Ja, und wie du hier gibt es auch immer überall bei jedem Thema Menschen die alle möglichen “Maßnahmen” verteidigen.
Ist ja auch völlig in Ordnung.
Das traurige dabei ist aber eben meistens, dass die Maßnahmen zumeist nicht dort gesetzt werden wo die am effektivsten und sinnvollsten wären - sondern eben dort wo sie am “einfachsten umsetzbar” sind weil quasi kein (wirklicher) Widerstand vom “Volk” in Form der Konsumenten / Verbraucher möglich / zu erwarten ist.
Würde man im privaten Bereich als arbeitender Mensch bzw. “Mensch der Arbeiterklasse” so handeln, wäre man wohl in kürzester Zeit bankrott…
Aus diesem Grund versucht man i.d.R. im privaten Bereich bei seinen Ausgaben “Kosten / Nutzen” abzuwägen und wird dann folglich meistens so handeln, dass es in einem vernünftigen Verhältnis steht.
Die Frage ist halt immer: Was nützt es, immer alles “gutzureden”
Klar, alles prinzipiell schlechtreden ist zweifellos noch schlimmer - nur denke ich sollte man der Politik schon zutrauen können, die Sachen differnziert(er) zu betrachten als es leider oft der Fall ist.
Die Elektromobilität ist eine schöne Sache, wo sie passt. Das war sie von Anfang an - und ist sie heute noch. Nur passt sie natürlich mit zunehmendem Fortschritt immer häufiger…
Grundsätzlich sehe ich den Wandel zu R290 positiv. Wenn man das gleiche ohne schädliches Klimagas erreichen kann, ist das super. Derzeit sind wir aber in einer blöden Übergangssituation:
Kaum Anlagen am Markt mit R290 verfügbar
viel zu teuer
zum großen Teil überhaupt nicht für die neuen Sicherheitsherausfordungen von R290 gar nicht konzipiert, damit holt man sich ein höheres Risiko ins Haus.
Insofern alles sehr unattraktiv. Gleichzeitig sieht man auch: Bekommen die Hersteller keinen Druck durch die Politik, machen die gar nichts, um umweltfreundlicher zu werden. Es ist schon beeindruckend, wie lange die das derzeit noch aussitzen, wo die wissen, dass 2029 Schluss ist mit R32.
Kannte ich noch nicht, ist ein schönes Modell. Da fällt mir auch Spencer Johnson, die Mäuse-Strategie ein.
Das ist eben der Punkt, es scheint dahingehend alles relativ chaotisch zu sein…
Aber natürlich ist es - grundsätzlich - positiv, alles weil man dann das R290 ja wohl (hoffentlich) später jederzeit günstig kaufen kann… (Zusätzlich zum Umweltgedanken)
Aber am Ende wird der Nutzen für die Umwelt angesichts anderer “Baustellen” wohl sehr überschaubar sein…
Die Versuchung ist überall da, Gewinnmaximierung gilt ja überall. Aber zwischen China und Deutschland liegen da Welten. Wir reden hier vor allem von absolut preisoptimierten Billligstgeräten. Da ist kein Cent Platz für irgendwas. China kann ja auch hochwertig. Sie trauen sich aber im Billigstsegment deutlich mehr und verkaufen Dinge, die in Deutschland oft nicht mal verkehrsfähig sind.
Ich bin bei der Suche „Multisplit mit R290“ hier gelandet und habe mich dann mal registriert, damit ich auch meine Gedanken dazu geben kann.
Es gibt hier einige, die R32 als harmlos ansehen und bei einigen technischen Aspekten ist es R290 wohl auch definitiv überlegen. Und wäre diese Welt perfekt gäbe es auch kein Problem mit R32 ….
…aber die Welt ist nicht perfekt. Denn was passiert mit jedem Kältemittel am Ende der Lebenszeit eines Gerätes oder bei einem Defekt? Es entweicht unabsichtlich oder sogar absichtlich in die Umwelt. Es kann mir keiner erzählen, dass beim Abriss oder Austausch der Anlage das Kältemittel selbstverständlich ordnungsgemäß abgesaugt wird. Dann war halt die alte Anlage bereits leck, als der Handwerker zum Abriss kam.
Ich würde damit rechnen, dass 99,9% der Kältemittel, die in privaten Klimaanlagen (Auto nicht vergessen) eingesetzt werden irgendwann in der Atmosphäre landen. Deswegen sollten wir mMn so schnell wie möglich weg von FCKWs oder FKWs.
Ausnahmen sind vielleicht Monoblockwärempumpen, da die bei Abriß vermutlich als ganzer Block abgebaut werden können, ohne den Kältekreislauf öffnen zu müssen.
