Kondenswasser an Fenstern im Altbau ca 1979

Moin @illuminator
nein, kenne ich nicht. Schau den silbernen Steg zischen den Scheiben genau an, ob oben, unten, rechts oder links, irgendwo ist eine Prägung. Schwer zu finden und nicht einfach zu lesen. Die Prägung besteht aus Buchstaben und Zahlen. Entweder sieht man eine K oder U Zahl oder man gibt die Kennzeichnung in eine Suchmaschine ein. Dann sollte der Hersteller gefunden werden und der Typ auch. So hab ich es bei meinen Scheiben gemacht.

Regelmäßiges (Stoß-) Lüften hilft, die Raum Feuchte zu senken. Aber das machts du ja. Den Eintrag der Feuchte sollte man vermeiden. Doch je Person und 24h werden 0,5l nur durch die Atmung eingetragen. Das nicht wenig und muss raus. Wo und wie wird die Wäsche getrocknet, wird beim Kochen gelüftet (Dunstabzug), usw. Vielleicht kann man da was ändern.

L.G.

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Hast du mal gecheckt, wie weit du mit diesem Entfeuchter kommst? Also wenn du den auf 60% einstellst, ob dann immer noch Feuchtigkeit an den Fenstern ist? Und vor allem ab welcher Außentemperatur?

Bei uns ist es z.B. so, dass bei freien Fenstern (ohne Plissee) bei 0 Grad noch keine Feuchtigkeit kondensiert, wenn wir die Luft auf 60% Luftfeuchter heruntertrocknen.

U Wert. Geht schon mit guter Näherung. Die Außentemperatur braucht man noch dazu.

3 fach hat grob ein Delta um 1 Grad im Winter.

Aber ich bin da zu weit raus.

Frag mal KI :wink:

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Kann ich gern machen. Aber 60 % haben wir selten und wie deiner Luftentfeuchter hat meiner auch eine Hysterese von -5 % des eingestellten Wertes. Ich probiere es dennoch. Vlt misst der Trockner ja andere Werte als meine Hygrometer.

Danke für den Hinweis. Folgendes kommt wird mir berechnet.

Ausgangswerte:

  • Innenluft: 19 °C

  • Außentemperatur: 0 °C

  • Innere Fensterscheibe: 8 °C

–> Rᵢ ≈ 0,13 m²K/W

:backhand_index_pointing_right: Abgeschätzter U-Wert: ca. 4–5 W/m²K

Das ist sehr schlecht nach heutigem Standard und passt typischerweise zu:

  • altem Einfachglas

  • oder sehr schlechtem altem Doppelglas ohne Beschichtung

Zum Vergleich:

  • Einfachverglasung: ≈ 5,0 W/m²K

  • Altes Doppelglas: ≈ 2,7–3,0 W/m²K

  • Modernes Wärmeschutzglas: ≈ 1,1–0,7 W/m²K

  • Passivhausfenster: ≈ 0,6 W/m²K

@deff Bei den meisten Fenstern steht auf dem Band nichts. Der Hersteller/Händler ist Sanco (HH SANCO SPN 1,3 gIII 11/08/00 sowie vermutlich die Chargennummer). Mehr konnte ich darüber nicht finden.

8 Grad. Möglicherweise ist da ein Messfehler, ich messe mit dem IR einfach die Innen Glas Oberfläche.

Hat sich bei mir als ausreichend im Vergleich zu aufgeklebtem Papier gezeigt.Muß aber nicht bei jedem Glas funktionieren.

Zugluft verändert die Werte auch stark innen aber eher nach oben.

ich tippe auf Produktionsdatum 11.08.2000. Der U Wert wird 1,3 betragen. Schau mal hier nach:

Der Aufbau ist 4mm Glas, 12mm Abstand mit Argon gefüllt, dann wieder 4mm Glas.

