Multiple Splitklimaanlagen zum Heizen oder einzelne WP für 2-Familienhaus

dann stelle die gleiche Frage mal bei Haustechnikdialog im Forum. Da laufen auch keine Deppen rum. Die sagen dir genau das Gegenteil.

1 „Gefällt mir“

Das glaube ich gerne, meine Erfahrungen zeigen mir wahrscheinlich ein anderes Bild von der Sache. Einige meiner Nachbarn haben umgestellt auf WP und trotzdem ein vielfaches meiner Energiekosten und Anschaffungskosten wo mir schwindelig wird und ständig den Servicewagen vor der Einfahrt, …. Alles nix für mich!

Welcher Geruch? Unsere liefen diesen Winter 24/7, abgesehen von den Reinigungspausen für die Filter. Da riecht nichts.

2 „Gefällt mir“

Wärmepumpen funktionieren auch mit Heizkörpern. Das ist oft genug bewiesen worden

Ganz grundsätzlich kann man mit der alten Heizung im Winter die Vorlauftemperatur reduzieren und evtl. den Volumenstrom nach oben bringen. Dann bekommt man Klarheit welche Räume kritisch zu heizen sind und beantwortet die Frage mit welcher VL Temperatur das geht. Dann hat man Daten und Fakten und rät nicht rum.

Wenn Räume kritisch sind kann man durch Heizkörper Austausch einfach und günstig was ändern.

Im Sommer kann man, wenn man möchte einen Wärmemengenzähler installieren. Damit kann man den Wärmebedarf des Hauses ermitteln. Da gibt es aber auch Faustformeln die über den Jahresverbrauch gehen. Das ist optional

Ich habe zwei Nachbarn in absolut identischen Reihenhäusern neben mir. Die einen haben im gleichen Jahr die Ölheizung durch WP ersetzt (übrigens auch HK). Die anderen eine neue Öl-Brennwert Heizung eingebaut. War glaub in ‘23.

  • Öl: 24t€
  • WP: 22t€ nach Förderung

Betriebskosten sind bei der WP besser

Du kannst generell in beide Richtungen planen, also LWWP über Heizkörper oder Split-Klima oder sogar beides kombiniert.

Das LWWP mit normalen Heizkörpern nicht funktioniert, ist eine falsche Vorstellung. Man muss einfach genügend Heizkörperfläche haben, damit man mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt. Ist gar nicht so selten, dass Heizkörper auch früher schon überdimensioniert wurden, dann passt es direkt. Ansonsten kann man z.B. 22er Heizkörper gegen 33er austauschen. Schlussendlich sollte man in einen Bereich kommen, wo man die meisten Zeit im Winter um die 40-45 Grad Vorlauf hat, noch niedriger ist natürlich besser. So kann man dann auf JAZ Zahlen von 3,5 oder höher kommen.

Und was das Thema Split-Klima angeht: Bau dir doch einfach erstmal eine ein und mach Erfahrungen damit. Dann kannst du das ganze Thema besser abschätzen. Wir heizen jetzt seit 4 Jahren nur noch mit Split und kommen gut zurecht. Aber ich kann gut verstehen, dass das nicht für jeden was ist, insofern immer gut, das zu testen.

1 „Gefällt mir“

Haben beide Nachbarn PV Anlagen?

Förderung kommt bei mir nicht in Frage, Unabhängigkeit ohne Unterschrift und Bindung ist mir der Mehrpreis Wert und habe kein schlechtes Gewissen anderen Steuerzahlern gegenüber.

Die mit der WP ja. Aber das ist eigentlich egal. Im Winter kommt da nichts runter. Da nützt eher der Heimspeicher in Kombination mit dem Wärmepumpentarif. Fairerweise muss man aber sagen das der nur wegen der PV vorhanden ist.

Ja gut, deine Meinung. Wenn wir hier über ein Konzept für Peuqui diskutieren sollte das aber keinen Einfluss haben. Es sei denn er will das auch.

3 „Gefällt mir“

nur aus interesse: was war an dem “kühlschrank” so defekt, dass der installateur es nit richten konnte? klingt nach geldschneiderei

sag mal was zu vorlauftemperaturen und heizlast

Welche Split-Klimas sind bei dir im Einsatz?

