Midea Xtreme Save Blue mit R290 und 3,5 kW

Ja. Zufüllen weil es ja um Punkt 2 ging. Eben VOR dem Öffnen des Außengeräts. (auch wenn es wenn man sauber arbeitet auch danach noch geht, halte ich aber für sketchy).

Und ja, es sollte eine funkenfreie Pumpe sein, ich würde tbh auch zusätzlich mit einem Kompressor vorher die Leitungen noch einmal etwas 'ausblasen'. Das minimiert das Risiko, dass wirklich noch große zündfähige Mengen zurückbleiben.

Und ich sage auch nix gegen die Artikel. Alles gutes Zeug, hab jetzt den kurzen Beitrag hier nicht so gemeint, dort alles zu ersetzen was da steht, es braucht auch jeder mit der eigenen Erfahrung mit solchen Anlagen unterschiedlich viel Anleitung.
Für mich ist es bei weitem nicht der erste Umgang damit an sich, halt das erste mal als Wohnhausanlage und nicht im Bereich KFZ oder Boot. Technisch nimmt sich das aber fundamental alles nix. Anlagen die leer sind lassen sich daher relativ einfach (oder trivial wie ich schrieb) befüllen. Sobald man es mit Rückgewinnung und druckbasiert machen muss wird es DEUTLICH komplizierter, ich würde sogar sagen außerhalb dem was ein Laie tun sollte.

Ich würde aber auch noch eins in den Raum stellen, auch wenn das einige sicher aufregt: Es kommt da tatsächlich NICHT auf das Gramm an. Midea gibt an genug Kühlmittel für 5m drin zu haben. Daran merkt man schon, dass es ja bei 1, 2m oder 3m Leitung dennoch auch problemlos geht. Und die Anlage würde auch ohne Zugabe bei 7m noch problemlos gehen.
Ich hab KFZ Klimas gesehen die hatten noch 20% des nötigen Kühlmittels und die liefen ohne Auffälligkeiten.
Tendenziell ist zuviel am Ende auch schädlicher als zu wenig, weil es den Zustandswechsel behindert. D.h. der Bereich in dem das Ding sauber arbeitet schwankt sicherlich um 70-80g Kühlmittel. Wenn man jetzt also mal 6m oder 7m Leitung benötigt würde ich da noch nicht in Panik verfallen mit Nachfüllen. Bei 9,10 oder mehr siehts freilich schon anders aus, da geht die Anlage noch, hat aber vermutlich schon Performance-/Effizienzeinbußen.

Es bleibt wie bei allem: Am Ende muss man keine Wissenschaft draus machen, aber sauberes und genaues Arbeiten hat eben auch noch nie geschadet. Der Mittelweg macht es meist.

Es kann bei vollständig installierter Anlage für manchen auch billiger sein im Zweifel mal eine Wartung von nem Profi machen zu lassen, da sind die Kosten deutlich weniger als eine vollst. Erstinstallation.

Die geringen Zusatzmengen fließen dir aus der Kältemitteldose (die ja unter höherem Druck steht) tatsächlich problemlos in den vakuumierten Kreislauf ohne weiteres zutun. Das Kältemittel ist ja in der Tat auch um die Leitungen auszufüllen^^
Eine Komplettbefüllung von Null erfordert natürlich ein geöffnetes Außengeräteventil. Da die Dosen aber über genügend Druck verfügen zeiht es dir das Kühlmittel tatsächlich relativ problemlos ohne laufende Anlage rein.

Es ist aber imho eine ab hier ohnehin müßige Diskussion, denn ich hab extra jetzt ncohmal nachgeguckt und Midea sagt bei den R290 Anlagen KEIN NACHfüllen.
Wenn BEfüllt werden muss, dann eben genau auch über den Port wo man auch vakuumiert. D.h. wie ich schon schrieb: evakuieren und dann Dose dran und abwiegen. Oder es eben den Techniker machen lassen wenn man unsicher ist, es bleibt eben volatiles Zeug.

Hast du einen Link auf die definitiv richtige Anleitung zu dem Gerät?

Ich finde bei Midea selbst nichts. Lediglich diverse Händler haben eine PDF auf ihren eigenen Servern, wobei dort das Gerät auf dem Deckblatt als "blue angel" bezeichnet wird. Ist also unklar, ob das die richtige Anleitung ist.

