Kühlschrank nur Tags laufen lassen (Balkonsolarstrom mehr nutzen/ Strom im Kühlschrank Speichern)

Hi, ich hab mich hier angemeldet, um zu zeigen das das geht :wink:

Und weil ich gelesen habe, dass das hier ein technisch interessierte Community ist, die viele Ideen verfolgt.

Mein Test sah folgend aus:

Unser alter ZweitKühlschrank wurde zur Grillsaison mit Getränken beladen und an eine programmierbare Tasmota Steckdose gesteckt.

Erstmal kamen nur unwichtige Sachen rein die nicht verderben würden wenn es doch mal 15 Grad im Kühlschrank werden würden.

Dann kamen noch Konservenvorräte und Eingemachtes als zusätzlich "Wärmepuffer" in den Kühlschrank, bis er eigentlich "voll" war.

Am Tag wurde er dann bei Balkonsolarstrom gestartet und ein Min/Max Thermometer in ihm platziert.

Damit er Tagsüber eher "unterkühlte" wurde er auf 3/4 der maximalen Kühlung gestellt, die Sachen sollten ja nicht einfrieren.

Nun wurde die Zeitschaltuhr in der Tasmota Steckdose programmiert, so daß von 2h - 7h Nachts der Kühlschrank aus war und somit nicht anspringen konnte.

Das das im Frühling geschah und etwas her ist, habe ich die genauen Daten leider nicht mehr im Kopf.

Das Resultat war jedoch ein geringerer Gesamtverbrauch (gemessen mit der Tasmota Steckdose pro Tag) und eine Temperatur die zwischen 3 bis 8 Grad blieb.

Bevor der Kühlschrank jetzt abgestellt wird da er nicht mehr gebraucht wird, werde ich es bei den Herbsttemperaturen nochmal nachstellen.

Er steht in einem kühlen, belüfteten Kelleraum an der Nordseite. Also schon Vorteilhaft für kühlere Nachtluft und lange kalt bleiben.

Ich hoffe ihr findet die Ausführung interessant.

Vielleicht hat ja schon der ein oder andere Erfahrungen oder Verbesserungen gemacht.

Ich bin gespannt.

LG

LichtQuant

Du hast also den Kühlschrank nachts für 5 Stunden abgeschaltet, damit er in den übrigen 19 Stunden mehr Balkonsolarstrom verbraucht? Die Logik kann ich gerade nicht nachvollziehen: morgens um 7 Uhr, wenn der Kompressor dann mit voller Leistung anspringt, um den Temperaturanstieg wieder auszugleichen, scheint zumindest bei mir im Frühjahr die Sonne noch nicht so stark, dass sich dadurch eine signifikant bessere Nutzung des Solarstroms ergäbe. Bei mir ist um diese Uhrzeit auch der Grundverbrauch bereits so hoch, dass der Solarstrom bereits dadurch zu 100 % aufgebraucht wird.

Oder geht es nicht um Solarstrom, sondern um die eventuelle Möglichkeit, insgesamt Strom zu sparen, wenn man den Kühlschrank nachts für 5 Stunden nicht kühlen lässt? Wobei ich auch das für zumindest fragwürdig halte ohne konkrete Messergebnisse und - selbst wenn es in deinem Fall stimmen sollte - auch nicht generell übertragbar auf andere Situationen.

Was für eine Anlage hast du?

Welche Ausrichtung?

Ich hatte mit Ost/West ca 30 Grad und 1600Wp rumprobiert.

Jetzt ist sie an dem Balkon gewandert und hat Süd Ausrichtung.

Es ging um geringeren Verbrauch in der Nacht.

Wer anders mal probiert und gemessen?

Wie ist die Anlagenausrichtung?

Ich warte auf die idee, die werbe-blättchen der supermärkte als toilettenpapier zu nutzen und so reich zu werden, weil man kein toilettenpapier mehr kaufen muss.

Man kann jetzt die menge des stromes, den man kaufen muss, erstaunlich weit nach unten drücken. Nicht mit kleckern, sondern mit klotzen. An den grossen schrauben drehen, nicht an den kleinsten.

Gutr ideen und vorschläge finden sich hier im Forum jede Menge.

Du hast Recht, viel PV-Power und vielleicht sogar ein teurer Akku machen 10 von 12 Monaten Gute Laune.

Viele kleine Schrauben helfen aber auch bei wenig Sonnenstunden.

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Der "Herbsttest" läuft an.

Ziel:

Stromverbrauch in der Nacht senken.

Gesamtverbrauch gleich oder niedriger halten.

Kühlschrank max Temperatur 12 Grad.

Kühlschrank min. Temperatur nicht unter 0 Grad.

Im Mittel unter 7 Grad.

