Wobei man halt das “Nährstoffangebot” (=Biofilm in der Anlage / dem Speicher?) nicht kennt und es wohl nicht nur vom Alter, sondern vielen weiteren Faktoren wie der Wasserqualität die reinkommt etc. abhängt?
Ja, der Temperatur. Je höher, desto mehr Ablagerungen/Biofilm.
Ich glaube das Thema wird erst so richtig relevant werden, weil eben die Brauchwassererwärmung mittels WP noch relativ neu ist und entsprechend noch nicht so extrem verbreitet.
Seit Jahr und Tag gibt es Boiler, die laufen auch nicht alle mit 50°C aufwärts. Die wären schon längst verboten oder eben eingeschränkt zu kaufen wenn es da eine Signifikanz gäbe.
Ok. Da wäre mir persönlich aber dann lieber, die aufgrund der Temperatur toten Legionellen hätten mehr “Futter” - als die lebenden haben weniger (aber dennoch genug )
Seit Jahr und Tag gibt es Auto´s, die schneller fahren (können) als erlaubt. Sind die deshalb verboten
Laut der Quelle verschwinden ab 42 °C die Legionellen nach einiger Zeit, wenn ich das richtig verstehe. Sind die 55 oder 60 °C nur, damit der Speicher auch in allen Bereichen eine hoch genuge Temperatur erreicht?
Ab 45 °C gehen auch andere Bakterien zurück. Kann nur ein Bild einfügen.
Effect of Temperature, pH, and Oxygen Level on the Multiplication
of Naturally Occurring Legionella pneumophila in Potable Water
ROBERT M. WADOWSKY et al.
Ich bin einfach von typischer Anzahl Legionellen im Leitungswasser ausgegangen, wenn es bei mir am Boiler ankommt. Also irgendwas zwischen 1-10 KBE/100ml. Bei 640 KBE/100ml spricht man von mittlerer Kontamination, bei >10.000 KBE/100ml erst herrscht Duschverbot.
Wenn man nur von der Verdoppelung ausgeht: Wenn die sich z.B. in 24 Stunden verdoppeln und man zapft in dieser Zeit die Hälfte des Wassers aus dem Boiler, vermehren sie sich gar nicht weiter. Werden also ständig nach Verdoppelung wieder halbiert. Ich gehe mal von gleichmäßiger Verteilung im Speicher aus. Sollte da ein Biofilm sein, wo Legionellen anhaften, sich vermehren und massenhaft ins Wassser abgegeben werden können, siehts schon wieder anders aus.
Und genau diese Ablagerungen erzeugt man mit der Legionellenschaltung. Man bekämpft also die Legionellen in der Zeit, tötet einen großen Teil im Wasser ab (der Rest ist im VBNC-Zustand und überlebt, und der überlebt angedockt am Biofilm) und dann geht man auf die normale Temperatur zurück. Da kommen sie wieder in den Tank, vermehren sich, werden aber wieder ausgespült und je mehr Biofilm sich dann bildet, und durch die Ablagerungen des Kalk, welcher sich ab 60°C vermehrt ablagert, desto mehr können sich dann wieder ansiedeln, überleben, und die Konzentration so nach und nach erhöhen.
Würde man die Legionellenschaltung nicht einschalten, verhindert man Kalkablagerungen, Biofilm und Millieu, und daher auch eine weitere Steigerung von Legionellen im Wasser.
Und wieder: Wenn man also 50% des Tankinhalts nutzt ist eine Verdopplung egal. Stelle ich aber die Temperatur höher, verringer ich die Neubildung von Legionellen, erhöhe aber Millieu. Das Wasser ist auch länger drin, weil ich eben nicht 50% sondern nur 33% des Tankinhalts verbrauche, weil das Mischwasser dieselbe Temperatur hat.
Und das deckt sich dann mit den Verordnungen. Bei kleinen Speichern unter 400l und bei Leitungen unter 3 Liter….
Ich habe gestern (wieder…) längere Zeit über das Thema nachgedacht.
Und ich wundere mich. Ich wundere mich, was es (offensichtlich) so “besonders” zu machen scheint.
In mehr oder weniger allen Bereichen des täglichen Lebens ist es gelebte Praxis, dass man “freiwillig” Geld ausgibt - um MÖGLICHERWEISE entstehenden Schaden zb. finanziell abzusichern. Etwa eine Kasko beim Auto: Obwohl man weiß, dass vermutlich nichts passieren wird. Obwohl man sogar hofft, dass nichts passieren wird. Und auch sogar “Erfahrungswerte” hat - bei sich selbst und anderen - dass i.d.R. nichts passiert.
