Laufende Energiekosten nach Decarbonisierung

Ungläubige Blicke sehe ich regelmäßig, wenn ich über die Gesamtenergiekosten unserer Haushalte spreche. Auch hier im Forum wurde stark gezweifelt. Deswegen habe ich mal grob zusammengestellt, wie sich die Energiekosten entwickelt haben.

Es geht um ein Zweifamilienhaus aus 1955 mit zwei Anbauten neueren Datums, insgesamt ca. 280m² Wohnfläche. Heute bewohnt von vier Erwachsenen und zwei Kindern. Vier KFZ gehören zum Haushalt, die im Schnitt je 12.000km/Jahr fahren. 2025 wurde die Heizung auf Wärmepumpe + BWWP + 2 Splitklima umgestellt. Schon etwas länger ist eine PV mit Hausbatterie im Einsatz 15kWp + 45kWh. Die drei PKW und ein Kleinbus wurden nach und nach auf elektrisch umgestellt.

In den letzten 12 Monaten haben wir komplett elektrifiziert insgesamt knapp 12.000kWh bezogen. Das sind etwa 3.600€ (nach dem Versorgerwechsel kosten diese jetzt nur noch 3.100€).

Wir erhalten rund 1.200€ THG-Prämie und sparen etwa 400€ KFZ-Steuer und 100€ Schornsteinfeger. Bleiben 1.700€ zu zahlen. Zum Vergleich habe ich 2012 gezogen, damals zahlten wir für 7000kWh 170€ pro Monat reine Stromkosten. Das waren rund 2.000€, aber noch nicht klimatisiert wie heute. Dazu kamen 3.000l Heizöl und Kraftstoff für 4 PKW. Heute sind das 3.000€ und vier mal 1680€, Haushaltsstrom fast unverändert, nämlich 2.100€.

Fossil wären das also 11.270€ pro Jahr. Decarbonisiert jetzt 1.700€. Falls sich jemand fragt, wo die Einspeisevergütung eingerechnet ist - wir verzichten freiwillig darauf. Durch viel DIY und die staatliche Förderung der Wärmepumpe und von drei der vier Autos käme uns das im Verhältnis zu der Ersparnis kleinkariert vor. Hätten wir die PV machen lassen, hätten wir die Vergütung aber vermutlich eingefordert.

Wir laden nur selten auswärts, das sind nur Kleinbeträge. Meine Frau war gerade an der Nordsee und hat zum Beispiel für die 1.200km 60€ +10€GG bezahlt. Fliegen und Kreuzfahren sind schon seit dem letzten Jahrtausend tabu für uns.

Vielleicht gibt es ja weitere Beispiele für eine Komplettumstellung.

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Hier noch die Verbräuche je Monat

und die EVCC Jahresbilanz:

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Dämmung verbessert oder nur heizen umgestellt?

Keine neuen Dämmmaßnahmen. Das Haus braucht nach wie vor rund 27.000kWh Wärmeenergie. Die relativ niedrigen Energiekosten machen weitere Maßnahmen sogar eher unwirtschaftlich.

Ich hoffe auf einen noch besser funktionierenden Wettbewerb im Strommarkt. Dynamische Tarife, die nicht durch die Stromlobby künstlich verteuert werden, könnten extrem dabei helfen, dass weniger Engpässe im Stromnetz entstehen. Mir würden 2-3 Stunden am Tag reichen, um im Winter den Bedarf in die Haus- und Autobatterien zu laden. Allerdings schmälern niedrige Endkundenpreise die Gewinne der EVUs, während der Netzausbau dem Kunden und Steuerzahler aufgeladen werden kann.

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Warum würden Dynamische Tarife die Gewinne sinken lassen?

Ist da nicht bereits die nötige Marge aufgeschlagen?

Paar Panels Vorhangfassade Südwand möglich? Insgesamt fehlt ja nicht mehr allzu viel. Oder bissel Gebäudekosmetik um den Winter-Verbrauch zu drücken?

