Ich hatte mir im kalten Winter mit der Wärmebildkamera die kältesten Ecken rausgesucht (gerne oben und unten Außenwandecken / Außenwände weit weg von der Heizung)
und dort die 3 Euro Hygrometer aus dem Aldi hingehängt.
Nach denen wird gelüftet.
Nachtrag:
(Und wenn es draußen zu feucht/warm ist um in 7-10Min es trocken zu lüften, kommt der Luftentfeuchter dran)
Die Wände haben doch gar nicht mitbekommen, dass neue Fenster eingebaut wurden. Die verhalten sich ganz genauso, wie früher. Der U-Wert hat sich da ja nicht verändert. Die Physik dort bleibt gleich.
Einen Unterschied gibt es: Neue Fenster sind oft deutlich dichter und wenn dann zu wenig gelüftet wird, steigt die Luftfeuchte. Das sorgt dann für Schimmel.
Real gehts um sehr viel mehr Wasser. Was in der Luft steckt, ist nur ein ganz kleiner Teil. Was in allen porösen Oberflächen steckt, ist sehr viel mehr. Man merkt das, wenn man einen Raum entfeuchtet. Wenn der Luftentfeuchter das schnell runterbringt, steigt die Feuchte sofort wieder an, wenn man ihn ausschaltet. Denn sobald die Luft trockener ist, als die Ausgleichsfeuchte der porösen Materialien, diffundieren die sofort wieder aus und bringen die Feuchtigkeit in die Luft. Um in einem Raum die Feuchte wirklich z.B. von 60% auf 55% runter zu bringen, so dass es nicht mehr steigt nach dem Ausschalten des Entfeuchters, muss man oft 5 Liter und mehr rausholen.
Insofern: Das bisschen Kondenswasser an Fenstern bewirkt da nichts im Sinne, dass dann an Wänden weniger kondensieren kann.
Hab gesehn, daß hier der Baumarkt Styroporprofile in dreieckig hat. Wenn möglich würde ich versuchen, einen Außenrahmen damit abzudecken. Schauen obs hilft
In der großen Fensternische bin ich gerade am werken. Holz incl. Schafwolle wird 5 cm. Nach erfolgreicher Innen Isolation 14,5 Grad auf 18,5 Grad einer alten Stein Wand bei knapp 20 Grad Möbel Raum Mitte. Dreifach Glas hat etwa 18 Grad.
Ich hab hier mal das Video vom Carsten Herbert verlinkt.
Es startet direkt an der entscheidenden Stelle.
Altbausanierung mit Fenstertausch ohne Betrachtung des umgebenden Baukörpers ist machbar aber öffnet eventuell das Einfalltor für Schimmelprobleme an Stellen, die man dann nicht so gerne hat.
Das ist so und bedarf keiner weiteren Diskussion. Wer ein voll gefliestes Bad hat, muss es für diesen Raum nicht beachten, denn die Fliesen sind glasiert und lassen keine Feuchte in die Wände diffundieren. Dann bildet sich das Kondeswasser nicht an den Scheiben sondern auf den Fliesen, wenn der U Wert der Wände größer als derjenige der Fenster wäre.
Ist ein weit verbreiteter Irrtum, der immer wieder geteilt wird. Wir sollten mal einen extra Thread dafür eröffnen. Das selbst der Energiesparkommissar es so falsch einordnet, finde ich erstaunlich.
ich grab dann auch mal nach weiteren (fundierten) Quellen
Sowohl untermauernd als auch widersprechend.
Carsten Herbert war Gründer und Betreiber eines Ingenieurbüros für Energieberatung. Müßte man ihm dann auch unter die Nase reiben, falls dieses Forum anderes Wissen vorhalten kann
das ist hier OT und wird bestimmt recht komplex, da sich der Wandaufbau gewiss stark unterscheidet und das nach meiner Auffassung eine große Rolle spielt.
Macht ein Hygrometer in die Ecke oder meßt dort die Temperatur. Wenn ihr "Luftdicht" seid, wo soll dann die Feuchtigkeit hin?
"Lappen nehmen und wieder auf die Heizung hängen" bringt die Feuchtigkeit nicht weg.
Die muß irgendwie raus.
(@Win , ich denke dass die meißen das nicht so machen, es dient nur der veranschaulichung was passiert, wenn man es zum Trocknen in der Wohnung aufhängt und nicht Luftentfeuchter benutzt, rauslüftet, raushängt.)
Wir hatten auch sehr viel Tauwasseranfall vor 2 Jahren an einem Fenster:
Zunächst hatten wir Rolläden angebracht, was das Ganze ein wenig verbessert hat (auch Lärm Licht Hitze)
Dann haben wir an der Außenwand eine Innendämmung (4cm Holzfaser) angebracht. Dabei haben wir festgestellt, dass hinter der hölzernen Fensterlaibung nicht gedämmt wurde. Wir haben 4 große Dosen Bauschaum für 3 Fenster verbraucht. Nun haben wir keinen einzigen Tropfen mehr…
Habt ihr für die Laibungsdämmung den Putz abgeschlagen? Vlt kannst du kurz skizzieren wie ihr vorgegangen seid und wie die Dämmung “veredelt” (wieder verputzt?) wurde.
Das ist ein guter Hinweis, beim Fenstereinbau wird oft geschlampt. Sieht man gut mit Wärmebildkamera solche Fehler. Geht aber auch mit Infrarotthermometer. Wenn es Fenster gibt, die am Übergang Blendrahmen - Laibung sehr viel kälter sind, wäre das ein Indiz dafür.