wenn ich mich recht erinnere, gab es schon mit der Einführung von brennbaren Kältemitteln in Kühlschränken Hinweise, was die Mindestgröße des Raums angeht.
Das ist richtig, dass es die gab.
Ich würde mich jetzt aber mal aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass rundungsweise 0% der Leute das geprüft haben, bevor der neue Kühlschrank in der 2m² Vorratskammer verschwunden ist ![]()
Hier gibt es noch einige Infos.
Vor allem sieht sie eine Erhöhung der maximalen Kältemittel-Füllmenge bei bestimmten Arten von Kältemitteln (A2L und A3 gemäß [ISO 817]) vor [...] Aufgrund ihrer leichten Entflammbarkeit wurden allerdings entsprechende Schutzmaßnahmen eingeführt, um eine Erhöhung der Füllmengen zu ermöglichen, ohne neue Risiken zu schaffen.
Da durch austretendes Kältemittel Gefahren entstehen, wurden neue Konstruktionsmaßnahmen eingeführt, um die Dichtheit zu verbessern, indem die Größe von Lecks begrenzt und der zirkulierende Luftstrom erhöht wird, um die Konzentration des Kältemittels zu verdünnen. So lässt sich dasselbe Sicherheitsniveau erreichen wie bei Geräten, die nicht-brennbare Kältemittel verwenden.
Laut Asbjørn Vonsild, der die Überarbeitung der Norm leitete, „ermöglicht IEC 60335-2-40 ED 7 eine breitere Verwendung klimafreundlicher Kältemittel, indem neue Sicherheitsprüfverfahren bereitgestellt werden, um die Optionen im Hinblick auf neue Technologien und eine alternative Bauweise von Geräten, die diese Kältemittel verwenden, zu erweitern.“
Interessant ist auch die schon 2019 erneuerte IEC 60335-2-89 für Gewerbekältegeräte.
Da steht beispielsweise
Lötverbindungen sind zulässig, Bördelverbindungen jedoch nicht.
Und die Laufruhe des Verdichters scheint auch eine Rolle zu spielen:
Die IEC 60335-2-89 fordert, dass ein System mit mehr als 150 g brennbarem Kältemittel so ausgelegt sein muss, dass keine übermäßigen Vibrationen oder Resonanzen in den Rohrleitungen zum Verdichter entstehen. Die Norm legt einen Vibrationsgrenzwert von 0,3 g RMS (gemessen mit einem Tiefpassfilter von 200 Hz) bei 90 bis 110 % der Verdichternennfrequenz oder über den gesamten Drehzahlbereich eines drehzahlvariablen Verdichters fest.
P.S. die Neurungen und Lockerungen geschehen in den letzten Jahren wohl unter grossem Druck durch den Klimawandel. Vorher hatte die IEC stark gebremst, weil es anscheinend einige schwere Unfälle gab, siehe z.b. hier und hier .. der letzte Artikel ist insgesamt eher positiv, bezieht sich aber auch auf vorherige Unfälle mit HC.
Danke für die Recherche!
Na dann wird es ja interessant werden die nächsten Jahre.
Heißt aber auch, dass wir uns mit den gebördelten R290 Anlagen im Moment quasi noch in einer Art Grauzone bewegen. D.h. die Installation wird nicht unbedingt DIY-freundlicher werden.
In der Anleitung steht "Wiederverwendbare mechanische Verbindungen und auf geweitete Verbindungen sind in Innenräumen nicht zulässig."
Letzteres sind wohl Bördel. Aber was sind "wiederverwendbare"? ausschliesslich z.B. quick connect? oder auch die Armacell SAE fittings? oder gelten die auch als "aufgeweitete"?
Warum sagen sie nicht klar "muß gelötet werden", wenn das die einzige Möglichkeit sein sollte.
Was ist der Unterschied zwischen Xtreme save blue und all easy blue? Gibt es überhaupt einen? Ich habe versucht, die Produktbezeichnungen zusammenzutragen, und finde dort keinen Unterschied:
All easy blue datenblatt bei midea:
modellbezeichnung: MSAGBU-09HRFN7-QRD6GW und MSAGBU-12HRFN7-QRD6GW
inneneinheit: MSAGBU-09HRFN7-QRD6GW und MSAGBU-12HRFN7-QRD6GW
ausseneinheit: MOX331-09HFN7-QRD6GW und MOX331-12HFN7-QRD6GW
user manual für all easy blue bei midea:
(URL eindeutig all easy blue, inhalt nennt gerät "Blue Angel")
nachfüllen: "In special tropical area, for the R290 refrigerant models, no
refrigerant can be added and the maximum length of refrigerant pipe should
not exceed 10 meters(32.8ft)"
xtreme save blue, bei prosatech.de
https://prosatech.de/technische-daten-anleitungen/Midea/Technisches-Datenblatt-Midea-Klimaanlage-Xtreme-Save-Blue-Wandgeraet.pdf
modellbezeichnung: MSAGBU-12HRFN7-QRD6GW
inneneinheit: MSAGBU-12HRFN7-QRD6GW
ausseneinheit: MOX331-12HFN7-QRD6GW
In Kanda gibt es den schönen Spruch "Be Bear Aware, but not Bear-anoid (Paranoid)"
Man sollte sich mit R290 auf jeden Fall der speziellen Risiken bewusst sein und besonders gründlich arbeiten und prüfen.
Bei solchen Unfällen wie z.b. in Singapur waren evtl. Arbeiter im Einsatz, die vorher jahrelang mit nicht brennbaren Kältemitteln ihre Routine eingespielt hatten..
