Laufende Energiekosten nach Decarbonisierung

Das stimmt ja so nicht ganz, will damit sagen, die Bilanz der thermischen Energie die der Umwelt hinzugefügt wird ist besser als du annimmst - WENN - der Strom beispielsweise aus PV kam die auf einem Ziegeldach montiert ist. Warum? Weil die PV der Sonneneinstrahlung mit theoretischen 1000W/m² um die 20% Energie entzieht und in Strom wandelt. Die 20% weniger erwärmen die Dachsteine nicht mehr. Auf einer grünen Wiese mit Freiflächen PV ist die Bilanz meiner Meinung nach schlechter. Die Wiese hätte deutlich weniger Wärme absorbiert als die dunklen PV Module.

Das stimmt an der Stelle auch nicht. Von den 10kWh pro Liter wird immerhin ein gewisser Anteil in mechanische Energie gewandelt - auch wenn der Wirkungsgrad wesentlich schlechter als beim BEV ist, ohne Wandlung gäbe es kein Fortkommen :slightly_smiling_face:

Stimmt dann auch nicht. Deine 15kWh pro 100km werden ja auch mit, keine ahnung 70% (?) Wirkungsgrad ich Bewegungsenergie gewandelt. Auch hier ist die Bilanz der thermischen Energie besser als du annimmst.

Ob nun Netzbelastung hin oder her - mir persönlich wäre die Netzbelastung schnurz, wenn wir denn am Netz wären, da erneuerbarer Strom ja von allen Seiten gewollt ist - würde ich halt liefern. Aber ganz gleich ob Netzbelastung oder nicht, dein eingespeister Strom sorgt ja IMMER dafür dass an anderer Stelle weniger erzeugt werden muss. Ob nun im Ortsnetz oder regional. Allerdings sind die Mengenverhältnisse geradezu niedlich, also private Erzeugung und z.B. gewerblicher Bezug in der gleichen Region, siehe Beispiel Region Hannover:

Wobei die PV Arbeit hier leider nicht in privat oder gewerblich erzeugt unterschieden wird.

Also gemessen an den rund 3k€ Einsparung pro Jahr eine quasi Amortisationszeit von rund 33 Jahren, ohne Zinsbetrachtung, :slightly_smiling_face: Mit Ausnahme der Bauteile/Bauelemente die aufgrund von Defekt sowieso getauscht werden mussten.

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Korrekt, die alte Gastherme wäre eh schon tod und das Dach nicht zu dämmen und die kleineren Fenster dort war auch keine Option, wenn man die Räume ernsthaft nutzen will. Fenster und Türen müssten auch neu, haben selbst die inzwischen getauscht, die energetisch sonst nichts gemacht haben. Und die Sachen sind ja auch nicht günstiger geworden …

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Und diese Mechanische Energie verschwindet in einem Schwarzen Loch und wird nicht wieder zu Wärme?

Stimmt, das habe ich erfolgreich ausgeblendet - uups :upside_down_face: Ich kann meinen Unsinn leider nicht mehr entfernen und oute mich damit für alle Zeit als Depp :rofl:

Wenn wir schon genauer hinschauen wollen, dann aber bitte ganz genau. Die mechanische Energie kann auch in andere Energieformen umgewandet werden. In den besten Fällen in gespeicherte elektrische Energie, der Vorgang nennt sich Rekuperieren, oder in potenzielle Energie, wenn ich auf dem Berg parke :wink:

Aber das soll uns alles nicht vom wesentlichen Punkt ablenken, der elektrische Antrieb ist weit effizienter.

Und wohin geht die rekupierte Energie? Ebenfalls in den Äther?

@hf_spsler

Ob nun Netzbelastung hin oder her - mir persönlich wäre die Netzbelastung schnurz, wenn wir denn am Netz wären, da erneuerbarer Strom ja von allen Seiten gewollt ist - würde ich halt liefern. Aber ganz gleich ob Netzbelastung oder nicht, dein eingespeister Strom sorgt ja IMMER dafür dass an anderer Stelle weniger erzeugt werden muss. Ob nun im Ortsnetz oder regional. Allerdings sind die Mengenverhältnisse geradezu niedlich, also private Erzeugung und z.B. gewerblicher Bezug in der gleichen Region, siehe Beispiel Region Hannover:

Mir nicht. Und zwar ergibt es doch keinen Sinn, dass wir ohne Verstand jedem seine 50KW Leitung hinlegen, wenn wir ansich viel weniger brauchen. Und es ist weniger. Die meisten kommen mit viel weniger aus. Und das würde Geld beim Ausbau einsparen, da kann man woanders ausbauen, irgendwo wo es mehr einspart.

