ihr solltet euch vom Wort "verpressen" lösen, denn 300kgf (3000N) ist nur verspannen. Mehr nicht, da reichen Stahlbänder wie beim abgebildeten Pack völlig aus. ohne verspannt zu sein, kann, wie schon geschrieben, auch ein sicheres Öffnen vom Ventil oben verhindert werden, wenn die Zelle zu Kugelfisch wird. Gibt genug Bilder, wo die Zellen rund sind und die Ventile noch zu sind, das kann ganz dumm enden.
Die Metallgehäuse die es so gibt mit den gelben Platten und Schaumstoff Teilen bringen genug Druck auf und die Schrauben sollte auch nicht zu viel Druck (10000N) zulassen das die Zellen geschädigt werden.
Wenn es dir damit besser geht nennen wir es halt Kompression (im Englischen compression, wie im Datenblatt auch genannt). Wenn wir schon beim Aufklauben von Worten sind, es ist kein Ventil sondern eine Berstscheibe.
Und dann trennen wir uns auch noch von gasbläschen, die durch den Druck herausgepresst werden.... Und schon ist die Menschheit einen großen Schritt vorangekommen.
blauer Kugelfisch geht aber weiterhin hoffe ich...
verpressen ist im Deutschen aber mit der Bedeutung "verbinden unter hohem Druck" belegt, wobei verspannen eher mit "Halt geben" belegt ist. Einfach damit klar wird um welche Dimension es sich handelt bei 300kgf, wer sich damit nicht beschäftigt, hatte ich auch nicht, denkt das ist sonst wie viel.
Hatte mir vor >15 Jahren mal Gedanken gemacht, wie denn der Betonfußboden beschaffen sein muss um einen >2t Wassertank zu halten auf recht kleinen Füßen... nach etwas Rechnen und aufschlauen, Ernüchterung, alles halb so wild, ist gar nicht so viel wie es auf den ersten Blick scheint.
In dem Forum gibt es auch einen Link zu einem Rechner um die nötige Schraubkraft auszurechnen. Handfest mit Gefühl passt.
Ich möchte dies mit Gewindestiften in einem selbstgebauten Rack erledigen und möchte dazu 10 Gewindestifte gegen eine Platte drücken lassen.
Es stehen jeweils 2 Reihen a 8 Zellen nebeneinander.
Wie ist denn da die Rechnung mit wieviel Newton ich die Stifte anziehen muss?
3kN (300kg in Newton) x 2 (wegen 2 Reihen nebeneinander) / 10 (weil auf 10 Gewindestifte verteilt) oder hab ich ein Denkfehler und ich muss jeden Gewindestift mit 3kN anziehen?
Zunächst wäre es besser, wenn die Reihen unabhängig von einander verspannt werden. Somit sollten in der Regel 8 Stangen insgesamt ausreihen. Andernfalls könnte es passieren, das die Kraft ungleichmäßig auf die Reihen verteilt wird. Die Zellen der einzelnen Reihen könnten sich unterschiedlich stark ausdehnen.
Für Die Rechnung kannst Du Dir das der Einfachheit mal kurz so vorstellen, als lägen die Zellen übereinender. Dann müsstest Du ja ein Gewicht von z.B. 300L Wasser für jede Reihe(!) aufbringen.Wie Du das aufteilst wäre egal. In Deinem Falle also bei 4 Stangen pro Reihe würdest Du an jeder Ecke einer Druckplatte jeweils 300/4=75L Wasser (also Kilogramm) aufsetzen.
Nimmst Du einen Behälter weg, dann fehlen Dir wieder 75kg. Somit addieren sich die Kräfte, die Du pro Wasserbehälter, oder zurück zur Realen Situation, auf Seine Stangen aufbringst.
Zwei Ochsen ziehen mehr als einer.
Die Federn können (und sollten) übrigens auch gerne länger sein als in meinem Beispiel ganz oben beschrieben. Je länger sie sind, desto weniger verändert sich die Kraft bei Ausdehnung der Zellen. Es muss nur das Längenverhältnis zwischen entspannt und 75KG Last aus meinem Beispiel stimmen. Und die Farbe grün! Diese bestimmt bei dieser Art von Federn die Widerstandskraft der Feder.
Demnächst werde ich meine ersten 2x8 Zellen verspannen. Ich habe ein feuerfestes Gehäuse, in welches zwei solcher Pakete passen. Das aber nur, wenn man mit der Länge haushaltet. Zwar habe ich kein zweites Paket geplant aber wer weiß. Darum werde ich Zugfedern verwenden, auch, weil ich schon geeignete rumliegen habe. Zugfedern haben zudem nicht nur den Vorteil länger sein zu können, sie können auch eine Vorspannkraft haben. Beides ermöglicht geringere Federkonstanten, also eine geringere Änderung der Kraft bei einer Wegänderung (Dehnung).
Eine weitere Alternative kam mir in den Sinn, den das Eigengewicht über einen Hebel in die Waagerechte umzulenken. Man muß nur das richtige Hebelverhältnis wählen. Allerdings muß man dann eventuell einen doppelten Rahmen bauen, damit man das Paket aus dem Gehäuse heben kann, ohne die Spannkraft zu verlieren. Ein (innerer) Rahmen hält die Zellen und bietet den Drehpunkt für den Hebel. Mit dem kurzen Arm drückt der Hebel waagerecht gegen die Zellen. Der lange Arm stützt sich unten ab mit dem ganzen oder einem Teil des Gewichts. Stützt er sich auf einem zweiten (äußeren) Rahmen ab, kann man das Paket an diesem Rahmen anheben. Ein Vorteil dieser Lösung ist, die Spannkraft läßt nicht so schnell nach wie bei Federn, sollte es mal sehr heiß werden. Aber ob in dem Fall noch alle Zellen Druckkräfte übertragen können ohne deutlich dünner zu werden ist fraglich.