Hm, ich kann es mir dennoch nicht so recht vorstellen. Bei 0°C oder nur -2°C müsste der COP höher liegen.
Warmwasser war nicht dran? Weil hohe WW-Temperaturen drücken den COP. Gucke ich mir dieses Diagramm an:
müsste der COP bei ungefähr 3,x sein. Ja, die Auslegung ist bei 35°C Vorlauf, du bist da bei 45°C Vorlauf, das sind 2,5% pro °C also 25% mehr Stromverbrauch. Statt 2300W Stromverbrauch sind es dann ca. 3100W sein, sind COP 2,25. Da kommt mir unter COP2 schon komisch vor.
Aktuell so eingestellt: Ursprünglich war der Heizstab erst ab ca. −3 bis −4 °C freigegeben. Durch die häufigen Abtauvorgänge schafft es die Wärmepumpe aber nicht immer, die geforderte Vorlauftemperatur dauerhaft zu halten. Deshalb ist der Heizstab jetzt schon ab 0 °C freigegeben. Ob er tatsächlich läuft, hängt dann jeweils von der Wetterlage ab.
Die 7 kW sind bewusst eher knapp dimensioniert und reichen für ca. 90–95 % aller Tage völlig aus – so war es auch geplant. Klar, in Ausnahmemonaten wie z. B. Januar 2026 gibt es dann mal Ausreißer, insgesamt bleibt aber alles im grünen Bereich.
Mit Heizstab – insbesondere wenn dieser zu etwa 30–40 % mitläuft an einem Tag – landet man im Tagesmittel schnell bei einem COP von rund 2. Dann arbeiten eben ca. 3000W Heizstab plus etwa 2800W Wärmepumpe gleichzeitig, das ist schlicht so. Über die gesamte Heizperiode relativiert sich das jedoch wieder durch die vielen deutlich besseren Tage.
Meine vier Gussheizkörper erzwingen ebenso hohe Vorlauftemperaturen: Schon bei unter -2 °C Außentemperatur sind 40–45 °C nötig, um die Räume warm zu halten, was die Energiekosten treibt. Ein wichtiger Pluspunkt bleibt jedoch ihre hohe Speicherfähigkeit, die das System beim Abtauen stabilisiert.
Super interessant der ganze Thread. Danke fürs teilen und spannende Diskussion hier.
Der hohe Heizstabeinsatz macht dir die Bilanz kaputt. Da würde ich eher die Abtauvorgänge in Kauf nehmen. (vorausgesetzt die schafft das)
Die Abtauvorgänge: Wie viele sind das denn ca.? Bei hoher Luftfeuchte und den aktuellen moderaten Temperaturen ist das normal. Bei tieferen und höheren / weniger Luftfeuchte sollte das dann sofort aufhören. Die Temperatur die du zeigst, ist die durchschnittliche? Das ändert natürlich sehr viel.
Insgesamt scheint die tatsächlich eher am unteren Limit ausgelegt zu sein, was aber durchaus Sinn machen kann. Wie gesagt: Solange die das schafft, hast du richtig ausgelegt.
2 Fragen:
Hast du mal unseren Rechner probiert? Damit könntest du mal schauen ob das ungefähr hinkommt? Wäre auch für unser spannend zum verifizieren
Wir suchen aktuell noch ein schönes DIY Beispiel einer Monoblock für ein Video. Ich weiß nicht, ob das 100% passt: Aber grundsätzlich Interesse?
Die Wärmepumpe ist einfach einen ticken zu klein. Du hättest die 9er T-CAP benötigt (oder äquivalent die 16er, weil die 9er fast baugleich ist). Du brauchst bei 0°C ungefähr (geschätzt) 6-6,5KW Heizleistung. Theoretisch ist das laut Datenblatt mit der 7er Jeisha möglich, sie kann 7KW Heizleistung erbringen. Aber das kann sie nur bei 35°C VL. Dazu kann sie das auch nur, wenn die Luftfeuchte sehr niedrig ist, wenn sie also nicht abtauen muss. Muss sie abtauen muss sie danach mehr Wärme wieder einbringen, also schaltet sie den Heizstab ein und taktet zum defrosten. Weil sie aber mit den 6-6,5 bzw. weil sie die 7 liefern will, auf volle Möhre läuft, vereist sie wieder schneller.