Bei den Anleitungen, die ich gefunden habe, befindet sich der von Dir zitierte Hinweis nicht, ganz im Gegenteil wird dort beschrieben, wieviel Kältemittel man bei R290 pro Meter Leitung zufügen soll.

Ok, das hört sich logisch an, dass das Vakuum erstmal einiges an Kältemittel direkt in die Anlage zieht. Bleibt dann noch die Unsicherheit, ob das flüssige Kältemittel, was dann über weite Bereiche im Kältekreislauf steht, an dieser Stelle gesund ist, wenn man die Anlage dann startet. Nicht dass es da zu Flüssigkeitsschlägen im Verdichter kommt. Insofern wäre eine seriöse Quelle wichtig, um diese Vorgehensweise zu bestätigen.

Klar, wo sonst. Ich kenne es eben nur im laufenden Betrieb in der Betriebsart Kühlung.

Das ist schon deshalb so, weil die Geräte einen Kältemittelsammler haben, der einiges an Kältemittelverlust kompensieren kann. So lange sich in dem noch eine Mindestmenge sammelt, sollten die Druckverhältnisse im Kältekreislauf passen.

Jede Anlage verliert ja auch etwas Kältemittel über die Jahre. Man will ja nicht, dass durch diese Verluste gleich die ganze Anlage nicht mehr funktioniert oder ineffizient wird. Also wegen dieser Verluste muss die Anlage so konstruiert sein, dass dies keinen deutlichen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit hat.

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Siehe Deckblatt, das ist für die Xtreme Save Blue 9 und 12k BTU. Allerdings sind alle Mideaanleitungen für Gerätefamilien geschrieben, d.h. diese Anleitung gibt es so auch für die normale Xtreme Save Pro (R32). Auf Seite 30 findet sich der zitierte Hinweis. Dieser ist auch in der Papieranleitung die meinem Gerät beilag (Ist identisch zum PDF, nur halt mehrsprachig).

Die zufülltabelle ist also für R32, nicht R290. Bei R290 darf man laut Midea nicht mehr hinzufügen.
Da man aber schreibt in Nordamerika sind Standard 7.5m, würde ich davon ausgehen, dass man mit Auge zudrücken die Anlage hier auch mit etwas mehr als 5m Leitung betreiben kann. Braucht man aber wirklich sehr viel mehr (10,12 oder so), dann ist es vllt doch das falsche Gerät.

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Auf der selben Seite findet sich auch das Datenblatt:

In dem wird ganz spezifisch das Gerät und R290 genannt, und beschrieben, daß man mit 10g/m nachfüllen kann/soll.

Verwirrend. Ich frage mich, ob das Nachfüllen ursprünglich erlaubt und vorgesehen war, und vielleicht in bestimmten Ländern auch immer noch ist.

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Das kann man in der Tat machen, ist aber nur nötig wenn nichts mehr von selbst einströmen sollte. Hab ich persönlich aber noch nie erlebt.
Es ist natürlich wichtig beide Ventile des Aussengeräts offen zu haben bevor man anstartet, damit sich das Mittel überall ausbreiten kann. Am Ende macht man aber mit der Dose ja auch nichts anderes was passiert wenn die Anlage abgeschaltet rumsteht: Das Kältemittel 'dümpelt' ohne laufenden Verdichter im Kreislauf rum und es stellt sich ein gewisser Druckausgleich her. Es kann aber 100% nicht schaden einen Moment zu warten um ein Verteilen zu ermöglichen. Midea macht es ja in der Anleitung selbst so: man lässt erst das Befüllte Außengerät in den Niededruckteil ausströmen und dann öffnet man auch das Highside-Ventil. Ganz primitiv betrachtet ist das Außengerät damit die Kühlmitteldose ... quasi.

Die Methode im Kühlmodus einzufüllen kenne ich auch ausm KFZ Bereich, da macht man das aber auch erst wenn schon eine grundmenge eingeströmt ist, einfach um zu vermeiden dass der Kompressor 'trocken' läuft. Wüsste jetzt nciht was dagegenspräche es so auch zu tun. Wenn man mit der Druck-statt Wiegemthode es machen will muss man es ja sogar so machen, weil sonst kriegt man ja nie brauchbare High/Low-Side Drücke auf den Anzeigen. (wobei die Midea auf der high-side glaube garkeinen Port hat, das ist bei KFZ ja durchaus anders)

Endlich war es mal etwas kälter draußen.
Die Midea ist jetzt den ganzen Tag schön stabil durchgelaufen ohne ein einziges Mal zu takten.
Die Leistung lag immer so bei etwas 170W. Das Zimmer hat Sonneneinstrahlung und zwischendurch hat immer mal die Sonne geschienen. Das scheint die Midea auszuregeln.
Schön ist auch zu sehen, wie sie nach Start langsam von 600W auf 170W in Stufen runter regelt.
Die Midea schein also doch ein elektronisches Expansionsventil zu haben.

