Ich hatte vor Jahren mein Dach sanieren lassen, weil es im OG im Sommer einfach zu warm war. Die Dämmung hatte erstmal den Effekt, das sich der spez. Verbrauch im Haus halbiert hat
aber ein wenig irreführend. Eine Dachsanierung allein wird nicht eine Halbierung des spez. Verbrauchs herbeiführen.
Mit all den Maßnahmen die bereits durchgeführt wurden sind wir allerdings auch schon weit weg von Pareto.
Bei einem Beispiel das du als “Funktionsraum” aufführst würde (und werde) ich das Bad erst recht mit einer eigenen Splitklima beheizen da die Heizlast im Bad wesentlich höher ist als in allen anderen Räumen.
Naja, zweifellos richtig, mehr Maßnahmen als nur das Dach. Allerdings war die Doppelung des Daches schon der Bringer. Und ich bin froh, überhaupt diese Trennschärfe erreicht zu haben.
Was habt irh für ein Bad und welche Heizgewohnheiten? Ich staune.
Bei uns sind das 6m² unbeheizt, nutzt die Abwärme anderer Räume für die Grundtemperatur. Beim Duschen dann mal 5-10 Minuten Heizlüfter, das wars. Vielleicht 30 kWh im Jahr Heizbedarf.
Naja, ich sprach ja von einem Bad, nicht einem Gäste-WC mit 6m² Nee, Spaß beiseite. Unser Bad hat 17m², zwei außenliegende Wände und ich bin ein Warmduscher. Hab schon gern 22°C. Von daher gehe ich davon aus, dass das Bad deutlich mehr Heizbedarf hat als das Büro das im Winter auf 18°C gehalten wird und nur wenn Schreibtisch- oder Bastelarbeiten anliegen wird die Temperatur etwas angehoben.
Du kannst ja nicht immer davon ausgehen das alle so kühl in ihren vier Wänden unterwegs sind wie du/ihr
Wie bekommt ma da die Feuchtigkeit aus der Gebäudesubstanz?
ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich deine Beispiele sehe. Nicht weil ich das albern finde, sondern weil ich da ganz ähnlich ticke aber viele andere Leute das als unmöglich ansehen.
In meinem Neubau-Bad mit ca. 4m² wird auch nur per Heizlüfter geheizt, wenn überhaupt. Ich wohne noch nicht dort, dusche aber schon drin. Aktuell bei irgendwas um die 15°C und ich leide nicht im Geringsten. Wenn der 30l-Boiler 40°C hat, kann ich damit für meine Begriffe ausgiebig warm duschen und auch meine langen Haare waschen.
Bald wird eine kleine halb-zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Bad die Luft abziehen und bekommt Frischluft vom Rest der warmen Wohnung. Ich denke es wird im Bad dann nie kälter als 20°C werden.
Alle Planer, Heizungsbauer usw. haben mir immer zu irgend einer recht fetten wasserführenden Lösung geraten: Deutlich mehr Heizschleifen im Fußboden, evtl. zusätzlicher Handtuch-Heizkörper, usw. weil man BRAUCHT es ja warm im Bad. Jetzt verzichte ich komplett auf eine wasserführende Heizung und heize das ganze Stockwerk (ca. 50m²) mit einer kW Daikin Nepura, die wahrscheinlich unterfordert sein wird (alles gut gedämmt).
Der kleine Furz von Raum (Bad) wird auch mit einem Heizlüfter bei Bedarf extrem schnell über 22°C warm.
Hätte ich einen Altbau, wenig Geld und keine Lust großartig zu sanieren, würde ich hier auch ein Minimalprinzip fahren, das Bad nicht extra heizen und nur bei Bedarf mit einem Heizlüfter. Nur wenn das Bad irgendwie ungünstig exponiert ist und daher stark auskühlt, sähe ich da Handlungsbedarf. Ich bin so aufgewachsen, dass es im Bad im Winter 16-18°C hatte und ich fand es nie auch nur ansatzweise schlimm.
Ich bin mir sicher: wenn man hier auf etwas Komfort verzichtet, kann man mitunter ganz ordentlich sparen. Geld und Aufwand.
Grüßle Jo ←- hats lieber abends in der Wohnstube richtig ordentlich warm
Selbst in einem großen Bad. Mit einem Heizlüfter und, nur als Beispiel, 10 x 100W Glühbirnen, das ist ja nichts anderes wie eine Infrarotheizung, fühlt es sich sicherlich warm an. Die Glühbirnen machen sogar die Bodenfliesen warm. Und man hats hell wie im Stadion. Wir werden im Bad auch FBH verlegen. Weil das zur Hausmasse dazugehört. Da wir aber eine Fußbodenheizung und keine Fußheizung einbauen, wird sowieso kühl. Da kann ich nur Badteppich vorschlagen für direkt nach dem Duschen.
4m² ist kein Bad sondern ne Schießscharte.
