Lohnt (extra) mehr PV für das Heizen im Winter- "Einfach Überbelegen, 150%?", Abschätzung

Gehen wir mal von ein paar Werten in Durchschnittsjahren aus.:

Von November bis Februar spart 1 KWp 25 € Bezug.

Den Rest vom Jahr bringt es 35€ Einspeisevergütung

Macht 60€ im Jahr.

Scenario 1: Selbstmontage am Zaun, String an vorhandenen WR, Kosten je KWp unter 250€, also in vier guten Jahren durch.

Scenario 2: Montage auf hohem Dach, durch Solateur mit extra WR. Kosten je KWp 1000-1200€. Wenn da in der Laufzeit der WR getauscht werden muss, reichen 20 Jahre nicht.

Den extra Wechselrichter braucht man bei Überbelegung nicht.

Die WR-Firma oder der Solarteur können einen da die Daten raussuchen/nennen.

Mehr Module (String) Parallel. Es wird die Stringspannung beibehalten, der maximale PV Strom steigt. Die meißten Wechselrichter können höhere Kurzschlusströme (Datenblatt). Ist die Verkabelung im Querschnitt zuvor nicht zu sparsam gewählt worden, können "einfach" Panels "dazu geklemmt" werden.

Meines beschränkten Wissens nach sind im schlimmsten Fall zusätzliche PV-Sicherungen in der DC Verteilung notwendig. Dann wenn der Strom der anderen Strings, den max. Strom eines Moduls übersteigt. Also ab mehr als 2 Strings parallel?

Hallo Freunde,
zur Frage hab ich nur eine Antwort. Ja, wenn der PV Ertrag schon jetzt für den normalen Hausstrom Verbrauch reicht im Dez/Jan. (ohne Heizung) reicht, aber nicht für den Heizstrom, dann macht es Sinn.

Ob es sich wirtschaftlich rechnet, kann niemand mit Gewissheit vorher sagen. Es hängt nicht nur vom Ertrag sondern auch von der Entwicklung der Strompreise ab. Da das nicht vorhersehbar ist müssten Annahmen getroffen werden.

Lange Rede kurzer Sinn, wer Flächen und Geld hat, mag es machen und dann in einigen Jahren Bescheid geben, wenn durch Einsparungen beim Strombezug der Betrag erreicht wurde, den die zusätzliche Anlage gekostet hat (PoI).

Für die Umwelt macht es gewiss Sinn, denn wenn im Winter wenig Strom von den WKA und PV Anlagen kommt, wird noch viel Fossil verstromt. Dafür lohnt es sich auf jeden Fall.

Ciao

Ciao

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Also je nach Verbrauch lohnt sich das bestimmt.

Mein aktueller 4kWp DIY Zubau wird unter 2000 Euro bleiben.

April bis September reichte bisher die 10kWp Anlage aus, allerdings jetzt mit E-Auto und demnächst noch mehr LLWPs gibts schon immer mal wieder ein wenig Netzbezug, bzw. man gewinnt etwas Komfort mit schnellerem Laden. Und aktuell gibts ja auch noch ein wenig Vergütung.

Oktober bis März bringt der 4kWp Zubau sicher was, ich habe mal 1200 kWh weniger Netzbezug gerechnet, das wären 360,- nur für den Winter. Mit der Vergütung im Sommer wären das 400 bis 500,- Amortisation.

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Sorry wenn ich nun etwas direkt werde, mir scheint, ihr habt meine Grafik nicht verstanden.

Es ist doch ganz eindeutig, Im Winter haben wir viele dunkle Tage und da ist ein eine weitere Vergrösserung der PV-Fläche Unsinn, egal in welche Richtung und welcher Winkel. Wenn bei 10Kw nichts kommt ohne Sonne , kommt auch bei 20KW nichts ohne Sonne, das ist Physik.

Wenn jemand eine wissenschaftliche Begründung hat, warum es doch sinnvoll ist mehr PV für trübe Tage zu Installieren, lasse ich mich gerne belehren.

Entscheidender ist wohl eher ob die zusätzlichen für 500 oder 1500€/kWp aufs Dach kommen. Dementsprechend die 30kWp bzw. das Dach nach Möglichkeit ausreizen, damit es günstiger wird.

An der Wirtschaftlichkeit habe ich keine Zweifel, aber der Preis pro kWp und der Strompreis entscheiden ob sich das in ~8 Jahren oder erst in ~16 Jahren armortisiert.

