MEGA Sicherung wird extrem warm und hat meinen Sicherhungshalter zerschmolzen...

Du hast tatsächlich mal über längere Zeit durchgehend 4kW aus dem Multiplus gezogen?

Oliver

Verstehe die wilde Diskusion leider überhaupt nicht mehr.
Ich doch bei jeder Elektroinstallation das gleiche. Entweder Querschnitt auf den max. möglichen Strom auslegen.
Das geht meiner Meinung nur bei PV-Modulen - deshalb ist hier eine Absicherung wenn alles in Serie ist nicht notwendig.
Oder mit einer Sicherung den Strom so begrenzen, das kein Schaden entsteht.

Das eigentliche Thema wird nicht mehr behandelt - warum ist der Sicherungshalter geschmolzen.
Naja, weil das blöde Teil aus Plastik ist und eine Schmelzsicherung trägt.
Und da steckt das Problem schon im Namen - da muss der Leiter in der Sicherung schmelzen.
Das wird der nicht bei 70-90°C mache was dieser Halter aushält.
Früher waren die Teile aus Keramik, aber die waren ja alle blöd früher und viel zu teuer.

Leute streitet euch doch nicht darum ob 35, 50 oder 70mm² sonder sichert es entsprechend ab.
Schmelzsicherungen wurden schon immer heiß und das wird sich auch nicht ändern.
Bei Kurzschlüssen kein Problem, das bekommt der Halter vermutlich nicht mal mit, aber bei 125A Sicherung mit 100A Last sieht man das Ergebnis ja.
Weil es bei den Sicherungen (lauter Chinasch.. ) nichts ordentliches gibt, habe ich einen Leistungsschalter verbaut - Industrieware.
Weil die Teile schauteuer sind, einfach einen gebrauchten gekauft 250A auf 125A eingestellt für € 40 und auch noch nachhaltig.

Hallo Oliver

das ist im Sommer doch der Standard Betriebszustand, wenn Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine gleichzeitig laufen.

Im VRM Portal lässt sich dann genau beobachten, das 4,5 KW aus der Batterie kommen und alles was darüber ist aus dem Netz. Bei mir gibt es da auch bei der dritten Waschmaschine hintereinander keine Leistungsreduktion.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

Waschmaschine und Spülmaschine heizen nicht länger als 15-20 Minuten am Stück, meistens deutlich kürzer. Echte 4kW ohne E-Auto für längere Zeit zu ziehen ist im EFH wirklich nicht einfach.

Oliver

Doch selbstverständlich, wenn auch nur indirekt. Die Möglichkeiten warum der Halter schmilzt sind doch vielfältig. Übergangswiderstand zwischen Kabel und Kabelschuh wegen schlechter Pressung, Übergangswiderstand zwischen Kabelschuh und Anschlussfläche am Sicherungshalter, zu dünnes Kabel oder mehrere dieser Möglichkeiten zusammen. Das ist nicht einfach nur schwarz oder weiß.

Wer hat denn mal den Übergangswiderstand zwischen der Leitung und dem Anschluss des Sicherungshalters gemessen? Oder den Widerstand zwischen Anschlussleitung und dem "Ausgang" der Sicherung? Da kann es ja häufig schon aufhören weil nicht das geeignete Messgerät zur Verfügung steht. An der Stelle stellt man dann eben nicht die Herstellerangaben in Frage sondern setzt sie um - meine Meinung.

Also, ich kann hier keinen Streit erkennen. Mir war nur wichtig, dass der fachlich falsche Inahlt bezüglich die zu übertragene Leistung würde Leitungen, Anschlüsse, Sicherungen... whatever erwärmen Unfug ist und habe versucht es fachlich korrekt zu verdeutlichen.

Naja, zumindest bei den NH Sicherungen ist die max. Verlustleistung bei Nennstrom mit angegeben. Wird da was heiß, stimmt halt was nicht und ein paar der Möglichkeiten habe ich oben aufgelistet. Der Formulierung "Schmelzsicherungen haben Verluste" würde ich uneingeschränkt zustimmen. Diese Verluste bewegen sich aber bei nicht china Material in einem Bereich der sicher keine Halter schmelzen lässt.