Klasse!

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Schade, dass die R290-Anlagen nicht mit längeren Leitungslängen zu betreiben sind.

Da muss ich dann doch auf R32 umsteigen.
Dann ziehe ich das "Monoblock-Projekt" vor und baue erst mal selber einen 5kW Monoblock ein.
Ohne Pufferspeicher, ohne Brauchwasser. Einfach den Monoblock an Vor-und Rücklauf anschließen und allen Ventile aufmachen und 35° Vorlauf einstellen. Der Monoblock macht dann die Grundwärme im Haus. Und wenn ich wärmer brauche, dann mach ich kurz die Klimaanlage an.
Zur Zeit tendiere ich zur LG Therma V mit 5kW. Ein Freund hat sich die in der 14kW genauso eingebaut.
Gibt es dazu einen eigenen Thread?

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Diese Diskrepanz habe ich auch nichtz bemerkt bisher, würde aber tippen, dass der Praktikant da im Datenblatt vergessen hat die Zeile zu löschen.

Der Hinweis in der Bedienungsanleitung ist schon sehr deutlich platziert, ich denke dem ist eher Vorrang einzuräumen.

Da freut man sich auf Kälte um die Anlage mal etwas zu testen :wink:

Bei mir ähnlich. Letzte Nacht nach Einstellung des CH 12 auf den Wert 10%/Hertz ist die Anlage ohne zu Takten durchgelaufen. Vorher ging sie immer an und wieder aus um die Temperatur im Raum zu halten.

Raumtemperatur auf 22 Grad an der Midea eingestellt.

Sieht gut aus!
Hattest Du Follow-Me eingestellt?

Bei Messung am Eintritt hat meine Midea einen Offset von 2°C eingestellt.
Sie regelt dann immer bei 25°C rum.

Mit Follow-Mee ist das dann wohl der Offset = 0°C ?

Ja, sehe ich leider auch so. Wäre auch zu schön gewesen. Alle anderen (bis auf vielleicht die sehr teure Panasonic, habe ich nicht geprüft) R290-Anlagen verbieten das Nachfüllen, und lediglich die Midea diese hatte den Anschein erweckt, nachfüllen wäre erlaubt. Wohl zu früh gefreut.

Sehr ärgerlich daß Midea die offizielle Anleitung nirgends bereit stellt, so daß man auf zusammengewürfelte, und offenbar oft falsche Angaben verschiedener Händler angewiesen ist.

Ich habe auch nochmal weiter gesucht, und die italienische Installationsanleitung gefunden. Produktname (Midea Oasis) stimmt zwar nicht überein, aber die Nummer (Msagbu-09Hrfn7-Qrd6Gw). Auch dort ist der selbe Warnhinweis, daß man nicht auffüllen darf: Collegamento Dei Tubi Del Refrigerante - Midea Oasis Plus MSAGBU-09HRFN7-QRD6GW User Manual [Page 27] | ManualsLib

Das sieht ja mal RICHTIG gut aus, danke fürs teilen. Da werde ich nächstes Wochenende auch mal bissl rumspielen an den Einstellungen. Wenn man das so hinbrächte wäre es natürlich wirklich optimal.

Ich glaube das liegt wirklich nicht an Midea sondern den europ. Regularien. Ich finde aber in dem ganzen Bürokratenwust zum Verr**** nicht das Papier wieder wo ich diese 3xxg Obergrenze meine bereits gelesen zu haben.

Die Grenze ist natürlich evident Quatsch, weil wenn man irgendwann R32 verbietet in den nächsten Jahres müssen ja alle auf R290, auch Multisplit anlagen und welche mit langen Leitungen. Da ist diese Grenze natürlich Wolkenkuckuksheim.

Meine Vermutung ist das 'nicht nachfüllen' ist also rein regulatorischer Natur. Mir fällt kein physikalischer Grund dafür ein, warum man das nicht machen sollen dürfte.
Was für den eigenen Betriebsfall sicher ist muss man ohnehin ausrechnen, das kann Brüssel ohnehin nicht vorbestimmt irgendwo reinschreiben (also können sie schon, natürlich ergibts dann wie meistens keinen Sinn).

