ja kein Verlust gegeben, wenn das Teil damit in Funktion steht und sozusagen bereit für Großes.
Wichtig ist m.E. der Mix: AC angebundene wie DC angebundene Module. Des weiteren flach Module, die im Winter das Streulicht einfangen und steile, auch Fassade- wenn man das kann- in Richtung Südost, weil da im Winter öfter die Sonne scheint… -und ja, auch drauf achten wenigstens einen Teil der Module einfach schneefrei bekommen zu können. -ich stelle im Winter einfach ein paar auf die Wiese, Pfosten links rechts, dazwischen Dachlachtte; modul dagegen lehnen, vorne 2 Pflastersteine drunter. Die kommen im April- Mai wieder weg und sind einfach an den AC WR angeschlossen. Davon kann man ja einige anschließen, man reduziert halt die Leistung auf 400-600-800W -je nach Bedürfnis.
Oder gleich die Fenster mit einer Doppelstegdachkonstruktion einhausen, dann heizt der Wintergarten in der Übergangszeit das Haus.
Es muss eigentlich immer eine passende Absicherung erfolgen, so funktioniert es mit elektrischer Energie.....
Es gelten einfach übliche Vorschriften, an denen man sich orientiert. H07 RNF - also harmonisierte schwere Gummischlauchleitung würde ich nicht verwenden....
Zusammengefaßt - jeder Herd funktioniert auch einphasig.