Da muss es ich dir unrecht geben, gibt viele Tools um die Klimaanlage richtig nachzufüllen, die Tabelle oder die App hab ich hier schon mehrmals verlinkt. Berechnet wird da nicht die Menge…
Aber wenn kein Interesse besteht, dann lasse ich es…
Das mit den Tabellen macht Sinn bei alten Anlagen ohne Inverter. Ja, man kann bei den Inverter Anlagen versuchen sie auf maximale Kühlleistung zu bringen, aber warum nicht gleich richtig machen?
Insbesondere bei R290, wo es erstens kein absaugen braucht, und zweitens überfüllen besonders gefährlich ist.
Aus reiner Neugierde (ich stelle die Aussage nicht in Frage, ich würde gerne etwas dazu lernen): Warum ist das Überfüllen bei R290 besonders kritisch?
Weil es bei R290 viele Sicherheitsvorschriften gibt, allem voran z.b. eine maximal erlaubte Füllmenge. Daraus ergeben sich dann minimale Raumgrössen, minimale Montagehöhen des IG, etc.
Es war ja bisher immer schon ärgerlich, dass man die 10g/m für eine längere Leitung nicht nachfüllen durfte. Bei der oben beschriebenen Methode sind aber ruck zuck 50, 100, ...g zu viel drin.
Doch zeig, mal wie das gehen soll. Ich kanns mir nicht vorstellen.
Nachtrag, ich vermute, du meinst deinen Beitrag hier:
Also meinst du das Verfahren, dass man im Kühlbetrieb auf den typischen Anlagendruck füllt. Ja geht, ist aber ein etwas unsauberes Verfahren, wo unklar ist, ob man beim Optimum landet.
Wo es bei R290 ja so einfach ist, einmal abzulassen und neu zu befüllen, würde ich das hier vorziehen.
Bei R32 ist es anders, da müsste man aufwändig absaugen. Da würde ich das alternative Verfahren wohl auch vorziehen.
Moin, hat hier vielleicht jemand belastbare Druckangaben im Vollast Kühlbetrieb(Anlage auf 16 Grad und volle Lüftdrehzahl eingestellt) bei 25 Grad AT und Zimmertemperatur 25 Grad
Meine Anlage läuft dann mit ca. 3,1-3,3 bar.
Ich hab die Anlage allerdings auch nachgefüllt, da mit 5m Leitungen der Druck im Kühlbetrieb auf unter 2 bar abgefallen ist. Hochdruckleitung vereiste und innen kam keine kalte Luft.
Leckagen gibt es keine ich habe schon alles abgeschnüffelt ![]()
Wenn du im Verdampfer (Innenteil) einen Siedepunkt von 5-7°C einstellen willst, dann bisst du bei R290 bei ca. 4,6-4,7 bar
Quelle Danfoss: Ref Tools
Ich hatte nach Neubefüllung mit ca. 380g R290 am Serviceport einen Druck von 2,6 Bar bei Volllast nach ca. 30 Min Betrieb. Am Verdampfer habe ich auf ganzer Breite Temperaturen um 4 Grad gemessen, Ausblastemperatur ca. 7 Grad. Hoffen wir mal, dass es weiter so bleibt.
Wundert mich, diese Differenz zwischen berechnet und real. 2,6 bar wären -8,7Grad. Aber vermutlich stellt sich da ein dynamischer Druck im laufenden Betrieb ein, der niedriger als der Dampfdruck ist.
Wenn man es auf R32 umrechnet, sind es 5,1 bar. Das wäre definitiv zu wenig.
gibts zu der Druckmessung einen Stromverbrauchswert, Shelly o.ä?
Vermutlich immer noch etwas zu wenig Gas drin, 4 Grad °C ist schon ziemlich grenzwertig, es müssten 5-7°C sein, das erklärt auch den niedrigen Druck.
Morgen soll es nochmal warm werden, da wiederhole ich die Messung. Aber ich habs jetzt komplett neu eingewogen. Ist die Midea eventuell einfach sehr knapp ausgelegt von der Menge her?