Das glaube ich nicht, weil völlig unnötig. Man braucht doch nur 2 Ventile zu schließen am Außengerät. Selbst ohne Pumpdown ist dann das meiste Kältemittel im AG abgesperrt und das AG kann dann zum Elektroschrott. Da stehen die Chancen dann gut, dass zumindest in Deutschland das Kältemittel ordnungsgemäß abgesaugt.
Genau deshalb gibts derzeit keine Multisplit mit einem klimafreundlichen Gas.
Immerhin ist R32 ja schon deutlich besser, als ältere Kältemittel und rechtliche Vorgaben verbieten R32 auch ab Januar 2029. Läuft also alles vom Umweltaspekt in die richtige Richtung.
Wurde ja nun auch nochmal neu gerechnet…R290 hat ja nun nur noch einen GWP von 0,02. Da könnte manch einer auf die Idee kommen, das freie ablassen in die Natur tut was gutes
Zum Glück geht die Entwicklung weiter. Als das R12 auf den Markt kam, würde das als super Zeug beworben. Teilweise als Druckluft Ersatz genommen, weil's so eine schöne reinigende Wirkung hatte.
Undichtigkeiten lassen sich eh nie ganz ausschließen.
Aber macht schon Sinn, das es eine Pflicht zum Kälteschein gibt.
Nur, solange es nach wie vor möglich ist an eigentlich nicht mehr “existierenden” Kältemittel zu kommen, ist das alles irgendwie relativ.
Außerdem gibt es leider genug Länder auf der Welt, wo es “normal” ist, das alte Kältemittel, ob es nun R12, R22, aber auch die “gängigen” R 407, 410, 422, usw…
Es soll auch in Deutschland noch genügend (zu viele) “Fachleute” geben die mit dem “Entsorgungslappen” statt Recycling-Flaschen arbeiten…
Weiß nicht ob ich das richtig verstanden habe. Aber das Ablassen von R290 in die Aussenluft ist durchaus üblich und auch so in den Anleitungen der Hersteller beschrieben. Meist wird empfohlen einen Schlauch zu verwenden, und eben aufzupassen dass nirgend Zündquellen sind wo man das Gas ablässt.
Eine Umweltgefahr geht von Propan nicht aus. Problem ist einzig die Explosionsgefahr, die mit den verwendeten Einsatzmengen steigt. Ich gehe davon aus, daß die kleineren Splits künftig alle mit Propan laufen werden. Die F-Gase-Verordnung greift dann auch nicht mehr, weil Propan nun mal kein F-Gas ist.
Langfristig wird man mit CO2 arbeiten müssen, was die Anlagen aber deutlich komplexer macht. Wie weit man sich mit Propan mengenmäßig aus dem Fenster lehnt, ist offen. Für ein ordentliches VRF brauche ich aber mehr als 20kg und die verwenden heute fast alle noch R410A (was als 50/50 Blend ja zu 50% aus R32 besteht)
Was ist mit Anlagen, die nicht mehr ins Spielzeugsegment passen (hier R134a) ?
“Obwohl es sich bei dem Kältemittel R290 nicht um F-Gas handelt, sollte es gemäß der WEEE-Richtlinie ordnungsgemäß zurückgewonnen und entsorgt werden.”
Finde es nicht, aber ich habe ein “Minikühlschrank” gesehen, kaum größer als 6er Träger 1,5 Liter Flaschen. OK, da ist die nötige Kühlleistung überschaubar. Aber technisch machbar und wird so gebaut.
Die hohen Drücke sind beherrschar. Viel schlimmer ist der transkritische Zustand von CO2, wenn ich es zur Raumkühlung in einer Luft/Luft-Anlage verwenden möchte. Dann bekomme ich das CO2 durch reines Verdichten nicht mehr kondensiert.
Würdet ihr wirklich ein R290 Geräte in einen Raum mit Kaminofen installieren? Meiner Meinung muss es noch eine andere Alternative geben. Von R454C hört man nichts mehr, CO2 wohl eher auch nicht?
Klar - macht Sinn. So grundsätzlich. Nur: Wie eigentlich eh immer und überall stellt sich eben die (denke ich berechtigte) Frage, wieso dass dann in so einer doch eher chaotischen Art und Weise passiert wenn es ganz offensichtlich noch kein “gleichwertiges” Kältemittel gibt, dass als Ersatz fungieren kann?
Denn: So sinnvoll die Maßnahme zweifellos sein wird, gibt es doch auf dem Planeten wohl sehr viel schwerwiegendere “Baustellen” wo Maßnahmen doch ungleich sinnvoller und wirkungsvoller wären?!?
Und sorry, es wird schon viel zu O.T. - aber denk doch nur mal an die unzähligen - völlig sinnfreien - LKW Transporte jeden Tag usw. Es würde da wirklich sehr vieles geben, wo man ungleich mehr erreichen könnte… Aber klar: Irgendwo muss man ja anfangen