Dennoch: Viele schließen so eine Kasko ab. Trotz Allem was sie wissen machen sie das, obwohl sie auch wissen - der (vermutlich) größere Teil der Menschen macht es nicht…
Nun geht es dabei aber “nur” um ein Auto. Es geht nicht um Gesundheit und Leben, außerdem nur um EIN AUTO. Bzgl. Legionellen geht es ja zumindest mal um alle die das Wasser dieser Anlage nutzen - also die Gesundheit / Leben mehrere Menschen…
So viel dazu.
Dennoch: Bei der Wassertemperatur ist maximales sparen für manche offenbar “obligatorisch”. Ist ja auch ok grundsätzlich, aber die Argumente die da kommen
Ich habe gestern mal mit meinem Nachbarn darüber gesprochen. Nur gefragt, ob er irgendwas über Legionellen weiß - nichts “in den Mund gelegt”. Er hat mir dann direkt erklärt, da muß man aufpassen und zb. sollte man nach einem Urlaub überall das Wasser aufdrehen und laufen lassen. Sie lassen dann immer 10 Minuten laufen. Er hat 60° im WW Speicher, das reicht sagt er.
Er hat mir dann auch (ungefragt) erzählt, dass er vor 2 Jahren mal den WW Boiler geöffnet hat und ganz überrascht war, dass er nicht verkalkt ist. Da war das Ding 28 Jahre ! alt.
Zurück zum Auto - Kasko Beispiel: Da weiß jeder: JA, das kostet Geld. JA, das muss ich nicht machen. ABER: JA, da habe ich eine gewisse Sicherheit, dass mir Schäden bezahlt werden - auf denen ich sonst ggfs. sitzen bleibe. Und auch hier weiß man: 100% Sicherheit gibt es nicht, dass immer alles bezahlt wird;)
Aber das ist ok, dennoch zahlen viele gerne für diese “relativ hohe Sicherheit”.
Mir sind da aber nun keine derartigen “Grundsatzdiskussionen” bekannt - OBWOHL es “nur” um Geld geht - 1 Auto. Keine Gesundheit, kein Leben, von Niemanden.
Das wundert mich eben, denn je nach Auto / WW Menge dürften ja auch die Kosten vergleichbar sein…
Nun weiß man aber, die zb. 60° (oder über längeren Zeitraum auch 55°) töten die Legionellen. Das bezweifelt ihr @win@roterfuchs auch nicht. Ihr bezweifelt auch nicht, dass gering(er)e Temperatur die Legionellen nicht tötet - sondern im Gegenteil zu maximalem Wachstum / Vermehrung anregt. Dieser Umstand basiert auf (wohl global) bekannter Faktenlage. Also keine Annahme, keine Mutmaßung, kein Gedankenkonstrukt.
Dieser Umstand “schlägt” sich aber leider mit maximal effizienter WW Erzeugung mittels BWWP.
Ok, dann muss man “kreativ” werden.
Ab hier verlässt man die bekannte Faktenlage für die Diskussion und bedient sich fortan Annahmen und eigener Schlussfolgerungen, um passend zum gewünschten Ergebnis zu argumentieren.
Ab hier verlässt man also bekannte Fakten. Es scheint aber eine vernünftige Annahme zu sein
Hier wird es schwierig: Wiki schreibt eben zb. “bei guter Nahrung” je nach Temperatur Verdopplung alle 3! h also mal eben Faktor 8 zu “deinen” 24h.
Ja eben. Und wenn die sich dann nicht innerhalb 24h verdoppeln - sondern innerhalb 3h
Bei deiner Annahme von 10KBE/100ml und verdoppeln innerhalb 24h ist es ja einfach. Also nach 24h wären es 20KBE/100ml?
Wenn man aber nun mit Verdoppelung alle 3h rechnet, wären es schon 3840KBE/100ml wenn man mit unverändert mit 10 startet!!!
Da wäre man dann schon nach 24h Faktor 6 darüber…
Ok. Das bedeutet aber: Der gemessene Wert der Kontamination wäre dann immer identisch, egal wo im Speicher. Das bedeutet dann aber auch, wenn man Wasser entnimmt, nimmt die Kontamination vom verbleibenden Wasser erst dadurch ab, dass frisches - “vermutlich” weniger kontaminiertes Wasser hinzukommt.
