MC4-Connectoren an starre Kupferadern klemmen?

Viele Hersteller haben die Rollenfarbe umgestellt. Typisch Bleilot rot und bleifrei grün. Das würde gegen bleifrei sprechen.

Bleifrei ist ein klein wenig steifer, wenn du es biegst. Neigt auch nicht so zu grauer Oberflächenoxidation, wirkt also etwas heller/silbriger auf der Rolle.

@carolus

Wollte dir das als PM schicken, habe es mir aber anders überlegt, da ich es ja auch öffentlich gepostet habe, soll auch die Antwort öffentlich sein. Vor allem weil du Recht hast mit deiner Aussage.

Ok. Dafür entschuldige ich mich! Mir war aufgefallen, dass du und Arc gerne solche Bemerkungen machen wie man soll mal nachdenken und so. Und ihr seid beide Mods. Wahrscheinlich ist es mir nur bei Euch aufgefallen, da ich es bei anderen Usern nicht so krass wahrnehme.

Aber du hast recht. Wenn ihr hier postet seid ihr ganz normale Forenmitglieder die ihre Meinung sagen (auch wenn ich die Formulierungen nicht gut finde) und das hat absolut nix mit Mods zu tun. Zudem habe ich das von Win noch nicht wahrgenommen, insofern wäre die Aussage Mods auch ihm gegenüber unfair.

Mein Fehler, war ich betriebsblind. Werde mich bessern.

Das mit die Klappe halten, bezieht sich bei mir immer auf den Thread.

Im Forum halte ich nicht die Klappe. Aber manchmal ist einfach alles gesagt und dann sehe ich keinen Sinn mehr darin weiter zu schreiben.

Du wolltest eine Begründung warum Löten im Fall von Verbinden von Kabeln schlechter ist als Klemmen. Das obige Video zeigt genau den Grund. Was glaubst du wie die Lötverbindung ausgesehen hätte. Die hätte sich gelöst.

Löten ist anfällig für Schwingungen. Bei Kabeln die auf dem Dach verlegt sind treten durch Wind und sonstige Dinge immer Schwingungen auf.

Löten ist schlecht bei biegen. Wenn man beim Verlegen nicht aufpasst und das ganze verbiegt kann es schwierig werden.

Aber am schlimmsten ist. Man sieht einer Lötverbindung nicht an ob sie gut ist oder nicht. Man kann es messen aber wer macht das.

Nur um nochmal auf deinen Post kurz einzugehen.

Im Fertigungsbereich ist egal welche Verbindung, wenn sie gut ausgeführt wird, technisch problemlos.

Aber alleine die Qualität der großtechnisch hergestellten Crimpkabel die man bei Ebay oder Amazon kaufen kann ist teilweise eine Katastrophe. Habe selbst Tests gemacht und teilweise sind die bei 200 A (75 mm2) an den Crimpstellen über 100 Grad heiß geworden. Andere waren völlig problemlos.

Im DIY Bereich ist das teilweise noch viel schlimmer. Schlechte oder falsche Crimpzangen. Crimpen mit dem Seidenschneider oder einer Rohrzange. Die Frage einiger Leute wieso hast du 5 verschiedene Crimpzangen, kann man doch alles mit einer machen. Falsche Temperatur beim Löten. Falsches Lot beim Löten. Am besten Flussmittel dick draufstreichen und dann löten u.v.m.

Daher rate ich in diesem Bereich IMMER dazu die einfachste, sicherste Art der Verbindung zu wählen, bei der man die wenigsten fehler machen kann.

Und auch wenn andere das anders sehen. MC4 Stecken sind für Lizen konstruiert NICHT für starre Leiter. Und das hat Gründe.

Ist jetzt leider nicht für den Thread sondern eine Antwort auf deine Fragen, die ich auch als PM hätte senden können. Aber da ich einen Fehler gemacht habe, für den ich mich entschuldigen wollte, habe ich es in den Thread geschrieben.

Stefan

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@Stefanelo: finde ich gut, und trägt meiner Meinung nach auch gut zum Thema bei. :+1:

Also ich bin da ja nun kein Profi. Früher habe ich auch alles mögliche bedenkenlos gelötet, dachte eigentlich das wäre common sense, dass wir das bei höheren (Gleich-)Strömen besser nicht machen. Die Gründe hat Stefanelo schon beschrieben.

Ähnlich denke ich über die Verwendung von starren Leitern im Gleichstrombereich bei hohen Strömen. Die starren Drähte haben gegenüber Litzen ein ungünstiges Bruchverhalten.