Wann kommt den wirklich gar nichts?

Im Optimalfall liefert doppelt soviel Modulleistung exakt doppelt soviel Ertrag. Wenn 10kWp 3kWh liefern, dann liefern 20kWp 6kWh und mit denen kannst du etwas anfangen. Und wenn 10kWp 10kWh liefern, dann liefern 20kWp 20kWh und genau damit bringst du dann auch bei schlechterem Wetter den Speicher besser ausgelastet.

Hört sich nicht nach viel an, aber das summiert sich über Monate.

Du tust dir nur etwas schwer mit deiner Grafik. Mach anstattdessen eine Tabelle mit den Tageserträgen in kWh und rechne die um in kWh/kWp.

Dann kannst du die auf eine fiktive Anlagengröße hochrechnen. (wäre dann aber nur mit gleicher Ausrichtung, gleicher Dachneigung, am gleichen Standort mit gleicher Verschattung)

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Damit kommt nur Stress auf.

Im Sommer wird man dann gezwungen lauter unnötigen Stromfresser Kram anzuschaffen. E Mobil Panzer mit 1 kWh/km, Schnapppsbrennerei usw.

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Weil du nen Speicher einsetzen kannst. Im Winter und es dann vielleicht ohne Netzbezug reicht.

Ich verstehe die Grafik nicht, speziell die Y-Achse. Wie kann man an einem Tag 6000kwh verbrauchen? Was wird da überhaupt dargestellt?

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Das ist richtig, die Grafik hat einen Fehler in der Beschriftung, es sind nicht 6000Kw/h sondern 6000W/h , Danke für den Hinweis. Dargestellt wird der Stromverbrauch am Zähler. Positive Werte= Netzbezug, negative Werte=Einspeisung

Zum Kommentar von PVStrom, das ist richtig, das bei doppelter PV-Leistung auch der doppelte Ertrag erfolgt, das dummpe daran ist aber wenn du am trüben Tag 5% der PV_leistung an Ertrag hast also bei mir 10KW entsprechend 500 W an Einspeiseleistung, dann kommst du mit 20KW PV auf 1000W Einspeisung, damit kannst du eben immer noch nicht deine Heizung im Winter betreiben, da kannst du rechnen wie du willst. Ich habe 10 KW PV mit Südausrichtung installiert und die 500W/h Ertrag in den 5-6 Stunden reichen noch nicht einmal für den Grundstromverbrauch über den Tag.

Wenn es nur ansatzweise einen Sinn machen würde, hätte ich schon meine Anlage vergrössert.

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Nein, das ist eine PV mit einem miesen Wirkungsgrad bei starker Bewölkung.

Bei einer EEG Anlage ist das nicht weiter wild, da die Einspeisevergütung im Frühling bis Herbst verdient wird.

Eine Insel-PV hingegen liefert sehr wohl einige kWh auch bei starker Bewölkung, da sie darauf optimiert wird. Und bei Verdoppelung der kWp kann sogar mehr als das doppelte Ertrag verbraucht werden (z.B. Overpaneling, bei nahezu gleichbleibenden Verlusten).

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Hallo Uschi,

was soll dieser Kommentar, woraus liest du den miesen Wirkungsgrad heraus ? Ich wette, die liest deinen Zähler am Jahresende ab und rechnest dann das ganze Jahr hoch, eine klassische Milchmädchenrechnung. Ich habe Trina 395W Module verbaut und zeichne meine Daten alle 5 Minuten auf. Die EEG Vergütung ist nicht Thema hier, sondern die Frage war kann eine Vergrösserung der PV das Heizen IM WINTER unterstützen.

Meinst du mit Einspeisung Erzeugung? Gib doch den Ertrag in kWh pro Tag/Monat an. Das macht mehr Sinn.

Ich hab bei mir einfach die bisherigen Erträge um 4kWp hochgerechnet. Nachdem die Ergäzung Südausrichtung bekommt, wird es in der Realität noch besser sein.

Netzbezug wird mit zusätzlichen LLWPs und Ev auch mehr werden, also bei mir lohnt es sich.

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Beides gibts nicht, bitte ein Minimum an Sorgfalt bei den Einheiten, wenn es wie hier wichtig ist.

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Du gehst das Thema von der falschen Seite an.

