Legionellen in EFH/MFH und deren Vermeidung/Bekämpfung

Ja genau. Mit dem Thermosiphon und der UV-Lampe wären jedoch viele Probleme schonmal aus der Welt geschafft. Es mag ja auch Leute geben, die die Lampe dann zum Energiesparen abklemmen. Aber mal ehrlich, bei 40W die Stunde fällt das noch unter Messungenauigkeiten bei der Messung des Verbrauchs der BWWP. Und das ist um längen günstiger und energetisch sinnvoller wie permanent den Speicher übertemperieren.

Auf der anderen Seite: Wer nur duscht, und der dann auch noch mit nem Sparkopf (als Beispiel), dann reicht auch eine 80l BWWP. Die dann bei 60°C und direkt ins Bad bauen. Hat ja kaum Volumen. Dort kann sie nach dem duschen laufen. Das reicht dann für um die 140l Duschwasser, mit 7l Duschkopf sind das 20 Minuten. Und im Bad kann man dann nach dem duschen direkt entfeuchten.

PS: Bei den kleinen Purion sehe ich das Problem bei: Max. 40°C. Die 1000H ist dann für immens höheren Durchfluss den “niemand” benötigt, die kann dann 90°C. Wäre also wünschenswert wenn auch die kleineren höhere Temperaturen könnten.

40 W * 24h sind 0.84 kWh am Tag, etwa 2/3 des Strombedarfs meiner BWWP. So ungenau sind die Shellys jetzt auch nicht …

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Ja eben. Ich habe das Gefühl, du siehst das einfach alles viel zu eng. Und zu sehr “schwarz / weiss” Im einen Moment sprichst du davon, dass schon 40 reichen - im nächsten dann von VBNC Zustand, Anlagerungen usw.

Für mich - gefühlt - von einem Extrem ins andere.

Klar, gibt es alles und wird sich alles auswirken - aber letztlich ist da denke ich einfach ein Kompromiss wie @win geschrieben hat mit 55° im Speicher oder - sollte es rechnerisch nicht zu extrem ins Gewicht fallen direkt 60° - einfacher und man ist auch gefühlt irgendwo eher auf der richtigen Seite.

Die Sachen mit den Umbauten usw. sind auch interessant und ggfs. sicher auch funktionell - aber sind sie realistisch?

Ich finde eben es passt nicht zusammen wenn man einerseits (wie ursprünglich der TE) davon spricht man möchte es “sicherer” machen - gleichzeitig der Speicher aber im Regelfall! um die 14-16h rum? mit 30-35° steht. Das ist dann finde ich eine sehr lange Zeit auf Idealtemperatur für die Vermehrung der Legionellen. Also im Grunde der absolute worst case. Gleichzeitig dann noch eine Maximaltemperatur von 50° im Speicher. Das sind dann - nach Allem was ich so gelesen habe - so relativ die Besten Voraussetzungen für perfektes Wachstum der Legionellen.

Also das ist / war der Grund weshalb die doch längere Diskussion zu Stande gekommen ist. Aber passt ja, ist eh interessant.

Ich ging ja davon aus, dass wenn - dann das trinken vom Warmwasser gefährlich sein könnte. Da lag ich ja völlig daneben…

Ist allerdings eine gute Angewohnheit, immer und überall nur kaltes Wasser zu zapfen, wenn man es trinken will. Ich mach das schon seit vielen Jahren. Warmwasser traue ich nicht. Wird ja überall auch geschlampt.

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Den fand ich ganz gut:

Ich habe aber auch einen kleinen 30l Boiler im Bad zum Duschen , der noch dazu gut gespült wird. Also beim Duschwasser wenig Sorge. Wenn mal richtig Sonne da ist, wird er noch dazu auch mal mit ca 2kWh auf 75 Grad hoch geheizt (+0,5 kWh mehr als sonst) :person_shrugging:

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Die UV-Lampe geht erst dann an, wenn WW genutzt wird. Es sei denn du nutzt die Zirkulation. Dann hast du aber sicherlich mehr Wärmeverlust durch das Rohr und damit wieder Aufheizung durch die BWWP als du an Wärmeverlust hättest bei permanent hohen Temperaturen. Wenn ich aber nun 10 Min. dusche läuft auch die UV-Lampe nur 10 Minuten.