Das hat sie nicht. Ich habe sie jetzt vom Strom genommen und dann funktioniert es auch mit der OK Taste, das man die Einstellung bestätigen kann.
Aktuell fährt sie bis 700W im Stillen-Modus hoch bei eingestellten 23 Grad. Ich melde mich später, wenn die Anlage ein paar Stunden gelaufen ist.
Fazit, DerGerät muss stromlos gmacht werden, dann erst kommt man in den Modus, um die Eingabe für CH 12 wirklich zu bestätigen.
Diese Anlagen sind alle sehr sehr ähnlich und haben nur im Detail andere Auslegungen und 1-2 andere Steuerfeatures.
Die Xtreme Save Blue ist ja auch nur die geringfügige Weiterentwicklung der All Easy Blue.
All diese ANlagen kriegst du auch noch 10x umgelabelt von anderen, z.B. die alte Kältebringer mit A++/A+ scheint mir quasi die All Easy Blue zu sein, während die neue die Xtreme Save Pro zu sein scheint. Hieir und da vllt noch nen minimaler UNterschied and that's it.
Am Ende ist das bei den Riesen wie Midea alles Baukasten, deswegen sind die Anleitungen auch so generisch geschrieben und passen quasi für viele Gerätefamilien.
Aktuell läuft es am besten auch mit dieser Einstellung:
Das scheint auch die Standard Einstellung zu sein. Wenn ich auf 2(Fan Runs at lowest RPM) stelle geht der Lüfter am Innengerät nach erreichen der Temperatur aus. Aber die Temperatur geht dann sehr langsam runter wenn nur das Innengerät die Temperatur misst.
FollowMe habe ich noch nicht getestet. Mache ich über Nacht mal und schaue wie gut er die Temperatur halten kann. Ganz ohne Heizen weiß ich, dass der Raum über Nacht um ca. 1,5 Grad abkühlt.
Ja absolut.
Es ist und bleibt am Ende genauso volatiles Heizgas wie es auch Kältemittel sein kann.
Ich war da sehr paranoid beim ersten Test. Wie gesagt alles offen, alle Elektrogeräte und Funkenquellen aus, nichtmal irgendwie nen Feuerzeug auch nur in der Tasche haben.
Man muss halt zwischen Dingen unterscheiden, die wirklich sicherheitsrelevant im Sinne von: gefährlich für Leib und Leben, und die nur relevant für potentielle Sachschäden sind.
Wenn man beim Vakuum und entfeuchten geschlampt hat, hat man im schlimmsten Fall ne Störung. Hat man sich aber beim Einströmen lassen mit der Kippe im Mundwinkel an einem Monsterleck der Niedruckleitung selber in die Luft gejagt: Nuja. Garantie egal würde ich sagen.
Leute, bei mir gibt es auch Neuigkeiten zu meiner All Easy Blue.
Ich hatte heute wegen Renovierungsarbeiten meine Anlage für 2 Stunden stromlos gemacht. Zur Erinnerung: Am Donnerstag hatte ich die Pre-Settings-Einstellungen im CH 12 auf 10 gesetzt. Jedoch hatte die Anlage weiter nicht unter 300 W moduliert.
Nach dem heutigen Neustart ist die Anlage zunächst auf ca. 750 W hochgefahren. Dann ist sie nach ca. 10 min wieder ausgegangen als die Solltemperatur von 19,0°C (Real 20,0 °C) erreicht war. Wenige Minuten später ist sie wieder angelaufen mit 110W. Seitdem läuft sie durch und moduliert zwischen 95W und 130W. Ich habe übrigends die FollowMe-Funktion aktiviert.
Ich kann es kaum glauben und bin extrem happy.
Fazit. Bei einigen Anlagen muss nach den Pre-Setting-Änderungen offensichtlich nochmal stromlos geschaltet werden.
Sehr cool! Wahrscheinlich ist das so, man muss die programmierung auch im abgeschalteten Zustand machen, lief sie bei dir als du die Änderung gemacht hast?
Bei der Xtreme Save macht die ja intern einen Neustart laut anleitung, vllt fehlt der All Easy Blue das noch in der Firmware.
Nein sie lief nicht. Darauf hatte ich geachtet.
Ich bin fassungslos. Jetzt läuft sie stabil bei 115W mit angenehmer Ausblastemperatur im Stummschalt-Modus. ![]()
Bleibt nur noch zu klären wie man die Werkseinstellungen sicher Wiederherstellen kann.
ich tippe, da das ein engineering modus ist, dass man die garnicht wiederherstellen kann.
Ja genau: wie ich geschrieben hab:
Die Anlage muss vom Netzt getrennt gewesen sein und muss aus sein.
So war es bei mir.
Stellt sich nun nur die Frage ob es auf Dauer gut für die Anlage ist so niedrig mit 10 zu laufen. Am Außengerät hört man ein leichtes tickern bei ca. 110 Watt
Ich hatte weiter oben schon spekuliert, dass die Effizienz potenziell in dem Modus ein wenig leiden könnte. Könnte auch die Werkseinstelluing erklären, warum 20 der Standard ist.
Es dürfte definitiv besser als häufiges Takten sein, vllt erreicht man eben sein A++ nicht immer mehr.
Das stimmt soweit. Das war bei mir auch so. Allerdings hat die Anlage dann nicht unter 300W moduliert. Das hat sie erst getan nachdem ich die Anlage nach den Einstellungen nochmal stromlos geschaltet hatte.