Gerade bei NH-Sicherungen habe ich die Erfahrungen mit der Erwärmung her. Alle angeführten Punkte stimmen natürlich aber sieh dir diese Megafuse mal an. Der Leiterquerschnitt wird massiv reduziert und bei Nennstrom werden die Dinger heiß. Und die Fläche zum abgeben der Wärme ist minimal im Vergleich zu einer NH Sicherung. So wie der Halter geschmolzen ist, ist der nicht mal Glasfaser verstärkt.

Ich ziehe 3 mal die Woche im Sommer aus meinen drei Multiplus über eine Stunde zum Aufheizen der Sauna 4 kw. (Saunaofen 10 kw Multiplus eingangsleistung ca 11,5 kw) dabei werden die zwar warm aber nicht übermässig. die 1,5kw Verlust (laut cerbo) sind zwar nicht nett aber interessieren mich im Sommer nicht. Und ich habe zumindest in dieser Stunde keine Drosselung erlebt.

Stefan

Zu dem Thema nochmal .

Ja es gibt VDE Vorschriften wegen Kabelquerschnitten und Sicherungen und alles das Gedöhns. Die sind auch sinnvoll und haben aus Sicherheitsgründen ihre Berechtigung.

Was aber häufig, wie auch in dem Ausgangspost, das Problem ist, ist die falsche Verbindung der Komponenten. Es wird hier wunderbar über Tabellen und max Strom über Leitungen oder Sonstiges geschrieben.

@hp_spsler

Erklär mit mal mit deinen Ausführungen bzgl. Leitungsquerschnitt und so wie du dann den Strom über den Sicherungsdraht führst der im Vergleich zu 70 mm2 lächerlich dünn ist (damit er auch durchbrennt).

Die Vorgaben bzgl des Leitungsquerschnitts sind meist nur um die Verlustleistung gering zu halten. Ich kann dir versichern, dass ein 70 mm2 kabel mit 500 A über einen langen Zeitraum keine Probleme hat. Die Verlustleistung ist nicht schön aber es wird nicht mal handwarm.

Das Problem sind meist die Verbindungsstellen. Und daher plädiere ICH für möglichst wenige Unterbrechungen der Leitungsführung. Diese ganzen Schalter, Sicherungen, NH Trenner sind in meinen Augen häufiger Problemstellen als ein normales Kabel.

Klar muss man das Kabel und die angeschlossenen Geräte schützen. Aber was hier im Forum teilweise verbaut wird ist echt schon krass.

Und wie man bei Andreas gesehen hat und hier im Eröffnungsthread ist fast nie ein Kabel durchgebrannt. Es waren ein/ausschalter, und hier eine sicherungsfassung, weil das Kabel falsch verbunden war und damit ein hoher Übergangswiderstand entstanden ist.

Und da sind Schraubverbindungen, die über Jahrzehnte nicht nachgezogen werden ein beliebter Fehlerhort.

Stefan

Da fängts schon an, muss halt keiner Ernst nehmen, ich nehme es ernst - weil, ist kein Gedöhns.

Das ist unumstritten!

Siehe Datenblatt eines namenhaften Herstellers. Natürlich und selbstverständlich wird son Ding warm, 15W sind ne Hausnummer. Daher sind die Dinger ja auch nicht in Plasefassungen sondern in Keramik - hat seinen Grund.

Und übrigens, gerade hab ich eine 125A Mega-Fuse gemessen, die hat 0,62mOhm. Bedeutet, bei Nennstrom von 125A erzeugt sie eine Verlustleistung von 9,7Watt. Das ist beträgchtlich für die kleine Fläche und sie ist zwingend darauf angewiesen ihre Verlustwärme über die Kontaktstellen abzuführen. Und, ich weiß nicht wo das Problem ist, ich bin total bei dir wenn dann jetzt die Verbindungsstellen wie Quetschung des Rohrkabelschuhs, Übergangswiderstand Kabelschuh zu Sicherungshalter etc. auch noch hohe Übergangswiderstände aufweisen, dann wirds eben schnell so heiß das Kunststoff schmilzt.

Deswegen schrieb ich schon mal, Messt den Widerstand zwischen Abgangsklemme Batterie (also eher das noch nicht angeschlossene Kabel) und z.B. Abgangsklemme der letzten Sicherung, bevor die Anlage gestartet wird. Der Messwert sollte sich m.E. allerhöchstens bei 1mOhm bewegen, wobei so pauschal kann man das nicht sagen. Der Widerstandswert ist am Ende auch abhängig von der Gesamtleitungslänge.