@redhot

Puh ist das mühsam. :wink: Aber gut!

Ich schreibe eben von dem, was man weiss, und auch von dem, was man nicht weiss. Man weiss nicht, was nach dem VBNC-Modus mit den Legionellen passiert. Wenn die sich wieder aktivieren, und dann vermehren, dann würde eine thermische Desinfektion nicht gelingen mit der Legionellenschaltung. Die wäre also vom Hersteller eigentlich noch schlimmer. Dürften die das? Ich sag ja, jeder 90° Winkel hat eine Zertifizierung, und dann soll eine Vorrichtung mit hundert Liter und mehr erlaubt sein, die jeden gefährdet? Das glaube ich einfach nicht.

Die Legionellen sind immer drin. Die Ablagerungen werden immer da sein. Der Biofilm wird immer erzeugt werden. Das kann man nicht verhindern.

Klar, gibt es alles und wird sich alles auswirken - aber letztlich ist da denke ich einfach ein Kompromiss wie @win geschrieben hat mit 55° im Speicher oder - sollte es rechnerisch nicht zu extrem ins Gewicht fallen direkt 60° - einfacher und man ist auch gefühlt irgendwo eher auf der richtigen Seite.

Die Auswirkung ist nicht abzusehen. Einzig was du sehen kannst ist der Stromverbrauch. Wenn der Tank vollständig 60°C hat, dann sind auch die Stillstandverluste höher. Und beim aufheizen wird die BWWP unfassbar ineffizient. Dann hat die einen COP unter 2 und bestimmt keine gute JAZ mehr sondern eher JAZ2. Je nach Zapfprofil, wenn man also nie badet ergibt dann eine BWWP mit 200, 300l keinen Sinn. Da greift man eher zu einer kleineren. Und nimmt dann den höheren Verbrauch in Kauf. Mir wäre es sogar im Sommer vollständig egal, was Warmwasser verbraucht. Von mir aus 1:1, also wie ein Boiler. Im Winter muss ich aber Strom kaufen, warum dann was wegwerfen? Da sind selbst 2:1 besser.

Die Sachen mit den Umbauten usw. sind auch interessant und ggfs. sicher auch funktionell - aber sind sie realistisch?

Japp. Frischwasserstationen werden sehr häufig eingebaut. Aus genau dem Grund. Kaum stehendes Wasser wie bei einem Durchlauferhitzer. Bei mir, das ist aber ein PP, wäre das nicht gegangen, weil bei uns 4 Duschen hinkommen und ich 40l/min entnehmen will. Das wäre schlichtweg zu teuer gewesen und auch unnötig weil dann nach ca. 8 Min (ist ja Mischwasser) der gesamte Tank leer wäre (bei meinen eingestellten niedrigen Temperaturen).

Das sind dann - nach Allem was ich so gelesen habe - so relativ die Besten Voraussetzungen für perfektes Wachstum der Legionellen.

Puh. Geb mal die folgende Frage in eine Suchmaschine ein: “Können Legionellen mutieren?” Und schon wars das mit den Temperaturen… Und das meine ich. Wenn es soweit ist, dann ist das, auf den Tank bezogen, schon gänzlich egal. Wenn ich also generell Angst vor einer Kontamination habe, dann nützen mir Temperaturen alleine nichts. Ferner muss man sich vom Tankinhalt entweder abkoppeln (Frischwasserstation) oder den inhalt abtöten (UV-Lampe).
Und das kostet vielleicht einmalig 500€, dafür hat man dann seine Ruhe, wenn man denn keine hätte.

PS: In dem Video von LichtQuant auch sehr schön beschrieben, im Sommer bei Raumtemperaturen über 25°C gilt das spülen auch von Kaltwasserleitungen. Aber: Macht man das?

PPS: Und noch einmal, in der Verordnung werden EFH ausgenommen aus den Regeln mit den 60°C und auch bei der 3-Liter Regel wird davon ausgegangen, dass der Umschlag des Wassers so hoch ist, dass sich Legionellen gar nicht verbreiten können.