Viele werden denke ich weniger entnehmen, aber verwenden wir einfach mal “die Hälfte”. Bedeutet: Die genannte Kontamination von 3840 würde dann auf 1920 reduziert?
Ok, fortan “starten” wir also mit 1920 “in den Tag” anstatt mit 10. Bei Verdopplung alle 3h wären dann nach weiteren 24h schon 491.520KBE/100ml erreicht!!!
Na dann…
Aber vielleicht mal abseites der “Extreme” gerechnet: Wenn man von einer Verdopplung alle 12h ausgeht statt 24h - dann ist der Wert bis zum Duschverbot auch schon innerhalb einer guten Woche! (ca. 8 Tage) überschritten!!!
Aber vielleicht entnimmt jemand auch nur 1/3 vom Speicher? Usw. Usw.
Man sieht schon: Dieses “schönrechnen” geht immer in beide Seiten: Wenn man diese Methode dann anwendet, sieht man auch - wie dramatisch es wirklich sein kann!
Und das wird auch der Grund sein, weshalb es zu entsprechenden Vorschriften gekommen ist… Die ja auch auf Fakten beruhen
Hattest du bisher nicht stets betont, dauerhaft höhere Temperatur würde daran “Schuld” sein
Aber egal…
Deshalb sollte man ja auch DAUERHAFT eine höhere Temperatur im Speicher haben um dann ALLE Legionellen IMMER abzutöten
Der bekommt dann doch gar keine Gelegenheit diesen “Zustand” zu erreichen - oder kannst du eine Quelle nennen aus der hervorgeht, dass quasi “Im Wettlauf gegen die Zeit” bei 60° im Speicher dieser “Zustand” erreicht werden kann?
Das scheint - meine Meinung - ziemlicher Unsinn zu sein
Es kann / wird sich doch sogar in den Kaltwasserleitungen ein Biofilm bilden im Laufe der Zeit, wie sollte man das dann bei Warmwasser verhindern wenn man auf die Legionellenschaltung verzichtet?!? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn…
Ungeachtet dessen ist die für mich sowieso eher “Alibi” als sinnvoll…
Und wieder: Man kann die Fakten irgnorieren und das eigene “gedankliche Konstrukt” so anlegen, dass es in dieser Betrachtung so funktioniert wie man sich das vorstellt und wie man das gerne hätte.
Aber wozu
Um zum Beispiel der Autokasko zurückzukehren:
Hier kann man auch argumentieren: Wenn ich dann nie einen Schaden habe, dann habe ich das Geld komplett unnötig ausgegeben! Ja, könnte man sagen. Dann aber besser nicht an Sachen wie “Butterfly Effekt” etc. denken, denn ggfs. hätte gerade der Umstand keine Versicherung abzuschließen irgendwann einen Unfall ausgelöst
Ich kann dieses schon beinahe zwanghafte “schönrechnen” und “schönreden” nicht nachvollziehen.
Die Faktenlage ist doch eindeutig: Dauerhaft hohe Speichertemperatur von min. 55 besser 60° im Speicher killt die Legionellen. PUNKT.
Sind jetzt gar keine da etc. dann ist das schön, i.d.R. weiß man es aber nicht. Und deshalb KANN man - wie bei der Versicherung auch - eben Geld ausgeben für “Schutz”. Auch wenn man wie bei der Versicherung vorher nie weiß, ob es überhaupt nötig ist …
Aber Brandschutz sollte man ja auch betreiben bevor es brennt und nicht warten bis die Bude in Flammen steht um dann zu sagen: Wozu soll ich Brandschutz machen - es brennt doch schon
Was für mich persönlich klar ist: Dieses Wortkonstrukt “VBNC-Zustand” ist für mich - ganz knapp vor Jahrswechsel - das “Unwort des Jahres”
Sind nachvollziehbar und nun bestimmt 50 mal dargelegt worden.
Ab hier verlässt man die bekannte Faktenlage für die Diskussion und bedient sich fortan Annahmen und eigener Schlussfolgerungen, um passend zum gewünschten Ergebnis zu argumentieren.