Schau mal hier:

Ganz so “düster” ist es in der Realität natürlich nicht…

…aber ganz grundsätzlich sehe ich das zumindest ähnlich:

So eine LWWP hat halt einerseits schon das “Manko”, dass sie als Primärenergiequelle “nur” die Aussenluft zur Verfügung hat. Die ist halt im Winter gewöhnlich (sehr) kalt - im Gegensatz zu zb. WWWP - wo die Temperaturen der Primärenergie bei Weitem nicht so weit absinken. Je mehr man heizen muss - um so schlechter wird nat. der Wirkungsgrad weil das Delta zwischen innen und aussen immer größer wird.

Aus Kostensicht ist aber fast immer die LWWP im Vergleich zur WWWP deutlich vorne - weil man die Mehrkosten fast niemals wieder reinholen kann (Neubauten etc. ggfs. ausgenommen).

Nun sind jegliche WWP aber immer nur EINE Komponente von einem Gesamtsystem. Da kann diese Komponente noch so gut sein, wenn die Einbindung in das System bzw. das System in seiner Gesamtheit nicht “gut” ist - dann geht der Wirkungsgrad ggfs. in den Keller…

Dafür kann die WWP erstmal - isoliert betrachtet - aber nichts…

Am Ende ist hier einzig ausschlaggebend, was das System in seiner Gesamtheit in der Praxis leistet. Es gibt hier dann derart viele “Stellglieder” und Einflussfaktoren, dass man unmöglich eine pauschale Aussage treffen kann. Nat. ist Bestand mit “nur Heizkörper” tendentiell mal eine schlechte Voraussetzung für LWWP bzw. überhaupt WWP, aber kein Ausschlussgrund.

Letztlich stellt sich dann am Ende immer die Frage: Lohnt es sich?

Und auch hier ist es nat. wieder extrem individuell: Wer sich zb. aktuell noch eine gute R32 Monoblock günstig kauft und großteils oder gar vollständig selber einbaut, der wird natürlich damit dann - selbst mit Heizkörpern - angesichts der vergleichsweise geringen Kosten in einem Bereich sein wo es sich lohnt. Selbst wenn die Anlage dann mehr Energie verbraucht, als es die WP isoliert betrachtet eig. “könnte”.

Wer sich aber eine Anlage um viel Geld einbauen lässt (und selbst mit Abzug der Förderung kann da ja schnell am Ende noch der 2-3 fache Betrag rauskommen, als bei 100% Eigenleistung ohne Förderung) der hat da ggfs. eher “Probleme” das es sich finanziell lohnt…

Eine (oder mehrere) LLWP sind eben in sich geschlossene Gesamtsysteme, wo die Wärmetauscherflächen etc. fix vorgegeben sind und somit auch die Effizienz mit der der Hersteller wirbt sehr viel eher in der Praxis erreicht werden kann. Nat. gibt es auch hier noch viele Einflussmöglichkeiten was die Nutzung angeht - die auch das Ergebnis in der Praxis beeinflussen. Aber es ist bei Weitem nicht so extrem, wie bei wassergeführten Systemen.

Ganz grob ist eine LLWP hier im Vergleich eher wie ein “Heizlüfter” was die reine Nutzung angeht :wink:

Da gibt es einfach weniger, was schief gehen kann in der Auslegung, Nutzung.

Letztlich kann man immer jede Heizungsart schlechtreden, oder auch mit Lobhudelei belegen. Aber Beides ist aus meiner Sicht falsch, denn in der Praxis hat im Grunde JEDE Heizungsart ihre Vorteile, aber auch Nachteile. Was dann in der Praxis die sinnvollste Lösung ist, sollte deshalb sorgfältig überlegt sein und man sollte sich vorab genau informieren und ausgiebig mit den jeweiligen Vor- wie auch Nachteilen beschäftigen.

Und in dem Zuge auch überlegen, was die aktuellen Voraussetzungen sind ob man einen Heizungstausch aus Notwendigkeit heraus oder aus ideologischen Gründen durchführen möchte. Bei Letzterem muss es sich ja am Ende finanziell nicht “lohnen” bzw. die günstigensten Gesamtkosten erreicht werden.

