Midea Xtreme Save Blue mit R290 und 3,5 kW

Ich habe meine Anlage auf Mindeststufe 16 statt 20 umgestellt und überlege, sie noch etwas weiter herunterzustellen.

Meine Beobachtung ist, dass die Anlage nun häufiger die Auslassrichtung nach „oben“ stellt, wenn sie läuft – trotz angeforderter, nach unten gerichteter Auslassstellung. Ist das das „Anti-Cold-Wind“-Feature? Die Ausblastemperatur liegt z. T. auch nur bei 25–32 Grad, wenn die Anlage die Verstellung nach unten verweigert – was in meinem Fall aber kein Problem darstellt (es gibt immerhin so etwas Luftbewegung im Raum).

Das Absinken der Ausblastemperatur könnte natürlich ein Grund für die Limitierung sein…

Ansonsten läuft die Anlage in meinem Setup wie gewünscht zwischen 5–10 Grad auch endlich durch.

Es wäre ja mal extrem interessant zu sehen, ob diese Änderung der Parameter tatsächlich die Effizienz erhöht. Für das A+++ Label musste ja auch irgendein Zyklus durchlaufen werden, nehme ich mal an? Da würde man ja meinen, dass sich Midea was gedacht hat bei den Parametern.

Meine beiden sind ja noch im Originalzustand, und ich finde die laufen eigentlich sehr schön. Jetzt wo es kalt ist, taktet da nichts mehr.

Letzte Nacht war es bei uns mal richtig kalt, zwischen -3°C und -6°C. Die Midea läuft jetzt 24/7 und macht sich bisher ganz gut. Ist immer noch auf 16°C gestellt und heizt den Raum damit auf 18-19°C.


In dem Bild sieht man über die Nacht 4 Abtauzyklen. Da geht der verbrauch kurz auf null, dann einmal hoch, und dann wieder auf null. Ein paar normale Taktungen waren auch dabei.

Mit dem Stromverbrauch bin ich auch zufrieden, in Anbetracht der Kälte draussen.

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Eigentlich irre, dass das mit 300W konstant funktioniert.
Schon beeindruckend was diese Anlagen über die Jahre so an Effizienz gewonnen haben.

Hallo zusammen!

Könnten diejenigen, die Parameter 12 auf die niedrigste oder fast niedrigste Einstellung eingestellt haben, mitteilen, wie das Gerät moduliert und mit aktivierter Follow me Funktion arbeitet?

Ich frage deshalb, weil ich zwei Midea Oasis Plus Geräte (nicht Oasis Plus+) habe, bei denen Parameter 12 werkseitig gesperrt ist und nicht geändert werden kann. Wir heizen im Winter mit ihnen und verwenden die Fernbedienung als Thermostat.

Dieses Gerät hat zwei große Probleme.

1. Die niedrigste Modulation liegt bei etwa 280–300 W, abhängig von der Außentemperatur, meistens bleibt sie bei etwa 330–340 W. Früher oder später überhitzen sie ihre jeweiligen Räume.

2. Dies liegt daran, dass sie den Raum überhitzen. Bei aktivierter Follow-me Funktion beträgt die Hysterese der Fernbedienung zwei Grad Celsius. Wenn sie überhitzen, sagen wir bei einer eingestellten Temperatur von 20 °C, schaltet sich das Gerät aus, sobald die Fernbedienung 22 °C anzeigt. Das Gerät startet neu, wenn die Fernbedienung 21 °C meldet, was jedoch manchmal zu unnötigen Abtauzyklen führt. Zu meiner großen Enttäuschung setzt das Gerät nach diesen Abtauzyklen seinen Heizzyklus nie fort, wenn die Fernbedienung weiterhin 21 °C anzeigt. Erst wenn die Temperatur auf 20 °C, also die eingestellte Temperatur, gesunken ist, beginnt das Gerät wieder zu heizen.

