das siehst du vollkommen richtig, bzw. ich sehe es genau so. Heute eine Reparatur (mit Einrüstung des Hauses) wird vermutlich auch 10 K oder mehr kosten. Dann in einigen Jahren wieder einrüsten und die Dachhaut erneuern, macht aus meiner Sicht wenig Sinn. Wielange es Fördermittel oder die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit gibt, kann auch keiner vorhersehen.
Das ist nicht immer so, eine große Krise und die Kurse purzeln. Dann kann es Jahre dauern, bis der Buchverlust wieder raus ist. Merke: Geld was du bald brauchst, solltest du nicht an der Börse anlegen. Langfristig zahlt es sich aus, doch auf kurte Sicht kann das ein Schuss in de Ofen bedeuten.
Wenn das Dachdeckerangebot von falschen Zahlen ausgeht, dann kläre es mit dem Dachdecker. Vielleicht sind nur 80 qm zu dämmen? Preise von 2019 gibt dir keiner mehr. Was zu “rechnen” wäre, ist die Frage, ob der Mehrpreis für die bessere Dämmung nach BEG im Gegensatz zur Dämmung nach GEG durch die Förderung abgedeckt wird. Du hat die Wahl, Dämmung nach GEG und Steuervorteil oder Dämmung nach BEG und Förderung. Wenn der Mehrpreis für die zusätzliche Dämmung durch die Förderungen mehr als gedeckt ist, dann würde (und werde) ich es bei mir machen lassen.
Sind denn bei dem GEG Steuerbonus auch alle zusätzlichen Arbeiten wie Schornstein und Dachüberstand und Dachsteine ebenfalls Förderfähig oder ist das nur bei der Förderung durch BEG so?
Für alle baulichen Maßnahmen nach Satz 1 gilt, dass die Aufwendungen für den fachgerechten Einbau beziehungsweise die fachgerechte Installation, für die Inbetriebnahme von Anlagen, für notwendige Umfeldmaßnahmen sowie die direkt mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten zu berücksichtigen sind. Die Einhaltung der in den Anlagen zu dieser Verordnung jeweils aufgeführten Mindestanforderungen ist durch ein Fachunternehmen nach § 2 zu bestätigen.
Bei all dem Förderwust und Förderwahn haben wir eher die Erfahrung gemacht, die Kosten explodieren bei gewissen Gewerken wenn man die Förderung abgreifen will. Am Ende wird das Gewerk so teuer, das man selbst mit Förderung drauf zahlt.
Was eine PV Anlage angeht, sofern es die Rahmenbediungungen zulassen muss es ja nicht gleich die fette Anlage auf dem Hauptdach sein. Möglicherweise gibt es noch weitere überdachte Flächen wie Gartenhäuschen, Garage, Unterstand oder ein nach süd ausgerichteter Zaun, was auch immer. Dort kann man ja erst mal klein anfangen.
So haben wir in 2023 auch mit einer 2,4kWp Anlage auf dem Gartenhäuschen angefangen, schnell festgestellt das diese kleine Anlage samt DIY Speicher mehr als 50% unseres Haushalts-Strombefarfs (ohne Heizen, ohne Emobilität, ohne Warmwasser) deckte. Da war die Entscheidung, das 75m² Garagendach in DIY zu belegen schnell getroffen. Es folgten also 12kWp auf dem Garagendach und damit lässt sich jetzt auch zumindest das Auto zwischen April und Oktober laden und eine der verbauten Splitklimas heizt aktuell noch das komplette Erdgeschoss.
Die Ersparnisse daraus fließen dann direkt in weitere Anlagenerweiterung(en).
Man sollte sich nicht zu viele Gedanken über Förderung und Kredite machen, die man (auch als Gutverdiener) über Jahrzehte abzahlen muss und die Regelung der Großanlagen von außen zulässt. Das Dach sieht wie alle hier in der Gegend aus. Die Glaswolle ist wesentlich besser als nichts. Hundertausende Häuser haben die krebserregende Glaswolle der 80er und 90er Jahre drin. Von daher sollte der Raum unbewohnt sein (Dachgeschoss) wenn unversiegelt. Ansonsten muss eine Folie etc. drauf.
Die Lösung ist doch zukünftig bei einen halbwegs gedämmten Haus wie beschrieben ganz klar ein unabhängiges 2. dezentrales Heizsystem (LLWP) und eine PV (Balkonkraftwerk) mit Nulleinspeisung. Die Investition hält sich mit unter 10k € in Grenzen. Wir sparen bei ähnlichen Voraussetzungen ca. 2000 € pro Jahr. Die LLWP säuseln so das ganze Jahr mit 100-500 W dahin, auch bei Minusgraden. Man muss nicht groß denken.
Die alte Heizung hatten wir letztes Jahr kaum an, ist aber ein nettes Backup.
Ein Balkonkraftwerk würden wir gerne auf dem Dach installieren. Hat uns aber ein unabhängiger Dachdecker von abgeraten. Deswegen werden wir darauf leider verzichten müssen.
Besser das Dach in Ruhe lassen und keine Schäden provozieren wo es nicht nötig ist.
Unser Stromverbrauch ist sowieso mit 2800kWh nicht besonders hoch. (die tief hängenden Früchte wie Zeitschaltuhren und ausschaltbare Steckerleisten bringen bei uns bereits enorme einaparungen.
Noch ein Gedanke zum Dach.