Wesentlicher Teil der Bezugskosten ist Netz, des wird eher nicht biliger

@lichtquant Ich will da nicht näher drauf eingehen, das wird politisch, dann ist hier gleich wieder dicht. Nur so viel: Transparenz bei der Preisbildung ist immer schlecht für die Rendite.

@tageloehner Die Rechnung ist einfach. Wieviel Panelfläche brauche ich zusätzlich in den vier schlechten Monaten, um einigermaßen autark zu werden? Ich hatte es gerechnet, es sind viele :slightly_smiling_face:. Es würde sich sogar nach, wenn ich echt erinnere, 15 Jahren (bei DIY Freifläche) amortisieren. Aber dann müsste ich in den restlichen Monaten die Panels abbauen und einlagern um Wiese und Garten wiederzusehen. Beim Ertüchtigen des Hauses ist es ähnlich. Man muss den sweet spot für sich finden. Von den begrenzten Mitteln mal abgesehen, finde ich, dass die Lebensqualität ab einem gewissen Punkt nicht weiter steigt, um es vorsichtig auszudrücken, wenn man sich zu sehr “abschottet”. Wenn die Strompreise steigen, was durchaus möglich ist (Achtung Politikgefahr :slightly_smiling_face:) muss neu gerechnet werden.

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Keine Bange. Politik ist in Ordnung sofern es eben zur Entscheidungsfindung beiträgt oder themenbezogen ist. Nur reine Schimpferei hilft nicht. Ist also in Ordnung wenn man sich für etwas entscheidet weil sich das nicht amortisiert weil die Gegebenheiten das nicht hergeben.

Dann lieber andere Dinge machen, die vielleicht momentan günstig sind für die Situation. Nur einen Teil dämmen oder erst einmal etwas Luxus wie ein Pool, der im Sommer mit einer Poolwärmepumpe geheizt wird mit PV-Strom. Vielleicht eine Grundwasserpumpe oder Regenwassernutzung für den Garten.

Wenn die dynamischen Tarife auch die Kosten für das Netz umfassen und dann teils bei 2 Cent die kWh liegen und teils bei 2 Euro die kWh, wird der Netzausbau praktisch immer teurer sein als die so angereizten Alternativen. Beim Netzausbau bekommen die Netzbetreiber garantierte Renditen. Wenn die Netzkosten von 40 Milliarden im Jahr massiv sinken statt weiter ins Unbezahlbare zu steigen, sinken dementsprechend die garantierten Gewinne.

Das gilt dann nochmals mehr, wenn da Lücken der Regulierung geschlossen werden und zum Beispiel Ausschreibungen für einzelne Leitungen ordentlich wettbewerblich vergeben werden und nicht Kosten angesetzt werden können, die viel zu hoch sind.

Für Haushalte mit genügend Reserve und Windrädern in der Nähe könnte eine kostenreflektierende Bepreisung des Netzes sehr nah an Null kommen. Die bestehenden Leitungen im Boden kosten fast nichts, die Wartung von Ortstrafos ist nicht viel.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Offtopic Sammelthread

Nicht volle Autarkie, aber wenn durchgängig noch Strom gekauft wird, helfen auch Kleinigkeiten

Die eine bekannt undichte Stelle, oder noch 2 Panels, oder Umwälzpumpe erneuern oder oder ….

Würde mich freuen, wenn wir von der (Netz)politik zurück zu persönlichen Entwicklungen kommen in diesem Faden. Kann leider gerade nicht mit gutem Beispiel vorangehen, da im Krankenhaus und nur mein Handy dabei.

Gute Besserung!

Hier noch die grafische Übersicht der letzten 12 Monate. Die “schlechteste” Woche ist markiert, hier hätten wir 240kWp gebraucht, um autark zu sein. Man sieht auch den Versuch, die PV-Leistung zu modulieren, um in den Überschusszeiten netzverträglicher zu sein. Außerdem gab es letzten Monat einen neuen Spitzenwert für die Hausbatterie, 600kWh wurden umgesetzt. Ursache war die notwendige Klimatisierung durch die extremen Temperaturen.