Vielleicht hilft dir der Service des Herstellers und kann auf alte Datenblätter zurück greifen. Der Versuch kostet nix und dürfte belastbarer sein, als KI.

Ciao

Ich gebe trotz u 1,3 KI recht. Wenn da Kondenswasser drauf ist ist das ein Totalschaden. Da kann 1,3 in goldenen Lettern drauf sein.

Ich habe selbst mal in einem Glaser Betrieb zwar in anderer Funktion, gearbeitet. Da wurden einfache 2 Scheiben Gläser mit trockener Luft durchgepustet. Entsprechend 2 teiligen Einscheiben Flügeln ähnl. U Wert um 3. Hier denke ich kommen Mess Ungenauigkeiten dazu oder das Kondeswasser bzw. Feuchte Luft ist auch schon innen. Darum derartig schlecht.

Hallo,
nach meinem bescheidenen Wissenstand passt 1,3 zum Baujahr. Ich würde vorrangig mit Hygrometern mir die Luftfeuchte in den jeweiligen Räumen anschauen. Kleine Episode dazu: ich hatte mal Schimmel in einem Bad. Jedesmal, wenn die Wanne gefüllt wurde, stand der ganze Raum im Nebel. Ursache war ein verkalktes Sieb am Wannen Einlass. Kaum war es gereinigt (mit Entkalker), gab es keinen Nebel und der Schimmel kam nicht wieder. Kleine Ursache, große Wirkung.

Die Vermutung, alle Scheiben wären defekt, scheint mir nicht plausibel. Wenn es eine einzelne Scheibe betreffen würde, wäre ich eher geneigt, diese Ursache anzunehmen. Wenn das Argon als Schutzgas entwichen ist, warum an allen Scheiben gleichzeitig?

Bei meinem Treppenhaus war es fehlerhaftes Nutzerverhalten. Das Treppenhaus wurde als Wintergarten missbraucht, viele Pflanzen abgestellt und gut gegossen. Dazu kam ein Nutzer, der meinte, statt über Fenster zu Lüften, über die Tür ins Treppenhaus lüften zu sollen (Arg. da ist die Luft nicht so kalt, wie draußen, so dass er Heizkosten sparen könne). Über die Luftfeuchtigkeit hatte er sich keine Gedanken gemacht.....

Übrigens hatte ich die Fensterbezeichung erst selbst im Netz recherchiert und später eine KI befragt. Sie vermutete die gleiche Deutung der Ziffern, also auch U = 1,3.

Ich wäre daher wenig geneigt, diesen Wert stark anzuzweifeln und würde die Quellen des Feuchteeintrages suchen. Wo wird Wäsche getrocknet, wie werden Handtücher nach dem Duschbad getrocknet, was geschieht mit dem Reinigungstuch, mit dem das Fenster getrocknet wird? Wenn es zum Trocknen auf die Heizung im gleichen Raum gelegt wird, dann wird das aufgewischte Wasser wieder verdunsten. Es verteilt sich im Raum um dann wieder den Scheiben kondensieren, ein "Kreislauf des Wassers". Es muss raus, entweder durch ein strammes Lüftungsregiem oder durch Raumtrockner. Die zusätzliche Folie von innen auf die Fensterflügel hat zwar eine beachtliche zusätzliche Wärmedämmung zur Folge, doch übersättigte Luft kondensiert dennoch, wenn es nur kalt genug ist. "Wasser marsch" Richtung raus aus dem Haus ist meine Idee zur Problem Lösung.

Viel Glück dabei
Ciao

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Danke euch für die guten Ideen und anreize an weitere Dinge zu denken.

