Ich frage mich, wie das Abtauverhalten von der Luftfeuchte beeinflußt wird.
Bei sinnvollen Abtauungen sieht man eindeutig die Abhängigkeit von der Luftfeuchte.
Aber wie in dem Fall von Gestern war die Luftfeuchte so gering, dass es bei einer Aussentemperatur von -0,4°C zu keinerlei Vereisung kam. Die Vivax hat es bemerkt, die MHI dagegen taute einfach auf Verdacht.
Es gab aber auch schon Tage da war es umgekehrt und ein Feuchtesensor ist ja nicht verbaut. ![]()
Auf Verdacht abtauen ist auch ganz wichtig für eine funktionierende Abtauung. Die Hersteller machen das ganz absichtlich. Hintergrund ist der: Es gibt Situationen, da verreift nicht der ganze Wärmetauscher. Stattdessen tropft Wasser noch nach unten, gefriert aber am unteren Ende des Wärmetauschers und bildet da fieses Eis, was immer weiter noch oben wächst. Diese Form kann man nicht detektieren und wenn es erstmal da ist, bekommt man es nur schwer aufgetaut.
Aus diesem Grund machen viele Hersteller sicherheitshalber diese Abtauzyklen. Hier gilt auch, lieber einmal zu viel abgetaut, als irgendwann Probleme mit der Abtauung.
Bei meiner MHI kenne ich solche Abtauzyklen auch, aber bei trockenem Wetter eher so alle 3-4 Stunden. Es kann aber sein, dass da noch mehr Logik drin steckt und im Bereich gefährlicher Temperaturen lieber mal öfters abgetaut wird. Gerade so im Bereich 3 bis -3 Grad könnte das der Fall sein.
Es liegt unter anderem an der Lüfterstufe 4. Alle anderen Stufen arbeiten ja in einer Art “Automatik” und damit sind auch die Pseudoabtaungen verschwunden.
Interessant, gut zu wissen!
Ich kann nicht klagen über zu viel Abtau-Zyklen. Seit ich beide Innengeräte zwinge immer gemeinsam zu heizen läuft es problemlos.
Also bei mir liegts eindeutig am Lüfter. Stufe 4 nimmt wohl die komplette Automatik aus der Anlage.
17Uhr wieder auf Stufe 3 gestellt und das Abtauen endet. Das Gerät hängt im Treppenhaus und könnte ruhig ein wenig weiter werfen und lauter laufen. Aber vom Verbrauch her macht es im Schnitt eh keinen Unterschied. Man kann halt nicht alles haben.
Unsere Single-Split laufen beiden immer nur auf VS4, den ganzen Winter. Probleme mit unnützen Abtauzyklen gabs nie. Mit Ausnahme, dass grundsätzlich so nach 3-4 Stunden mal ein Abtauzyklus gemacht wird, egal ob vereist oder nicht. Das muss die machen, um zu checken, ob wirklich nichts vereist ist.
Und eine weitere Erkenntnis. Zu den Pseudoabtauungen kommt es bei mir nur wenn beide Innengeräte auf Lüfterstufe 4 laufen.
Bedeutet dann wohl das 2 stark Wärme abnehmende Innengeräte zu zu hoher Abkühlung des Wärmetauscher aussen führen? Oder wie wäre das Verhalten zu erklären?
Wie viel kühler das AG gegenüber Außentemperatur ist, hängt eigentlich fast nur an der aktuellen Heizleistung. Denn diese Wärme, die innen eingebracht wird, muss außen aus der Luft geholt werden.
Wenn innen der Lüfter auf Stufe 4 dreht, ist das erstmal kein Problem, weil die Anlage dann einfach entsprechend tiefere Auswurftemperatur fahren kann.
Vorstellbar wäre aber, dass die Anlage verhindert, dass die Auswurftemperatur unter eine bestimmte Temperatur fällt. Die wird dann z.B. auf >30 Grad gehalten. Und dann kanne es bei Lüfterstufe 4 sein, dass die Anlage mehr Wärme in den Raum bringt, als eigentlich nötig. Und dann bedeutet das auch, dass das AG schneller einfriert. Würde dann aber auch bedeuten, dass die Anlage takten müsste.
Oder anders ausgedrückt: Mit niedrigeren Lüfterstufen kann das Gerät noch tiefer mit der Heizleistung kommen.
Klingt nach einer recht brauchbaren Erklärung. Zu Beginnt sieht man wie die Anlage ein wenig die Leistung erhöht und dann beginnt das Pseudoabtauen.
Ich würde es dann so interpretieren, dass es sich eigentlich um Takten handelt, die Anlage die Taktpause gleich mal vorbeugend zum Enteisen nutzt, weil es aber den Raum abkühlt in der Zeit läuft sie wieder mit hoher Leistung an. usw…. Das System gerät so in einen sich selbst erhaltenden “Teufelskreis”.
