Lohnt sich eine Klimaanlage?

@Janneb

ja, so ist es bei mir auch, bzw. soll es werden. Den IFSP hat ein Energieberater mit Bafa Zulassung gemacht. Kostete so wie bei dir. Von der Bafa gab es einen Zuschuss. Der IFSP ist bei der Bafa hinterlegt. Darin steht, welche Bauteile wie stark gedämmt werden sollten, welche Heizung, usw.

Dann liegt es an dir, womit du anfangen willst. Man muss auch nicht alles machen, was drin steht und kann es sich zeitlich einteilen.
Mein Energieberater kann allerdings keine Details für das Dach planen. Daher brauche ich für den Dachdecker noch einen weitere Begutachtung/Berechnung, ob es so passt, wie es der Dachdecker geplant hat (förderfähige Dämmung). Sobald das vorliegt, werde ich den Bafa Antrag stellen. Ich denke, wir verstehen uns. Zu den Energielotsen in HH kann ich keine Auskünfte erteilen.

Viel Glück

Was die Energielotsen in HH dürfen, weiß ich nicht.

14.800 kWh/a incl. WW (und unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades von 70%) bedeuten ca. 14.800 * 0,7 = 10.360 kWh Wärmebedarf (incl. WW).

Umrechung auf Heizlast ca. /2000 ergibt ca. 5,2 kW Heizlast.

Warum also in Summe so viel Leistung?

Warum sind die Nebenleistungen so hoch (das stimmt was nicht).

Mein Rat:
ca. auf 3kW Heizlast auslegen wenn Öl vorerst bleibt und auf ca. 6 kW wenn Öl geht. Kl. Schwedenofen vom Baumarkt als Reserve.
PV unbedingt dazu, wenn geht bevorzugt als Fassade nach Süden mit ca. 5-7kWp mit kl. Speicher (ca. 10 kWh netto). Galube den Vielen mit Erfahrung: Du wird viel Freude haben mit PV und hohem Selbstversorgungsgrad.

Sind die Preise vom Speicher denn schon so niedrig das es sich lohnt?

Bei entsprechendem Verbrauchsprofil : ja

ich sollte das Ding mind. 200 mal im Jahr entladen und beladen können, dann kommt man auf ein vernünftiges Ergebnis. innerhalb 6-7 Jahren je nach Potenz der PV .

Plug'n Play Speicher AC gekoppelt mit DIY Einbau bei 300 € / kWh im Durchschnitt. Es gibt günstigere , es gibt teurere.
Anmeldung AC Speicher ... :zany_face:. das darf jeder mit sich und seinem VNB ausmachen.

die DC Türme mit Elektriker kosten in Summe mehr, da man dort in der Regel wegen Anmeldezwang den Handwerker dazu rechnen muss.

Unsere PV wird 5-7kwp groß werden. Wir sind am frühen Nachmittag zuhause, werden also Spülmaschine, Waschmaschine, Herd und Staubsauger tagsüber nutzen. Dazu kommen noch Klimaanlagen, die können wir bei kaltem Wetter und Sonnenschein etwas stärker laufen lassen, dass die sich das Haus und alle Wärmespeicher etwas aufwärmen. Außerdem sind die Preise für eAutos mittlerweile auch moderater geworden so dass unser nächstes Auto evtl. auch ein Elektro wird. Da sind ja auch Speicher verbaut.

Die jetzigen Stromspeicher für haben einen Verlust beim ein und ausspeisen cm ca 20% dazu kommt der Verschleiß und die geringe Lebensdauer…

Vielleicht legen wir uns einen Speicher zu wenn die Preise weiter fallen.

Wir sind momentan nicht überzeugt und machen es erstmal ohne Speicher.

hier kannst du mit Zahlen spielen:

https://akkudoktor.net/pub/pvtool-rechner

Wasch- und Spülmaschine lassen sich zeitlich besser “schiebe” als der Herd und der verbraucht recht viel. Die hohe Disziplin, ggfls. nach Wettervorhersage die nächste Wäsche zu planen, beherrschen auch nicht immer alle Familienmitglieder. Die derzeitigen Anzeichen aus der Politik deute ich so, dass der Eigenverbrauch noch mehr als heute in den Fokus gehört. Und das geht mit Akku besser als ohne. Es ist nicht nur eine Frage der “Rendite” sondern auch eine Sache des Komfort´s. Die vorgestellte Größe der Anlage lassen 5 - 7.000 kWh p.a. erwarten. Ohne Wärmeerzeugung und BEV ist das vermutlich mehr, als nötig. Mit den beiden Großverbrauchern wird es gewiss nicht einmal reichen, um bilanziell p.a. auf Null zu kommen. Saisonal reicht es im Winter gewiss nicht, da wird Strom dazu gekauft.