Und das bedeutet, dass der Wasseraustausch bei EFH oder bei MFH mit Speichern unter 400l man davon ausgeht, dass sie regelmäßig gespült werden. Und diese Spülung reicht aus, um nicht in eine Verordnung zu kommen, bei denen pauschal auf 60°C erhitzt werden muss.

Für mich bedeutet das weiterhin, dass das spülen des Wassers, also der Austausch des Tankinhalts mit frischem neuen Wasser, für EFH/MFH WICHTIGER ist, als die Temperatur. Andernfalls müsste man für ALLE Systeme die 60°C vorschreiben. Und wenn der Austausch wichtiger ist, als die Temperatur, dann ist es BESSER mit niedrigerer Tankinhalttemperatur zu fahren, weil man damit mehr beim Tank austauscht wenn dessen Wassertemperatur niedriger ist. Wenn ich im Tank 60°C habe entnehme ich bei Mischtemperatur auf 38,5°C weniger Warmwasser aus dem Tank, als wenn ich nur 42°C Tanktemperatur habe. Ohne Zirkulation bringt man auch kein stagnierendes Wasser aus den Rohren wieder zurück in den Tank.

Siehe Video ab 7:30 regelmäßige Wasserentnahme. Aber nu gut, er ist ja auch kein “Fachmann”, daher wäre da ein Video vielleicht mit einem Fachmann wichtig, und wie geschrieben, was sollte ein GWH-Installateur sagen? Er MUSS sich an die Gesetze und Regelungen halten. Daher: Wenn das Wasserrohr mehr als 3 Liter beinhaltet…. und dann muss wieder, vorgeschrieben, im Rohr eben jene, wieviel wars? 55°C sein. Und das ist auch der Grund, warum man dann die Rohre dämmen soll/muss. Damit die sich nicht abkühlen und wieder Energie verschwenden. Haben die aber gar nicht erst die Temperatur, ist die Abkühlung eher erwünscht. Also besser gar nicht erst dämmen! Aber eben spülen, bzw. entleeren.

Daher immer noch, hat sich seit dem Video und der Diskussion nicht viel geändert: Spülventile einbauen. Bei mir wird das ein Entleerventil sein, welches (vielleicht auch mit einer Logik) alle 24h für 1 Minute spült. Damit schmeiße ich täglich ca. 5 Liter Warmwasser weg und habe die 3 Liter im Rohr weggespült. Im Duschschlauch befindet sich bei mir kein Wasser. Kaltwasser kann ich an einer Armatur ebenfalls per Zeitsteuerung abfließen lassen. Wenn man in den Urlaub fährt würde ich folgendes machen: Das Warmwasser ablassen und die BWWP ausschalten! So hat man (Aufstellungsort und Temperatur!) eine zu niedrige Temperatur für das Wachstum der Legionellen und wenn man nach hause kommt schaltet man einmal auf das Legionellenprogramm und nudelt die Leitungen durch. Das setzt voraus, dass die Mischer die man hat auch jene Temperatur durchlassen!

Tjo, sind wir schlauer? Ja, aber….

Und das Restrisiko, das muss sich am Ende sowieso jeder selber aussuchen.

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OK, ich bin von ausgegangen, dass der Speicher damit desinfiziert werden soll, nicht nur das entnommene Wasser. Wundert mich allerdings, dass das so schnell gehen soll, aber mag sein, wenn der UV Brenner nicht im Speicher sondern einem abgehenden Rohr/Durchflußreaktor montiert ist

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Es nimmt kein Ende, aber gut…:see_no_evil_monkey:

Ja, das Gefühl habe ich eben auch. Deshalb frage ich mich eben, ob es nicht vernünftiger wäre, sich an dem zu orientieren was man weiß - als über das zu diskutieren was man nicht weiß :thinking:

Aber interessiert das überhaupt, wenn es bei zb. dauerhaft 60° wohl überhaupt nicht dazu kommen kann? Die “Amöben” werden ja wohl nicht am KW Zulauf “warten” und die Legionellen “abfangen” bevor ihnen die Temperatur zusetzt? Aber klar, bei geringer Temperatur im Speicher ist es relavant.