Bedingungen:

Kühlschrankkombi mit Gefrierschrank (Gefrierschrank ungenutzt, 2l Wasser als EnergiePuffer)

Kühlschrank, wie oben beschrieben, gefüllt mit Konserven und nicht leicht verderblichen Waren (Bier, Kartoffeln) zum testen

Leistung: ca 70W

12 Std an bei 3/4 der maximal Einstellung (7h30 bis 19h30 an)

12 Std aus (19h30 bis 7h30)

Laufzeit des Tests 3 Tage

Wettervorhersage ca 10 Grad Nachts, 20 Grad Tags die nächsten 3 Tage.

Umgebungstemperatur Raum um die 17 Grad bei Start

Normaler Verbrauch mit normal eingestelltem Kühlschrank war die letzten Tage bei ähnlichem Wetter 0,45 kwh/Tag

Erwartung:

Der Kühlschrank kann seine Temperatur dank der isolation und der hohen gekühlten Masse in Inneren lange halten.

Nahrungsmittel sollten im Mittel mehr gekühlt werden, aber dafür wenige Stunden Nachts bis 12 Grad warm werden können.

Der höchste Energiebedarf wird in die Morgenstunden gelegt. Die Ein/Aus Hysterese des Kühlschranks wird am morgen länger AN sein, aber nicht pro Takt über 1 Std.

Am Ende des Tages wird der Takt geringer werden

Der komplette Energiebedarf wird in die Tageshälfte verschoben. Ein großteil nach morgens

Der höhere Verbrauch durch das stärkere Kühlen am Morgen wird kompensiert durch die niedrigere UmgebungsTemperatur und die ausgelassenen Ein-

Takte des Kühlschranks in der Nacht.

Der Verbrauch bleibt gleich oder wird niedriger.

Der komplette Energiebedarf wird in die Tageshälfte verschoben. Ein großteil nach morgens.

Beispiel des Taktens eines Kühlschranks.

Meißt um 50-100 W Leistung je nach Kompressorgröße.

Meißt getaktet mittels Temperarurgesteuerter Hysterese, die länger an bleibt wenn die eingestellte Temperatur noch nicht erreicht wurde.

Links normal, Rechts hatte jemand die Tür nicht richtig zu gemach, sie blieb einen 1-2 cm Spalt offen. In der Mitte andere Verbraucher.

Leider ist die Grafik nicht von meinem System, ich kann solche Daten noch nicht erfassen und abbilden.

@lichtquant

Ein Freund von mir ist Jäger. Der hat eine riesige Gefriertruhe im Carport stehen. Das ist seine "Wintertruhe". Jetzt wäre eine Kombination mir PV Überschuss noch interessant.

PS: bei uns liegt der Jahresverbrauch vom Kühlschrank bei ca. 80-90kW/h. also nicht so arg viel Potential für Optimierungen.

Eisschrank bei euch wahrscheinlich ähnlich Kühlschrank?

Wenn dem Jäger das Fleisch auftaut..., wahrscheinlich besser es nicht auszustellen bei leicht verderblichen Sachen. Wenns doch zu warmes Wetter gibt ...

Toll wäre ein automatischer "overdrive" des Kühl/Gefrierschranks um Überschuss zu speichern.

Würde sich lohnen wenn jeder das hätte.

Nachtrag:

Einige Kühlschränke hatten so eine "perverse" Option zum umschalten auf kalte weltzonen.

Da wohl die Kühlung nicht oft genug ansprang konnte man mit einem Schalter aktivieren das man eine kalte Umgebung hat.

Dadurch wurde ein Heizelement(!) nahe des Temperatursensors oder einfach das Anbleiben des Kühlschranklichts(10w?) aktiviert und der Kühlschrank sprang regelmäßiger und öfter an...

Bei Gefrierschränken macht das insgesamt mehr Sinn, weil man in der Dauerfrostzone bleiben kann.

Ich hatte meinen Gefrierschrank mal so betrieben, dass er tagsüber bei Solarüberschuss auf bis zu -30° kühlt, und über Nacht dann gar nicht anläuft, weil er nicht über eine eingestellte Mindesttemperatur von z.B. -18° kommt. Also auch mit vorhandenem Überschuss einen Kältepuffer aufbauen, und den nachts verbrauchen.

Wie ein Akku.

Das ist halt überwiegend nur im Sommer sinnvoll, wenn ich ohnehin Solarüberschuss abbauen will.

Bei Boiler o.ä. geht das ja recht einfach, per ein / aus, auch ferngesteuert.

Bei meiner Gefriertruhe ist es letztlich dann wieder daran gescheitert, dass sie sich nicht extern steuern lässt, ich müsste also immer manuell die Temperatur einstellen.

Wäre schön, wenn all diese Geräte irgendwann mal eine universelle Schnittstelle hätten, und die Einstellmöglichkeiten zur Verfügung stellen würden.

Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben...

Ein 5W 12V Halogenleuchtmittel in der Nähe von / auf dem Temperatursensor im Kühlschrank plazieren und von außen ansteuern?

Wird das zu heiß für das Plastik oder platzt wenn das im Eisschrank an geht?

Oder lieber gleich einen gut dimensionierten "Heizwiderstand"?

Na da taut nix auf. Es war ein Beispiel wie er z.B. die Winterkälte nutzt. Wenn es zu warm wird, kühlt die ja über das Netz. das Ding ist schon eingesteckt. Aber verbraucht über den Winter fast keinen Strom.

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Wenn Du richtig sparen willst, packst Du die Kühlsachen im Winter in eine Box und stellst sie nach draußen :slight_smile:

Kann man zumindest nördlich des Polarkreises machen, oder wenn es hier tatsächlich mal kalt wird. Habe ich früher auch tlw. so gemacht, wenn ich im Winter zum Skilaufen gefahren bin.

Ob es wirklich sinnvoll ist den Kühlschrank Nachts ganz herunter zu fahren und morgends wieder hoch, wage ich zu bezweifeln. Das rauf und runter kostet womöglich am Ende mehr Strom, als die ganze Zeit über diese Durchschnittstemperatur zu halten. Die Durchschnittstemp. wird ja durch die höhere Temp. nachts etwas ansteigen und wenn du diese gleich auf Dauer einstellst ist es vermutlich günstiger. Ich würde im Zweifelsfall noch einen Akku dazwischenschalten :wink:

"Overdrive"

Es gibt wohl die Möglichkeit die Tasmota Steckdose per (interner) Spannungsüberwachung zu schalten.

Also falls die Spannung bei hoher Einspeisung ansteigt dadurch automatisch Ein zu schalten.

Damit dann per Netzteil und "dünner" Leitung den (kleinen) Heizwiderstand am Temperatursensor im Kühlschrank ein zu schalten für mindestens 1h oder ähnlich (per pulsetime befehl einmalig setzbar), dann wieder aus.

Mal gucken ob ich das hinbekomme.

Dann gibt es bald ein neues Thema :slight_smile: /p>

@lichtquant

einfach den Überschuss messen. Dann kann man das ganze Haus optimieren.

Pfoa, mit 60 W das Thermostat manipulieren. Wenn das nicht effizient ist :wink: Dazu sollte ein 1/3 W Widerstand mit dem Thermosensor verschrumpft locker reichen.

Ansonsten sind in de. Kühlschrank lauter unsinnig gekühlte Sachen gelagert. Ja irgendwie muß man den Strom los werden.

Für einen Haushalts Kühlschrank finde ich ist es besser je gleichmäßiger die Temperatur hält. Vereisung und auch der Betrieb, (cop) wird günstiger je geringer die Temperatur Differenz ist. Inverter gibt's ja glaube noch selten.

Aber Spaß kann sein.

Das wäre doch Unsinn. Kühlschränke haben eine Temperaturregelung, die in kalten Klimazonen genauso funktioniert, wie in warmen. Warum soll man da den Temperaturfühler erwärmen? Das würde der Regelung zuwiderlaufen.

Was es bei Kühlschränken gibt: Eine Mindesttemperatur der Umgebung, wo der steht. Darauf ist die Regelung des Kältekreislaufes ausgelegt und auch die Viskosität des Kälteöles.

Das Problem ist ein integriertes Eisfach. Das kommt in einer kalten Umgebung nicht mehr auf Tieftemperatur ohne Kompensation da meist nur ein Kompressor aus dem großen normalen (7 Grad) Kühlraum gesteuert wird.

Zumindest sind dafür 4 Klimaklassen definiert, und nicht jedes Gerät ist für alle geeignet.

Oliver

Interessante Idee, haben wir mit dem Getränkekühlschrank auch im letzten Jahr mit begonnen. Da die kleine "Testanlage" im Gartenhaus nur 5kWh Speicher hatte und der im Sommer natürlich immer schnell voll war fing ich auch an u.A. den Getränkekühlschrank übers Schmarthome zu schalten, um den Verbrauch tagsüber zu steigern und in der Nacht zu senken.

In unserem Fall nicht mit Tasmota, vom Leistungsteil der Schmarthome-Steuerung kommt direkt das 3x1,5 NYM und wird per SPS geschaltet.

Ich habe aber keinerlei Daten oder Aufzeichnungen ob und wenn wie viel damit der Tagesverbrauch gesteigert- und der Nachtverbrauch gesenkt wurde.

War hat eine kleine Spielerei, die heute noch so läuft.

Gibt es denn ein Logfile wo man die Temperaturverlaufslinie sehen kann? Also abschalten schön und gut, das macht doch aber nur Sinn wenn man sehen kann was die Temperatur macht