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Sehr interessanter Erfahrungsbericht.

Und zeigt eigentlich auch, dass der ökonomischste Weg ganz klar als aller erstes PV, dann Speicher mit Sektoren-Kopplung und ein paar einfachen Dämmmaßnahmen ist.

Erst danach kann man sich Gedanken über die sonstigen Maßnahmen machen.

Das schöne ist ja, dass im Winter Vertikale Süd Ausgerichtete Panels nur minimal Platz verbrauchen.
Z.b am Zaun ca. 40mm bzw. als Zaun gar kein Platzverbrauch.

Zudem ist ein PV-Zaun eine der am einfachsten durchführbaren DIY-Arbeiten in die Richtung.

Das ist im Vergleich zu einer vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) mit Solarmodulen deutlich einfach machbar. Wobei selbst das, insbesondere wenn die Traufseite Richtung Süden zeigt auch DIY ganz gut machbar wäre.

Ich verstehe aber auch, dass bei durchschnittlich ~170€ im Monat für "alles" man nicht mehr so viel optimieren braucht bzw. es wenn überhaupt nur wenn es als Hobby mitläuft Sinn macht.

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Ich hab neulich mal getriggert durch das Buch “Finanzen ganz einfach” von Saldi Sulilatu (Chefredakteur von Finanztip), das ich sehr empfehlen kann, auch mal unsere Wohnkosten bilanziert und getriggert durch diesen Faden hier mal versucht abzuschätzen, wie es wäre, wenn das Haus noch in dem Zustand wäre, wie wir es vor etwa 15 Jahren übernommen haben, mit 17000 kWh Gas pro Jahr + WW komplett über DLE und kleine Boiler.

Details zu unserem RMH:

Das wurde zunächst im Verlauf von zwei Jahren durch eine Brennwerttherme mit zentralem WW, einer KWL gegen Lüftungsverluste, neue Fenster und Dämmung auf Stand gebracht.

Die letzten Jahre dann PV, BWWP und zwei Splitklima und die Gastherme ist vor zwei Monaten rausgeflogen.

Die Rechnerei ist nicht ganz einfach. Beim Gas sind an Fixkosten angefallen: etwa 125 Euro für Wartung (alle zwei Jahre) + 68 Euro Schorni im Mittel (Claude recherchieren lassen), also fix 193 Euro/Jahr.

Für etwas 6000 kWh Gas nach der energetischen Sanierung 851 Euro, für 17000 kWh wären es 2095 Euro. WW mit DLE geschätzt etwa 382 Euro (ganz ohne PV).

Strom ohne PV, BWWP, KWL aber mit DLE geschätzt 1332 Euro im Jahr.

Jetzt für etwa 2500 kWh Strombezug 851 Euro, Einspeisevergütung vielleicht so 190 Euro.

Überschlagene Gesamtbilanz:

Altzustand: 3620 Euro / Jahr
Gas, Haus neu: 1994 Euro / Jahr
“Decarbonisiert”: 625 Euro / Jahr etwa 17% des Altzustands oder rund 3000 Euro weniger pro Jahr.

Kann man jetzt trefflich drüber streiten, ob sich das finanziell rechnet oder nicht, aber die alte atmosphärische Gasheizung mußte eh neu, Fenster/Türen haben die Nachbarn, die jetzt nicht schon an die 90 sind auch erneuert oder die neuen Besitzer haben auch nen Rundumschlag gemacht. Wäre bis zu unserem Lebensende sicherlich auch so fällig gewesen und eine neue Dacheindeckung in den nächsten 20-30 Jahren auch (teilweise hier noch Bestand von 1967). Und der Wohnwert mit warmen dichten Fenstern und Wänden und keine Notwendigkeit manuell zu lüften ist einfach deutlich höher und der Wert der Immobilie ebenfalls, wenn wir die im Alter mal für Pflege verrenten oder verkaufen müssen.