Das würde dann aber Sinn ergeben. Denn wenn da ausreichend Zeit vergangen ist bis zur “Legionellenschaltung” - dann könnte dieser Prozess mit Amöben und was weiß ich nat. sehr fortgeschritten sein. Nach dem ich jetzt wirklich sehr viel zum Thema gelesen habe, scheint diese “Legionellenschaltung” mehr eine Alibifunktion zu sein als wirklich hilfreich :thinking:

Angeboten wird, wonach der Markt verlangt. Wenn nun ein “Sparfuchs” so eine BWWP kaufen möchte, dann sollte die:

  • möglichst wenig Energie verbrauchen = geringe Speichertemperatur erlauben
  • günstig sein
  • Vorkehrung zum Schutz vor Legionellen = “Alibi - Schaltung”

Wer sich dann nicht näher damit beschäftigt, wird zufrieden sein. Wieso auch nicht? Hätte das Gerät dann so eine “Legionellen-Schaltung” nicht, könnte der Interessent verunsichert werden…

Ja, das denke ich auch.

Wieso ist man dann aber bestrebt, perfekte Umstände zu schaffen für maximales Wachstum? Diesen Umstand verstehe ich eben nicht.

Ich verstehe erneut nicht, wie du zu so einer Aussage kommst :thinking: Jetzt bestreitest du ja einerseits nicht, was mit den Legionellen bei bestimmten Temperaturen passiert - tätigst dann aber derartige Aussagen? Wie passt das zusammen?!?

Quelle: Legionellen – Wikipedia .

Es geht ja (mehr oder weniger) immer noch um die Situation beim TE:

So weit ich das beurteilen kann: Perfekte Voraussetzungen für maximales Legionellen Wachstum im Speicher :wink: Könnte man es für die Legionellen überhaupt noch gemütlicher gestalten - wenn man die Anlage auch nutzt?

In dem Beispiel hat man sich dann ja direkt darauf eingeschossen, wie vorteilhaft eine Änderung der Leitungssituation doch sein könnte - ohne die Situation um die BWWP überhaupt anzusprechen. Für mich ergibt das keinen Sinn :see_no_evil_monkey:

Also wie du dann darauf kommst, dass bei dauerhaft 60° im Speicher “keine Auswirkung abzusehen” ist und nur der Stromverbrauch steigt, verstehe ich nicht.

Das verstehe ich, aber dann ist das Ding einfach “untauglich” meiner Ansicht nach. Ohnehin hat es so eine BWWP (ohne PV etc.) vermutlich bei mir im Vergleich zu Gas gar nicht so einfach, wenn der Strom 3x so viel kostet… Wenn man dann noch die Anschaffung rechnet und offenbar noch hinzu kommt, dass man damit nicht (wirklich?) effizient heizen kann wenn man 60° haben will, dann ist es wohl einfach nicht das passende Produkt.

Auch das kann ich nicht nachvollziehen. Die Legionellen die über die KW Leitung ins Haus kommen wurden ja nicht in einem “Ausbildungscamp” geschult was sie machen sollen wenn sie “drin” sind. Wenn die dort direkt auf heißes Wasser im Speicher treffen, dann sterben sie ab und fertig. Mit niedriger Temperatur - auch mit “Alibi-Legionellen Schaltung” sieht die Sache nat. dramatisch anders aus. Da werden dann Prozesse wie der “VBNC-Zustand” von dem du fortwährend berichtest vermutlich relevant werden. Also thermisch bekämpfen muss man (denke ich) dauerhaft und direkt beim Eintritt in das System. Wenn dann im Speicher kein Problem besteht, dann wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wohl auch das restliche System relativ gut unter Kontrolle sein.

Das denke ich nicht, denn dem Vernehmen nach muss da regelmäßig die Lampe getauscht werden und es entstehen auch laufende Kosten… Also nichts mit “einmalig und Ruhe haben”.

Nun, im Grunde schon. Jede Nutzung vom KW ist ja ein spülen. Und das nutzt man ja auch regelmäßig. Und anders als das heiße Wasser “dampft” das KW auch nicht, also dürfte die Gefahr sich an einem Aerosol anzustecken extrem gering sein im Vergleich.

Ja, das ist deine Meinung. Die widerspricht aber nunmal offensichtlich der Faktenlage.