L.G.

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Stand jetzt würden wir die Dämmung nach GEG bevorzugen.

Dafür erhalten wir den Steuerbonus. Unsere Dachsparren sind 18cm dick, so dass wir da ohne Aufsparrendämmung auskommen sollten, was die Kosten evtl. noch etwas reduziert.

Bei der Dämmung nach BEG würden wir maximal 20% bekommen, wenn wir dem Energieeffizienz Berater einen ISFP machen lassen würden, plus 43€ pro qm von der IFB (Hamburg) das wären ca 5200€ davon müssten wir aber die Kosten für einen Energieberater abziehen. Da unsere Energie kosten für die Wärme sowieso nicht so hoch sind, wird die zusätzliche Dämmung keinen Unterschied machen. Zumal wir in HH in der pv pflicht sind. Da wir in unserem Haus zusätzliche Maßnahmen für ca 3000€ machen lassen müssen + allgemeine Grundkosten für PV Anlage, werden wir die PV Anlage so groß machen wie möglich. (ca 30kWp) Die dann installierten Klimaanlagen und später noch brauchwasser Wärme Pumpe, werden die Energie kosten noch weiter drücken.

Wir werden natürlich erstmal die Angebote der Handwerker abwarten, aber stand jetzt ist meines Erachtens jeder Euro in der pv Anlage besser aufgehoben als in der Dämmung.

Moin @Janneb

klingt recht durchdacht und vernünftig. Die steuerlichen Vorteile kann natürlich nur der ziehen, dessen Steuerlast hoch genug ist. Denn die 20% von den Kosten, die absetzbar sind, müssen in 3 Jahren in gleichen Raten abgesetzt werden. Wenn der Betrag nicht in 3 Jahren aufgebraucht, verfällt der Rest. Da ich nun Rentner bin und weniger Steuern zahle, wäre das bei mir nicht ganz aufgegangen.

Dein Haus hat mit den 18ner Sparren auch bessere Voraussetzungen für die Zwischensparren Lösung. Ob das schon ausreicht, kannst du mit UBAKUS überschlagen. Entscheidend ist die Sparrenbreite und die Abstände zwischen den Sparren, denn durch die geht mehr Wärme, als durch die Dämmung.

L.G.

@deff

Hast du die Förderung bereits erhalten und auch für die gesamten Dach Maßnahmen? Mein Energieberater wollte insgesamt etwas über 6000€ inklusive Baubegleitung wenn das Dach gemacht wird. Hat deiner auch eine Baubegleitung gemacht?

Bei uns ist es tatsächlich ziemlich ähnlich.

Unser Kamin ist undicht. Die Regenrinne muss gemacht werden und der Dachüberstand kommt noch dazu.

Wir haben bis jetzt nur mündliche Kostenvoranschläge bei den Besichtigungen erhalten und die gingen von 42.000€ bis 60.000€.

Allerdings wollten einige die alte Dämmung drin lassen.

Nochmal zur Pflicht: Wenn wir das Dach nicht machen lassen, sind wir meines Erachtens auch nicht in der Dämmpflicht.

Nach §3 GEG ist die oberste Geschossdecke definiert als “die zugängliche Decke beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum”.

Wir haben einen beheizten Dachboden mit einem. kleinen Spitzdachraum. Der hat eine Klappe durch die man zur Dachluke kommt.

Der Dachraum selber ist aber nicht begeh- oder bekriechbar. Damit gilt dieser Raum als nicht zugänglich.

Das Dach KANN alternativ gedämmt werden, muss aber nicht.

Jedenfalls verstehe ich das laut diesem Link so:

Wir müssten also nichts dämmen, solange wir an der Dach Haut nichts ändern. Wie seht ihr das.

PS: Ich habe mal chatgpt angeschmissen um einen ungefähren Rahmen zu bekommen, wie gut unser Dach jetzt bereits gedämmt ist.

Unsere Sparren sind 18cm breit und vollständig in den Zwischenräumen gedämmt. Damit hat Chat GPT einen Wert von 25-28U ausgespuckt. Als bereits fast Dämmung nach GEG.