Nun gibt es dafür zwei Möglichkeiten. Entweder so lassen oder das Gerät austauschen/Kaskade von zwei Anlagen.
PS: Das nützt dir jetzt vielleicht nichts, aber auch das ist einer der Gründe, warum man die WP nicht zu klein nehmen sollte sondern überdimensionieren und dann Puffern. Eine größere Anlage hat dann mehr Tauscherfläche draußen und wenn sie dann niedriger läuft vereist sie weniger. Also weniger takten, weniger Heizstab, dafür muss der Wärmeüberschuss wegen der Überdimensionierung wohin.
Aus heutiger Sicht würde ich definitiv die 9-kW-Variante wählen. Damals fehlte mir schlicht die Praxiserfahrung, dass die 5er-, 7er- und 9er-Modelle im unteren Modulationsbereich fast identisch arbeiten. Da zudem jedes Haus individuell auf die Heizlast reagiert, wäre die größere Leistungsreserve auch eine gute Wahl gewesen.
Bei einem Preisunterschied von nur wenigen hundert Euro hätte die größere Maschine den Heizstab seltener benötigt. Zwar wäre das Taktungsrisiko bei höheren Temperaturen eventuell gestiegen, aber insgesamt bin ich mit der gewählten Panasonic extrem zufrieden.
Im Vergleich zur alten Fernwärme konnte ich meine Heizkosten glatt halbieren. Auch gegenüber Öl oder Gas liege ich preislich deutlich im Vorteil. Das ist besonders bemerkenswert, da mein Haus energetisch nur punktuell saniert ist: Lediglich die 3-fach-Verglasung, die Haustür und die Luftdichtheit des Daches wurden optimiert. Der Rest ist im Originalzustand. Ich bin überzeugt, dass die Ersparnis bei einer vollständigen Dämmung sogar noch massiver ausfallen würde.
Wegen der paar Tage im Jahr mache ich mir keinen Kopf. Zu 90–95 % läuft das System hier absolut optimal.
Rückblickend hätte ich zwar die 9er genommen und gut ist, aber mal ehrlich: Wenn die Panasonics im Sommer mal wieder günstig sind, ist der Tausch kein Akt. Zwei Rohre, drei Kabel, fertig.
Die kleine kommt in die Kleinanzeigen und die 9er neu rein.
Die 9er hat nur 500W mehr bei 0°C. Das wird nicht reichen. Der Wärmetauscher ist gleich groß. Entweder du machst Butter bei die Fische und gehst auf T-CAP oder du lässt es so. Es war ja auch keine Kritik, sondern das ist ein exemplarisches Beispiel was passiert, wenn man es so macht wie du es machst. COP unter 2 bei ca. 3°C bis -2°C. Interessant wäre gewesen was bei -6,7°C gewesen wäre. Vielleicht hätten dann die 7KW gereicht weil nicht mehr abgetaut wird bei weniger Feuchte.
Ja gerne.
Komisch das du mich nicht anschreiben kannst, ich schau mal warum das so ist.
Vielleicht wars zeitweise etwas zuviel und ich habe auf stumm geschaltet.
Zum Thema: Ja genau du musst die Gesamtbilanz sehen. Wenn du eine JAZ > 3.5-4 schaffst (je nach Ort) ist das super, du sparst Geld und heizt sehr effizient. Aber natürlich kann man sich immer die Frage stellen: Hätte man dies oder das anders machen können / gibt es noch optimierungspotential.
Da hier viele Selbstbauer unterwegs sind, ist das Interesse daran so groß. Wir wollen verstehen und lernen. Und solche Threads sind da Gold wert.
Stimmt, das Interesse ist wirklich da – das merke ich oft. Viele, sogar mein Schornsteinfeger, können kaum glauben, dass das tatsächlich funktioniert oder diesen Winter! so reibungslos geklappt hat...