Was kommt noch alles dazu in Sachen Wohnen?

Grundsteuer: 455.48 Euro
Müll: 206.56 Euro
Wasser: 528 Euro
Garagenhof/Gehwegreinigung: 328.44 Euro
Gebäudeversicherung: 562.69

In Summe gehts dann von 5701 über 4076 runter auf 2706 Euro / Jahr inkl. der weiteren Kosten, etwa 47% des Ausgangswerts.

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Ja, ohne Kosten. :wink: Die Frage ist, was hast du dafür da reingesteckt?

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Gratulation !

Bei uns (Wolkersdorf bei Wien) ist es seit 2008 ähnlich gelaufen: 2008: 1. PV-Anlage 2,2 kWp (kein Speicher), 2012 2. PV-Anlage +4,4 kWp (fast identer Preis wie 4 Jahre vorher die 2,2 kWp), 2014 e-Auto gedacht als Zweitauto (war aber eigentlich schnell unser Hauptauto), 2018 Umstellung auf WP, 2020 3. PV-Anlage = Erweiterung um 7,5 kWp und 13,8 kWh Speicher, 2021 fossiles Auto verschrottet, und modernes e-Auto gekauft, heuer (2026) kommt der Endausbau der PV mit dann in Summe ca. 20 kWp.
Gesamtkosten für Heizung, Warmwasser, (Sommerkühlung passiv mit Tiefenbohrung), Strom, Mobilität (2 PKWs) abzüglich Einspeisung (ca. 7 €ct/kWh im Jahresmittel) = -800€ (Verdienst).

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Hab ich mich vorhin auch gefragt :wink: Muß ich mal schaun, ob ich die Zahlen noch finde, zumindest für die großen Posten. Ach ja, Auto brauchen und haben wir hier nicht, daher nicht mit aufgeführt, drei carsharing Stationen in weniger als 1.2 km Entfernung und Arbeitgeber/Schulen problemlos mit Fahrrad bzw ich seit Corona home office.

Also wenn ich nun rein davon ausgehe, was am meisten bei uns gebracht hat. Dann war es zum einen die 4 Räume den Boden rausreißen und erneuern weil vorher bis zur Mauerbank durchgängig und der Estrich daher im Winter eiskalt wurde. Dann natürlich der Anbau mit Holzfaserdämmung. Das sind ca. 10 000€ und drückt unseren reinen Heizbedarf für die gesamten 150qm auf einen Verbrauch der Klimasplits auf ca. 3000kWh Strom (geschätzte 10 000 - 12 000kWh Wärme). Die 5 Klimasplits haben ungefähr 10 000€ gekostet, das waren 2 einzelne für 4500€ und später die Multisplit (die gegen 3 einzelne aus Kulanz getauscht wurden) für 5500€.

Das E-Auto ersetzt einen kaputten Verbrenner. Kosten ca. 14 500€ und ersetzt nun bei ungefähr 9500km Fahrleistung im Jahr den Sprit. Sprit waren 6,5l auf 100km, also ca. 600l Benzin. Bei 1,7€ sind das 1020€. Verbrauch jetzt ungefähr 15kWh auf 100km sind 1425kWh. Davon (müsste ich nachsehen) sagen wir 425kWh im Winter gekauft zu 25ct sind 100€, die restlichen 1000kWh erzeugt die PV zu ungefähr 10ct entgangene Einspeisung also ebenfalls 100€. Sparen tun wir nichts, die Vollkasko und der Garantieservice kostet soviel dass sich das bestimmt aufwiegt.