Hier gehts um die Wirtschaftlichkeit von zusätzlicher PV. Wenn jetzt bei schlechtem Wetter anstatt 500W gleich 1000W in hochwertigem normalen Hausverbrauch veredelt weren kann, dann trägt das mehr zur Wirtschaftlichkeit bei, als wenn das stupide verheizt wird.

Die kWh Strom aus dem Netz kostet schlichtweg ~30ct/kWh, die kWh Wärme aus Heizöl nur ~12ct/kWh.

Alleine die Vermeidung von Netzbezug rechtfertigt mitunter schon die Erweiterung. Die 1200kWh weniger Netzbezug für 4kWp von @frankdrebin halte ich bei enstprechenden Verbrauch für realistisch erreichbar, dementsprechend rechnet sich das schon, nur variiert die Armortisationszeit enorm je nach Anschaffungskosten und Strompreis.

Und weil es im Winter nicht nur sehr schlechte Tage gibt, sondern sich gelegentlich auch mal die Sonne blicken lässt, bleibt mit entsprechend mehr an Modulleistung auch entpsrechend mehr zum verheizen übrig.

Ich könnte hier gut etwas in Heizstäben vernichten, im November, Januar und Februar bleibt da schon etwas übrig und September/Oktober/März/April geht je nach Heizbedarf noch mehr. Nur im Dezember bleibts quasi nichts übrig.

Selbstverständlich muss da aber jeder mit eigenen Zahlen rechnen, schlichtweg gibts je nach Standort, Dachneigung und Ausrichtung der PV auch entsprechend Unterschiede im Ertrag.

Daher “könnte” ich das machen, aber das macht bei mir aktuell keinen Sinn. Einspeisevergütung mit gut 7ct/kWh ist höher als die kWh Wärme der bisherigen Heizung, Heizstäbe könnten nur aufwendig extern an den Puffer angeschlossen werden und es läuft zudem noch eine Solarthermie.

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Ich gebe es auf.

Der eine will nicht vorhandenen Ertrag mit Heizstäben vernichten, der andere rechnet Monatserträge.

Wenn ich für meine Wärmepumpe heute Strom zum heizen brauche und mein Akku mit 32KW leer ist, dann nützt es mir nichts, wenn ich gemittelt nächste Woche Sonne habe. Meine Grafik zeigt deutlich, das bis Ende Februar sehr wenig Sonnentage vorhanden waren. Wer daraus nicht lernen will, dem ist nicht zu helfen.

Ich mache es mir nicht schwer mit meiner Grafik, man sieht auf einen Blick den Netzbezug und die Einspeisung über die ganzen Zeit. Wenn man über Einsparungen redet, dann sollte man auch die Kosten genau zum Zeitpunkt des Verbrauches/Bedarfs im Blick haben. Wenn dann Ministerin Reiche die Einspeisevergütung abschafft, dann wird eine unsinnige Vergrösserung der PV aufgrund euren Empfehlungen schnell ein grosses Minusgeschäft.

Wie kommst du darauf?

Ich habs doch extra oben beschrieben:

Zusammenfassung

Lohnt (extra) mehr PV für das Heizen im Winter? - Abschätzung an einem Beispiel - #47 von pvstrom

und sogar eine Grafik angehängt:

Zusammenfassung

Lohnt (extra) mehr PV für das Heizen im Winter? - Abschätzung an einem Beispiel - #49 von pvstrom

Wer noch seine Werte eintragen will, (wann es sich rentiert) hier der link zur Umfrage ein paar posts weiter oben.

Bei +20kWp PV hättest du dann +"1kw/h * 5 h= 5kWh/Tag" der fiktive Wert mit zB. 0,30 Eu = "1,50Eu/Tag"

5 Monate im Winter a 30 Tage = 5 * 30 * "1,50Eu/Tag"= 225 Eu pro Winter "ohne Sonne".

Wohnst du viel mehr im Norden?
Bei den meißten Werten von anderen und Simulationen kam ich über 300 Eu / Winter Ertrag und das mit +12,5kWp.

(Evtl. Rechenfehler sind inbegriffen, müde)

Ich denke, so ists wirklich am einfachsten zum Vergleichen (vielleicht am einfachsten Monatsweise und damit den Monatsdurchschnitt)

Und bei überbelegung kann es im winter eigentlich nur noch effizienter werden. Ich sehe das dabei so wie Uschi:

"Ki" behauptet viele Hersteller erlauben 150-200% überbelegung bei vielen Geräten.

Also zb. 16kwp an 11kW Wechselrichter