Aber wo bleibt hier die Logik? Die Legionellen werden ja wohl kaum derart “diszipliniert” sein, dass sie sich im Speicher in einer Ecke in Richtung Ausgang sammeln und frisches Wasser nicht “kontaminieren”. Und Frischwassernachspeisung wird ausdrücklich als “optimale Lebensbedingung” genannt. Es ist schon klar: Wenn die Konzentration der Legionellen aufgrund der vorherrschenden Bedingungen im Speicher steigt - dann nimmt sie durch Zufuhr von Frischwasser verhältnismäßig für den Moment wieder ab. Aber die Kontamination bleibt ja bestehen, wenn die Bedingungen für Vermehrung gegeben sind.

Wenn nun also wie beim TE beinahe 24h perfekte Bedingungen für Vermehrung der Legionellen herrschen, dann wird es wohl keinen großen Unterschied mehr machen, wenn dann auch mal Wasser abgelassen wird. Wenn dort täglich über mehrere Stunden hinweg der Speicher geheizt wird bis max. 50° (irgendwo im Speicher, sicher nicht überall), dann steht das vermutlich kurz so. Dann wird geduscht etc. - die Temperatur sinkt auf 30-35° ab. So steht das dann bis zum nächsten Tag 10 Uhr und es geht von vorne los. Wiki sagt Verdoppelung der Konzentration zwischen 30-45° innerhalb 3h. Also schöner kann man es den Legionellen offenbar nicht machen.

Wenn also das Wasser im Speicher ohnhin durchgehend kontaminiert bleibt (weil der nie geleert wird) und derartige Temperaturen die perfekten Bedingungen für die Vermehrung darstellen - wie kommst du dann zu deinen Schlussfolgerungen? Das ergibt für mich keinerlei Sinn.

Das stimmt. Wobei ich den Rohren ohnehin weit weniger Bedeutung zumesse als es meinem Vernehmen nach du tust. Die Rohre werden ja ohne Zirkulation direkt bevor man duscht “automatisch gespült” weil man wartet, bis es warm ist. Problem dabei aus meiner Sicht: Das dabei entstehende Aerosol könnte dann ggfs. eben schon gefährlich sein. Aber das Wasser mit dem man dann tatsächlich duscht, ist ja “frisch” aus Speicher + KW Leitung. Was dann aber im genannten Beispiel vom TE eben aus meiner Sicht erst wirklich ein Problem sein könnte…

Mit vorhandener Zirkulation hätte man eben den Luxus, dass man:

  • Mit hoher Temperatur im Speicher bei Bedarf das Wasser in den Leitungen vor dem Duschen “tauscht” und die hohe Temperatur dann ev. vorhandene Legionellen “neutralisiert”. VBNC etc. sehe ich hier weniger als Problem, denn es kühlt ja ohne dauerhafter Zirkulation sehr schnell ab und dann “steht” das ja dahingehend erstmal
  • oder ev. besser: Man lässt über die Zirkulationsleitung das “Leitungswasser” im Heizraum ab in den Abfluss bevor man duscht. Dann ist es “weg” und man hat direkt warmes Wasser an der Zapfstelle.

In beiden Fällen verhindert man außerdem Aerosol an der Zapfstelle mit dem Leitungswasser. Variante 1 macht nat. nur mit hoher Speichertemperatur Sinn.

Generell scheint es mit den Leitungen nicht ganz so gefährlich zu sein wie mit dem Speicher, denn deren Inhalt wird ja (im Gegensatz zum Speicherinhalt) vor der “Anwendung” = duschen ohnhin in den Abfluss befördert. Auch bei den Proben etc. sollte man das Wasser ja vorher laufen lassen, die Entnahmestelle abflammen etc. Klingt für mich so, als würde man es auf den Speicherinhalt absehen?

Das hat eben Vorteile, aber auch Nachteile. Das dämmen der Rohre kann zb. auch sinnvoll sein, um das KW vor der Wärme der WW Leitung(en) zu isolieren. Also speziell bei Zirkulation die dauerhaft aktiv ist.