Er ist wirklich ein gutes Beispiel, weil es auch aufzeigt was bei Unterdimensionierung passiert und wie man das verhindern kann, und auch, was das dann an Aufpreis kosten würde/worauf man achten muss (z.B. doppelt so großer Wärmetauscher draußen, dann ggf. Takten und Pufferspeicher). Also eigentlich ist alles drin. Auch, dass man das ggf. hinnimmt, wenn es nur an wenigen Tagen dadurch zur Unterheizung kommen kann, die “Vereisungsproblematik”.
@o815
Es ist wie mit Ärzten, die sich freuen eine neue Krankheit entdeckt zu haben obwohl der Patient zufriedener wäre, wenn man sich um IHN kümmern würde.
Nein Spaß, für die paar Tage die gesamte Anlage zu tauschen, ich würde es auch nicht machen. Eher würde ich überlegen einen Raum oder so zusätzlich zu beheizen und dafür diesen mit nem Thermostat abzudrehen damit die anderen Räume in jedem Fall warm werden. Und das auch nur bei +2°C bis -2°C also im “Turboloch”.
11.01 um 7:00 Uhr hast du 8kWh Wärme erzeugt und dazu 53% den Heizstab benötigt. Außentemperatur -5 Grad. Das würde bedeuten, dass die Wärmepumpe selbst mit den Abtauzyklen keine 4kWh mehr produzieren konnte. Das ist ein ganz schöner Einbruch. Ok, immerhin hattest du 47 Grad Vorlauf.
Scheint wirklich so zu sein: Wenn man knapp auslegt, dann hat man vor allem zu Zeiten, wo die Anlage viel abtauen muss, einen Leistungsengpass.
Auch wenn das nicht so ganz optimal bei dir ist: Hast du mal ausgerechnet, was der gehäufte Heizstabeinsatz im Jahr überhaupt ausmacht? Man könnte ja mal den kompletten Heizstabverbrauch eines Jahres nehmen. 2/3 könnte man davon sparen.
Weder Unterdimensionierung noch Frieren – selbst bei diesem ungewöhnlich kalten Winter nicht.
Die paar Takte steckt die Panasonic auch ohne Puffer locker weg. Die 95-Prozent-Auslegung war volle Absicht und hat sich bewährt; nächstes Jahr ohne den extremen Januar sieht die Bilanz bestimmt *noch besser aus.
Letztlich reden wir hier über ein paar Euro im Jahr.
Im Vergleich zu Fernwärme habe ich bis heute locker mehr als die Hälfte gespart!
Dank der simplen Installation (2 Rohre, 3 Kabel) tausche ich den Monoblock in ein paar Jahren gerne gegen ein effizienteres Modell – falls wir bis dahin wirklich in eine ‚Eiszeit‘ rutschen, die manche Parteien herbeireden🥴
Man muss es nicht überoptimieren, auch wenn das bei uns scheinbar Volkssport ist.
Mein Grundsatz ist und bleibt: Minimaler Einsatz für maximalen Gewinn und genau das habe ich erreicht. Im ersten Jahr ich sag mal knapp 2K an Heizkosten gespart, wie gesagt bei diesem Winter, dass bei einem Invest von 4,6K ...
Gibt es einen Grund, warum die WP auf einer Holzkonstruktion steht? Klar, Holz kann man leicht bearbeiten… hab ich so noch nie gesehen. Sind die vier Füße einbetoniert? Werden in der Regel nicht Betonsockel empfohlen um Schwingungen zu vermeiden?!
* Nicht als Kritik verstehen! Ich bin mir Bewusst, dass man die UK natürlichauch aus Holz machen kann.
Das hatte ich oben bereits erwähnt, aber gerne noch einmal:
Ich habe damals auf diese Weise ein Hochbeet aufgebaut – also mit vier Einschlaghülsen und Vierkantholz. Das Hochbeet ist mit Sicherheit drei- bis viermal so schwer wie die Wärmepumpe und steht nun seit vielen Jahren stabil. Der Aufbau ist unkompliziert, und ebenso lässt sich alles wieder leicht demontieren, falls später Änderungen gewünscht sind. Zudem gefällt mir diese Lösung auch optisch besser.
Die Schwingungen werden über die vier Schwingungsdämpfer zuverlässig abgefangen – da bewegt oder vibriert nichts.