Wenn eine feindrahtige Litze gebogen wird, kann sie die Form (nicht die Fläche) ihres Querschnittes anpassen, z.B. von rund zu oval. Da passiert erstmal gar nichts. Selbst wenn dabei ein paar Drähtchen reißen würden, hätte das kaum Einfluss auf die Querschnittsfläche. Bei starren Leitern sieht das anders aus. Wenn der beschädigt ist -und man muss ihm das äußerlich überhaupt nicht ansehen können- läuft es oft auf einen Bruch durch einen großen Teil der Querschnittsfläche hinaus. Üblicherweise 50 - 80%, um den der Querschnitt dann reduziert ist. Man kann sich leicht vorstellen, was ein hoher Gleichstrom mit so einer Bruchstelle machen wird. Das brennt an der Stelle nicht einfach nur kurz durch, es wird einen schönen und ausdauernden Lichtbogen geben... und genau das wollen wir ja nicht.

Klar kann man sagen, das ist fest verlegt, da bewegt sich nichts usw.

Ich wollte auch nur meine Ansicht dazu schreiben. Also ich würde das wie gesagt, nicht machen.

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Wow, nur eine Verbindung.

Veröffentlicht von: @carolus

Als Lot unbedingt 60/40. (Reinzinn löst zuviel Kupfer, speziell bei dünnen litzen ärgerlich. Und die Temperatur ist deutlich höher).

Das Zeugs ist heute leider kaum noch zu bekommen.

Auch wieder was gelernt.

Reinzinn kam erst nach meiner Elektronik Zeit, bei mir gabs gerade Umstellung auf Stickstoff.

Ich verwende oft feinlitzige Drähte und ich habe glücklicherweise gerade etwas Altbestand (60/40) mit Cu Ag bekommen da mein Vorrat zu Ende geht.

Bleifrei verwende ich zwar auch, für einfache Sachen. Mein bleifrei Lot hat allerdings etwas Cu Zusatz.

Gerade nachgesehen. Bei Reichelt hat fast jedes Lötzinn etwa 0,7 % Kupfer Anteil, viele auch zusätzlich Silber.

Wago hat übrigens meinen persönlichen Test vor längerem bestanden, Übergangswiderstand sogar besser als alte Alternativen. War dem Federbügel gegenüber auch recht skeptisch eingestellt.

Von sich lösenden Schraubverbindungen sprechen wir besser nicht, da ist die Feder wenn sie dauerhaft wirkt im Vorteil.

Ich wünsche noch "Gute Verbindung"

Das ist ja nun eine längere Diskussion geworden - ein fachlich korrektes Fazit daraus zu ziehen fällt mir schwer.

Was sich für mich herauskristallisiert: wenn man es handwerklich richtig macht hält sowohl eine Lötverbindung als auch eine Klemm-/Quetschverbindung. Ich muß mir die Situation vor Ort nochmal genau anschauen, wenn das Hauptkabel soweit liegt um zu klären was hier die beste Einzelfall-Lösung ist. Ich habe keine Probleme die starre Leitung überall zu fixieren und mit den MC4-Steckern direkt von den Modulen an passende MC4-Konnektoren an die starre Leitung zu gehen. Ebenso gut könnte ich über eine Verteilerdose und geeignete Klemmen (und/oder Löt-/Crimpverbindung) flexibles PV-Kabel an die starren Enden bringen und erst darüber dann die MC4. Da die Verteilerdose und die Klemme aber im Außenbereich untergebracht werden muß (zwar Regengeschützt unter Vordach), scheint mir das etwas ungünstig. Könnte es aber soweit isolieren, dass es sicher problemlos möglich wäre. Ich will jetzt hieraus auch wirklich keine Masterarbeit machen. Es geht max. um 100V und 2 x 10 A im best/worst-case!

ich denke 10A pro Leiter/Verbindung? (du sagtest ja 2x 2s wenn ich das recht verstanden habe) Und hier sind wir bei @saugnapf :

Wir haben es nicht mit hohen Strömen zu tun. 10A für einen 6mm2 Leiter ist ein Fliegensch... . Der hohe Querschnitt wird nur wegen den Transportverlusten benutzt. Der Spannungsabfall bei 10A ist bei 400 Volt der gleiche wie bei 12 Volt, nur prozentual ist es eben viel mehr bei kleiner Spannung. Deswegen der dicke Querschnitt

Ich gehe schwer davon aus, dass du das natürlich weisst, aber scheinbar assozierst du grad mit dicker Leitung viel Strom. Bei 10A und 100V sehe ich wirklich keine große Lichtbogengefahr. Selbst wenn der Leiterquerschnitt auf 1 Millimeter mal grad etwas weniger ist - das interessiert nicht sonderlich. Die Wärme verteilt sich, und an den Verlusten über 30 Meter ändert das wenig. Natürlich hat ein massiver Leiter einen größeren Mindestbiegeradius, aber das ergibt sich schon fast von selber, wenn man mal eine 5x6^2 NYY gehandhabt hat :wink:

Deine Argumente mögen bei hohen Strömen Sinn machen, aber dann unabhängig ob Gleich- oder Wechselstrom.