Ich überlege ernsthaft ob ich nicht zusätzlich zur wassergeführten FBH direkt unter die Fliesen noch eine el. Heizmatte einarbeiten soll. Habe aber bedenken, dass die wasserdurchflossene die Wärme schneller abzieht als die Fliesen an der Oberseite warm werden.
PS: Und in einem Bad wird geBADET. Wer also sowieso keine Badewann hat darf generell überhaupt nicht mitreden.
Wenn es draußen noch nicht zu kalt ist, wird nach dem Duschen oder Baden einfach für 10 min gelüftet. Im Winter dann aber eher mit Luftentfeuchter, der dann 30min läuft. Fenster bleibt dann im Winter im Bad fast immer zu, Frischluft kommt vom Rest der Wohnung über die offene Tür, nachdem die Luft dort erstmal wieder runter getrocknet ist. Wir wollen ja keine Feuchtigkeit in die Wohnung eintragen.
Aber du wirst doch das Bad nicht dauerhaft auf 22 Grad halten, wozu? Da reicht doch eine Grundwärme von meinetwegen 18 Grad und wenn du dich da länger drin aufhälst oder duschst, lässt du die in 10-20 min auf 23 Grad hochheizen.
16-18 Grad finde ich auch noch sehr gemütlich. Unangenehm wirds für mich im tiefen Winter, da kanns im Bad auch schonmal auf 12 Grad runter gehen. Die kalte Klobrille finde ich da noch am Unangenehmsten, war schon am Überlegen, ob man die nicht irgendwie beheizen kann. Ansonsten, wenn ich dusche oder bade, ist mit Heizlüfter der Raum in wenigen Minuten auf Wohlfühltemperatur.
Mir ist natürlich bewusst, dass so ein Konzept nur funktioniert, wenn alle Mitbewohner so ein Konzept mittragen. Bei uns klappt das. Das ist kein Konzept für die Masse, wobei ich auch glaube, dass es Länder gibt, wo das alles völlig normal ist und die Leute sich nicht dran stören.
Bei uns auch so. Bäder sind grundsätzlich unbeheizt. Wems zu kalt ist, der soll halt schneller machen.
Morgens, zur Aufstehenszeit vor der Schule, ist allerdings für 20 Minuten das 600 Watt Infrarotpanel an. Man will ja nicht als Kinderzänker dastehen. Zumal die meisten LLWPs die Nacht nicht durchlaufen, so daß es nur wenig Wärme gibt die von Nachbarzimmern kommen könnte.
Das ist nur ein stark vereinfachter Daumenwert für alle, die nicht detailierter nach der Situation schauen können.
Worauf es eigentlich ankommt: Über die Luftfeuchte und Lufttemperatur kennt man den Taupunkt. Und die Außenwände und Fensternischen sollten überall mindestens 2-3 Grad wärmer sein. Wenn es kritisch wird, dann runter mit der Luftfeuchte über Luftentfeuchter.
Weil wir sehr sparsam heizen, gehört der Luftentfeuchter zum Heizkonzept fest mit dazu.
Seit knapp drei Jahren habe nwir einen Luftentfeuchter im Bad stehen, ebenso wie @win , der eben den Wasserdampf in Wasser und Wärme trennt, damit den Raum zumindest eine Zeit auf Temperatur hält oder manchmal sogar etwas aufheizt und zudem muss man keine thermische Energie weg lüften.
Das stimmt. Aber was das Wohlfühlen und Behaglichkeit angeht, spielen neben der eigentlichen Lufttemperatur auch alle Oberflächentemperaturen eine große Rolle. Ich kann das natürlich nicht verallgemeinern und jeder kann es so handhaben wie er möchte, aber ich halte wenig davon den Raum in der ungenutzten Zeit auskühlen zu lassen um dann im Bedarfsfall nur kurz “Hitze” rein zu pumpen. Die Oberflächen kommen da gar nicht hinterher.
Genauso ist es, es ist das BADezimmer. Und ich muss mich da wiederholen, es ist individuell und jeder muss und kann da selbst entscheiden. Aber ich persönlich und unsere Kleine halten sich gern mal länger in der Badewanne auf. Ob da jetzt etwas lauschige Musik oder ein Hörbuch oder der Tatort im TV (ja, im Bad) läuft, bei allen Unterhaltungsformen hab ich kein Bock auf ein Lüftergedöns oder den Luftentfeuchter. Und vom Badewasser hat man auch nicht allzulange was von wenn die Umgebung derart kalt ist. Und die Badewanne ist an ihrer gesamten Unterseite und seitlich schon voll in Dämmung eingepackt.
Für mich, uns, ein absolutes NoGo.