Und was die vermeintlich geringen Fälle an Erkrankungen betrifft:

Die Dunkelziffer soll da wohl groß sein - was nicht wundert: Die Symptome von Pontiac Fieber sind ja quasi identisch mit einer “Erkältung” - wieso also sollt man etwas anderes annehmen? Und ich habe auch gelesen, dass selbst bei Lungenentzündung nicht zwingend von Legionellen ausgegangen - darauf getestet wird? Keine Ahnung, aber es würde die geringe Anzahl an bekannten Fällen relativieren.

Japp, ist die UV-Lampe ist eine Art “Durchlauf-Desinfizierer”. Dafür muss sie eine gewisse Strahlungsintensität haben.

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Habs jetzt oft genug wiederholt. Der VBNC-Zustand lässt sie eben nicht bei 60°C oder 70°C, noch nicht einmal bei 90°C absterben.

Und für EFH/MFH sieht bei Leitungen unter 3l, keine Zirkulation und Speicher bei genügend Umlauf selbst die Vorschrift aus. Also auch keine 60°C wichtig sind, sondern Umlauf. Siehe Video von LichtQuant.

Ja, das ist deine Meinung. Die widerspricht aber nunmal offensichtlich der Faktenlage.

Siehe Video.

Das stimmt. Wobei ich den Rohren ohnehin weit weniger Bedeutung zumesse als es meinem Vernehmen nach du tust.

Siehe Video. 3-Liter-Regel. Über 3 Liter: Maßnahmen. Also wird das eine Rolle spielen. Sonst gäbe es die Regel nicht.

Das hat eben Vorteile, aber auch Nachteile. Das dämmen der Rohre kann zb. auch sinnvoll sein, um das KW vor der Wärme der WW Leitung(en) zu isolieren. Also speziell bei Zirkulation die dauerhaft aktiv ist.

Dann dämmst du beide. So dämmst du keins.

Und was die vermeintlich geringen Fälle an Erkrankungen betrifft:

Die Dunkelziffer soll da wohl groß sein - was nicht wundert: Die Symptome von Pontiac Fieber sind ja quasi identisch mit einer “Erkältung” - wieso also sollt man etwas anderes annehmen? Und ich habe auch gelesen, dass selbst bei Lungenentzündung nicht zwingend von Legionellen ausgegangen - darauf getestet wird? Keine Ahnung, aber es würde die geringe Anzahl an bekannten Fällen relativieren.

Video…. seufz. 1200 erkannte Fälle 2020. 5% davon tödlich, also in ganz Deutschland 60. Dunkelziffer 10 mal so hoch? Also 600 Tote im Jahr und 12 000 Infizierte. Davon die meisten bei Systemen in Großanlagen/Mehrparteienhäuser/Hochhäusern und mit Zirkulationsleitungen. Es gibt keine Empfehlung für 60°C in EFH/MFH.

Das ist erstmal die “Faktenlage”. Für mich ist das sehr dünn. Aber reicht für eine persönliche, eigene Einschätzung.

Es gibt auch Leute die sich Entkalker für das gesamte Brauchwasser einbauen lassen.
Bestimmt gibt es auch welche wo das begründet ist.
(Waschmaschine und Spülmaschine machen das aber per Pulver/Salz und brauchen es eigentlich nicht.)

Desinfektion per UV wird z.B. in "3. Welt" Ländern zum Trinkwasser erstellen genutzt.

Solange das "ausgeht" beim Öffnen, bevor man reinguckt, ist da auch nichts gefährlich und es ist bewährt.

Bestimmt auch gar nicht so teuer.
Ob man es (hier in D) braucht?

Du gehst also einfach mal davon aus, dass die Listerien in dem Zustand schon ins Haus kommen? Auf welcher Grundlage?

Nein ich gehe nicht davon aus. Das können die alle. Aber nicht alle schaffen es in diesen Modus zu gehen. Wieviele davon? Ich weiss es nicht.

Ergänzend hat der DVGW dazu die twin Nr. 05 „Desinfektion von Trinkwasser-Installationen zur Beseitigung mikrobieller Kontaminationen“ herausgegeben.