@paddy72 die Klemmen kannst du guten Gewissens auch im Freien einsetzen, die Dinger sind Salznebel getestet. In meinem Keller z.B. ist es im Durchschitt feuchter als draussen...

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Danke @philippoo, ich respektiere deine Meinung, teile sie aber nicht.

Muss aber am Ende jeder mit sich selber ausmachen.

Über den Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom und resultierende Probleme sollte man sich aber schon im klaren sein.

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hilf mir bitte auf die Sprünge!

  • problematisch bei DC ist der fehlende Nulldurchgang, haupsächlich beim Abschalten hoher Ströme (und von bestimmten Halbleiterventilen) relevant. Dann noch irgendwas mit Galvanik?

  • bei AC der Skineffekt - was für HiEnd Enthusiasten und Funker.

ist da noch was?

Meine Wahl wäre ausdrücklich, in MC4 keine starre Leitung anzuschließen. Lieber eine Verbindungsstelle im Kabel wie ich sie beschrieben habe.

Und ich sage ausdrücklich "Wahl", weil ich das endlose Gelabere über "das Beste", "geht nicht" oder "Lötstellen kann man nicht prüfen" (ohne Beweis oder spezifische genaue Einzelfallbeschreibung) unendlich leid bin.

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Bei mir sind es 10 A bei 215 V DC. Ich habe gedoppelte 1,5 mm2 Adern NYM vom dach in den keller. Was dazu kommt ist, dass der DC Strom auf die 10 A begrenzt ist. Selbst wenn iwo ein kurzschluss passiert, mehr als 10 A können die Panel nicht liefern. Ich weis, wie soll da mein 16 A sicherungsautomat auslösen, den ich im keller in der leitung habe. Perfekt ist es bei mir auch nicht.

Dass bei diy alles 200x sicherer gemacht wird, als es fachfirmen/Fachhandwerker machen, ist klar. So auch hier. Da kann auch jeder mit kanonen auf spatzen schiessen, tut keinem weh. Wer dadurch ein besseres gefühl hat, dem sollte das auch nicht ausgeredet werden.

Also die "blanken" (ohne den NYY Mantel) 6mm² Starrdähte aufs Dach unter die Panels zu führen um dann direkt mit MC4 zu verbinden verbietet sich IMHO sowieso. Die sind weder gegen Feuchte noch gegen UV beständig, das ist Pfusch. Klemmdose muss also. Ich löte zwar auch gern dort wos für mich Sinn macht, hier tät ich aber ganz einfach die 6mm² Wagos nehmen und gut ist. Schon allein weils sich irgendwo aussen am Schuppen halt nicht so gut löten lässt wie auf dem Werktisch...

Dose/Klemmkasten mit Dichtungsdeckel und passenden Kabelverschraubungen, dann mit den 4mm² Solarkabeln das letzte Stück zum Dach. Ordentlich, wartbar und sicher.

Wegen Lötverbindungen: Auch das Flussmittel von vielen Elektronikloten ist durchaus agressiv vor allem wenn Feuchte dran kommt und sollte sicherheitshalber abgewaschen werden, z. B. mit Isopropanol.

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Ja, es sind 4 Module Trina Vertex mit je 440 Wp, werden in 2S2P verschaltet und je 2S werden über 2 Adern im 4x6mm2 NYY-Kabel ins Haus geführt, ca. 25m. Die PV-Kabel würden kompl. unter den Modulen liegen und die Lücken dazwischen werden mit EPDM-Dichtband abgeklebt, damit weder Licht noch viel Regen dort reinschlägt. Von daher wäre es m.E. auch o.k. die einzelnen, isolierten starren Adern unter den Modulen mit den Anschlüssen der Module zu verbinden und an Schienen zu fixieren - auch wenn es nicht 'fein' ist und der PV-Handwerkskunst widerspricht. Dennoch werde ich vorauss. die Lösung mit Klemmdose unter dem Dach im Außenbereich nutzen und an die starren Kabelenden dann per (Lüster-)klemme die PV-Kabel verbinden. Dann bin ich auch flexibel wenn ich die Anlage später ggf. mal erweitere. Einzig die Klemmverbindung gefällt mir daran nicht so richtig. Habe große Klemmen mit Cu/Messingblöcken da, könnte die Leitungen auf beiden Seiten auch doppelt einführen, so dass ich 2 Stränge in jeder Doppelverschraubung hätte, das sollte o.k. sein (aber auch nicht die feine Handwerkskunst). Mit Wago-Klemmen habe ich noch keine Erfahrung und da fange ich nicht an zu experimentieren, auch wenn sie hier von den meisten für gut befunden werden. Von Zeit zu Zeit wird man die Verschraubung nochmal auf festen Sitz kontrollieren müssen - zumindest nach den ersten paar Monaten.

