Ich hab mein 280Ah 16S Pack abgebaut (fixe Zellverbinder, dicke Leimholzplatten an den Enden und damals (2022) mit “Lieferungs-SOC” mit 2 M6 Gewindestangen mit Gefühl handfest angezogen), nie überladen (Ladeschlussspannung 55,3V = 3,47V/Zelle, pro Zelle max. 3,55V aufgrund starkem Balancer).
Die relativ kleinen Beilagscheiben am Ende der Gewindestangen haben sich minimal ins Holz gedrückt, die Zellen haben fast alle einen kleinen Bauch von 1,5-3mm.
2 haben interessanterweise gar keinen Bauch, sind also noch wie am Auslieferungszustand bzw. minimal schlechter da sie im Neuzustand ja eig. gar leicht konkav waren in der Mitte.
Es ist aber gar nicht direkt ein runder Bauch sondern die ganze Fläche kam um die genannten 2mm raus, teilweise sogar als “Welle” mit weniger Erhöhung genau in der Mitte bis die Ausdehnung 2cm vor den seitlichen Rändern wieder zurückgeht auf 0.
Aus diesem Grund und da es Zellen der günstigeren Sorte sind bin ich mir zu 100% sicher das sie gewickelt sind und diese Art des “Bauches” bei gewickelten Zellen ganz normal ist:
(Bei 45:06 Kapitel “Zellenaufbau 2”)
Da ich das Pack nun neu aufbaue hab ich das Thema “Verpressen” wieder neu durchgekaut und muss sagen: Von Federn bzw. “gleichmäßigen 300kg” ist außer bei den Selbstbauern hier keine Rede. Diese Beschreibung + Abbildung aus dem EVE-Datenblatt hat ja auch eine fixe Verspannung mit 300kg als initial force = anfänglicher Druck.
Wie ich es nun aus den Stunden meiner Recherche verstanden habe:
Diese 300kg sollen die Gasbläschen welche sich noch in den ersten Zyklen bilden “rausquetschen” um eben keinen schon anfänglichen Verlust der Kapazität zu haben mit der die hohe Zyklenzahl logischerweise nicht erreicht wird bis man bei 70-80% Restkapazität ist welches sich als “Ende der Lebensdauer/Zyklen-Lebens” definiert.
Der Druck darf auch nicht zu hoch werden um den Separator nicht zu schädigen, lt. Experten halten diese aber schon einiges aus und EVE gibt in der Abbildung oben eine 1cm Stahlplatte mit 6x M6 Gewindestangen an - bei einer Zelle - sprich der Druck in dieser Zelle wird bei Vollladung steigen.
Mit 16 Zellen in Reihe addieren sich die einzelnen Ausdehnungen ja weshalb es bei 16 Zellen mit gleichem Aufbau ja eig. zu einen zu hohen Druck kommt - von daher machen Federn dann doch wieder irgendwie Sinn wobei es am Ende zu weit weniger Druck als bei diesem EVE-Aufbau führt.
Bei meinen gewickelten muss ich ihr “Wickel-Wachstum” auch noch berücksichtigen…zu guter Letzt gibt es dann jene die sagen das bei den niedrigen Hausspeicher-Zyklenzahlen und bei schonender SOC-Nutzung die Zyklenzahl massiv nach oben geht und am Ende hier sowieso die kalendarische Alterung greift, was jegliches Verpressen in diesem Anwendungsfall sinnlos macht.
Für mich bleiben nun 2 Möglichkeiten:
1)
Ich spanne sie mit den anfänglichen 300kg ein und Sorge für eine gewisse Elastizität des Aufbaus, jedoch mit definiertem Endanschlag damit im Fehlerfall die Zelle einen Gegendruck hat und die Berstscheibe oben sich öffnen kann.
Da bedingt aber meiner Meinung nach einen Aufbau mit teuren flexiblen Verbindern, würde hier eig. nur zu den richtig flexiblen mit Kupfergeflecht greifen.
Verwendung der günstigen starren Verbindern mit dem max. möglichen Abstand zwischen den Zellen sodass der Blähbauch seinen Platz hat ohne dabei Kräfte auf die Anschlüsse oben auszuwirken.
Auch hier fixer Endanschlag für die Berstscheibe und Maßnahme das kein Schmutz in die Zellzwischenräume gelangt der bei Druck dann evtl. die Isolierung beschädigen könnte.
Alles nicht so leicht…tendiere fast zu Option 2…