Meine Frage lautet daher: Auf welche Temperatur stellen sich Ihre Geräte mit geringer Modulationsfähigkeit ein? Ist es die eingestellte Temperatur oder die eingestellte Temperatur + 1 °C? Wenn die eingestellte Temperatur beispielsweise 20 °C beträgt, zeigt die Fernbedienung dann 20 °C an, wenn sich die Temperatur im Raum stabilisiert hat?

Ich frage dies, weil ich bei einer positiven Antwort möglicherweise in Zukunft ein anderes Gerät von Midea als Ersatz in Betracht ziehen würde.

Vielen Dank für die Weitergabe Ihrer Erfahrungen!

Ich verstehe nicht ganz, was das "überheizen" mit den Abtauzyklen zu tun hat? Woran machst du fest, dass das zusammenhängt?

Dass die Split-Klimas etwas über die Sollwerte kühlen und heizen ist wohl normal. Ich habe 4 verschiedene Marken im Einsatz, das machen die alle, vor allem an unseren deutschen Massivbauwänden. Mit Follow-me ist es weniger, aber nicht ganz weg.

Bei uns war es heute Nacht übrigens -12°C. Die Midea hat das gut weggesteckt. Zwischen den Abtauzyklen waren meist 1,5h, denke das ist akzeptabel. Nach dem Abtauen war dann etwas mehr Leistung nötig, um die Temperatur in der Wohnung zu halten. Aber meistens lief sie mit ca. 300W. Und das Haus ist jetzt nicht extrem gedämmt (36er HLZ, 8cm Glaswolle, 3cm Holzfassade, mittelmässig dichte Fenster Doppelglas).

Übrigens auch meine ganz simple TCL hatte keine Probleme mit der Kälte.



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Mit Parameter 12 auf Wert 10 liegt die niedrigste Leistung bei mir irgendwo bei 130 Watt. Wenn du die Ventilatorenleistung noch wegrechnest bleibt da nicht viel Heizleistung übrig.

Wie die Regelung funktioniert ist mir persönlich überhaupt nicht klar. Ich habe momentan 20° eingestellt und die Anlage läuft ohne Takten durch (bei uns ist seit 2 Tagen Dauerfrost) und wenn die Sonne rein scheint zeigt die Fernbedienung auch mal länger 22/23° an was die Regelung aber anscheinend nicht stört. Der Temperatursensor im Gerät misst um die 30°. Ich vermute die Regelung bezieht die Außentemperatur mit ein.

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Vielen Dank für Ihre Antwort!

Das hat zwar nichts damit zu tun, aber mein Problem tritt auf, wenn das Gerät die Abschalttemperatur erreicht. Das sind 2 °C über der Sollwerttemperatur. Es startet neu, wenn der Raum abgekühlt ist und die Fernbedienung nur noch +1 °C über der Sollwerttemperatur misst. Während das Gerät hochfährt, beginnt aus irgendeinem Grund ein Abtauzyklus, nach dem das Gerät nicht sofort neu startet, sondern wartet, bis die Temperatur auf die Sollwerttemperatur gesunken ist.

Dies könnte behoben werden, wenn das Gerät viel niedriger modulieren könnte. Niedrigere Modulation = kein Überschreiten der eingestellten Temperatur.

Dann stellt sich die Frage, ob Ihre Systeme mit der geänderten Einstellung von Parameter 12 nach einem berechtigten Abtauzyklus mit aktivem Follow-me-Modus immer neu starten oder nicht.

Wenn du in der App Dezimalwerte für die Temperatur siehst, funktioniert der Follow-me-Modus nicht. Wenn Follow-me aktiv ist, zeigt die App nur ganze Zahlen an.

Oder die Fernbedienung ist falsch platziert und die IR-Signale erreichen das IG nicht.

Da bin ich jetzt auch mal gespannt auf die Rückmeldung von denen, die den Parameter heruntergesetzt haben. Waren ja einige hier. Ich überlege noch ob ich es mache.

