Man darf das nicht so schwarz-weiß sehen, wie du es oben geschrieben hattest. Wie schon geschrieben wurde, es kommt immer was an Energie von den Modulen und es ist nicht den ganzen Winter trübes Wetter. Es gibt auch die Übergangszeit, wo man dann mehr Tage hat, wo die Eigenerzeugung reicht. Und es geht ja auch nicht um Autarkie, jede kWh, die man selbst produziert, muss betrachtet werden.
Es ist allerdings schwierig herauszufinden, ab wann sich das wirklich rechnet. Du hast tagesgenaue Daten, du könntest es für eine Saison für dich durchrechnen.
Wenn du nur die ganz schlechten Monate betrachtest, wird sich das nicht rechnen. Aber wenn du die Monate Okt/Nov/Feb/März/Apr/Mai mit reinnimmst, kann das schon lohnend sein. Aber auch da wird es sich vor allem dann rechnen, wenn die jetzige PV noch recht klein ist. Wenn man schon 20kWp auf dem Dach liegen hat, wird es nur sehr wenige Tage geben, wo zusätzliche 10kWp einen echten Nutzen für einen selbst produzieren.
Bungalow am Hang. Südseite winzig, viel auf Süd-Ost.
Ich habe nur 1,64kWp auf die Südseite (160°) bringen können. Da liege ich schon fast auf Straßenniveau.
4,92kWp auf Süd-Ost, aber hohe Bäume und ein 3-stöckiges Mietshaus über der Straße.
Eine Altlast hängt auf Nord-West mit 0,72kWp. Besser dort, als wegwerfen. Westen hat nochmals 2,15kWp, abgeschattet durch das nächste Wohnhaus mit 3 Etagen.
Der Hang fällt nach Norden massiv ab, wir haben 10 Höhenmeter Unterschied zwischen Dach und Grundstücksgrenze.
Dort habe ich in diesem Jahr 2 kWp senkrecht installiert ( Am Schuppen).
Dies bringt mir im Winter eine rechnerische Ersparnis von ca. 50€. Somit ist nach 7 Jahren alles wieder im grünen Bereich, sofern PVGIS nicht wieder alles schönt.
Glücklich der, der seine Südseite massiv ausbauen kann, aber es gibt auch Häuser, wo das überhaupt nicht möglich ist.
Eine WP, oder ein BEV könnte ich höchstens im Sommer mit Überschuss betreiben. In den traurigen Monaten sicherlich nicht.
Na ja, typischer Fehler, der auch immer wieder im Netz zu lesen ist.
Bei wenig Sonne kommt wenig, aber wenig ist nicht nix!!!
Bei mir , 15kWp kamen im
Nov. 760kWh zusammen, davon gerade mal ein Tag mit weniger 1kWh
Dez. 652kWh, davon 3 tage <1kWh
Jan. 550kWh, da waren es mal 6 tage <1kWh (muss wohl Schnee gewesen sein)
Feb. 634kWh, auch 6 Tage kleiner 1kWh, (Ende Jan. bis Anfang Feb. war wohl der Schnee drauf und keine Sonne)
März 1800kWh, schlechtester Tag 7,5kWh, meist zwischen 40 und 80kWh pro Tag.
Hätte ich also Platz für mehr PV, könnte ich doppelt so viel Erzeugen. Im Jan. würde es trotzdem nicht reichen, da käme ich auf 1MWh brauche aber 1,6MWh...
Fazit, bringt richtig was im Winter mehr PV, bei voll Elektrischem Haushalt. Reicht aber trotzdem noch nicht zur völligen Autarkie. Aber die bringt einspeisern eh nicht wirklich was. Da passt das Verhältniss bei mir trotzdem gut, Energiekosten bei NULL!!!
Na ja, aber da im Winter die PV durch die tiefe Sonne eh weniger bringt, diese aber verdoppeln würdest an den Tagen mit hellem/sonnigem Wetter und einen Akku hast der dies auch aufnehmen kann (habe 2x12kWh), dann bringt dies schon was. Gerade auch wenn es kalt ist, scheint die Sonne, weil der Himmel klar ist. Schnee solltest da aber nicht viel haben in deiner Region oder gut runter bekommen.