1 „Gefällt mir“

Ich habe gerade mit einem Freund telefoniert, der sein 200 Quadratmeter Haus ohne Unterkellerung von einer Brennwertölheizung von 2014, die er rausgeworfen hat, auf Wärmepumpe plus fünf Klimaanlagen von einer Komplettüberdachung des Hauses mit Solarpanelen umgestellt hat, gesprochen. Und der hat behauptet, dass diese sieben Kilowatt Wärmepumpe, die er nun hat, in Zusatz bei Bedarf zusätzlich mit den Klimaanlagen ausschließlich heizt und dabei enorm viel Kosten gespart hat. Auch hat er behauptet, dass er mit den Heizkörpern eine ausreichende Wärmung des Hauses hinbekommt. Er habe nur im Wohnzimmer Fußbodenheizung und würde mit einer Vorlauftemperatur von angeblich 45 Grad der Heizkörper sehr gut hinkommen.Allerdings habe er gut sechs Wochen an den Einstellungen seiner Wärmepumpe rumgefummelt mit Vor- und Rücklauftemperaturen, bis das so gepasst hat.

Mir stellt sich die Frage, ob eine knapp, bzw. unterdimensionierte WP, weil sie im Dauerlauf arbeitet, da Vorteile hat: Sie taktet vielleicht nie (behauptet mein Freund) und hätte daher eine längere Lebensdauer und das Wärmedefizit würde bei Bedarf dann mit Kamin, LLWP und Ölheizung aufgefüllt. Was haltet Ihr davon?

Also bevor ich da so einen Hampeltanz mache um 2,50 € im Monat zu sparen dann soll sie lieber paar mal am Takt Takten und dafür nur 19,5 statt 20 Jahre halten.

1 „Gefällt mir“

Perfekt erklärt, dem schließe ich mich gerne an! :+1:

1 „Gefällt mir“

Wenns eine moderne WP ist, kann die ca 1,5-7kW modulieren. Knapp dimensionieren ist gut, unterdimensionieren würde ich nicht machen. Eine LWWP kann man auch klein wenig größer nehmen als berechnet. Und natürlich musst DU die Anlage einstellen. Der Heizungsbauer weiß ja nich wie du dich fühlst bei -10 oder +5 Grad aussen

Kann man so machen, hängt aber viel vom Detail ab, was Sinn macht. Beispiel: Wenn eine Nummer größer genauso weit runter moduliert, kann man auch gleich die größere nehmen.

Was man aber auch sehen muss: Viele Wärmpumpen greifen ja zum Heizstab, wenn sie es selbst nicht mehr schaffen. Wenn er jetzt den Heizstab abgeschaltet hat und stattdessen mit Kamin oder LLWP zuheizt, dürfte das deutlich kostengünstiger sein.

Was die Lebensdauer angeht: Das ist eher umstritten, ob ein paar Takte die Lebensdauer verringern oder nicht. Gerade bei den Invertern heutzutage.

Redhot hat das schon ganz gut dargestellt. Für die Entscheidung zu einer LW WP braucht man schon ein paar Informationen zum exakten Wärmebedarf, auch Raumweise. Man sollte im Winter einen thermischen und einen hydraulischen Abgleich vorgenommen haben. Man sollte das Hydraulikschema seiner bisherigen Heizung kennen und gut wäre auch ein Wärmemengenzähler über einen kalten Winter. Dann kann man eventuell mit einem kundigen Installateur ein tragfähiges Konzept aufbauen

Ich beheize eine Doppelhaushälfte mit 185 m² mit einer Daikin Multi Split Anlage und einer Single Split Anlage, bei der das Außen Gerät auf dem Dach steht, seit drei Jahren. Von meiner alten Gasanlage wird nur zeitweisedas warme Wasser erzeugt und die Fußboden Temperierung im Erdgeschoss und im Bad weiter verwendet. Das könnte man eigentlich auch weglassen, aber die Behaglichkeit ist da schon schön.