Da ist was dran, dazu werde ich mir mal zwecks Umsetzung Gedanken machen
Dennoch bin ich skeptisch was die langfristige Ansammlung von Feuchtigkeit in der Bausubstanz angeht. Der Taupunkt wandert je nach Baukörpertemperatur u.U. immer weiter nach innen je kälter der Baukörper wird. Und sobald die Dampfdiffusion in Tauwasser umschlägt beginnt der Teufelskreis, feuchte Baustoffe leiten Wärme besser/isolieren schlechter, damit rückt der Taupunkt noch weiter Richtung Innenraum. Und das Schlimmste daran, man merkt es u.U. erst nach Jahren. Und all die Energiesparmethoden waren möglicherweise für die Katz weil sie dem Sinn und Wirkung des Baukörpers gar noch entgegenwirken könnten.
Jenachdem wie viele so denken und handeln könnte das einen gewissen Prozentsatz der Scheidungsrate erklären. Da darf sich keiner wundern wenn er den WAF dermaßen ignoriert.
Wir hatten vor in die Badezimmer Infrarot Heizungen als Spiegel einzubauen. Wäre da (zumindest im Bad mit Badewanne und Dusche) ein Heizlüfter der auch Feuchtigkeit wegnimmt besser?
Und noch eine Frage zum Bafa bei Klimaanlagen.
Wenn ich die Anlagen und Material selber Einkaufe und einen Fachbetrieb engagiere der die Anlagen dann einbaut. Bekomme ich bafa auf alles oder nur die Arbeitsleistung?
Ein Heizlüfter nimmt Dir keine Feuchtigkeit weg. Er heizt zwar die Luft auf, die dann mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, aber wegschaffen kannst Du die Feuchtigkeit nur mit einem Lüfter.
Ob Infrarot Strahler, LLWP, Fußbodenheizung oder was auch immer den Raum beheizt, hat doch mit der Frage der Entfeuchtung und Lüftung nur begrenzt zu tun. Man kann die Fenster öffnen und damit für Austausch sorgen und das ist wohl heute noch das Übliche. Dabei geht (im Winter) mit der warmen Luft etwas Heizenergie flöten. Wer statt Kipplüftung auf Stoßlüftung setzt, spart viel, bzw. verliert wenig. Noch besser wird es mit zentraler oder dezentraler Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Solche Raumlüftungssysteme sind kostenintensiv und die zu erwartende Ersparniss ist eher gering. Ein wenig Übung beim Lüften, eine gewisse Disziplin und vielleicht ein günstiges Hygrometer zur Kontrolle reichen m.A. völlig aus. Im Winter ist die Temperatur Differenz zwischen innen und außen besonders hoch. Dann findet ein hoher Luftaustausch statt, wenn das Fenster offen ist. Es reichen dann 2 bis 3 Minuten, bis die Luft vollständig ausgetauscht ist. Weil dann noch Handtücher, Matten und co. trocknen und damit Leuchte an die Luft abgeben, wiederhole ich das Stoßlüften nach ca. 1 Stunde. Da schimmelt nix.
@win hat zutreffend auf den Taupunkt hingewiesen. Leider wird dieser Begriff in Wetterdiensten nur selten verwendet. Die relative Luftfeuchte ist von Temperatur der Luft anhängig und der Zusammenhang ist nicht linear, sondern exponentiell. Die Aussage: heut wird es 20 Grad bei 50% rel. Luftfeuchte sagt mir nix. Lautet die Aussage: der Taupunkt liegt bei 9,3 Grad, dann kann jeder ohne lange Berechnung ablesen, welche Temperatur die Fläche haben muss, damit dort die Feuchtigkeit nicht kondensiert und in die Wand eindringen kann. Bei gefliesten Wänden wäre es nur hässlich, weil dann das Wasser die Wände herab läuft, doch in die Wand zieht nix ein.
L.G.
Hm, für den Homeoffice Mitarbeiter wohl möglich. Für uns unmöglich wenn wir tagsüber 11 Stunden außer Haus sind. Dazu gibts bei uns halt den Lufttrockner mit den oben bereits genannten Vorzügen.
Mit dem Kondensat auf der inneren Oberfläche der Wand zu argumentieren halte ich für unvollständig wenn nicht sogar falsch. Es geht eher um die Dampfdiffusion und darum dass der Taupunkt in der Wand oder im schlimmsten Fall in der Dämmung liegt. Und dann kondensiert die Feuchtigkeit nicht auf der inneren Oberfläche sondern im Bauteil oder in der Dämmung. Und meiner Meinung nach liegt genau da der Knackpunkt wenn man die Feuchträume nur sehr spatanisch heizt. Das Bauteil/die Dämmung sollte doch mit ihrer Kerntemperatur über dem Taupunkt liegen sodass der Wasserdampf eben nicht im Bauteil bzw. in der Dämmung den Aggregatzustand zu flüssig wechselt.
Ich lasse mich da wirklich sehr gern eines Besseren belehren, aber der Taupunkt aus dem Wetterbericht taugt eher wenig im Bezug auf die Bauteiltemperatur da das Bauteil eine gewisse Trägheit aufweist.