Keine Ahnung was deine Grafik zeigen soll, ich sehe da nicht wirklich was zum auswerten...
Bis auf die Zeit wo Schnee/Eis auf der Anlage lag und mal wirklich nix runter kam, kommt immer etwas, klar reicht das nicht komplett, aber wenn ich könnte, würde ich bei den preisen für Module mit weitere hin bauen, siehe oben text.
Die Werte von PVGIS passen über die Jahre ziemlich exakt.
Allerdings ist dabei nicht die Verschattung berücksichtigt. Wenn du in den Berg baust und der auch noch mit hohen Bäumen bepflanzt ist, wird der Ertrag natürlich abweichen.
Die Bungalowssiedlung hier mit den flachen Walmdächern sind mangels Verschattung sehr gut für PV auf allen 4 Dachseiten geeignet. Problem sind da nur die Schrägen und die heutzutage sehr großen Module, wodurch viel Platz verschwendet wird.
Ich habe diese Fragestellung schon vor über zwei Jahren in Excel komplett durchmodelliert für meinen Standort unter Nutzung der PVGIS Daten (stundenbasiert). In den letzten beiden Jahren, habe ich das Modell überprüft und mit Echtdaten und neueren PVGIS Daten verfeinert.
Die durchschnittlichen PVGIS Werte von 2019-2023 der Wintermonate waren verglichen mit den Echtwerten um 10-20% zu niedrig und bis zu 35% zu hoch (Die 35% ist ein Extremwert von Februar 26 der extrem wolkig war, normal sind es auch um die 10-20% zu hoch). Um mit Statistik zu sprechen, in PVGIS gibt es eine durchschnittliche Schwankungsbreite von 20% um den Mittelwert.
Ich habe bereits 18,xx kWp und könnte noch 11,xx kWp auf Ost-Nord-Ost zubauen um unter den 30kWp zu bleiben. (Steuer ist mir nicht geheuer)
Ich beziehe im Moment mit WP-Heizung ca. 3000kWh pro Jahr bei 0,29€/kWh.
Die Erweiterung muss ein Fachunternehmen machen, das geht leider nicht in DIY, daher kosten mich die 11,xxkWp ca. 13000€.
Weiterhin muss ich den Speicher erweitern, damit ich die erhöhte Tagesproduktion in die dunklen Tageszeiten retten kann, das geht in DIY und sind nochmal ca. 3500€ für 32kWh.
Ergebnis der Simulation ist:
Vor Erweiterung: 3000kWh Bezug - 10800kWh Einspeisung
Nach Erweiterung: 2200kWh Bezug - 20000kWh Einspeisung
Aus dem geringeren Bezug ergibt sich ein Vorteil von 230€ pro Jahr und aus der höheren Einspeisung ein Vorteil von 680€.
In Summe sind das 910€ pro Jahr. Das ergibt bei einem Invest von 16500€ eine Repay Zeit von 18,1 Jahren ohne Abzinsung gerechnet mit heutigen Strompreisen und Einspeisevergütung.
Wer die Panel-Installation in DIY machen kann und mit 5000€ plus Batterie auf einen Invest von 8500€ kommt, kann in ca. 10 Jahren den Return of Invest schaffen.
teil uns bitte den Standort mit (PLZ o.ä.). Deine Beobachtung zum Feb. 2026 teile ich. Im Jahr zuvor war der Feb. in MV sensationell sonnig. Das ist so viel wie nie zuvor seit Aufzeichnung der Wetterdaten.
Insofern sind alle Prognosen (auch PVGIS) doch, auch wenn sie auf langjährigen Datenreihen beruhen, auch nur Schätzungen. Wie es wirklich kommen wird, weiß man erst hinterher.
Da die Einspeisevergütung für 20 Jahre sicher ist und auch danach noch PV Strom geerntet werden kann, wird sich über die gesamte Dauer der Nutzung gewiss ein Überschuss von Invest zu Ersparnis + Einnahme ergeben.
ich denke das es eigentlich eine Fall zu Fall Entscheidung ist . Kein Gebäude ist gleich, Ausrichtung usw haben einen Einfluss .