Mach wie du denkst. Ich, und das kann ich nur jedem empfehlen, halte mich an die Vorgaben des VDE bzw. an die Herstellervorgaben (wenns kein China-Gerät ist). Warum Victrons Vorgaben durchaus Sinn machen habe ich weiter oben erläutert.

Bin ich auch vollkommen bei dir, so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Das beinhaltet auch, dass ab jeder Querschnittsverjüngung eine erneute, auf den neuen Querschnitt abgestimmte Absicherung erfolgen muss.

Kleiner Einspruch! Jegliche Schmelzsicherungen schützen nur und ausschließlich die Leitungen.

Ja ganz klare Sache, mindestens einmal Jährlich die Verbindungsstellen, auch im Akku, mit der Wärmebildkamera unter Last (besser Volllast) abfilmen und schauen das alles im sprichwörtlich grünen Bereich ist. Da ist jeder Erbauer selbst verantwortlich.

Ich hoffe es kommt rüber dass ich mit dir bei vielen Dingen übereinstimme. Am Ende kann ich aber nur noch einmal wiederholen, dass definitiv NICHT die zu übertragene Leistung irgendwas an der Stromführung (Leitungen, Verbindungsstellen, Kabelschuhe, Sicherungen usw. usw.) erwärmt sondern der Betrag des Stroms - DAS ist einfach ein elementarer Punkt den ich vermitteln wollte.

Tante Edit: Eins noch aus meiner Praxis, wenn wir in der Firma unsere 100kW Mikrowelle dem üblichen Funktionstest unterziehen und sie gut 1h unter Volllast 100kW Mikrowelle erzeugt und das Gesamtgerät 3x175A AC aufnimmt, dann werden die 4x95mm² Anschlussleitung sehr wohl handwarm. Die Anschlussleitung ist gute 25m lang, angefasst hab ich ca. in der Mitte. Da kann ein Einfluss der Klemmstellen ausgeschlossen werden. Wenn da jetzt der doppelte Strom drüber geschickt wird kann mir keiner erzählen dass diese mit 500A belastete Leitung auch nur handwarm wird - nun oder jeder versteht unter handwarm was anderes ? ? ?

dito

Ich .... habe alle Teile der gesamte Anlage mit dem yR 1035+ - 1. stromlos - gemessen und kenne jedes mOhm an jedem Teil.

  1. Zusätzlich mit dem gleichen Gerät in der 5-stelligen mVolt Stellung eine Spannungsmessung (Messung bei 80 A Konstantstrom) über alle Teile.

Ergebnis:

  1. bei allen Schraubverbindungen war die angezeigte Spannung wirklich extremst vom Drehmoment abhängig. Ich bewege mich schon in einem guten Bereich - aber wenn man jetzt mit dem Anzugsmpoment spielt, bekommt man wesentlich bessere Werte. Ich war hier an der Sicherung und an den Potentialschienen nicht zimperlich mit der großen Knarre. Da muß man wirklich beherzt zudrehen. Dies betrifft auch die Sicherung in Fertiggeräten. Zum Beispiel beim großen Epever AN. Da wurden die Sicherungsschrauben ab Werk eindeutig nicht fest genug angezogen. Häufige üble Fehlerquelle beim Epever. Aber nach fest kommt ab. Gelle.

  2. Die Hochstromschalter schalten völlig undefiniert mit stark schwankendem Widerstand in "ON" Stellung.

Wegen der Unterlegscheibe an der falschen Stelle:

V2A Stahl (0.72) leitet 42 mal schlechter als Elektrolyt Kupfer (0,0169).

Frage:

Würden die oben erwähnten "nicht gasdichten " Verbindungen eigentlich gasdicht, wenn man sie direkt nach dem Pressen zusätzlich noch verzinnt hätte ? Ich denke ja.

Mein Messwert für jedes 50 mm2 Kabel (2x25cm) mit guten dicken Kabelschuhen und die 250A Sicherung mit Schraubanschlüßen beträgt 0.72mOhm.

Danke!

So liebe ich Diskussionen. Und ja du hast recht. Es ist einfach gesagt der Strom, der die Leitungen warm macht :-). Das war falsch von mir ausgedrückt.

