Was man machen kann: Von einem Heizungsbauer alles für eine Wärmepumpe vorbereiten lassen. Und dann schließt man den Rest selber an.
@win Die zwei Schläuche und das Stromkabel kann man selber anschließen. Meistens läuft das einfach so bei Ersatz eines anderen Wärmeerzeugers. - Wer dabei auf Handwerker angewiesen ist kommt in Deutschland eigentlich nie unter 30000 Euro, was natürlich überhaupt nichts mit der Förderbegrenzung von 30000 Euro zu tun hat.
Dankeschön!
Es eilt bei mir nicht, die Gas-Brennwertheizung funktioniert noch und wird jedes Jahr gewartet.
Seit 10 Jahren hab ich eine Daikin Klimasplitanlage mit 3 Innengeräten und dann noch einen Kaminofen.
Knackpunkt ist, dass ich zu wenig Solar auf dem Dach habe um die Klimasplit im Winter zum Heizen zu nehmen.
Wir kochen auch mit Gas und in den letzten 4 Jahren kam ich im Schnitt auf 7400kWh Verbrauch, nachdem ich die Heizungseinstellungen mal genauer angeschaut und eingestellt habe.
Da müsste ich das Solar deutlich aufrüsten um ähnlich günstig wegzukommen. Doppelhaushälfte in Holzständerbsuweise mit 155qm und 20Jahre alt ist vielleicht auch wichtig zu erwähnen.
Oder liege ich da ganz falsch?
Zur Gasversorgung Deutschland, der lieben Wirtschaftsministerin und dem undurchschaubarem orangenem Gesicht im Oval Office sag ich mal nichts. Die Lage soll mal jeder für ich selbst einschätzen.
PV im Winter, um die Luft-Wasser Wärmepumpe zu betrieben ist natürlich sinnvoll, reicht aber nur für einen kleineren Teil des Strombezugs aus.
Bei einer so jungen Gas Heizung würde ich auch erstmal mit dem Investieren abwarten und nur die vorbereitenden Arbeiten erledigen.
Aus verschiedenen Gründen sinnvoll ist bspsw. die Trennung der Heißwasserversorgung von der Heizung.
Du kannst auch schon heute die Vorlauftemperatur auf den geringst möglichen Wert absenken (dann sparst Du auch Gas) - ab 45°C Vorlauftemperatur wird eine Wärmepumpe interessant und günstig. Bleibst Du darüber, muss der ein oder andere Heizkörper getauscht werden.
An Deiner Stelle würde ich Vor- und Rücklaufanschlüsse sowie eine ausreichend dimensionierte Stromversorgung (5 adrig, 4mm2 bzw 2,5 mm2) in einer Anschlußkonsole in der Nähe des späteren Aufstellortes der Wärmepumpe vorbereiten. Du kannst Vor- und Rücklauf auch schon an den Heizkreislauf anschließen und über Absperrventile wasserlos halten. Zudem einmal prüfen ob Magnetfilter, Mikroblasenabscheider, Überdruckventile und Ausdehnungsgefäß an den richtigen Stellen verbaut sind und da ggbfs. schon heute nachrüsten.
Danach kannst Du mit dem billigsten Modell anfangen, sie aufstellen und anschließen und sie schon einmal in der Übergangszeit betreiben. … (Danach wirst Du süchtig, kaufst Dir eine vernünftige Wärmepumpe und schmeist die Gasheizung raus
)
In einigen schwierigen Hydraulik Fällen (meist bei sehr kleinen Rohrquerschnitten), musst Du auch noch mit Pufferspeicher arbeiten, der leider Effizienz verliert.
DAS ist eins der größten Probleme beim Vergleich Verbrennerheizung - Wärmepumpe: die Öl-/Gasdinger “können” hohe Vorlauftemperaturen, und dann wird das auch meistens so gemacht, um “auf Nummer sicher” zu gehen - gut eingestellte Verbrennungsheizungen sind eher die Ausnahme, leider. Mit diesen “notwendigen” Werten wird dann leider auch immer argumentiert, Wärmepumpenersatz würde “mit Heizkörpern” oder im “Altbau” nicht funktionieren. Es wird echt Zeit, dass Heizungsbauer sich mal mit dem Gesamtsystem “Haus heizen” befassen… ![]()
Auch so ein Mythos: wir gehen von ca 210 Tagen/Jahr aus, an denen wir heizen müssen. Die Zeit, in der PV wirklich “fast nichts” bringt (je nach größe, Ausrichtung und Modulen ist dieses fast nichts immernoch hier in SH durchschnittlich im Januar 10 KW/Tag) beträgt ca. 100 Tage, es muss Strom dazugekauft werden. Für die anderen 110 Tage (Übergangszeit) reicht’s aber eben doch. Und somit reicht die PV für den gößeren Teil des Strombezugs, und nur ein kleinerer Teil muss zugekauft werden…