Die Faktenlage besagt: Die Trinkwasserverordnung sieht vor für Anlagen mit einem Speichervolumen unter 400l und einer Wasserrohrleitung mit einem Wasserinhalt von unter 3 Litern, dass man sich an keine Temperaturvorgaben halten muss, da ausgeschlossen wird, dass bei einer solchen Anlage ein Legionellenbefall eintritt. Desweiteren sind solche Anlagen, sofern in einem EFH eingebaut und keine Mietwohnung, von der Pflicht der Testung des Wassers befreit.
Nun kommen deine Schlussfolgerungen: “Die Verordnung ist fahrlässig und gefährdet Menschenleben.” “Ab 60°C werden alle Legionellen abgetötet.”
In dem Falle KANNST du auch in einem Eigenheim einbauen was immer du möchtest.
PS: Mit deinen Einwänden rennst du bei uns ja offene Türen ein. Ich habe dir ja geschrieben, dass es noch viel zu wenig wissenschaftliche Studien zu dem Ganzen gibt. Wir haben keine Ahnung wo die herkommen. Wir haben keine Ahnung wieviele über das Trinkwassernetz (!) in das System kommen. Wir wissen nicht, wie hoch die Vermehrungsrate ist. Wir wissen nicht, wie hoch die Kontamination in Rohrleitungen ist, in Duschköpfen, in Brauseschäuchen, in Armaturen, ob das Rohrmaterial entscheidend ist, ob es die Speichertemperatur der Wasseraustausch ist. Wir wissen nicht, ob eine UV-Desinfektion reicht, ob eine thermische Spülung reicht, eine chemische Reinigung. Wir wissen nicht, ob es mehr EFH, MFH, Großanlagen betrifft, wieviele eine Zirkulationsleitung haben. Wir wissen noch nicht einmal, wieviele Fälle es gibt, sondern nur wieviele bestätigte Fälle. Bestätigte Fälle waren laut dem Video oben im Jahr 2020; 1200 Fälle. Davon 5% mit Todesfolge. Wir wissen nicht, WER gestorben ist. Wir wissen nicht, wieviele unbekannte Fälle es gab und wie hoch da die Todesrate war. Wie hoch die Infektionsrate von Menschen an ANDEREN Bakterien im Wasser und wie hoch dort die Todesrate. Ob es Bakterien und Viren gibt, die ebenfalls im Trinkwasser sind, die gefährlicher sind. Oder nur für Kinder. Oder nur für Ältere. Wir wissen nicht, ob es besser ist Bleirohre, Kupferrohre, Mehrschichtverbundrohre oder Kunststoffrohre zu nutzen. Wir wissen nicht, wieviel Microplastik in unserem Trinkwasser ist, welche Auswirkungen das hat. Was mit dem Gummiabrieb im Duschschlauch passiert, mit den Weichmachern. ……..
Wirklich? Da steht wortwörtlich drin, dass in dem Fall Legionellenbefall ausgeschlossen ist
Kannst du das bitte hier verlinken?
Damit erfindest du frei etwas, was ich angeblich “schlussfolgere”. Ist das für dich in Ordnung? Wenn überhaupt habe ich eher das Gegenteil geschrieben - dass es eben am Ende jeder selber wissen muss
Sollte das nicht der Fall sein, dann zitiere doch bitte den Teil wo ich das geschrieben habe. Danke.
Wer ist “uns”
Und dennoch reimst du dir selber was zusammen? Und anhand dem was du dir zusammenreimst gibst du dann Empfehlungen ab?
Die Fakten sind doch ganz einfach, der Temperaturbereich wo die Legionellen wachsen ist definiert. Wo sie sterben auch. Nicht mehr, nicht weniger. Es bedarf dann keiner Kreativität und keiner aufwendigen gedanklicher Konstrukte…
Genau das ist ja das Problem!
Und ohne das zu wissen, kann man auch unmöglich beurteilen, ob es ein “Problem” ist mit so niedrigen Temperaturen im Speicher - oder aber nicht. PUNKT
Es nimmt irgendwie schon bedrohliche Formen an
Man darf - auf entsprechenden Abschnitten - in der BRD ja auch auf der Autobahn ohne Geschwindigkeitslimit über 200km/h fahren. Das ist nicht verboten. Aber ist das sinnvoll? Ist es angebracht? Ist es ungefährlich?
Ich weiß es nicht, manchmal habe ich das selbst gemacht bei leerer Strecke. Aber ich würde es vermutlich heute nicht mehr machen - weil das Risiko einfach ungleich höher ist und es am Ende im Prinzip einfach nicht nötig /sinnvoll ist. Sei es im Bezug auf das Risko für sich selbst UND ANDERE! oder auch bzgl. Effizienz usw.