Luftfeuchte: In der Wohnung 90 qm leben 2 Personen. Nach dem Duschen wird sofort 3-5 Minuten gelüftet. Gleiches beim Kochen. Wäsche wird in der Wohnung nicht getrocknet.
Ich werde mal mit dem Luftentfeuchter testen, ob es damit in den Griff zu bekommen ist. Tatsächlich sind nicht alle Fenster betroffen. Hauptsächlich Gäste WC und Treppenhaus. Im WC ist es recht kühl. Messwerte von heute morgen: Außentemp 0,6°C, am Fenster auf dem Spülkasten 16,2 °C und Luftfeuchigkeit 53 / 61% (hab extra zwei Hygrometer aufgestellt). Dabei hat die Fensterscheibe und Rahmen 12,3 °C, fester Rahmen 9,5°C. Dabei kam es zu keiner Kondensatbildung. Ist vermutlich zu “warm” draußen.

Der U-Wert der Scheibe von 1,3 wurde bestätigt.

Welche Temperatur habt ihr bei euren Fenstern?

Fein, U = 1,3 Fenster sind doch gut. Bei uns sind jetzt auch Temperaturen von knapp über Null. Kein Kondenswasser in Sicht, weil der Taupunkt selbst hinter den Wabenplissee´s nicht unterschritten wird. Wenn du es einrichten kannst, dann lüfte das Bad 2 mal im Abstand von 1-2 Stunden. Meine Handtücher wandern nach Gebrauch auf einen Heizkörper (sog. Handtuchtrockner) und geben die Feuchte an den Raum ab. Die führe ich mit dem 2ten Lüften ab.

Möglicherweise kannst du dein Treppenhaus auch lüften und auf den Trockner dort verzichten. Wenn du dort über 12 Grad bist, sollte ein Kondenstrockner (das preiswertere Gerät) auch funktionieren.

Wenn es oben und unten Fenster gibt, dann hilft der Kamin Effekt und wenige Minuten Lüften sorgen für einen vollständigen Austausch der Luft. Das könnte dann Früh- und Abendsport sein: 2 mal Treppe rauf und runter, Fenster auf und zu.

Viel Glück

Bei einem U-Wert von 1,3 erscheint es mir sehr merkwürdig, da mit viel Kondenswasser zu kämpfen zu haben. Unsere alten Fenster haben einen U-Wert von 2,7-3, da gibts erst ab 0 Grad Probleme mit Kondenswasser bei 60 % Luftfeuchte.

Wo man aufpassen muss: Es sind doch erhebliche Mengen an Feuchtigkeit, die in die Raumluft gehen durch kochen, atmen, duschen. Die kann man mitunter nicht durch Lüften aus dem Haus bringen, kommt immer auf das Wetter an.

Genau diese Feuchtigkeit sorgt dann gerade in den kühleren Räumen zu Problemen, wenn es dorthin Luftaustausch gibt. Es ist ja auch so: Warme Luft, die im Wohnzimmer 60% Luftfeuchte hat, hat in kühleren Räumen dann schon 70-80%, weil die Luft hier schneller gesättigt ist.

Deshalb nochmal die Empfehlung, deinen Luftfeuchter mal ein paar Tage auf 60% Automatik laufen zu lassen.

Mach auch mal eine Plausibilitätsüberprüfung: Wenn dein Bad z.B. 19 Grad und 50% Luftfeuchte hat, kannst du über einen Taupunktrechner berechnen, dass der Taupunkt bei 8,3 Grad liegt. Wenn deine Fenster 10 Grad haben, aber trotzdem Feuchtigkeit kondensiert, stimmt irgendwas mit den Messwerten nicht.

Auch noch wichtig für genaues Messen: Ein Infrarothermometer muss immer erstmal auf Umgebungstemperatur temperiert werden. Wenn das also im 22 Grad warmen Wohnzimmer lag und du dann im 16 Grad Treppenflur misst, misst es falsch. Es muss erstmal 30min im Treppenflur liegen. Und dann prüfe dort auch gegen mit einem normalen Thermometer, ob der Wert stimmt.

Gerade bei Taupunktmessungen kommts mitunter auf 1-2 Grad an.