Hallo,
nein, es geht noch nicht los. Für den Bafa Antrag “Dachdämmung” muss noch eine Berechnung von einem Energieberater gemacht werden. Mein IFSP Berater kann das nicht. Die Dachdecker Firma will sich darum kümmern.

Die Fasern der Glaswolle können sich in der Lunge festsetzen und Krebs auslösen, ähnlich wie bei Asbest - hörte bzw. las ich. Wenn die Dichtung zu den Innenräumen absolut staubdicht ist, dann kann man das so lassen, doch ist es so?

Die Frage beantworten die §§ 47, 48 GEG. Die 2 Jahre ab Kauf gelten für die Decke, die den beheizten Raum vom unbeheizten Spitzboden trennt. Der Spitzboden darf ungedämmt bleiben, wenn die o.g. Decke den Wert von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (Wärmedurchgangskoeffizient; U) erreicht bzw. unterschreitet. Für die Ermittlung dieser Dämmschicht helfen deine Angaben zur Stärke der Dachsparren nicht weiter. Du brauchst die Dicke der Balken, die diese Zwischendecke tragen. Mit chat GPT hab ich nicht gearbeitet, weil mir das zu unsicher erscheint. Mein IFSP Berater hatte mir UBAKUS empfohlen. Dort muss man neben der Balkenstärke und Breite auch die Abstände der Balken zueinander eingeben, denn die Balken leiten die Wärme besser als die Dämmung.

Ubakus berechnet bei meinem Aufbau einen U Wert von 0,243. Wenn ich die Balken in der Berechnung weg lasse, wäre der U Wert 0,176, also viel besser.

So, wie du dein Haus beschreibst, muss es ohnehin eingerüstet werden, um den Schornstein und die Regenrinnen zu erneuern. Wenn du weniger als 10% der Dachhaut erneuern muss, dann setzt die Nachrüstverpflichtung nicht ein, siehe § 48 S.2 GEG (gilt für alle Bauteile, nicht nur Dächer).

Ja, s.o.

Ist ja “happig” gegenüber dem IFSP. Sprich mit ihm über eine stufenweise Beauftragung. Erst mal IFSP und dann optional die Bauberechnung und Begleitung beim Dach, wenn es denn gemacht wird. Wenn es dann nicht gemacht wird, sollte der Preis nicht über 1.500 € liegen. Dafür bekommst du eine Schwachstellen Analyse, eine Wärmebedarfsberechnung, die alle Bauteile berücksichtigt, also auch Wände, Keller, Fenster, etc. Mein Berater hat mir auch gezeigt, wo ich den U Wert der Fenster finde. Und die sind bei mir erstaunlich gut, so dass ein Austausch wenig Sinn macht. Bei meinen Wänden weiß ich nun, wie dick die Dämmung sein müsste, die von außen aufgebracht werden müsste. Das war bei der Planung der Dachüberstände sehr hilfreich. Daher befürworte ich den IFSP. Ich werde nicht alles umsetzen. Das Dach ist bei mir “durch” und muss ohnehin gemacht werden. Bei deinem Haus mag das anders sein, insb. wenn es wirklich Tonsteine (Dachziegel) sind und die dann künftig durch PV “beschattet” werden sollen. Wenn du magst, stell mal Bilder ein.

L.G.

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Danke für die schnelle ausführliche Antwort.

Anbei mal Fotos vom Dach.

Also ich würde sagen, das ist ein Stein aus Beton. Erstes Bild wird Nord oder Ostseite sein, da wächst Moos. Auf der anderen Seite sehe ich nur Flechten. Letztes Bild zeigt eine sehr rauhe Oberfäche. Mein laienhafter Eindruck: das hält keine Jahrzehnte mehr.

Bei Beton entsteht “Abrieb”, den man in den Regenrinnen findet. Das wird von Fachleuten als weiteres Kriterium berücksichtigt. Viel Abrieb = schlechter Zustand.

Ein paar Jahre Zeit hast du gewiss noch mit dem Dach, das wird nicht übermorgen undicht werden. Beim Schornstein würde es vermutlich auch reichen, die Fugen neu zu machen.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, alles nur eine Frage des timing´s. Jetzt PV drauf und nach 10 Jahren runter macht aus meiner Sicht aber auch keinen Sinn. Wenn du das Dach “schieben” willst, würde ich das mit PV auch machen, bzw. habe es so gemacht. Meine PV Ambitionen hab ich mit einer kleinen Insel auf einem Gartenhaus und einem BKW auf dem Dach durch DIY ausgelebt. Das hat 2 MWh p.a. Stromeinkauf gespart und war mit insgesamt 3,2 kWp bezahlbar. Das war vor mehr als 15 Jahren. Mit dem neuen Dach soll dann auch eine Dach PV Anlage mit Akku kommen. Die wird aber knapp 10 kWp haben, rund 20 T€ kosten und wegen der Ost-West Richtung meines Daches wohl um die 7 MWh liefern.