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Das ist ja mal ein Anfang.

Leider sehe ich kein Video und kann nicht verstehen, was du meinst.

Ja. jein. Nein. Das hängt vom Einzelfall ab. Du kannst das nicht in der Form verallgemeindern.

DAS bischen Schwingungen ist bestimmt nicht mit "Schwingungen" gemeint.

Ein Beispiel für Schwingungen war das Blinkrelais meines 20 Jahre alten PKW. Von einem tag auf den anderen..... geht. nicht. Geht . Wieder nicht.

Ausgebaut. Aufgemacht . nix gesehen. Eingebaut. darangeklopft, während es blin.....kkt. Fehler noch da.

Wieder ausgebaut.

Unter der Lupe angeschaut und Risse in den leiterbahnen gesucht. War ja noch einseitige Platine, damals Standard.

und dann, durch zufall, im richtigen Winkel mit richtigem licht, das malheur gesehen:

Ein Draht des Relais war auf der ganzen länge innerhalb des Lotes, rundherum, Aus dem Lot getrennt. man hätte ihn also theoretisch herausziehen können. Zu sehen nur ein winziger schwarzer rand um doe obere kante des lötzinns am Draht herum.

Mit dem Lötkolben warm gemacht, abkühlen lassen. Seitdem geht es. Es waren dir Klickerstütterungen des Relais, welche den Draht entlang seiner Oberfläche innerhalb des Zinns losvibriert haben. SOLCHE Schwingungen sind gemeint, nicht schaukeln im Wind.

Welche Vebindungsstelle ist denn gut beim Biegen ?

Wenn man beim Verlegen nicht aufpasst und das ganze verbiegt kann es schwierig werden.

Ja, Genau. Deswegen gibt es seitenlange Listen und Dokumente für Qualitätsingeniere, in denen mit Bildern alle Details einer Löstverbindung beschrieben werden. Farben. mengen Überganswinkel. Hohlkehlen. Flecken von Flussmitteln. Hunderte Von Kriterien.

Vorbereitung der Platine, Reihenfolge von Draht Abschneiden und Löten, richtige Oberflächen für Bleilot ode Bleifrei ( die sind verschieden, deswegen darf man nicht mit dem falschen lot reparieren, und nicht das falsche gehäuse mit dem falschen Lot löten), Auswahl vom Lot, Flussmittel, Platinentyp und Oberfläche.

Reparaturanweiseungen für platinen für die Automobilindustrie (nach deren Anforderungen...)

Das hat man natürlich alles für lau gemacht. Weil man einer Löststelle nichts ansehen kann.

Messen kann man es nur zu einem Teil. Weil ein anderer Teil der fehler sich erst nach einiger Zeit oder Temperatur, oder beidem, entwickelt.

mann, mann. mann.

PS:

Hängt davon ab, ob man in der Personalabteling arbeitet.

Oder ob man täglich damit zu tun hat, Lötmaschinen zu kaufen, zu bauen, Versuche vorzubereiten, Muster zu produzieren, Reklamationen an maschine oder Teil zu untersuchen, Maschinenabnahmen nach Kundenwunsch vorzubereiten und zu dokumentieren. Muster für neuentwicklungen zu Planen , herstellen zu lassen, zu prüfen, Prdouktdokumentation erstelln. Die komplettkatastrophe der ROHS Umstellung auf Bleifrei innerhalb eine laufenden Produktion mit 4 Fertigungsstandoerten. Die Prüfung und die Erkenntnis ( die man an zornige Kunden weitergeben muss) , dass man mit Bleifrei nur noch 20 jahre Produktlebensdauer garantieren kann und nicht , wie vorher, 30 jahre. Wie z.B. für die bahntechnik. nur mal so als beispiel. 25 Jahre lang. Die 3 Jahre Leitung einer SMD Fertigung nicht zu vergessen.