Shelly sagte irgendwas um die 580W für IG und AG. War aber halt auch nicht sehr warm die letzten Tage (um die 20 Grad draußen, Innen 21, IG war auf 16 Soll und Turbo gestellt)... vielleicht waren das noch keine 100% am Verdichter. Doof, dass es da keine Anzeige gibt.
580W ist definitiv nicht Volllast.
Gut, dass du nach Gewicht befüllt hast.
Ich vermute, dass alle R290 Anlagen eher sich in der unteren Grenze befinden, die versuchen ums verrecken so wenig wie möglich Propan in die Anlagen zu füllen, da vermutlich noch keine große Erfahrung mit dem Gas gibt. Und wenn zB jemand nur 50cm Leitungen nimmt, dann ist der Druck vermutlich zu hoch, also bleiben die lieber in der unteren Grenze? Aber es sind alles nur Vermutungen...
Ernsthaft höhere Werte habe ich bisher nie gemessen. An den ganz heißen Tagen nach Inbetriebnahme (vermutlich mit zu wenig KM) waren es max. ca. 720W.
Ich hatte schon diese Leistungsaufnahme:
35°C Außentemperatur, 16° Zieltemperatur + Boost --> 1100W
So, jetzt nochmal auf bei 27 Grad außen und 22 innen getestet. 30 Min Betrieb, Turbo und 16 Soll. 785W elektrisch, mehr hab ich auch bisher nie gesehen. Am Verdampfer links unten 6 , rechts unten ca. 5.5 Grad, mit aufgesetztem IR-Temp. Keine Vereisung irgendwo.
Den Kreislauf wollte ich jetzt nur zur Druckmessung nicht wieder öffnen und werde weiter beobachten, vermutlich dann eher wieder im nächsten Sommer...
EDIT: Gerade alles weggeräumt, da höre ich, wieder der Kompressor nun nach ca. 1h Betrieb etwas höher dreht. Shelly sagt nun 890W. An den Temperaturverhältnissen am Verdampfer scheint sich nichts zu ändern. Die Regelung scheint hier doch komplizierter zu sein. Ich lass es erstmal, wie es ist. Scheint doch jetzt ok zu sein und nur das Problem der schlechten Werksfüllung gewesen zu sein. Bin gespannt, ob sich das Problem weiter häuft...
Ist doch perfekt, danke für die Rückmeldung
Nur für mein Verständnis...wenn hier die Rede davon ist Absaugen ist bei r290 nicht nötig. Gemeint ist das ablassen des Kältemittels R290 ins freie im Gegensatz zum Absaugen von R32 in eine entsorgungs- bzw Recycling-Flasche?
Weil raus muss das alte dann ja schon und neu vakuumiert werden.
Noch eine Frage zur Außeneinheit. Wie fest waren bei euch die Kappen auf den Eckventilen, bzw am Serviceanschluss? Bei mir tendenziell eher nur Handfest ab Werk festgezogen.
Ich befürchte bei mir inzwischen auch eine zu geringe Kältemittel Menge. Die Druckseite vereist ebenfalls, jedoch nur leicht und kurz. Jedoch hat die Anlage teils kaum Entfeuchtung. Außerdem hab ich einmal die "Clean" funktion getestet. Eigentlich ist die Inneneinheit erst vereist, nachdem der Verdichter abgeschaltet hat, bzw. Umgeschaltet auf den heizbetrieb. Hat zwar die Innenlamellen dann im heizbetrieb getrocknet, kam aber kaum Kondenswasser (paar Tropfen) durch den Kondensatablauf
Genau.
Das würde erklären, warum einige diese geringe Kältemittelmenge bei der Anlage hatten. Dann haben die zwar korrekt gefüllt (was ja automatisiert auch überwacht wird), aber zum Schluss einfach nicht die Kappen mit Drehmoment angezogen. Das wäre ein gut nachvollziehbarer Produktionsmangel. Das wird recht wahrscheinlich von Hand gemacht und wenn da eine Person schlampt, hat man das Problem.
