Midea Xtreme Save Blue mit R290 und 3,5 kW

Ja, das ist sehr empfehlenswert.

Ich selbst versuche gerade einen zusätzlichen Weg über den JAZ/MAZ/TAZ UND SAZ. Völlig unabhängig vom COP wird er auch 24/7 das ganze Jahr ermittelt. Jedes Watt das die Anlage verbraucht wird Berücksichtigt. Auf den Unterschied zu bisher bin ich gespannt.

Ist ein wirklich spannendes Projekt. Könnte glatt zum Hobby werden.

Übrigens grosses LOB von Gemini an Deine Adresse. Vorgehensweise und Faktor sind Super abgestimmt :clap:

Grüße Carlos

1 „Gefällt mir“

Die Klimaanlage basiert ja auf einem thermodynamischen Kreislauf.
Ich hab das mal für andere Fälle nachgerechnet und so weit weg liegt der theoretische Kreislauf nicht vom realen Kreislauf.
Immerhin steckt da auch ein "realer Verdichterwirkungsgrad" drin.

Für die Übergangszeit mit z.B. 10°C Außentemperatur und 32°C Einblasetemperatur kommt da ein COP raus von ca. 7.
Der Temperaturhub ist ja gering und nur 22°C.

Was ist das denn für ein Ausgleichsfaktor von 0,4845? Wo kommt der denn her?

Ja, durchaus realistisch. Wobei du noch checken musst, wieviel Grad der Wärmetauscher am AG kälter ist als Umgebung. Das hängt von der Baugröße des Wärmetauschers und dem Volumenstrom des Lüfters ab.

Ab 0 Grad Wärmetauschertemperatur bereift der Wärmetauscher und dann wirds schwierig mit theoretischen Berechnungen.

Einfluss der Vereisung auf die Performance der Wärmepumpe.
Die Wärmetauscher der Klimaanlagen vereisen ja nicht so dolle. Meine MIDEA geht ja sehr häufig in die kurze Enteisung. Insofern bildet sich gar nicht so viel Eis. Und der Abtauvorgang geht auch schnell.

Die Luft-Wasser-WP enteisen wohl deutlich heftiger.
Ein Mitgied vom WP-Stammtisch hat geschrieben "Bei der LG kommt da ne Wolke raus das meine Mutter das erste mal dachte das Ding fliegt in die Luft😆"

Thema enteisen: bei den Bedingungen wie sie am 2. Feiertag waren, hat der längste Enteisungsvorgang tatsächlich 15min gedauert, da kam aber auch heftig viiel runter und die Bedingunngen waren worst case (fast -10 Grad und sehr feucht, was eigentlich ungewöhnlich ist).

Ich habe aber beobachtet, dass ich bei den Bedingungen tatsächlich etwas Eisaufbau in der Wanne hatte, weswegen ich überlege evtl. so einen 50W Silikonheizschlauch nächsten Winter zu montieren. Frage war bloß: wie ansteuern? Denn dauerhaft zuheizen ist Verschwendung und unnötig, bei jedem Abtauvorgang anschalten udn vllt 10min Nachlaufen würde völlig reichen, damit alles zuverlässig ablaufen kann.

Da ich über die Midea AC LAN Integratiion im Home Assistant nicht feststellen konnte, dass es einen Binärsensor für den Defrost-Zustand gibt, habe ich mir mit hilfe von Grok selbst einen gestrickt, der hervorragend funktioniert.

Man sieht nämlich am Außentemperatursensor bei jedem Abtauvorgang einen sehr steilen Gradienten der so natürlich eher nicht vorkommen dürfte (vor allem nicht im Winter wenn es interessiert), sodass ich einen Trendsensor für HA erstellt habe, der triggert, sobald dieser Gradient an der Außentemperatur auftritt.
Funktioniert perfekt, siehe unten:

Hier der YAML-Code für den Sensor falls es jemand auch kopieren möchte:

binary_sensor:
  - platform: trend
    sensors:
      climateoffice_defrost:
        entity_id: sensor.deine_aussentemperatur-entity # Replace with your sensor's entity ID
        friendly_name: "Climate Control Office Defrost Cycle Active"
        device_class: heat # Optional: Sets icon to flame for "on" state
        sample_duration: 240 # 4 minutes (in seconds)
        max_samples: 10 # Max data points to store; set based on your sensor's update frequency (e.g., if it updates every 30s, this covers ~5 min)
        min_samples: 3 # Minimum samples needed before calculating trend
        min_gradient: 0.01 # Minimum rate of change in °C/second (e.g., ~3°C in 5 min); positive value detects increases only