Angesichts der aktuell anstehenden, doch für hiesige Verhältnisse (mittlerweile) ungewöhnliche Nachttemperaturen: meine Monosplit-Anlage ist ja offiziell bis -20°C zum Heizen zugelassen. Hat jemand darüber hinaus bereits bei noch tieferen Temperaturen Erfahrungen mit der Anlage gemacht? Was kann realistisch passieren, wenn die nach z.B: -22° haben sollte - und die Anlage läuft?
Dass die Effizienz und der COP dabei natürlich jenseits von Gut und Böse ist - klar. Aber kann es ein technisches Problem werden? Schmierung? Verdichter? etc.?
Ich sehe da gar nichts, ist einfach ein Wert fürs Datenblatt. Technisch gesehen gibts bei Temperaturen <-20 Grad keine Besonderheiten.
Ich hab mal gelesen, dass es Anlagen geben soll, die ab einer bestimmten Temperatur einfach abschalten. Ob das wirklich stimmt ist unklar, wir haben in Deutschland nur sehr selten so tiefe Temperaturen.
Ok., aus deinem Munde klingt das schon mal verlässlich ;-). Dann lass ich mich mal überraschen, würde da jetzt auch nicht adhoc ernsthaftes erwarten, zumal sich die Hersteller mit diesen Angaben sicher auch noch einen Sicherheitszuschlag einrechnen würden - im Falle….
Klappt bei euch eigentlich ansatzweise die eingestellte Temperatur?
Mein 2,5kW Gerät im kleinen Schlafzimmer steht auf Silent Stufe 4 23°C und regelt sich selbst auf 300W runter bei selbst angezeigten 21°C. Laut Tado 23°C im Raum. Passt ja.
Das 5kW im WZ ist auf 21°C eingestellt, Stufe 3. Regelt sich auf 500W runter und meint es hätte 22,5°C der Raum hat aber laut Tado nur 19. (und der Tado Sensor wird quasi angepustet von der AC)
Auf “normal” mit voll-Automatik lief das WZ Gerät super schnell auf Lüfter 2 und brachte gar keine Leistung, verbrannte einfach 400W und die Gasheizung hat bei 18°C übernommen, während das Gerät der Meinung war es wären 24°C.
=> Also beide Geräte verhalten sich von ihrer angezeigten Temperatur und dem Regelverhalten völlig unterschiedlich. Das 2.5kW überheizt seine eingestellte/angezeigte Temperatur, das 5kW unterheizt, meint aber selbst es wäre wärmer.
Ist beides nicht so tragisch, SZ machen wir idR kurz an, dann ist es warm, dann aus.
WZ ist offen und läuft einfach durch. Passt schon.
Aber verwundern tun mich die Daten und das Verhalten dennoch.
Würde mich interessieren wie das bei anderen ist.
Ein Traum wäre für mich manuell: “Laufe konstant mit 30% elektrischer Leistung und Lüfter 4”, aber Träume sind Träume.
Kommt immer drauf an, wo das Vergleichsthermometer steht. Ich würde die für eine sinnvolle Messung immer irgendwo ans IG hängen, in der Nähe, wo auch der Sensor misst. Also typisch auf der rechten Seite des IG.
Kann auch sein, das bei Einem davon die Regelung verstellt ist und sie sich daher so unterschiedlich verhalten. Ich habe mal gelesen, dass sich mit 30sec ON/Off-Taste(?) der Offset von 2°C aktivieren/deaktivieren lässt. (Gerät piept mehrfach)
Bei mir halten beide Innengeräte die Raumtemperatur nahezu exakt auf der eingestellten Temperatur, selbst Messen tun aber Beide auch 2°C mehr.
Der Offset war es nicht. Hab auch nochmal mit der Offset-Variante vom HA-Plugin rumgespielt, bringt alles nichts. Das Problem ist der interne Sensor und die Lüfter-Geschwindigkeit.
Auf Stufe 4 ist alles mehr oder weniger OK. Aber sobald ich auf Stufe 3 gehe schnellt die interne Temperatur sowas von hoch, dass die Anlage trotz 19°C im Raum aus geht. (Warme Luft steigt ja auch hoch, also beim Kühlen dann kein/weniger Thema.)
Das wurde ja auch schon mehrfach hier berichtet, mit Sensor Umbau etc. Da muss wohl jeder User für sich durch ![]()
Ich habe den Issue auf Github gefunden: Feature Request: Temperature Parameters Calibration · Issue #89 · jeatheak/Mitsubishi-WF-RAC-Integration · GitHub
Da steht das auch nochmal alles, inkl. Sensor Umbau, ESP-DIY-Sensor und dem Teil hier:
Das wurde hier im Thread ja auch schon mal erwähnt. Findet dort im Issue auch Anklang.