Wenn man sich an die Fakten hält, dann muss man sich nicht winden wie ein Aal und immer wieder mit was Neuem um die Ecke kommen.
Es ist ganz einfach, entsprechend hohe Temperatur im Speicher macht die Sache sicherer. Ob es nötig usw. ist - das müsste man dann eben bei Interesse testen.
Aber so pauschal zu behaupten es wäre nicht nötig und würde keinen Unterschied machen, stimmt halt einfach nicht. Also wozu macht man das dann? Also wozu machst du, @roterfuchs das dann?
Wenn du ja selber genau weißt, dass es nicht stimmt
Angesichts der ja doch eher geringen Zahlen an schweren Fällen, finde ich es richtig, daß das im EFH Bereich nicht auch noch totreguliert ist und man einen Unterschied danach macht, wieviele Personen im Zweifelsfall gefährdet wären (Dusche im Schwimmbad) oder bei einer Infektion besonders stark gefährdet sind (Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen). Das Gegenteil kennen wir ja auch nur zu gut: Schukostecker beim BKW, der ohne jede Evidenz bezüglich Schadensfällen quasi verboten wurde (VDE Norm, via Netzbetreiber + Vermieter).
Es ist ja jedem freigestellt hier mehr Aufwand zu treiben, technischer Art, durch höheren Energieeinsatz oder durch regelmäßige Kontrolle. Für mich ist das einfach ne Frage der Risikoabwägung und verhalte ich mich ja auch in anderen Bereichen aus Bequemlichkeit oder fehlender Bereitschaft persönliche Energie aufzubringen nicht so, wie es am besten wäre, auch wenn da das gesundheitliche Risiko deutlich höher ist, das ich durch mein Verhalten bereit bin in Kauf zu nehmen:
Helm tragen beim Radfahren
Ganz auf Alkohol verzichten
Mein Übergewicht endlich mal wieder angehen …
Mein Gefühl ist, daß wir es in Deutschland lieben, bei marginalen Risiken einen großen Aufwand zu treiben, aber die wesentlich wichtigeren Dinge werden gerne ignoriert.
Das finde ich auch! Volle Zustimmung. Bedeutet dann aber im Umkehrschluss nicht, dass alles egal ist nur weil es nicht verboten ist
…und genau solche Personen leben halt auch in Einfamilienhäusern, nicht nur in
Und deshalb sollte man dann eben in der Praxis auch nach Bedarf entscheiden - nicht pauschal. Und nach einer Bedarfsanalyse und idealerweise Testung kann man sich dann entsprechend eine gute Lösung überlegen.
Aber leider es eben so, dass man sich doch in der Praxis meistens mit sowas überhaupt nicht beschäftigen möchte. Man möchte doch gar nicht “alles ganz genau wissen”… Viel mehr ist doch Unwissenheit sehr oft ein Segen, weil es einfach dafür sorgt, dass man sich nicht unnötig mit Sachen belastet die man ggfs. ohnehin nicht ändern kann / will usw.
Was macht man also: Man “googelt” schnell. Wenn man dann wie in diesem Beispiel lesen kann “och, alles kein Problem. Mach doch einfach, ist egal wie hoch die Temperatur im Speicher ist. (Meine Interpretation) oder:
…was passiert dann?
Richtig, derjenige hat die Bestätigung - die er gesucht hat - gefunden. Für ihn ist “alles klar” - Temperatur egal - einfach einstellen womit man am billigsten “aussteigt” und gut.
Ist das dann Sinn der Sache von so einem Forum
VOLLE ZUSTIMMUNG
Ja, aber mit einem bedeutenden Unterschied: In dem Fall gefährdest du - direkt - erstmal nur dich selbst. Beim Legionellenthema aber alle die an dieser Wasserversorgung hängen;)
Ich denke, dass trifft nicht nur auf Deutschland zu. Vermutlich auf die gesamte “westliche Welt” - “Wohlstandsgesellschaft” etc. Ich denke du weißt was ich meine.
Der Punkt ist eben: Wieso Sachen klein reden oder dramatisieren?!?
Ist doch beides unnötig. Einfach sagen was Sache ist, dann kann sich jeder selber für sich überlegen was er daraus macht - so lange er das kann / darf.