Allerdings: Auch diese Maßnahme ist bei einer Verkeimung mit Legionellen nicht dauerhaft nachhaltig – insbesondere dann nicht, wenn die Bakterienstämme zuvor aufgrund einer Legionellenschaltung eine Hitzeresistenz entwickeln konnten. Das zeigten Untersuchungen zu thermischen Desinfektionen mit sogar deutlich längeren Spülzeiten als die drei Minuten gemäß DVGW Arbeitsblatt W 551. So konnten nach fünfminütigen Spülungen bei > 70 °C immer noch Legionellen nachgewiesen werden. Erst bei Spülungen von mehr als zehn Minuten bei > 70 °C war kein Nachweis mehr möglich. Zudem beseitigt eine thermische Desinfektion nicht den an der Rohrinnenwand anhaftenden Biofilm und Amöben – die „Schutzräume“ von Legionellen. Deswegen ist diese Maßnahme nach der neuen TrinkwV nur noch in Zusammenhang mit einem technischen Sanierungsplan erlaubt (TrinkwV § 18 Absatz 4d).

was sind das für viecher die bei 90°C nicht draufgehen? irgendwelche supermutanten?

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Du drehst dich damit aber immer im Kreis. Denn im Bezug auf den VBNC Status ist immer wieder - wie auch in diesem post von die - von der “Legionellenschaltung” die Rede: Die soll dahingehend wohl eben u.U. sogar mehr Fluch als Segen sein können…

Ich habe dahingehend bisher nirgendwo im Bezug auf dauerhaft 60° (oder 55° als Kompromiss) gelesen. Wenn das Getier schon vernichtet wird sobald es in den Speicher kommt - sehe ich dahingehend keine Probleme. Wenn es im Speicher aber bei “wohliger Wärme” wachsen und gedeihen, sich vermehren usw. kann - dann sehe ich das kritisch.

Eben, aber ist es dann nicht vernünftiger wenn man sich auf das verlässt, was man weiß? Anstatt auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen die man selber zieht, wo es aber (zumindest noch) keine Grundlagen dafür gibt?

Was du aktuell machst wirkt für mich nach:

Ich weiß es nicht, also sage ich mal einfach es ist so.

Nein es ist ein: Bevor ich das mache, was man mir vorschreibt, überlege ich, wieso die Vorschriften DAS ausnehmen.

Und sie nehmen ein EFH/MFH aus, sie nehmen Leitungen unter 3 Liter Wasserinhalt aus und Tanks unter 400l. Und dort wird keine Zirkulation vorgeschrieben sowie die Leitungen müssen keine 50°C haben.

Und das sagt mir: Dann brauche ich das auch nicht. Das hindert mich jedoch nicht daran mich zu fragen, wie man darauf kam und warum man das nicht labortechnisch abklären lässt wenn man jeden anderen Mist vorschreibt. Vielleicht, weil man das nicht will. Aber in Miethäusern etc. ist es ja jetzt vorgeschrieben. Erst die Zirkulation vorgeschrieben, dann die Temperatur vorgeschrieben, jetzt die Beprobung vorgeschrieben.

Das erinnert mich an die Dämmpflicht. Erst die Dämmung/Sanierung vorgeschrieben. Dann wird das gemacht, es kommt zu Schimmel, dann wird eine Lüftungsanlage vorgeschrieben….

Ich höre da immer so eine recht negative Grundeinstellung anderen gegenüber raus :thinking:

Es will dir doch nicht jeder was Schlechtes :wink: So wie nicht jeder im “anderen Form” grundsätzlich immer Hintergedanken haben wird und was verkaufen will usw. Eine “gesunde Portion Skepsis” ist schon ok, aber man kann es auch übertreiben…

Du erschaffst dir halt selber ein Gedankenkonstrukt und argumentiert dann anhand diesem. Dass es dann tw. einfach der Faktenlage wiederspricht, stört dich dabei nicht.

Der Grund weshalb wir nun nicht einer Meinung sind ist, dass ich dein Gedankenkonstrukt nicht teile weil es eben nicht mit den bekannten Fakten “harmoniert”.

Aber vielen Dank für deine Zeit, ich denke die Thematik konnte dadurch ganz gut “durchleuchtet” werden. Das hilft letztlich allen die sich mit dem Thema befassen bzw. dafür interessieren!

:+1: :+1: :+1:

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Sry offtopic

Nur bei (fehlerhafter) Innendämmung!