Wieso die 4x95 mm2 dabei handwarm werden kann ich immer noch nicht verstehen. Bei mir wurden die Leitungen bei 18 Grad Aussentemperatur (allerdings bei 3 m Länge) bei 380 A (2 x 75 mm2) mit normalem Infrarotthermometer gemessen (Bosch nix wirklich teures) 46 Grad warm. Und das ist für mich handwarm.

Stefan

@stefanelo Nun, aufgrund der potentiell massiven Messfehler die mit IR Messungen auftreten können schenke ich persönlich der IR Messung nur Glauben (im Betrag), wenn ich das Messgerät korrekt auf den Emissionsfaktor einstellen- und Umgebungsintegrale ausschließen kann. Ansonsten ist da die Kontaktbehaftete Messung der IR Messung vorzuziehen - wobei auch Kontaktmessung fehlerbehaftet ist.

Zu deinen 46°C und handwarm, hmm das wäre dann aber schon der Fiebertod ? ?

So besonders clever ist die Verwendung eines Leitungsschutzschalter nicht.

Der ist nämlich nicht Kurzschlussstrom begrenzend und schaltet bei einem satten Kurzschluss in der Nähe der Batterie nicht ab. Dafür sind die empfohlenen Flachsicherungen besser. Die dicken NH00 übrigens benötigen viel mehr Energie zum Auslösen. Nicht empfehlenswert.

Nochmal zum Sicherungshalter: Reihenfolge einhalten: Scheibe - Kabelschuh - Sicherung - Scheibe und Sprengring oder Schnorrscheibe - Mutter. Nur in dieser Reihenfolge kann man die Sicherung wechseln ohne die Kabel abzunehmen. :wink:

Grüße, Alf

Gibt es dazu Quellen? Woher kommt diese Weisheit?

Moin, soeben hab ich mir auch noch mal den NH00 Halter sowie eine SIEMENS NH00 160A geschnappt, die Sicherung einzeln und dann die Sicherung eingelegt gemessen. Jetzt habe ich hier leider nur das China-Millohmmeter, aber ich komme auf folgende Werte:

  1. NH00 160A stand alone = 0,37mOhm (entpsricht 9,5W Verlustleistung bei Nennstrom)

  2. NH0 160A montiert in HESCHEN NH00 Halter = 0,69mOHM (entpsricht 17,7W Verlustleistung bei Nennstrom)

Da SIEMENS die NH00 160A mit ~10Watt Verlustleistung bei Nennstrom angibt scheint der Wert von 0,37mOhm plausibel.

Mich würde bei dir mal der Widerstandswert nur der einzelnen Sicherung interessieren, hast du da die Möglichkeit noch mal zu messen?

@kudlwackerl Warum soll ein Leitungsschutzschalter bei Kurzschluss nicht auslösen? Hat magnetische und thermische Auslösung. Mein Leistungsschalter hat auch beides verbaut und können auch getrennt eingestellt werden. Kurzschluss im Akku erkenne ich so nicht, schafft aber keine Sicherung.

Jetzt nur mit YR1035+ gemessen und nicht mittels Strom/Spannungsmessung:

0.19mOhm direkt an der 250A Sicherung ohne Halter

0.23mOhm zwischen den beiden Löchern an der Sicherung für die Schraubverbindung.

Der 2. Wert 0.23mOhm - 14.4 Watt bei 250A - spielt keine Rolle da die Flächen der Sicherungsfahnen mit den dicken CU-Kabelschuhen komplett abgedeckt werden. Jetzt spielt das Anzugsdrehmoment der beiden Schrauben eine entscheidente Rolle. (und die Sauberkeit der Kontaktflächen).

Die verbleibenden 11.9W werden zusätzlich zum Kabel m.M. auch über das recht große belüftete Sicherungsgehäuse problemlos abgeleitet.

@regulus Okay, damit würden bei Nennstrom folgende Leistungen von der Sicherung in Form von Wärme an die Umgebung abzugeben sein:

0,19mOhm = 11,9W

0,23mOhm = 14,4W

Das ist schon ne ordentliche Hausnummer die da an Wärme abgeführt werden muss. Da die Sicherung selbst subjektiv eine relativ schlechte Wärmeabgabe an die Umgebung hat bleibt ihr nur den Hauptanteil der Wärme über die Schrauben an das Kabel abzugeben.

siehe oben: blau

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