Die PV kostete ca. 21 000€. Ersparnis mit der ist im Jahr bei 2233€ (Eigenverbrauch, Einspeisung etc. pp). Ab diesem Jahr mit max. 13,2KW Einspeisung und wahrscheinlich ab Oktober P2P mit Schwiegermutter (muss evtl. noch der Stromanbieter gewechselt werden, weil der keine EEG zulässt, bin noch nicht sicher ob P2P als EEG steht).

Fazit:
Teilweise gedämmt: 10 000€
Klimasplits: 10 000€
E-Auto: 14 500€
PV-Anlage: 21 000€
55 500€.

Jährliche Kosten nach den Maßnahmen: 290€ pa für Strom.
Jährliche Kosten ohne die Maßnahmen? Schwierig. Wie sollte man das berechnen.

Für mich ist es aber weniger auch die CO² Berechnung. Sondern die Senkung der laufenden Kosten für die Zukunft.

Ein weiterer, meiner Meinung nach vollkommen unterschätzter Wert ist die Wärme an die Umgebung. Wir heizen mit ca. 3000kWh und entnehmen 9000kWh Wärme aus der Umgebung. Die gehen ins Haus. Am Ende gehen die 12 000kWh wieder in die Umgebung. Letztlich bedeutet das, dass unsere Wohnung 3000kWh an die Umwelt abgibt. Hätten wir eine andere Heizung, würden wir mit einem Brennstoff 12 000kWh Wärme in das Haus bringen. Bei 90% Wirkungsgrad sind es 13 333kWh. Diese Wärme wird der Umwelt hinzugeführ. Das bedeutet, netto bringt die jetzige Lösung 3000kWh Wärme in die Umwelt. Mit einer anderen Heizungsart wären es 10 000kWh mehr.
Dasselbe gilt so in etwa für das E-Auto. Vorher wurden ca. 66kWh in die Umwelt gelassen. Jetzt sind es 15kWh auf 100km. Also im Jahr 1425kWh Wärme mit dem E-Auto und mit dem Verbrenner wären es 6270kWh Wärme.

Die PV-Anlage heizt die Umgebung kaum weniger auf, als die BRAMAC Dachsteine. Dafür wird aber Strom erzeugt damit.

Dann, und das ist ein zweischneidiges Schwert, welches aber von E3DC nun mehrfach aufgezeigt wurde: Wir speisen noch ungefähr 5000kWh (ab diesem Jahr mehr) in das Netz ein. Das bekommt der Nachbar. Ich kann das nicht beweisen, Österreich hat zwar alle Smartmeter, und 15 min werte sind genauso möglich wie On-the-fly-Werte. Aber nicht für die Endkunden ersichtlich und es fehlen auch die smarten Trafos. Nur mit denen könnte ich nun sagen, ob ich das Netz eher belaste, weil hier der Strom nicht benötigt wird, oder ob ich damit das Stromnetz entlaste, weil weniger importiert wird und das Netz daher nicht genutzt wird.
Gehe ich von der Frequentierung an PV-Anlagen hier aus würde ich behaupten es bleibt innerhalb des Trafos. Maximal geht es eine Stufe weiter in die nächstgrößere Stadt und verschwindet dort entweder bei der Industrie, dem Handel oder in den dortigen, mehrstöckigen Wohngebäuden.

Das bedeutet mein Strom sorgt dafür, dass WENIGER Strom anderweitig hergestellt werden muss.

Und so höhlt der stete Tropfen den Stein. Sollte sich das neue Modell für Strom ab nächstem Jahr mit Leistungsmessung bestätigen könnte es sein, dass ich in den nächsten Jahren noch das Norddach mit 90qm und 5° Nord noch für den Winter belegen werde. Da das Falzblech ist, und die Dachlast ausreicht, könnte ich dort mit Halterungen leicht selbst die PV installieren. Und entweder an den vorhandenen Wechselrichter anschließen um nur für den Winter mehr für uns zu produzieren. Oder um auch im Sommer noch mehr einzuspeisen, sofern das gewollt ist. Genauso möglich wäre eine Akkulösung, da ich aber gesehen habe welche Sanierungsmaßnahmen bei einem Akkubrand anstünden, wird das dann in einen Metallcontainer neben die Garage wandern. 100kWh wäre zu gefährlich….