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Für eine Einschätzung interessant, wie die Verdoppelungsrate der Legionellen ist, also die Zeitspanne, wie sie sich verdoppeltn:

  • 25 Grad - 36,1 Stunden
  • 32 Grad - 16,8 Stunden
  • 37 Grad - 28,8 Stunden

(Quelle: 2023-05-19: Das erstaunliche Temperaturverhalten von Legionellen | viega.de)

Scheint also im Bereich um 32 Grad das Optimum zu sein. Leider findet man keine Werte, wie es über 37 Grad weiter geht.

Es ist recht wahrscheinlich, dass es z.B. bei 45 Grad schon im Bereich 60 Stunden für eine Verdoppelung sein wird.

Selbst wenn man also 1 Woche das Wasser bei 45 Grad stehen lässt, wäre es die 8 fache Menge an Legionellen. Da ist man vermutlich immer noch meilenweit entfernt von einer gefährlichen Kontamination. Vermutlich kommen auch daher die Empfehlungen, dass nur einmal pro Woche ein Legionellenprogramm gefahren wird.

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Zumindest bei den von dir genannten 55° könnte man - vorausgesetzt die werden auch wirklich dauerhaft gehalten - relativ sicher sein:

Quelle:

https://www.health.qld.gov.au/public-health/industry-environment/environment-land-water/water/risk-management/plan/implement/monitoring-temperature

Da sagt wiki - in Abhängigkeit vom “Nährstoffangebot” - was völlig anders:

Wobei man halt das “Nährstoffangebot” (=Biofilm in der Anlage / dem Speicher?) nicht kennt und es wohl nicht nur vom Alter, sondern vielen weiteren Faktoren wie der Wasserqualität die reinkommt etc. abhängt?

Was für mich aber sehr viel relevanter erscheint:

Was bedeutet das nun? Der “Zähler” fängt ja nicht nach jedem “zapfen” bei 0 an - weil 1. immer “Altwasser” zurückbleibt und 2. sich das neue Wasser damit sofort vermischt. Also einfach zu sagen: “Also rechnerisch bezogen auf die Menge wird das Wasser alle 3 Tage getauscht” scheint mir da nicht zielführend zu sein?

Aber wie kommst du zu dieser Aussage? Um das zu beurteilen, müsste ja bekannt sein, wie die Konzentration grundsätzlich ist? Was würde es nutzen, wenn man die Verdoppelungsrate kennt .- aber nicht weiß, was sich da verdoppelt? Stelle ich mir schwierig vor :thinking:

So nach dem Motto: “Ich bin safe, bei mir verdoppelt sich die Konzentration nur alle 60h - rechnerisch verbrauche ich den Boilerinhalt aber alle 48h”

Ok, wie hoch ist die Konzentration dann?

“Woher soll ich das wissen” :see_no_evil_monkey:

Ich glaube auch nicht, dass Erkrankungen wirklich so extrem selten sind - wie es hier dargestellt wird:

Quelle: Gesundheit Legionellen

Mindestens 100.000 im Jahr GESCHÄTZT sind ja auch nicht “nichts”. Aber eben geschätzt…

Ich denke der Zusammenhang zwischen Temperatur und Legionellenwachstum ist unbestreitbar und hinreichend dokumentiert auf verschiedensten Seiten etc.

Da kann man bis in die Unendlichkeit darüber diskutieren, aber diesen Zusammenhang wird man nicht leugnen können.

Auch die Tatsache, dass bei bereits Betroffenen höhere Speichertemperaturen das Problem beseitigt haben - spricht dafür (wobei hier aber nat. wieder unzählige Sachen in Frage kommen…)

Ich glaube das Thema wird erst so richtig relevant werden, weil eben die Brauchwassererwärmung mittels WP noch relativ neu ist und entsprechend noch nicht so extrem verbreitet. Bei anderen Arten der Warmwassererwärmung war es ja kein Thema - denn da haben das eben auch nur relativ wenige (geraten???) gemacht, dass die so niedrige Temperatur nutzen.

Aber man wird sehen, Panik ist sicher unangebracht - sich darüber ernsthaft Gedanken machen aber sicherlich angebracht.