Auch die Daikin Anlage wurde sorgfältig geplant und fachgerecht installiert. Damit war sie auch Förderfähig aber die Gesamtkosten waren halt vierstellig. Die Anlage riecht nicht sie ist absolut leise auch im Schlafzimmer, läuft 24 Stunden durch. Kann sehr präzise eingestellt werden und wenn der Luftstrom am Esstisch doch mal nervt, dann sagen wir Alexa Bescheid. Sie soll das Ding mal für 1 Stunde ausschalten. Toll ist halt, dass wir die 23-24° im offenen Erdgeschoss, die meine Frau unbedingt braucht durchgehend Sommer wie Winter haben. Allerdings habe ich mir vorher auch schrittweise eine große PV Anlage mit fast 30 kW Peak aufgebaut und im nächsten Schritt kämpft man dann um einen maximalen Eigenbedarf. Solange kein Schnee liegt, reicht mein PV Strom bis auf ganz wenige Wochen im Winter.

Kurz deine Frage wird so schnell so einem Forum nicht zu beantworten sein. Da musst du schon noch ein bisschen analysieren, was für dich das Beste ist.

2 „Gefällt mir“

Warum nicht beides? :slight_smile: - Ich würde das hauptsächlich davon abhängig machen, ob es ein diy Projekt wird und/oder ob da etwas vermietet wird.

Meine 12kW Blaupunkt Wärmepumpe hat im diy insgesamt 2000 Euro (Gerät und Materialkosten) gekostet. Heute würde ich aber zu einem effektiveren und etwas teurem Modell greifen. Wenn Du Dich für eine Luft-Wasser Wärmepumpe entscheidest, bau das aber gleich so, dass ein späterer Austausch des Geräts kein größeres Problem darstellt. Sprich: Lass Dir Vor- und Rücklauf sowie Elektrik in eine Konsole nach außen legen. Der Anschluss einer Ersatzwärmepumpe besteht dann nur noch darin, das Elektrokabel einzustecken und mit Panzerflexschläuchen Vor- und Rücklauf anzuschließen.

Achte auch darauf, dass Du alle außenliegenden wasserführenden Rohre getrennt vom restlichen Heizungssystem evakuieren kannst!

Wenn Du das ohne diese Anforderungen beauftragst, werden Dir die üblichen Heizungsbauer das Gerät fest verdrahten und verrohren.

Der Austausch von Wärmepumpen (die sind halt je nach Modell nach 10-25 Jahren wirtschaftliche Totalschäden), wird in Zukunft eher Commodity sein und eher mit dem Austausch großer Kühlschränke vergleichbar werden.

… und nein, gute Wärmepumpe kosten keine 30000 Euro. Für eine gute R290 Wärmepumpe zahlt man keine 5000 Euro - ohne Förderung!

Oh, das klingt gut. Was ist das für eine? Da kommt natürlich noch der Einbau hinzu. Wo landet man da?

Nach dem Einbau bist Du bei >30.000 Euro von denen Du einen Teil als Förderung zurückbekommst. So eine Pumpe baut Dir kein Heizungsbauer ein. Die verbauen eher Wärmepumpen, die nur im B2B verkauft werden und deren Preise kaum einer nachvollziehen kann.

Als Produkt kann ich Dir z.B. : Panasonic Aquarea LT KIT-WC07L3E5 | 7 kW | R290 Hydraulik-Split nennen (die hat allerdings auch noch ein Innengerät, welches per Wasserkreislauf an das Außengerät gekoppelt ist) - Preis war heute bei ca. 4100 Euro - einfach mal nach suchen. Ob das für Dich passt, musst Du selbst entscheiden. - Es gibt da einiges beim Einbau zu beachten (Leistungsklasse, Heizstab: ja/nein, Hydraulik allgemein, Ausdehnungsgefäß, Überdruckventile, Mikroblasen- und Magnetabscheider - die manchmal aber auch schon im Gerät selbst verbaut sind.)

Im Billigsegment gibt es auch noch günstigere Modelle vom chinesischen Marktführer (SPRSUN) unter verschiedenen Markennamen. - Die funktionieren im Regelfall auch. - Service kannst Du aber vergessen.

1 „Gefällt mir“