Macht man doch unternehmerisch und auch privat so. Low hanging fruits.

Das diskutieren wir hier immer und immer wieder. "Netzdienlich" ist mir aber ziemlich wurscht (wobei wir ziemlich netzdienlich sind, wir haben weder Bezug noch Einspeisung). Die Politik will erneuerbare Energie, die soll sie haben. Dann muss sie dazu eben auch die Infrastruktur bereit stellen (lassen). Aber eben für bidirektionalen Energiefluss denn es soll ja nicht nur erneuerbare eingespeißt sondern auch damit getankt und geheizt werden.

Dass die Wende nicht zuende gedacht wurde (wie so Vieles) und man plötzlich merkt dass PV eine massive Mittagsspitze verursacht und man keine öffentlichen Speicher hat um Sonnen- und Windspitzen sinnvoll weg zu speichern ist ein weiterer Planungsfehler in der ganzen Wende. So reihen sich die Fehler dicht an dicht. Aber was soll man auch erwarten von Kreißsaal > Hörsääl > Plenarsaal.

Die Kosten für die Wende explodieren sowieso, ich bleibe dabei, da macht es keinen Unterschied mehr ob beim sowieso Buddeln gleich ein oder zwei Nummern größerer Querschnitt verbuddelt wird (ja, ich wiederhole mich da).

Das ist noch nicht definiert. Ebenso wie die Verwendung der potenziellen Energie aus dem Beispiel.

Der Kipppunkt, an dem finanzielle Gründe die Energiewende unumkehrbar machen, ist schon erreicht. Wir Deutschen brauchen nur wieder länger, zum das zu verstehen. Statt in die Wende hineinzuinvestieren, bieten wir lieber den Gestrigen die Bühne für das Präsentieren des gescheiterten Erfolgsmodells. Ob unsere Merkbefreiten irgendwann mal unruhig werden? Es sieht noch nicht so aus :wink:

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Das sind keine plötzlichen Erkenntnisse. Das wusste man vorher schon alles.

Die Kosten für die Wende explodieren sowieso, ich bleibe dabei, da macht es keinen Unterschied mehr ob beim sowieso Buddeln gleich ein oder zwei Nummern größerer Querschnitt verbuddelt wird (ja, ich wiederhole mich da).

Es muss erst gar nicht gebuddelt werden. Darum geht es. Wenn ein großer Teil Lastverschoben wird, dann wird der Trafo nicht mehr, sondern weniger belastet als vorher.

Das mit dem Tanken und heizen ist ne Farce. Wir haben eine 150qm Wohnung und kommen mit Klima zum heizen und mit E-Auto auf keine 4KW im Winter.

Was es braucht sind dann Speicher für Peak-Shaving, Lastverschiebung und Glättung. Einmal bei Privaten, einmal beim Trafo, und dann im größeren Bereich für nen Tag. Für Anderes gilt: Einsparen an Energieträgern.

Und das würde ungemein viel Ausbau verzögen (nicht verhindern, wie du schreibst, wir wollen ansich auch, dass MEHR eingespeist wird). Aber es würde das ganze Stromsystem egalisieren. Dann ist (fast) egal wo der Strom herkommt.

Andernfalls muss man das ganze verfluchte Netz umbauen. Für 22KW E-Auto-Lader oder 200KW Lader etc. pp. Was für ein Aufwand und was für Kosten...

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Man hätte auch die Betreiber verpflichten können ihre Einspeisung stabil zu halten.
Natürlich nicht über Nacht (bei PV), wann die Sonne auf und unter geht weiß man. Aber wenn ein Wolkenband vorüberzieht wäre das sicher möglich. Dafür müßte man Anstiege und Dauer des Energieabfalls entsprechend definieren.

Dann hätte man auch die Privaten verpflichten müssen. Wofür? Aber bei Großanlagen, ja. Auf 24h.

Wozu noch mehr Pflichten für Prosumer? Gibts überhaupt Belege, dass diese Schwankungen relevant sind fürs Netz?

@jensdecker @roterfuchs Natürlich erstmal große Anlagen. Inwieweit auch kleine Anlagen (Prosumer) müsste man sehen, welchen Einfluß die haben nicht wegen der einzelnen Größe der Anlage, aber wegen ihrer Anzahl, welchen Einfluß sie haben.

Auch ein Schwenk über die Wirtschaft vorm Ministeramt ist kein schutz, siehe Organisation Reiche (vormals Ministerium)