Stimme ich Dir auch zu 100% zu. Je transparenter das ganze ist, desto besser und kann zumindest in der Theorie jeder selber überlegen, welche Risiken er mit welchem Aufwand minimieren will. Um die Maßnahmen wirklich objektiv beurteilen zu können, ist die Datenlage wohl recht dünn. Wenn es wie in der Studie oben erwähnt, dann auch noch mehr davon abhängt, welcher konkrete Stamm vorliegt, was vermutlich auch nur bei größeren Vorkomnissen bestimmt wird, dann wird das natürlich für die Wissenschaftler auch noch schwieriger, da vernünftige statistisch belegte Schlüsse zu ziehen.
Was in dem Fall dann aber halt nur meine Frau und ich sind.
Ich fände ja so nen Flyer z.B. für Apotheken/Arztpraxen praktisch, der einem, vielleicht noch nach Altersgruppe aufgeschlüsselt verschiedene Gesundheitsrisiken veranschaulicht und mit welchen Maßnahmen man sie auf welchen reduzierten Wert senken kann:
Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall als Funktion von BMI
Häufigste Krebsarten und deren Hauptrisikofaktoren (soweit es die gibt)
Diabetis
Grippe/Corona ohne&mit Impfung
Verschiedene häusliche Unfälle wegen improvisierter Leiter etc
…
In der Firma haben wir ja auch jährlich unsere allgemeine Sicherheitsunterweisungen bzw. fürs Chemielabor und Laserbereiche, einfach um das Risiko für wirklich überflüssige Unfälle zu vermeiden.
Aber durch “Schönfärberei” erreicht man schnell das Gegenteil: Der “Informationssuchende” hat gelesen was er lesen wollte und tappt dann ggfs. in die “Falle” wie derjenige der im “anderen Forum” geschrieben hat:
Entgegen aller Empfehlungen, Erfahrungen und Verlautbarungen hier im Forum, habe ich heute einen positiven Legionellenbefund erhalten
Genau das ist das Ergebnis, wenn man Sachen schönredet;)
Ich diskutier das nicht das 51te Mal mit dir durch.
Ich habe nicht verallgemeinert, ich habe die Trinkwasserverordnung als Beispiel genannt, man kann Studien suchen und es gibt wohl Einige, die immer bestimmte Punkte beleuchten, die wenigsten bzw. fast keine beleuchten Einfamilienhäuser und eine genauere Auflistung welche Systeme generell eher befallen sind. Auf diesen Studien bauen dann entweder die Trinkwasserverordnungen auf, oder sie tut es nicht. Diese Verordnung gibt dann auch Empfehlungen ab an die man sich hält oder nicht, eine 100%ige Sicherheit gibt es auch nicht bei Einhaltung der Empfehlungen.
Das hat hier im Forum jemand erwischt - hoffe mal ohne Erkrankung, nur prophylaktischer Test - oder in dem oben erwähnten HTD Thread (hab da nicht reingeschaut, irgendwie nur noch sporadisch mal dort, seit ich dieses Forum für mich entdeckt habe ;-)).
Wenn es einen bei was auch immer erwischt hat, denkt man natürlich “hätte ich doch” … Wenn man dann sagen kann, ich hab die Risiken und das Kosten/Nutzenverhältnis bestmöglich für mich abgewogen, dann hilft einem das natürlich, sich keine Vorwürfe zu machen, die dann auch nicht helfen. Manchmal brauchts halt auch selbst für banale Dinge ohne echten Aufwand nen Trigger, bei mir jetzt zwei blöde Erkältungen im Nov/Dez um z.B. im Herbst/Winter wieder konsequent ne Maske zu tragen beim Einkaufen.
Genau, und jene Auswertung wird erschwert wenn keine Daten zuverlässig vorhanden sind. Und jene Fachleute die das letztlich im Haus einbauen müssen per Verordnungen letztlich gezwungen werden das so zu tun, wie sie das tun. Dort gibt es also keinen Handlungsspielraum. Dann bleiben noch die EFH, die bis zu gewissem Grad anders haben könnten, aber wenn der Handwerker das zu 90-99% SO macht, dann wird er….
Und so wirds dann immer gemacht, ob sinnig oder nicht, wer sollte das anzweifeln? Als Privatperson kannst du die Studie nicht bezahlen. Da die Verordnungen meist von Interessenvertretern kommen WOLLEN die m.u. keine ausdifferenzierten Antworten. Und der Handwerker hat auch so schon genug zu tun.