Ich glaube im Wesentlichen muss man mal beobachten was sich da ausgedacht wird zu R290, ich fürchte es wird halt wieder alles gegen DIY sein...

Müsste die IEC 60335-2-40 sein:

  • Entflammbarkeit und Sicherheitsstandards: R290 (Propan) ist hochentzündlich. Internationale Normen wie EN 378 und IEC 60335-2-40 legen strenge Sicherheitskriterien für den Einsatz in Raumklimageräten fest. Insbesondere ist die zulässige Füllmenge an Propan pro Anlage stark begrenzt – derzeit grundsätzlich max. 1 kg pro Kältekreislaufbei Mono-Split-Geräten. Zusätzlich hängt die erlaubte Füllmenge von der Raumgröße und Gerätmontagehöhe ab, um im Leckfall ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch in Räumen zu verhindern. Diese Beschränkungen bedeuten: Ein herkömmliches Split-Klimagerät muss umkonstruiert werden, um mit so wenig Propan auszukommen und trotzdem genügend Kühlleistung zu bringen. Hersteller experimentieren hierfür mit Effizienzmaßnahmen, etwa Mikrokanal-Wärmetauschern, die auch mit weniger Kältemittel im System effektiv kühlen. Diese Entwicklungsarbeit erfordert Zeit und Investitionen.

LWWPs sind wohl einige am Markt mit mehreren Kilo R290, allerdings wohl nur Monoblock. Da ist es auch wieder kein Problem.

Und hier:

IEC 60335-2-40 was approved at the end of April and is expected to be published by the end of June. This standard also applies to electric heat pumps, air conditioners and room dehumidifiers that contain flammable refrigerants. It takes into account refrigerants corresponding to class A2 or A3 according to ANSI/ASHRAE 34-2001 (ISO 817). Among other things, this has an impact on refrigerant quantities: for example, the limit for propane (R290) has been raised from 340 g to 988 g for a standard split system.

Also die Norm ist wohl brandneu und erlaubt dann seit wenigen Monaten nicht mehr max 340g sondern bis zu 988g in Split WPs.

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WOW! Sag bloß da ist mal was sinnvolles passiert?!

Dann würde ich denken, dass man evtl mal bei Midea nachfragen sollte ob es technische Hürden gibt, aber vllt ist das Projekt von Detlef ja doch noch machbar dann?

Man müsste die aktualisierte IEC 60335-2-40 komplett lesen. Wenn nur das Limit angehoben wurde, ohne zusätzliche technische Anforderungen, dann wäre das denkbar.

Ob z.b. die Midea "Empfehlung" keine Bördel im Innenraum zu verwenden irgendwie in der Norm ist, wäre auch interessant. Bei diesen holprig übersetzten Anleitungen weiß man ja nie..

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Technisch sinnvoll wäre es mit den Bördeln im Innenraum (bzw dem Verbot), wenn das Raumvolumen theoretisch zu klein bzgl eines zündfähiges Gemisches wäre (unterstellend, dass das Zeug in sehr kurzer Zeit und nur dort austritt).

Am Ende ist es wie immer schwierig die richtige Balance da zu finden. Wenn ich sehe wie in Innenräumen mit Gaskochern/Herden und Gasgrills umgesprungen wird, mit VÖLLIG anderen Mengen und natürlich entsprechenden Zündquellen ... weil ... muss ja.

Es hat sich auch nie jemand für R290 in Kühlschränken usw interessiert.

Und offen gesagt will man jetzt auch nicht den Inhalt einer R32 Multisplit konzentriert in einem Raum haben. Und da ist das Brennbare noch nichtmal so wild...halogenierte Gase sind jetzt eher...überschaubar gesund.

Was wichtig bleibt, ist in mienen Augen eine Inbetriebnahme bei gutem Durchzug und eine vernünftige Leckprüfung. Dann kann man sicher wenns anders nicht geht mit Bördeln im Innenraum leben, in vielen Fällen wird es nahezu unvermeidlich sein. Jetzt DYI das Leitungslöten anzufangen ist vermutlich wenig empfehlenswert, da Dreck in den Kreislauf einzubringen oder stellen die unter Druck aufreißen können zu produzieren scheint mir sehr hoch.

deswegen Hartlöten mit Stickstoffspülung oder Weichlöten mit speziellen Loten mit Silberanteil.

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