Und was man auch noch bedenken muss: Feuchtigkeit kann durch unerkannte Schäden eingebracht werden. Eine Freundin hatte regelmäßig zu hohe Luftfeuchte und wir haben nicht verstanden, warum. Irgendwann fiel dann auf, dass der Wasserhahn in der Küche nicht ganz dicht war am Schlauch, das lief unter der Spüle unters Laminat. Als wir das Laminat entfernten, war es darunter komplett feucht.

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Das halte ich für eine recht hartnäckige Legende. Wollte man in einem Raum mit 50 Kubikmetern die Luftfeuchtigkeit bei 20 Grad um 10% senken, müßten 87 ml Wasser an der Scheibe kondensieren. Halte ich doch für unrealistisch (aber lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen, wenn das mal jemand nachwiegen mag). Für die Wand ist nur deren Temperatur und die Luftfeuchtigkeit entscheidend. Klar, je höher die rel LF, desto mehr wird sicherlich an der Wand kondensieren, aber das Fenster sollte keinen entscheidenden Unterschied machen.

Das Tool ist ja super.
Bei 18 Grad und 60% liegt der Taupunkt bei 10,11°C. Das kommt dann schon gut hin, wenn mein Infrarotthermometer 8,5°C misst.

Auch wenn ich dem IR-Thermometer wenig vertrauen kann, da es trotz sehr ähnlicher Messweise (Winkel Abstand Messpunkt) und Aklimatisierung während einer Messung von 2 Minuten am Ende immer gut 2 Grad weniger misst.

Der U-Wert von 1,3 ist nur der Wert vom Glas. Den U-Wert vom Rahmen konnte ich nicht ausmachen und hier sammelt sich direkt überm Fensterbrett / Spülkasten ebenfalls Wasser.

Hallo,
so ganz aus dem Bereich der Fabeln kommt die Aussage nicht. Ich wohne in einer Siedlung, deren Häuser in den 40gern aus Kalksandstein errichtet wurde. Alle Häuser haben längst neue Fenster, viele haben die Wände nachträglich gedämmt. Wer das nicht tat, hat in den Ecken Schimmel. Der Tapentenkleister und ggfls. die Tapete bieten den Pilzen offenbar eine gute Nahrungsgrundlage. Und die Feuchte im Raum wird dort kondensieren, wo der Taupunkt erreicht bzw. unterschritten wird. Bei mir gibt es eine Gaubenwange ohne Wärmedämmung. Dort schlägt die Feuchte nieder und löst die Farbe ab. Die Wand wird einen U-Wert von 2-3 haben, die gedämmten Wände haben U 0,4 bis U 0,5 und meine Fenster haben 1,3. Damit passt es doch ins Bild: die Fläche im Raum mit dem größten U-Wert ist die kälteste und dort kondensiert das Wasser zuerst.

Übrigens meinte der Energieberater das auch.

Vor/Unter den Fenstern sind auch meißt die Heizungen montiert.

Zuerst ja (wenn die Feuchtigkeit steigt oder die Temperatur sinkt), aber halt nicht nur da. Wenn man es man Fenster sieht, führt das halt ggf. dazu, daß man lüftet, aber dann erfüllt das Fenster einfach nur die Funktion eines Hygrometers.

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nicht nur das. Das Fenster ist die Kondensationsfläche an der die Luftfeuchte niederschlägt. Glas und Kunststoffrahmen können das ab. Innenwände saugen auf und bieten Nahrung für Schimmel. Daher ist klüger an den Fenstern einen höheren Wärmeverlust als an den Wänden zu haben, als umgekehrt.

Wenn ich ehrlich bin: ich hab den Winter so langsam satt, es dürfte gern mal wieder wärmer werden, oder? Dann sind die Fenster auch nicht mehr von innen nass und das Thema ist erledigt.

Ciao

L.G.

Hilft aber halt nicht ernsthaft die Wand trocken zu halten, es sei denn durch Verhaltensänderung. Begründung siehe oben.

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