Also ich hab den Parameter glaube ich auf 14 abgesenkt (oder 12, gerade nciht ganz sicher, jedenfalls nciht bis auf ganz 10 runter) und sehe bei mir problemloses runterregeln auf etwa 160-180W.

Was ich allerdings beobachte, ist, dass während dieser kleineren Leistung öfter Abtauzyklen laufen.
Ich ekläre mir das damit, dass der Kompressor bei mehr Last ja auch selber mehr Abwärme erzeugt am Außengerät. Wenn also da weniger 'abgeht' hat man offenbar mehr Abtauzyklen in den Algorithmus eingebaut. Ich hab übrigens während dieser Zyklen noch NIE auch nur einen Tropfen irgendwo am Außengerät abtauen sehen, und ich bin mehrfach mal schnell raus am Anfang um das zu prüfen.

Also mir scheint das etwas übervorsichtig...aber wohl besser als zu wenig.

Regelhysterese ist bei mir in Ordnung.

Die Abwärme des Verdichters hat nichts mit den Abtauzyklen zu tun. Es scheint eine Problematik vieler Anlagen zu sein, dass die Regelung des Kältekreislaufes bei unterer Modulation mitunter Zustände produziert, wo der Verdampfer stärker abkühlt und die Anlage dann fälschlicherweise meint, abtauen zu müssen. Die Daikin ATXD ist da besonders auffällig und da wurde das auch genauer analysiert.

Wenn du also Abtauzyklen siehst, wo der Verdampfer nahezu noch trocken ist, stimmt was mit der Abtauerkennung nicht. Notwendig sind solche Abtauzyklen nicht, zumindest nicht stündlich oder noch kürzer.

Mmh weiß nicht ob ich das so spontan kaufen würde.
Das müsste man dann tatsächlich messen.
Weil wenn man mal die Hand bei geringerer Leistung und dann bei höherer Leistung in den Luftstrom hält außen merkt man auch fix, dass da bei weniger Kompressorlast auch weniger kalte Luft aus dem gerät strömt. Ist ja auch logisch, wird ja weniger gepumpt.

Und dass die Kompressorwärme im Inneren des Außengeräts gar keine Rolle spielen soll erscheint mir jedenfalls erstmal nicht logisch. Die beobachteten zusätzlichen abtauvorgänge sind sehr regelmäßig und scheinen nicht massiv von den Umgebungsbedingungen abzuhängen. Da wird sehr wahrscheinlich gar nichts erkannt oder gemessen, die sind pur algorithmisch.

Das ist sehr unwahrscheinlich. Heutzutage machen die meisten Anlagen das recht einfach so: Der Wärmetauscher am AG ist ja immer etwas kälter, als Umgebung. Je mehr der Wärmetauscher vereist, um so weniger Wärme kann er über die Luft aufnehmen, sinkt also immer mehr ab, wird also kälter gegenüber der Umgebung. Und genau das wird von der Anlage gemessen. Sackt das zu stark ab, wird abgetaut.

Stur nach Zeitplan haben einfache Anlagen vor 20 Jahren mal gemacht. Das ist heute unüblich. Schon deshalb, weil sie sonst die gewünschte Energieeffizienzklasse gar nicht erreichen würden.

Was soll denn das bisschen Abwärme bringen? Und diese Wärme hat doch auch keine Verbindung zum Wärmetauscher. Es geht doch ausschließlich um eine Bereifung des Wärmetauschers. Dort kommt doch kaum was von der Abwärme an.