Als Beispiel dafür was dahinter steht, wenn ich über Löten rede.

Ich bin sehr gespannt, auf welcher Wissensgrundlage deine Ausführungen zum Löten stehen.

@paddy72 uih, da hast du ja was losgetreten mit deiner einfachen kleinen Frage zur 'Meinungseinholung' :rofl: :blush:

> "... werde ich vorauss. die Lösung mit Klemmdose unter dem Dach ..." <-- :+1: :+1:

Unterm Dach halte ich persönlich übrigens ein Dose, die 'atmen kann', für besser, als eine mit Dichtungen. So hermetisch dicht, dass bei Luftdruck- und Temperaturschwankungen nicht doch ein Ausgleich stattfindet, bekommt man die meist doch nicht, und dann zieht sich irgendwann warme Luft rein, wird irgendwann kalt und Feuchte fällt aus. Da ist es mir dann lieber, wenn die Feuchte auch wieder abtrocknen kann, vlt. sogar noch durch einen Ablauf rausläuft (oft haben so Sachen einen kleinen Schlitz irgendwo unten, der genau dafür vorgesehen ist). Mit Dichtungen macht meiner bescheidenen persönlichen Meinung nach nur Sinn, wenn direkt Regen oder Spritzwasser ausgesetzt.

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Eine weitere Möglichkeit gibts noch wenn man unbedingt zusätzliche Verbindungen vermeiden will: Klemmkasten und da dran montierte MC4 Einbaustecker.

Dann sind keine einfach isolierten Drähte im Freien. Mit 6mm² Starrdraht wird das Montieren aber ziemlich sicher eine challange...

Wie will man es perfekter machen, diy hin oder her? (vielleicht abgesehen von garkeiner Sicherung da) Ich seh da auch kein Problem drin. selbst eine von deinen 1.5^2 kann die 10A oder auch 16A dauerhaft, und die Module nehmen im Kurzschluss glaubich auch keinen Schaden.

Ich hab bei mir auch 2-pol 20A DC (Chara weiss ich grad nicht) pro Kreis mit max. Modul-KS-Strom von 13.5A und 4^2 Cu, weil Victron da eine Sicherung am PV Eingang haben möchte, und weil ich damit dann einen günstigen Trennschalter habe.

Ich kann mir höchstens vorstellen, dass Victron das will, für den Fall, dass intern irgendwas schief geht, und der MPPT einen hohen Strom über die Module/Kabel schieben würde...

@carolus

Die Antwort schreibe ich jetzt als PM weil sie mit dem Ursprungsthema nur bedingt zu tun hat :slight_smile:

Manche Argumente gegen das Löten, kommen mir so vor, als würde man gegen Schnürsenkel argumentieren: Schnürsenkel würde ich nicht mehr verwenden, da kann man drüber fallen. Im schlimmsten Fall stirbt man daran. An Schnürsenkeln kann man sich sogar aufhängen, weshalb die entfernt werden, wenn man mal kurzzeitig eingesperrt wird. Ganz gefährlich sind Schnürsenkel beim Fahrradfahren, die können sich in Kette und Pedalarm verfangen, höchste Sturzgefahr. Und außerdem kann ein Schnürsenkel reißen. Eine Schleife kann auch aufgehen. Alles viel zu hohe Risiken, man sollte wo es geht, auf Schnürsenkel verzichten. :blush:

Das sind ja alles durchaus mögliche Gefahren. Aber in der Praxis bekommen die meisten von uns das im Alltag doch ganz gut in den Griff, mit den Schnürsenkeln. Kein Grund, darauf zu verzichten.

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Aus meiner Sicht macht es sogar Sinn die PV-Konnektoren an den Litzenkabeln noch zusätzlich zu verlöten - das kann im Außenbereich bei mögl. Bewegung durch Wind usw. zumindest nicht schädlich sein - es sollte die Verbindung dauerhaft besser machen. Habe mich jetzt der Flexibilität wegen für Verteilerdose und Verbindung über Klemmleiste/Lüsterklemme entschieden. Danke Euch!

Raketentechik, Austria Aerospace Produkte für ESA, auch dort wurde 1990 bei Elektronik die spezielle Prozedur handlöten angewendet. Ein deutscher Lötguru der viel Geld für seine Seminare nahm erklärte uns das nach 15 Jahren eine Lötstelle keine Lötstelle mehr ist. Egal, mein Röhren Radio und hp Oszilloskop aus den späten 50ern läuft immer noch. Selbst beim Sputnik aus der Zeit gab es vermutlich Lötstellen.

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