Meine Mitsubishi war letzten Winter komplett vereist. Es hat aber schon Tage/Wochen gedauert, bis diese Eisschicht sich aufgebaut hat.
Im Außengerät war ein richtiger Eissee. Letztendlich ist dann beim Abtauen das Wasser irgendwo rausgelaufen also auch auf der Seite, wo der Kompressor sitzt.
Aber der Lüfter lief frei.
Ich hab mich dann gefragt, was passieren kann.
Ich hab dann als Tipp gelesen unter die WP einen Halogenstrahler zu legen und damit die Anlage abzutauen oder halt einen Heizstrahler.
Ich mach im Winter jetzt den Anschluss-Stutzen für den Ablaufschlauch weg. Jetzt schein es besser zu sein.

Das haut nach meiner Erfahrung deutlich rein, da rutscht der COP ganz schnell 0,5-1 Punkte ab im Schnitt.

Gerade hatte ich auch in einem anderen Forum eine Panasonic LWWP gesehen, die bei dem jetzt feuchten Wetter von 3,5 auf 2,0 abgerutscht ist.

Siehe hier:

Ich hab ja keine LWWP und kann daher nur bedingt mitreden.
Aber, ich hab verstanden, dass die LWWP schon "intelligenter" sind, was das Enteisen anbetrifft.
Und wenn die dann enteisen, dann aber richtig. Die nehmen jede Menge Wärme aus dem Heizungswasser und das ganzen Außengerät wird warm und das Wasser läuft richtig raus so dass die Anlagen richtig dampfen.
Das kostet natürlich Energie.
Die LLWP haben gar nicht die dieses Wärmreservoir. Da läuft dann der Kompressor hoch und die Kompressor-Verlustwärme erwärmt nur leicht die Lamellen, so dass das (kalte) Wasser abläuft und halt unten wieder gefriert.

Also kann ich mir vorstellen, dass das Enteisen bei einer LWWP verlustbehafteter ist und von daher weniger häufig enteist wird. Dann baut sich mehr Eis auf und dann ist vielleicht auch der Einfluss auf die Effizienz des Wärmetauscher größer.

Das Problem ist nur die Vereisung zu erkennen. Und das geht nur, wenn die Vereisung schon fortgeschritten ist.

Wäre mal interessant zu verstehen, welcher Ansatz hier besser ist.
Häufige und regelmäßige, kurze Enteisungen (auch wenn gar nicht notwendig), wie bei den LLWP oder seltene Enteisung "nach Bedarf" wie bei LWWP, dann aber richtig.

Die machen das ganz genauso, wie auch eine Split-Klima. Wenn die mehr Wärme brauchen, dann nur, weil der Wärmetauscher deutlich größer ist.

Die holen sich auch Wärme aus dem Innenraum und durch starke Abkühlung des inneren Wärmetauschers. Und falls das nicht reicht, heizen die nochmal kurz und tauen erneut ab.

Unterscheidet sich nur wenig. Alle Luftwärmepumpen wollen mit so wenig wie möglich Verlusten enteisen, da wird nicht mehr aufgeheizt, als nötig. Und was die Häufigkeit angeht, ist es ähnlich, bei schlechtem Wetter enteisen auch die die LWWP alle 20-30 min.

Viele LLWP enteisen erst, wenn wirkilch nichts mehr geht, die Vereisung also so stark ist, dass so gut wie keine Luft mehr durchgeht und dann der Wärmetauscher deutlich an Leistung verliert bzw. sehr viel kälter werden muss, also Außentemperatur. Darüber funktioniert auch die Erkennung der Vereisung.

Ich denke, da wird auch das Optimum sein, also so lange zu warten, bis kaum noch Luft durch den Wärmetauscher geht.

1 „Gefällt mir“

Das habe ich auch probiert, aber die Methode als komplett untauglich wieder verworfen zum bestimmen des Massenstrom. Das wird wie die Methode mit Luftvolumen laut Datenblatt minus Faktor ein reines Schätzen. Wen man natürlich immer gleich schätzt, so kann man zumindest nachlassende Leistung der eigenen Anlage heraus bekommen, aber keine Rückschlüsse auf realen COP ziehen.
Je nachdem wo man mit Hand-Anemometer misst variiert der Wert extrem, schon leichte Winkeländerungen das Ergebnis ist ein komplett Anderes.