Und damit bleibt es dann entweder beim selber erarbeiten aus dem, was vorliegt. Oder man macht einfach ebenso stumpft was einem vorgesetzt wird als “Empfehlung” ohne zu wissen ob es sicher ist.
Wenn dann aber “Schönfärberei” anderen Menschen letztlich Schaden zugefügt hat - weil die sich darauf verlassen hatten und deshalb nicht weiter nachgedacht haben, ist es unschön
Ja, mich hatte es gerade die vergangenen Tage auch erwischt (oder waren es doch Legionellen ) aber Maske ist für mich “gestorben” - zumindest bis zur nächsten “Verordnung”
Letztlich muß halt jeder auch selber hinterfragen, wie stichhaltig bestimmte Einschätzungen speziell im Internet sind und vor welchem Hintergrund jemand etwas schreibt und da ggf nachfragen. Meine persönliche Einschätzung könnte man sicherlich auch als Schönfärberei ansehen und meine persönlichen Erfahrungen haben natürlich nur sehr begrenzten Aussagewert und ich hab mich da mangels Impuls auch nicht so in die Literatur eingearbeitet wie seinerzeit, als ich nen seltenen Tumor hatte …
Alles richtig. Es gibt einen Kipp-Punkt, wo die Last immer höher wird. Kennt man ja auch von Corona oder Grippe-Wellen. Und da haben wir sehen können, was exponenzielles Wachstum bedeutet und wie schnell das dann nach oben schießt.
Was ich so schreibe, ist eher so eine Meinung, die sich aus den letzten 30 Jahren gebildet hat, wo ich über das Thema immer mal wieder was gelesen habe. Ich bin da kein Experte und ich bin auch gar nicht in der Situation, irgendwelche Risikoabwägungen zu machen, weil wir DLE haben. Lediglich unter Waschbecken hängt ein 5l Boiler, der aus Spargründen nur etwa 30-35 Grad hat - also eher optimale Bedingungen für Legionellen - aber da wird täglich das komplette Volumen auch mindestens einmal durch Frischwasser neu befüllt. Also täglich >5l Warmwasserentnahme.
Die Datenlage zu Legionellen ist wohl noch sehr lückenhaft, so dass man gar nicht so genau sagen kann, ab wann es gefährlich wird und welche Temperatur nun wirklich reicht. Da kann man oft nur auf Erfahrungswissen und Bauchgefühl zurückgreifen.
Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, hat ja klare Empfehlungen, also Temperaturen im Speicher >60 Grad oder/und wöchentlich ein Legionellenprogramm laufen lassen. Und genügend Warmwasser entnehmen und nach Urlaub entsprechende Maßnahmen.
In den letzten Jahren gibts jetzt wegen der Wärmepumpen einen gewissen Trend, diesen sicheren Pfad, der sich ja vor der Wärmepumpenzeit entwickelt hat, zu unterschreiten, weil es eben um große Energieeinsparung geht.
Eigentllich müssten nun Hersteller von Wärmepumpen mal umfangreiche Forschung betreiben, um einen neuen sicheren Pfad zu finden, der auch ins Wärmepumpenzeitalter passt. Bisher ist da leider nichts passiert.
Wir diskutieren hier nach meinem Eindruck eher um Vorstellungen und weniger um harte Fakten und klare Empfehlungen. Es ist die Auseinandersetzung mit einer Materie, wo vieles als wenig gesichert gilt. Das erkennt man auch daran, dass solche Diskussionen in diversen Foren oft sehr lange geführt werden. Es kann keiner klare Fakten auf den Tisch legen, die jede Diskussion beenden würde.
Moderne WP können 75° erreichen mit R410 wie mit R290. Man kauft sich das aber mit mehr Strom.
Wie könnte eine moderne BWWP aussehen, wenn man ganz von vorne denkt?
Man bräuchte ein Speichermedium, z.B. Wachs”zylinder”. Enthalpiespeicher baut kleiner für die gespeicherte Wärmemenge. Mit Heissgas aufheizen, Edelstahlwärmetauscher fürs WW?
Größere Verdampfer für bessere Energie-Effizienz → abgerüstete Monosplit für die Innenaufstellung. Die jetzigen separaten BWWP sind ja auch nicht anders und klein/klein aufgebaut wie die mit Speicher verknüpften BWWP. Mathias von Energie&Hobby hat ja schön mit einem Eigenumbau einer Splitklima gezeigt, was geht.