Diese Oszillation war bei mir out-of-the-box extrem groß. Vielleicht liegt es am Setup, aber diese Mehrbelastung wolle ich dem Speicher ersparen (und damit eine längere mögliche Lebensdauer verschaffen).
Es wäre für mich ganz interessant zu sehen, welche Einstellungen ihr vornehmt, um hier vielleicht ein Optimum zu finden. Außerdem würde ich mich freuen zu erfahren, welche Amplitude hier "normal" wäre und welche Reaktionszeiten Speicher so "üblicherweise" haben, um den Marstek hier besser einordnen zu können, bzw. welche Reaktionszeiten ihr mit euren Einstellungen erreicht.
Smartmeter-Verbindung
Ich nutze uni-meter, der Daten vom Tasmota IR-Lesekopf adaptiert. Den Lesekopf habe ich schon 2 Jahre installiert und ich möchte möglichst wenig am Setup ändern.
Ich hatte auch die custom firmware genutzt, die direkt vom ESP8266 den Shelly emulieren lässt. Das funktionierte grundsätzlich, schien aber nicht performant zu laufen. (Nervig war hier auch die Ausgabe von 0-Werten nach Neustart des Gerätes, die in Home Assistant manuell an mehreren Stellen wieder korrigiert werden mussten.)
Smarthome-Verbindung
Ich nutze derzeit die MQTT-Anbindung mit hame-relay und hm2mqtt und lese und sende MQTT-Nachrichten mit Home Assistant. Da mir die Werte pro Minute gerade für die Findung guter Einstellungen zu ungenau sind und nur am Smartmeter zu lesen auch nicht ausreicht, habe ich noch ein modbus-LAN-Adapter bestellt. Das wird also noch verändert.
Schwingungen
Am ersten Abend sah das wie folgt aus (Tasmota emuliert Shelly, lesen Speicherwerte
Nach dieser größeren Schwingung pendeln die Werte noch zwischen ±100W, Ausreiser auch mal ±350W. Das ist viel zu viel. So ergibt sich für dieses Zeitfenster 51Wh Netzbezug. Das ist unnötig viel. Nachdem ich das gesehen habe, habe ich erstmal für die Nacht auf manuelles Setting gestellt und am nächsten Tag in Ruhe den uni-meter (docker) eingerichtet. Ich habe mir throttling, offset und power-factor angesehen.
derzeitige Einstellungen
Ich habe throttling wieder komplett herausgenommen.
Power-Factor ist jetzt 0.3, ich teste noch, wie weit ich nach oben gehen kann, ohne die Oszillation zu verstärken.
Ein Offset von 10W hilft dabei, Netzbezug weiter zu reduzieren. Hier werde ich im Winter entscheiden, ob das noch abhängig von der Jahreszeit eine andere Einstellung erfahren sollte.
Damit habe ich bei einer 1,6kW Last eine Reaktionszeit von 25 bis 30 Sekunden, bis alles wieder im Bereich um die 0 angekommen ist. Aber es geht immer Schrittweise und es gibt gar keine Schwingung mehr.
Nachteile des Setups
Evtl. ist die Reaktionszeit noch zu langsam.
Ich kann den uni-meter nicht aus dem Home Assistant heraus konfigurieren, da ich HA selbst als Docker-Container laufen habe und uni-meter derzeit keine Änderung der Parameter über API zulässt. Dazu gibt es schon ein Feature-Request bei GitHub.
Wärmeentwicklung
Hat man das Gerät unter Volllast (egal in welche Richtung), taugt es auch gut als kleine Heizung. Irgendwo muss die Ineffizienz ja auch hin…
39°C Zelltemperatur meldet das Ding über MQTT. Vor allem wenn genug Sonnenstrom zu erwarten ist, muss ich hier noch eine Möglichkeit schaffen, den Ladestrom zu begrenzen. Ich habe einen kleinen Hauswirtschaftsraum und die Wäreme bekomme ich da nicht raus. Dort sind noch Home Server, PV-Wechselrichter und und und...
Als Notlösung werde ich erstmal unter die Füße einen kleinen Lüfter packen. Evtl kann ich den von den 5V aus dem Modbus-Anschluss betreiben.