Ich hab das Strömungsprofil im Abstand von ca. 25cm vom Auslass ausgemessen. Dabei hab ich darauf geachtet, dass das Anemometer axial zur Strömung ausgerichtet ist. Ein einzelner Messpunkt genügt natürlich nicht. Das Strömungsprofil sieht schon mal vernünftig aus.
Glücklicherweise ist der Ausblasestrahl der MIDEA sehr konzentriert.
Die Ränder sind sicher nicht richtig aufgelöst. Ich glaube mal ganz falsch ist es nicht. Und die COPs bei z.B. +5°C passen in etwa zu den theoretischen Werten aus dem Kreisprozess.
Der Ausblase-Massenstrom ist jetzt aber erst mal konstant und von daher kann ich dann vom Referenzpunkt bei 5°C auf die anderen COPs schließen. Und da sehe ich halt zur Zeit, dass der COP bei 0°C oder knapp unter Null Grad gar nicht so schlecht ist.
Und genauso gut oder besser als eine LWWP.

Das ist halt eine "Abschätzung", aber wahrscheinlich gar nicht so schlecht und auch "kalibriert".

Und die Ergebnisse finde ich schon interessant.
Die LLWP sind gut geeignet auch bei niedrigen Außen-Temperaturen und moderaten Einblase-Temperaturen. Der COP ist besser als mit LWWP und hoher Vorlauftemperatur.

Wenn ich mal Zeit hab, dann vermesse ich noch meine Mitsubishi. Da ist es aber etwas schwieriger, da der Strahl mehr aufgefächert ist.

2 „Gefällt mir“

Die MIDEA und meine Mitsubishi sind ziemlich "blöd", was das Enteisen angeht.

Die gehen ganz regelmäßig in die Enteisung unabhängig davon, ob Eis oder Raureif vorliegt.
Auch in trockenen Nächten enteisen die. Die Luftfeuchtigkeit spielt keine Rolle.
Es kommt auch KEINE kalte Luft aus dem Innengerät.
Die Mitsubishi schaltet den Lüfter fast komplett ab und es zischt nur. Die Lufttemperatur ist in etwas Raumtemperatur. Auch die thermische Masse vom Innenwärmetauscher ist nicht ausreichend zur Enteisung. Dafür dreht aber der Kompressor komplett hoch. Das ist auch laut.
Das höre ich ein Stock höher noch.
Irgendwo muss die Wäme herkommen. Aus dem Innenraum kommt sie nicht. Das wäre auch kaum zu verkaufen, wenn 1x pro Stunde das Innengerät kalte Luft ausspuckt.
Die einzige Wärmequelle ist der Kompressor und der hat ja 2kW und sicher 30% Verlustleistung. Also 600W.
Und mir ist nicht bewusst, dass das Außengerät eine extra Heizung besitzt.

Also, meine einige Erklärung ist die Verlustleistung vom Kompressor.

Aber vielleicht bringt ja die Schwarmintelligenz aus dem Forum Klarheit.

Die Wärme kommt aus dem Innengerät. Aber es kommt keine kalte Luft weil der Lüfter ausgeht.

Bei der Midea kann man richtig hören wie das Kühlmittel die Flussrichtung wechselt.
Die macht den Lüfter aus, läuft einen moment 'andersrum' und das reicht völlig aus um den Kondenser abzutauen.
Sieht man ja oben an meiner Grafik zur Außentemperatur, es reicht ja ganz knapp über Null zu kommen.

2 „Gefällt mir“

Das mit dem Abtauen kann ich bei meinen Beiden so nicht bestätigen. Die MHI SCM40 taut wirklich nur ab wenn verreist. Die Midea (Vivax) erkennt Vereisung auch, jedoch ist kein Abtauen nötig, so tut sie es ab ca. 2-3°C Aussentemperatur aller 2h rein prophylaktisch.
Auch die Art des Abtauens ist unterschiedlich. MHI ist wie von dir beschrieben, das Kältemittel rauscht gut hörbar und es tritt keinerlei Luftstrom mehr aus dem Innengerät, gleichzeitig wird der Kompressor ordentlich hochgedreht.
Bei der Vivax zischen kurz die Ventile und der Lüfter bleibt stehen, Kompressor dreht wieder normal hoch und es “fällt” kalte Luft aus dem Innengerät, dann wieder ein Zischen, kurzes Vorheizen, dann läuft der Lüfter wieder an und es geht normal weiter.
Auch das Abtauwasser ist bei der Midea deutlich wärmer, es dampft ordentlich wenn der Lüfter das Aussengerät trocknet und auch der Ablauf und Wanne sind danach eisfrei.
Bei der MHI enthält das Tauwasser kaum Wärme, es dampft nicht und kann auch die Bodenwanne nicht vollständig mitenteisen.