Glück ist es zur rechten Zeit am rechten Ort das Richtige zu tun.

Ich wünsche dir viel Glück

Ja, sind Betondachsteine, Frankfurter Pfannen vom Format her würde ich als Laie sagen (da es bei uns auch wieder solche sind). Bei uns im Reihenhausblock sind mehrheitlich noch die Originalteile von 1967 drauf, wir hatten sie vor 15 Jahren bei der Dämmung tauschen lassen. Bis vor kurzem war mir von niemand ein Problem bekannt, die Tage mußte eine Nachbarin allerdings einen Teil des Dachs erneuern lassen, weil drunter die Holzlatten schon morsch wurden vom wohl durchgedrungenen Wasser.

@jensdecker

das ist der Nachteil, wenn keine Unterspannbahnen eingebracht wurden, bzw. diese verwittert sind. Wenn dann zwischen den Sparren gedämmt wurde und von unten verkleidet, dann sieht man nix. Bei meinem alten Haus fehlt es an allem. Statt Unterspannbahn sind die Steine von unten mit Mörtel verstrichen. Dort, wo ich die Abseiten und den Spitzboden begehen kann, schaue ich direkt auf die Unterseite der Betonsteine und ich sehe auch, dass ein Teil der Dachlatten schon schwarz ist. D.h. bei mir ist die Zeit gekommen.

Ich hatte vor Jahren mein Dach sanieren lassen, weil es im OG im Sommer einfach zu warm war. Die Dämmung hatte erstmal den Effekt, das sich der spez. Verbrauch im Haus halbiert hat (Altbau von 1954/1970/1984). In den Sommermonaten war da nicht mal mehr eine Kühlung notwendig.

Dann habe ich im Erdgeschoss 2 Klimaanlagen einbauen lassen in den Räumen, die mir sinnvoll erschienen. Dabei darauf geachtet, das die Innengeräte Truhegeräte sind, also etwas breit geratene Heizkörper, eben zur Heizung, nicht zur Klimatisierung. Der SCOP war im Winter in der Größenordnung 4-5. Im Sommer laufen die Klimaanlagen eh nicht.

Letzlich sind dann noch jede Menge KWp an PV aufs Dach gekommen.

Meine Erfahrungen aus diesen Aktionen über 7 Jahre:

Dämmung (passive Energiesparmaßnahmen) kostet ca. 3 - 4 mal soviel wie aktive Maßnahmen (also Wärmepumpen, Klimaanlagen, PV).
Zahlen:

Spez. Energieverbrauch von 160 kWh/qm/a runter auf 35 kWh/qm/a Gas + 10 kWh/qm/a Strom

Spez. Investition: 759,-/qm gesamt, davon 604,-/qm für Dämmung/Dach, 145,-/qm für Klima/Heizung/PV.

Mit Gas = 0,10/kWh und Strom = 0,30/ kWh wird pro Jahr folgende Einsparung erreicht: 16,00/qm/a alt zu 6,50/qm/a neu: 9,50/qm/a.

Solche Rechnungen sind erstmal kaufmännisch tötlich, wie kann man mit 9,50 /qm/a eine Investition über 749,00 /qm/a rechtfertigen? Allerdings ist das Haus heute deutlich wertvoller als vor den Maßnahmen, so daß sich die Investition trotz buchhalterischer Abschreibung jederzeit rechnet. Habe mein Haus schätzen lassen und die Wertsteigerung des Grundstücks rausgerechnet. Selbst wenn ich 15% unter Wert verkaufen würde, wäre das immer noch eine Null-Investition gewesen.