Wir müssen den Kamin auf jeden Fall neu verschalen. Wenn wir später das Dach machen müssen, können wir nur noch nach GEG dämmen, da bei einer Dämmung nach BEG das Dach höher gesetzt wird und dann der Kamin neu verschalt werden muss.
Unsere Sparren sind aber so tief, dass die Zwischensparrendämmung ausreicht um GEG Werte zu erhalten.
Das Problem dabei ist nun, dass für 2027 Pläne bei der EU in der schublade liegen, die Grenzwerte für GEG zu verändern. Wenn das Realität wird, könnte die Zwischensparrendämmung nicht mehr ausreichen um GEG Werte zu erreichen und wir müssen eine Aufsparrendämmung machen lassen und damit den bereits verschalen Schornstein erneut verschalen lassen.
Ich hoffe das war verständlich erklärt. Das ändert aber nichts daran, dass wir erstmal (zumindest nicht bei diesen Preisen) nichts anfassen werden.
Dazu muss doch aber erstmal irgendein Bauvorhaben anliegen, damit du überhaupt irgendwas ändern musst. Was planst du denn da?
Was BKW angeht: Da gibt es ja noch viele weitere Flächen, die man dafür nutzen kann. Irgendwo findet doch jeder bei einem Haus die Fläche für 2000 Wp. Fassade, Balkon, Garagendach, Vordach, Gartenaufstellung bodennah, Schuppendach usw.
Aber doch nicht, wenn mal ein paar Dachpfannen ausgetauscht werden müssen. Was am Dach kaputt geht, ist doch fast immer ein schleichender und sehr langsamer Prozess und betrifft in der Regel defekte Dachpfannen, die getauscht werden können. Natürlich sollte mal jemand prüfen, ob die Substanz grundsätzlich in Ordnung ist. Und du musst natürlich aufpassen, dass nicht unbemerkt über Jahre Wasser eintritt und dann irgendwelche Holzbalken morsch sind. Fenster sollte man auch im Auge behalten, dass man die regelmäßig wartet und auf Wasserschäden achtet.
Es sei denn, der Sturm deckt dein Haus ab, dann wirst du wohl das Dach gleich komplett neu machen lassen. Aber dann hat man eh ganz andere Probleme, dann muss man es so hinnehmen.
Da wäre ich mir nicht so sicher, ich glaube nicht, dass das nur Dachpfannen sind. Im Laufe der Zeit wird halt auch einfach die Unterkonstruktion gammelig, teilweise auch der ganze Dachstuhl. Das ist jetzt nicht nach 30 Jahren, aber bei einem Altbau aus den 50/60ern kann das durchaus locker der Fall sein. Holzwurm und Co gibt es da teilweise auch.
Hallo,
mir wurde von Fachleuten für Dächer gesagt, dass die Betonsteine irgendwann undicht werden, d.h. sie werden von unten zu feucht und es dauert lange, bis sie wieder abtrocknen. Wenn man das von unten sehen kann (bei mir geht es für einen Teil des Daches), dann wird es zwar zuerst bei nur einigen Dachsteinen auftreten, dann würde es aber nicht lange dauern, bis die anderen Steine ebenfalls undicht werden. Daher macht dann der Austausch einzelner Pfannen keine Sinn mehr. Dann muss es komplett neu gemacht werden.
Meine Sparren sind dort, wo man sie einsehen kann, noch okay. Bei den Dachlatten sind einige schon schwarz, was nicht gut ist. Gerade bei dem derzeitigen Wetter mit viel Regen und stürmischem Wind treibt es auch Wasser durch die Ritzen.
Ich sag mir: lieber jetzt erledigen, bevor noch der Dachstuhl so angegriffen wird, dass der auch noch erneuert werden muss. Das wird ja nicht günstiger.
Wir haben einen recht kleinen Garten nach Süden, der von einigen Bäumen umgeben ist.
Unsere Garage steht direkt neben dem Haus im Osten, so dass Sie im Schatten steht, sobald die Sonne südwestlich steht.
Neben der Garage steht ein großer Baum, so dass auch morgens die Garage nicht der Sonne ausgesetzt ist.
Der Garten selbst ist zu klein um da Panele aufzustellen und an den Zaun wollen wir auch keine hängen, weil die da ständig zu sehen sind. Höchstens zur Auffahrt hin, aber da sind sie nach Osten ausgerichtet.
Direkt vorne an der Garage ist noch der beste Platz aber da passen leider keine 4 Panele hin.
Ich muss aber sagen, mir juckt es nun wirklich in den Fingern mal so ein Ding aufzustellen. Hat jemand Erfahrung mit suboptimalen Stellen wie am Zaun nach Osten hin oder noch eine Idee für einen guten Stellplatz für die Panels?
PS: Das Häuschen hinter den kleinen Birkenstämmen gehört nicht uns.
Zum Laufen ist es ohnehin sinnvoll, die Ziegel hochzuschieben und sich so Tritte zu machen. Bei Deinen Betonsteinen hätte ich da von einigen Solidarstrom-Baustellen mit ebenfalls älteren Dachsteinen her recht wenig Bedenken. Wie hoch müßtest Du den hoch, wegen Schatten etc? Das Ausflexen ist auch keine Zauberei, Augen und Ohren schützen!
Wenn eurer Meinung nach das Dach so instabil ist, dass es gemacht werden müsste, wenn jemand drauf rumläuft, müsste es auch schon jetzt gemacht werden.