Auch die Frage was kann man wirklich selber machen . Gebrauchte PV-Module Ja / Nein .
Nicht bei jedem geht es , man braucht halt Platz .
Solarzaun zuschaltbar als Alternative für Dachbelegung kann oder will auch nicht jeder .
Das kann jeder / muss bei seinem Projekt selbst entscheiden . Wenn man viel gebraucht verbaut , rechnet es sich Wirtschaftlich eher / früher .
Bei der genannten Überbelegung , kann man da nicht ein richtigen Trennschalter bzw 2 verbauen ?
Den Versicherungsschutz des Gebäudes nicht außer Acht lassen .
Insgesamt ist die Idee bzw. die Überlegung ja richtig aber die Rahmenbedingungen müssen passen .
Anmerkung von mir : Vor gut 18 Jahren habe ich meine PV Anlage nicht als reines Renditeobjekt betrachtet . Sondern schon den Umweltschutz mit bedacht .
Die 32kWh zusätzlicher Akku bringen einen höheren Eigenverbrauch von ca. 410kWh (nach Erweiterung) von Oktober bis April, den Rest vom Jahr bringt der Zusatzakku nix, da reicht der erste Akku mit 11kWh, weil die Heizung aus und die Nächte kürzer sind.
Ein 16kWh Akku würde ca. 300kWh mehr Eigenverbrauch bringen und wäre im Invest etwas günstiger.
Gerade die Akkuerweiterung bringt zum Preis am wenigsten. Denn, wenn der Akku über die Nacht hält, ist es genug. Würde ich z.B. einen weiteren 12kWh Block dazu setzen, würde mich das nur an ein paar Tagen besser stellen, denn die meiste Zeit sind die 2x12kWh Packs ausreichend um in der Übergangszeit über die Nacht zu kommen.
Die basieren auf Daten der Jahre, die man auswählen kann. Dabei gab es gut wie schlechte PV Jahre, was nie Zukunft bringen wird, keiner weiß es. Aber über 20 Jahre gesehen mittelt es sich.
Ein schlauer Mensch hat mal gesagt:
Es ist schwer etwas für das nächste Jahr exakt vorherzusagen, weil es in der Zukunft liegt!
Die PVGIS Werte sind Echtdaten aus der Vergangenheit und bilden durch die mehrjährige Abdeckung eine gute Basis für eine Prognose. In der Nachanalyse kann man dann den möglichen Fehler von Prognose zu dem echten Ereignis beziffern.
Daher finde ich es toll, das es eine solche Datenbasis gibt, denn ohne die Daten wäre die Ertragsprognose nur durch Würfeln zu ermitteln...
Auch in den Daten von PVGIS wird eine mögliche jährliche Varianz/Abweichung angegeben, die liegt über das ganze Jahr bei 5-10% und trifft es nach meinen Beobachtungen recht gut.
Mein Standort ist Gießen in Hessen, siehe auch hier: Lokation der Foren-Mitglieder
Ja, die Akkukosten sind der schwierigste Punkt bei der Erweiterung.
Da kommen aber noch andere Aspekte der Strombeschaffung ins Spiel, die nicht 100% zu diesem Thread passen, daher hatte ich sie weggelassen.
Mit dem größeren Akku (32 statt 16kWh) kann ich im Winter einen Nachttarif meines Versorgers nutzen, bei dem ich nochmal 7ct/kWh spare, das sind dann nochmal 150€ Ersparnis im Jahr zusätzlich, die den Rest vom Akku finanzieren bzw. die Zeit des Return on Invest verkürzen.
Erstaunlicherweise ist der Wirkungsgrad des 32kWh Niedervoltakkus besser als der WG des 11kWh BYD Hochvoltakkus zusammen mit dem SMA Wechselrichter.
Da stecken noch soviele Dinge im Detail, die man nur durch Ausprobieren rausbekommt.
Grob rechne ich in meiner Simulation mit 85% Nutzungskapazität der Akkus und 80% Wirkungsgrad. (Der HV Akku liegt etwas unter den 80% der NV etwas darüber)
Das passt in Summe recht gut, ansonsten müsste ich jeden Akku einzeln simulieren, das war mir zuviel Aufwand.