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Hab jetzt heute mal die alten Ordner rausgekramt und geschaut, was ich noch finde, um einen Überblick zu bekommen für die Investitionen ins Haus mit Bezug auf energetische Sanierung, die wir so seit 2010 gemacht haben:

  • Kellerdecke dämmen, Material (Multipor): 2007 Euro
  • Neue Brennwert Gastherme inkl. Abgasrohr, Entfernung des alten Asbestzementlüftungsrohrs, zwei neue Heizkörper, hydraulischer Abgleich, Zirkulationsleitung neu legen und im Bad anschließen: 9556 Euro
  • KWL inkl. Verlegen aller Rohre, Auslässe, Bohrungen dafür, Hoval RS-250: 10846 Euro
  • Dach neu eindecken und Aufdach+Zwischensparrendämmung: 26571 Euro
    Unser Anteil am Blower-Door Test: 446 Euro (Rest durfte die Zimmermannsfirma zahlen + 2 Arbeitstage auf eigene Rechnung für Nachbesserungen)
  • Fassade vorne dämmen: 6200 Euro
  • Hinten teilweise Firma (auskragender Drempel von unten), teilweise Eigenleistung (Fassade 20 cm Glaswolle, vorgehängte Holzverkleidung, Umdämmung Balkonplatte: geschätzt 3500 Euro
  • Fenster (dreifach, teilweise kw 0.5, Holz+Aluverkleidung außen): 15272 Euro

Bis hierher etwa 74412 Euro

Neuere Sachen der letzten Jahre:

  • BWWP: Gerät etwa 2200 Euro, Kleinkram+hydraulische Presszange etwa 1300 Euro.
  • Neue KWL (Untroma, auch wieder mit Enthalpietauschern): 2551 Euro + 200 Euro Material
  • PV inkl. Werkzeug (Thermokamera, Kabelpresse, Kapazitätstester gebraucht): Etwa 14 000 Euro
  • Splitklima: 4600 + etwa 500 Euro Elektro+Montagematerial

Komplett: Etwa 99800 Euro

Was ich jetzt nicht mehr parat habe, ist was wir damals an Fördermitteln bekommen konnten. Wir hatten uns noch ne relativ aufwändige Rechnung zur Bestätigung von KfW Effizienzhaus 100 machen lassen, die ich jetzt hier bei den Kosten nicht aufgeführt hatte und dafür das Programm 431 genutzt, was wohl 10% Zuschuß ergibt und für die Dämmung gabs damals von Bremen auch noch was on top. Teilweise konnten auch die Arbeitslöhne bei der Steuer geltend gemacht werden.

Bei den Kosten der PV (20 Module, Multiplus 48/5000/70 + Fronius Symo 6.0 + !4 kWh DIY Akku + spezifische Elektroarbeiten + Kleinscheiß der sich läppert) reibt man sich heute die Augen, aber da waren die Kosten vor paar Jahren leider gerade recht hoch ... Der Fronius hatte 1582 Euro gekostet, Multiplus+CerboGX+EM24+Kabel 1862 Euro. Die Zellen von NKON 2185 Euro über eine Sammelbestellung hier im Forum.

Fenster/Türen und Gastherme mit etwa 25000 Euro waren sowie fällig und wären mit veraltertem 2 fach Glas auch nicht wirklich viel billiger gewesen. Beim Dach sind auch zwei schöne 140x100cm Veluxfenster bei, die die Räume deutlich aufgewertet haben und die alten würden es wohl auch nicht mehr tun heute. Dach wäre wohl spätestens so in 5-10 Jahren fällig, wenn wir es damals nicht gemacht hätten, zumindest ne kleine PV größer 2 kWp inzwischen hier auch Pflicht.

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