Heute war es das erste Mal so richtig kalt bei uns in der Rhein-Ebene.
Und heute morgen hab ich dann mal gemessen bei -5°C
Hier mal das Update vom Diagramm. Ich hab auch die theoretische Kurve eingetragen für

  • Kompressor-Wirkungsgrad 65% (ist nicht dolle)
  • Über- bzw. Untertemperatur in den Wärmetauschern für den Wärmeübergang: 3°C, d.h. z.B. Kältemittel: -3°C Außenluft 0°C

In der Summe laufen meine beiden Klimageräte jetzt bei -5°C auf ca. 1,2 kW und machen mein Haus warm.
und das passt auch in etwa zum Wärmebedarf von 4-5kW.

Also, das Bild ist für mich in etwa stimmig.
Da sind sicher Abweichungen möglich und es ist nur eine Abschätzung. Aber einen COP von 2 sehe ich nicht. Ich kann auch keinen "Knick" bei Vereisung beobachten.

Aber, das sind auch momentane Werte bei Normal-Betrieb OHNE Enteisung, also keine Tagesmittelwerte. Der Enteisungsvorgang dauert aber nur ca. 1 Minute. Der Außenwärmetauscher wird nur "leicht handwarm". Die Enteisung hat also etwas Einfluss, ich glaube aber nicht allzu viel.

Entscheidend für den guten COP ist halt die geringe "Vorlauftemperatur".
Und da haben die Klimageräte halt den Vorteil, dass eine Einblasetemperatur von 40°C auch bei kalten Temperaturen möglich ist. Ich drehe einfach den Lüfter hoch.
Bei LWWP muss ich die Vorlauftemperatur hochfahren.

Und da komm ich dann wieder auf die Kombination aus LWWP und LLWP, die ich bei mir realisieren möchte
Eine kleine (preisgünstige) LWWP für die Grundlast. Ohne Pufferspeicher, offene Ventile an den Heizkörpern: Einfach dran an den Heizkreislauf. Laufen dann konstant so bei 40°C Vorlauf.
Zwei kleinere LLWP an zentralen Positionen im Haus für die Spitzenlast im kalten Winter.
Dann ist auch Redundanz gegeben.

2 „Gefällt mir“

So sieht auch meine Planung aus... ich baue jetzt die zweite Extreme Save Blue ein, bin damit wirklich sehr zufrieden.

Bei der LWWP bin ich aber noch am überlegen, ob für die ganz kalten Wochen nicht doch eine Scheitholzkessel besser wäre... ist etwas Arbeit, muss man täglich Holz einlegen und alle paar Tage Asche entleeren, aber für ein paar Wochen könnte das schon akzeptabel sein. Und falls man mal nicht da ist, müssen halt die LLWPs frostfrei halten.

WP und extreme Kälte ist halt einfach nicht optimal.. wobei sich die Midea immerhin erstaunlich gut schlägt bisher,

Ich wollte auch noch eine zweite einbauen und schaue immer auf die Preise.
Kältebringer hat ja "so ein ähnliches Exemplar", wobei ich glaube, dass das eine TCL ist.

hast Du hier eine gute Quelle für eine MIDEA?

aktuell leider keine Ahnung, ich habe meine beiden bei Prosatech gekauft. zuletzt als sie gegen ende des sommers im angebot waren. Wenn es wieder wärmer wird, baue ich sie endlich ein :blush:

bei uns in bayern ist es wohl das kälteste weihnachten seit 15 Jahren.. ist vielleicht auch kein typischer winter dieses jahr…

Würde es eigentlich Sinn ergeben sowas ins Wiki zu tun oder ist das zu spezifisch?

Wikibeiträge für alles, was Wert hat, sind immer gut. Hilft ungemein, Infos schneller zu finden. Ich hab für die Anlage mal einen Wikiartikel angelegt, ihr könnt loslegen, das mit Inhalt zu füllen.

2 „Gefällt mir“