Vielleicht noch zwei Hinweise:

  1. Der Brauchwasserverbrauch liegt in der Regel bei etwa 500 kWh/Person/a (nicht bei 1000 kWh wie häufig im Internet zu finden ist)
  2. Frei nach Wilfredo Pareto: Mit 20% Aufwand, 80% Ergebnis erreichen. Nicht jeden Raum mit Klimaanlage ausstatten. Funktionsräume (Bad, Hauswirtschaftsraum, Schlafzimmer..) können konventionell weiter beheizt werden, oder wenn denn irgendwann kein Gas mehr, dann im E-Infrarot. Brauchwasser geht auch kostengünstig mit Durchlauferhitzern. Just saying…

Bei uns waren die Voraussetzungen ähnlich, 120 qm, BJ 1966, ca. 100kwh/qm/a mit einer Ölheizung von 1993.

Die Öl-Heizung können wir bei Bedarf noch zuschalten, aber sie ist ersetzt durch 5 x Single-Split von Daikin, aus Italien bezogen für ca. 5500 €, installiert für 6500 €, also insges. 12k €, plus eine ebenfalls modulare BWWP für etwa 4500 € (Hocheistungs-Edelstahl-Tank von Brummerhoop etwa 1500 €, BWWP von Outes für 1500 €, Montage inkl. Material für 1500 €).

Die Klimaanlagen haben im vorigen Winter laut Onecta-App durchschnittlich 150 kWh pro Monat verbraucht. Die Ölheizung hat Warmwasser erzeugt, vielleicht hat sie auch etwas mitgeheizt. Die BWWP verbraucht pro Tag 3kWh. Hinzu kommen bei uns erstaunliche 3 kWh Verlust für die Zirkulation, wenn die durchläuft, was bei uns durch die Schwerkraft der Fall ist (wir werden gelegentlich ein Ventil o.ä. einbauen lassen).

Unser Zwischenfazit ist, dass die Klimaanlagen sehr wirtschaftlich heizen (SCOP etwa 5, wenn man der App glauben will) und im Sommer einen enormen Extra-Komfort erzeugen. Lohnt sich also definitiv selbst dann, wenn die Ölheizung noch keine Altersschwächen zeigt. Zum Vergleich: Alles komplett, haben wir aufgerundet 17k€ für eine besser als erwartet funktionierende Lösung gezahlt. Unser Nachbar hat einen Kostenvoranschlag für eine LWWP über 45k€ erhalten – ohne den Zusatznutzen Kühlen und Trocknen und mit einem Wirkungsgrad, der selbst bei einer Lambda nicht besser wäre (ich weiß aber nicht, was sie ihm angeboten haben).

Nachteile: Das Bad heizt man über die geöffnete Tür, evtl. ist ein Heizlüfter nötig. Zum Musikhören muss man im Wohnzimmer wegen der Geräusche vorheizen wie man das früher mit dem Kohleofen in der “guten Stube” gemacht hat.
Bei der BWWP würde ich mich heute vielleicht eher für ein All-in-One-Modell entscheiden, vielleicht auch für Durchlauferhitzer wegen der Montage- und Wartungskosten.

Entscheidend ist am Ende des Tages, was die Ehefrau sagt. Und die ist von den Klimaanlagen begeistert (z.B. genießen wir gerade jetzt in der Übergangszeit mehr Komfort als Nachbarn, die ihre Heizungen noch nicht eingeschaltet haben). Insofern vielen Dank an Herrn @Akkudoktor Schmitz, der uns mit seinem YT-Videos auf diese Möglichkeit gestoßen hat.

Wir hatten heute die Erkenntnis, dass wir nicht verpflichtet sind zu dämmen. Das unsere jetzige Dämmung tatsächlich gar nicht so schlecht ist (180er Dämmung) und das wir den Wohndachboden gut und günstig vom Dach abgedichtet bekommen.(im Dach steckt noch Lungengängige Glaswolle)

Wir hatten aber auch die Erkenntnis, dass die Förderungen gar nicht so schlecht sind. Da wir als Hamburger eine mit Bafa kombinierbare Zusatzförderung erhalten, werden wir genauso viel zahlen wie wenn wir die Mindestdämmung nach GEG machen würden.

Mit einem KFW Kredit könnten wir auch unser Erspartes im Depot lassen.

Zusätzlich ist der Kamin undicht. Wenn wir mit dem Dach warten würden, bekämen wir für den Kamin keine Förderung und das Gerüst müsste zweimal aufgebaut werden. Außerdem kann keiner sagen, wie lange die Förderungen noch laufen.

Wir tendieren gerade dazu alles machen zu lassen. Der Wert des Hauses hat für uns aktuell keine Bedeutung. Bis wir eventuell mal verkaufen, müssen wir das Dach sowieso gemacht haben.

