Also wenn ich nun rein davon ausgehe, was am meisten bei uns gebracht hat. Dann war es zum einen die 4 Räume den Boden rausreißen und erneuern weil vorher bis zur Mauerbank durchgängig und der Estrich daher im Winter eiskalt wurde. Dann natürlich der Anbau mit Holzfaserdämmung. Das sind ca. 10 000€ und drückt unseren reinen Heizbedarf für die gesamten 150qm auf einen Verbrauch der Klimasplits auf ca. 3000kWh Strom (geschätzte 10 000 - 12 000kWh Wärme). Die 5 Klimasplits haben ungefähr 10 000€ gekostet, das waren 2 einzelne für 4500€ und später die Multisplit (die gegen 3 einzelne aus Kulanz getauscht wurden) für 5500€.
Das E-Auto ersetzt einen kaputten Verbrenner. Kosten ca. 14 500€ und ersetzt nun bei ungefähr 9500km Fahrleistung im Jahr den Sprit. Sprit waren 6,5l auf 100km, also ca. 600l Benzin. Bei 1,7€ sind das 1020€. Verbrauch jetzt ungefähr 15kWh auf 100km sind 1425kWh. Davon (müsste ich nachsehen) sagen wir 425kWh im Winter gekauft zu 25ct sind 100€, die restlichen 1000kWh erzeugt die PV zu ungefähr 10ct entgangene Einspeisung also ebenfalls 100€. Sparen tun wir nichts, die Vollkasko und der Garantieservice kostet soviel dass sich das bestimmt aufwiegt.
Die PV kostete ca. 21 000€. Ersparnis mit der ist im Jahr bei 2233€ (Eigenverbrauch, Einspeisung etc. pp). Ab diesem Jahr mit max. 13,2KW Einspeisung und wahrscheinlich ab Oktober P2P mit Schwiegermutter (muss evtl. noch der Stromanbieter gewechselt werden, weil der keine EEG zulässt, bin noch nicht sicher ob P2P als EEG steht).
Fazit:
Teilweise gedämmt: 10 000€
Klimasplits: 10 000€
E-Auto: 14 500€
PV-Anlage: 21 000€
55 500€.
Jährliche Kosten nach den Maßnahmen: 290€ pa für Strom.
Jährliche Kosten ohne die Maßnahmen? Schwierig. Wie sollte man das berechnen.
Für mich ist es aber weniger auch die CO² Berechnung. Sondern die Senkung der laufenden Kosten für die Zukunft.
Ein weiterer, meiner Meinung nach vollkommen unterschätzter Wert ist die Wärme an die Umgebung. Wir heizen mit ca. 3000kWh und entnehmen 9000kWh Wärme aus der Umgebung. Die gehen ins Haus. Am Ende gehen die 12 000kWh wieder in die Umgebung. Letztlich bedeutet das, dass unsere Wohnung 3000kWh an die Umwelt abgibt. Hätten wir eine andere Heizung, würden wir mit einem Brennstoff 12 000kWh Wärme in das Haus bringen. Bei 90% Wirkungsgrad sind es 13 333kWh. Diese Wärme wird der Umwelt hinzugeführ. Das bedeutet, netto bringt die jetzige Lösung 3000kWh Wärme in die Umwelt. Mit einer anderen Heizungsart wären es 10 000kWh mehr.
Dasselbe gilt so in etwa für das E-Auto. Vorher wurden ca. 66kWh in die Umwelt gelassen. Jetzt sind es 15kWh auf 100km. Also im Jahr 1425kWh Wärme mit dem E-Auto und mit dem Verbrenner wären es 6270kWh Wärme.
Die PV-Anlage heizt die Umgebung kaum weniger auf, als die BRAMAC Dachsteine. Dafür wird aber Strom erzeugt damit.
Dann, und das ist ein zweischneidiges Schwert, welches aber von E3DC nun mehrfach aufgezeigt wurde: Wir speisen noch ungefähr 5000kWh (ab diesem Jahr mehr) in das Netz ein. Das bekommt der Nachbar. Ich kann das nicht beweisen, Österreich hat zwar alle Smartmeter, und 15 min werte sind genauso möglich wie On-the-fly-Werte. Aber nicht für die Endkunden ersichtlich und es fehlen auch die smarten Trafos. Nur mit denen könnte ich nun sagen, ob ich das Netz eher belaste, weil hier der Strom nicht benötigt wird, oder ob ich damit das Stromnetz entlaste, weil weniger importiert wird und das Netz daher nicht genutzt wird.
Gehe ich von der Frequentierung an PV-Anlagen hier aus würde ich behaupten es bleibt innerhalb des Trafos. Maximal geht es eine Stufe weiter in die nächstgrößere Stadt und verschwindet dort entweder bei der Industrie, dem Handel oder in den dortigen, mehrstöckigen Wohngebäuden.
Das bedeutet mein Strom sorgt dafür, dass WENIGER Strom anderweitig hergestellt werden muss.
Und so höhlt der stete Tropfen den Stein. Sollte sich das neue Modell für Strom ab nächstem Jahr mit Leistungsmessung bestätigen könnte es sein, dass ich in den nächsten Jahren noch das Norddach mit 90qm und 5° Nord noch für den Winter belegen werde. Da das Falzblech ist, und die Dachlast ausreicht, könnte ich dort mit Halterungen leicht selbst die PV installieren. Und entweder an den vorhandenen Wechselrichter anschließen um nur für den Winter mehr für uns zu produzieren. Oder um auch im Sommer noch mehr einzuspeisen, sofern das gewollt ist. Genauso möglich wäre eine Akkulösung, da ich aber gesehen habe welche Sanierungsmaßnahmen bei einem Akkubrand anstünden, wird das dann in einen Metallcontainer neben die Garage wandern. 100kWh wäre zu gefährlich….