Da spielen einige Faktoren rein. Ich habe vor einiger Zeit auch mal eine Simulation auf Stundenbasis mit Excel erstellt (leider blicke ich da inzwischen selbst nicht mehr durch). Basis sind PVGIS-Daten, konkreter TMY, da hat man dann neben Strahlungs- auch Wetterdaten. Mit den Strahlungsdaten (direkt + indirekt) und der Ausrichtung bekommt man den typischen Ertrag. Mindestens genauso interessant ist aber aus meiner Sicht, dass man Energie und Leistung verarbeiten und verwerten kann. Mit 25kWp ist der 20kWh Akku nach einer Stunde voll (ich weiß, dass das nicht der Fall ist), da hilft es nicht, wenn im Jänner 3h Sonne sind.
Verbrauchsseitig habe ich deshalb ebenfalls simuliert - aufgrund bekannter Verbrauchsdaten der Gasheizung einen groben Bezug der Heizlast zur Außentemperatur gesetzt und dann mit dynamischem COP (d.h. temperaturabhängig) die elektr. Leistung einer WP ermittelt. Zuletzt dann diese beiden Werte stündlich Stunde auf dem Akku bilanziert. Dazu noch Nachladen aus dem Netz je nach Preis (das war schwierig, weil keine statistisch belastbaren Daten).
Meine Erkenntnis damals: PV alleine lohnt sich nicht, der Speicher muss zu Erzeugung, Verbrauch und Einsatzzweck passen (z.B. eben ob man im Winter von Windstrom profitieren möchte) und macht nur mit ausreichend WP Leistung überhaupt Sinn. Aus finanzieller Sicht sollte man sich auch überlegen, wie viel Kapital man in Vorsorge stecken möchte. Wenn der Gaspreis wieder explodiert oder Gas schlichtweg Mangelware wird, kann sich die Investition schnell rechnen, sollte Gas billiger werden (falls die Krisen irgendwann enden), dauert es eben länger. Ich persönlich denke mir derzeit eher "besser haben als brauchen". Im Falle einer Finanzkrise bringen Sachwerte (PV) auf Sicht von 10 Jahren vermutlich mehr Rendite.
K.A. ob so eine Simulation (eine + zwei Ausrichtungen, Speichergröße, Heizlast) inzwischen (einfacher) von einer KI erledigt werden kann bzw. wie die Frage dazu aussehen müsste.
Bei dir ist die jährliche Globalstrahlung rund 4% höher, als bei mir - zwischen HH und Berlin auf halber Strecke. Hab das aus den Solarkarten für die Landkreise heraus gesucht.
Und dennoch: Wenn man 10 000€ in eine PV investiert mit kleinem Akku, und das machen will um die Heizung damit zu betreiben, und wir sprechen hier ja von Selbstinstallation, für die 10 000€ kann man auch mehr dämmen und damit den Verbrauch senken. Dann benötigt man weniger Strom….
Es kann einem eben niemand sagen was kommt. Was aber sinnvoll ist: So wenig zu benötigen wie geht. Egal womit. Strom, Wasser/Abwasser, Müll, Lebensmittel etc. pp.
Auch da muss man rechnen und schauen, was sinnvoll ist. Denn so wenig wie geht kann unendlich teuer werden.
Beispiel bei uns: Ganzes Haus ordentlich dämmen wäre sehr reizvoll, weil damit der Verbrauch nochmal stark reduziert werden könnte. Würde wohl mit neuem Dach nicht unter 100.000 Euro zu haben sein. Derzeit haben wir aber nur Heizkosten von 300 Euro im Jahr, wenns zum Schluss dann nur noch 150 Euro sind, rechnet sich das nie. Da müsste die kWh in Zukunft schon 10 Euro kosten, damit es sich irgendwann rechnet.
Wer hingegen DIY für 10.000 Euro das Haus deutlich gedämmt bekommt und der vielleicht 2000 Euro Heizkosten in Jahr hat, für den wird sich das lohnen.