Das ist erstaunlich. Wir haben unserem 1960er Altbau 2019 auch ein neues Dach spendiert, zum Einen weil vorher absolut ungedämmt, die Tonziegel nach jedem Winter Bröckel auf der Terrasse hinterlassen hatten und weil auf der Nordseite drei zusätzliche Dachfenster gewünscht waren. Jedenfalls, mit unserer Kombination aus 140mm Zwischensparrendämmung (Steinwolle wg. höherem spez. Gewicht) und 80mm Holzfaser-Aufsparrendämmung hat sich am Energieverbrauch rein gar nichts verändert. Und damit ist es genau so gekommen wie es uns der Dachdeckermeister unseres ersten Angebots auch mündlich mitgeteilt hatte. Da bin ich höchst erstaunt das ihr euren spez. Verbrauch nur über die Dachdämmung halbiert habt.

Betrachtest du hier nur die Anschaffungs- und Montagekosten? Irgendiwe fehlt mir der Faktor Zeit. Denn, die Ausgaben für die Dämmung werden idr. nur einmal getätigt, die Mehrkosten für den Energieaufwand durch aktive Maßnahmen entstehen aber in jeder Heizperiode :thinking:

Das kann ich bestätigen. Nicht weil wir DLEs haben sondern über das Monitoring der Verluste unseres Brauchwasserspeichers. Es ist erstaunlich wie stark der Speicher nach einer Ladung wieder abkühlt. Gut, der ist von 2010, da gibts sicher noch Potential ihn besser zu dämmen.

Ich kann meine Ergebnisse mal etwas genauer aufschlüsseln, um zu zeigen, was über die Jahre so passiert ist (Heizung incl. WW):

2013: Hauskauf, Altbestand (1954,1970,1984): 160,7 kWh/qm/a Verbrauchswerte Gas, 4 Personen

2015: Neue Fenster im EG, teilweise Fußbodendämmung ca. 30 qm im EG: 128,1 kWh/qm/a, 3 Personen

2018: Neue Gasthermen, Aufdoppelung Dach ca. 300mm, Fassadendämmung OG, neue Fenster im OG: 69,8 kWh/qm/a, 2 Personen

2022: 2 Klimaanlagen im EG, Fassadendämmung Südgiebel im EG: 63,2 kWh/qm/a, 4 Personen, SCOP Klima: 5,20

2023: 8 Dachfenster mit Rolladen, 15,4 kWp PV: 35,3 kW/qm/a, 2 Personen, SCOP Klima: 5,46

Ich habe noch weitere Dämm-Maßnahmen vor im EG. Da ist teilweise noch Mauerwerk aus 1954. Aber das tue ich nur, um restliche Kältebrücken abzustellen und den Taupunkt hochzubringen. Erwarte keine Wirkung auf den eh schon niedrigen Energieverbrauch.

Aktive Maßnahmen:

  1. Brennwerttherme: geringere laufende Kosten als der Kessel vorher, da höherer Wirkungsgrad.
  2. Klimaanlagen: SCOP 5 gegen kWh-Kostenrelation Strom zu Gas: ca. 3,5, also auch geringere Kosten
  3. PV-Anlage: selbstredend nur Einsparungen

Insgesamt ist die laufende Kostenersparnis durch aktive Maßnahmen aber relativ gering gegenüber der Investition, würde sich selbst nie rechnen, daher Betrachtung einer Investition als Wertsteigerung.

Anders sieht es bei der isolierten Betrachtung einer PV-Anlage aus, die amortisiert sich in meinem Fall innerhalb von 10 Jahren (nicht diskontiert).

Aber da kommt der nächste spitze Bleistift: Bislang ohne Akku. Erwarteter geringerer Netzbezug mit Akku nach Auswertung meiner Tagesverbräuche: ca. 1.300 kWh/a. Delta Einspeisevergütung zu Strombezug: 30 ct - 8 ct = 22 ct/kWh. Bedeutet: 286,- /a Ersparnis. Bedarf: ca. 7 kWh Speicher. Wenn Amortisation auch in 10 Jahren, dann darf der Speicher noch kosten: 286,- x 10 / 7 kWh = 408,-/kWh Speicher. Ich bin ein Freund von spezifischen Angaben. Da sollten wir inzwischen angekommen sein - also nächstes Projekt: Akku-Speicher für PV.

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also hat es sich durch 4-5 Maßnahmen halbiert, nicht alleine durch die Dachdämmung.

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