Es wird jetzt rein spekulativ an der Stelle.
Ich sehe an der Anlage genau einen Außentemperatursensor. Sonst ist am Kühlkörper nichts weiter zu sehen.
Ist imho auch nicht notwendig, weil man aus Außentemperatur, der eigenen Leistung und dem daraus entstandenen Temperaturhub für den Innenraum ja seine eigene Effizienz kennt. Nimmt sie ab könnte man naiv daraus schließen dass man vereist und abtauen muss.
Das geben die mess-/Telemetriedaten aber bisher nicht her. Und da die Temperatur über Nacht auch nicht konstant ist dürfte eine echte Messung kaum zu äquidistanten Abtauzyklen führen. Die müssten bei fallender Temperatur gen Morgen eher zunehmen. Tun sie aber nicht.

Ich glaube man sollte der Regelung da nicht zu viel intelligenz unterstellen.

Den zweiten Sensor, der die Temperatur am Wärmetauscher unten misst, siehst du in der Regel auch nicht. Den siehst du erst, wenn du die Anlage demontierst.

Diesen Sensor braucht es auch, um das Ende des Abtauzyklus genau zu erkennen. Wenn der Wärmetauscher unten deutlich über 0 Grad geht, muss das Eis aufgetaut sein und dann schaltet die Abtauung auch ab. Bei meiner MHI kann man das sehr schön beobachten. Sobald visuell das Eis bis unten weg ist, hört sie auch auf.

Alles verstanden, erklärt aber dennoch nicht das Verhalten.

Bei änderlichen Außenbedingungen sollten sich dann auch die Abtauphasen ändern, was man eben nicht beobachtet.

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Meine ist jetzt ein paar Tage 24/7 gelaufen, da sind ca. 3-5 Liter Wasser in der Auffangschale zusammengekommen. Ob das nun einfach nur Kondensat war, oder abgetautes Eis, das weiß ich nicht.

Die Abtauzyklen waren bei mir ungefähr alle 1,5h

Seltsam ist an der Midea, dass sie beim Start immer kurz recht hoch fährt. Meine TCL startet eher sanft, egal wie kalt es ist. Aber ich habe an beiden Anlagen kaum was zu meckern.

Das wäre nochmal sehr interessant, dies genauer zu beobachten, vor allem bei trockener Luft, wo kein Kondensat anfällt. Wenn die dann auch stur alle 1,5 Stunden abtaut, wäre das ein dicker Minuspunkt für die Midea.

Hier ein Beispiel aus dem vorletzten Wochenende. jede der Senekn ist ein Abtauvorgang, wie nach der Uhr alle 1:40h. Die sonstigen Spikes nach oben sind kurzes hochfahren um die Temperatur zu halten. Da es graduell eher wärmen wurde in dieser nacht weil es sich von klar auf wolkig zuzog, gab es diese hohen Spitzen gen morgen nciht mehr, die Abtauvorgänge sind aber in exaktem Abstand.

Dieses Pattern kann man quasii dauerhaft beobachten wenn sie im unteren Modulationsbereich arbeitet, hier waren es meist so 170-180W.

Mich stört das nicht wirklich weil es sehr sparsam immer noch ist und weit besser als das Getakte bei 300-350W, was ja dann teils alle 20min einsetzte.

Aber das Muster ist wirklich so reproduzierbar und gleichmäßig, dass ich hier einfach annehmen muss die Abtauzyklen sind unter gewissen Bedingungen da einfach hart eincodiert.

Weiß jemand wie die Testzyklen nach DIN EN 14825 genau aussehen?
Da sind wohl viele verschiedene Teillastzustände im Test, und bis -7°C Aussentemp.

Wenn die Tests halbwegs realitätsnah sind, sollten die Energieeffizienzlabel ja aussagekräftig sein. Und irgendwie würde es mich schon wundern, wenn ein Hersteller da sicher viel Aufwand treibt um A+++ für ein Produkt zu erreichen, aber gleichzeitig erhebliche Einsparpotentiale durch Abtauzyklen und Modulation einfach links liegen lässt?

Einzig möglich wäre, dass der Test relativ realitätsfern ist, wie der alte Prüfzyklus für PKW. Und dann Produkte nur daraufhin optimiert werden, und in der Realität schlechter abschneiden.