Vielleicht kann man das auch nochmal mit in den Eröffnungs-Post packen @win?
Ich habe seit Herbst auch so ein ProArt zu liegen, aber mangels Notwendigkeit bisher nicht eingebaut. Bei mir passt dann wohl Heizverhalten und Montageort sehr gut.
Die MHI Kombi SRC40/SRK20/35 muss bei mir Schlaf/Bastelzimmer und Treppenhaus/Flur/Bad auf Grundwärme halten. Die SRK20 steht dabei auf 16°C und in der hintersten Ecke sind es 15°C, die SRK35 steht auf 17°C und das ganze Treppenhaus hält recht konstant 16°C.
Ich bin in den letzten Tagen auch mal dazu gekommen BT-Temperatursensoren zu verbauen und das Ganze in HA zu visualisieren um den möglichst realen COP auf die schliche zu kommen.
Bei aktuellen Temperaturen um die 0°C stellt sich dies nun so dar:
Solang die SRK20 permanent mitläuft stellt sich ein recht gleichmässiger COP nahe 4 ein, sobald die SRK20 ins “Takten” geht, pendelt der COP recht stark. Ursache, sobald das SRK20 auf Modus “nur Messen” schaltet, reduziert das Aussengerät zwar die Leistung um 100Watt, aber die SRK35 wirft kaum wärmer aus, so dass der COP dann auf 3 fällt. Umgekehrter Fall, wenn die SRK20 wieder zuschaltet, das Aussengerät fährt erst verzögert die Leistung wieder etwas Hoch, Wärmetauscher und Leitungen des SRK20 sind aber noch warm, so dass der COP kurzzeitig in die Höhe schnellt.
Wie man an der Durchschnittsmessung über 12h sieht fällt dadurch der COP ein wenig ab.
Also wie zu erwarten, für optimale Effizienz sollten immer beide Geräte laufen. Geht ein Gerät pendelnd immer mal auf “Standby” ist im Schnitt mit einer Einbuße von 10% zu rechnen.
Mal schauen wie es sich darstellt sobald ein Innengerät dauerhaft abgeschaltet bleibt.
Kann die bis auf 16 Grad eingestellt werden? Meine Single SRC geht mit Fernbedienung leider nur bis 18 Grad.
Wobei man da noch die Restheizleistung des ausgeschalteten Gerätes berücksichtigen müsste. Leider schwer zu bestimmen, wie viel Wärme da noch in den Raum gelangt.
Ja, das scheint wohl bei allen Multisplits so zu sein. Bleibt die Heizleistung des ausgeschalteten Gerätes, die man für die Betrachtung leider nur schwer abschätzen kann.
Es gab hier schon Leute, die bei einem gut gedämmten Raum schrieben, dass diese Restwärme reichte, dass der Raum überhitzte. Das fand ich erstaunlich. Ich bin eher von 100-200 W ausgegangen. Hängt aber sehr an der Auswurftemperatur des anderen IGs, was läuft. Die bestimmt ja auch die Temperatur am Wärmetauscher des ausgeschalteten Gerätes.
Und der Vollstädigkeit halber noch das Bild bei abgeschalteter SRK20.
Der COP, welcher vorher durch das taktende SRK20 noch um die 4 pendelte, sinkt rapide ab, auf ca. 3,3 und erholt sich auch nicht wieder. Gut zu sehen, der Stromverbrauch sinkt um ca. 100Watt und Heizleistung sowie Delta des SRK35 laufen recht gleich weiter.
Ganz grob bedeutet dies 17,5% Verlust Richtung abgeschaltetes Innengerät.
Der Verlust ist auch gut an den SRK20 Temperatursensoren zu erkennen. Trotz geöffnetem Fenster(Lüften) steigt der IN-Sensor über dem Gerät sogar leicht an, während der Out-Sensor unten an den geschlossenen Klappen auf Raumtemperatur sinkt. Das Innengerät wird also weiter vom Kühlmittel mit durchflossen und verliert deutlich aufsteigende Wärme.
Diese “Abwärme” wird in die COP Berechnung nicht mit einbezogen, da sie im Normalfall unerwünscht und unnötig wäre.
Anders handhabt der Algorithmus die Takt/Standbypausen zuvor. Da hierbei ja Heizen erwünscht ist und die Klappen nur in Waage fahren, sowie der Lüfter minimal weiterläuft, fliesst in diesem Zustand die Abwärme in die Berechnung mit ein.




