Kondenswasser an Fenstern im Altbau ca 1979

Eine nicht ideale Dämmung in der Laibung würde auch die niedrigeren Rahmentemperaturen erklären.

Jetzt nur die Frage, wie ich das minimalinvasiv nachholen kann. Innen wurde erst renoviert und außen wollte ich keine Großbaustelle aufmachen.

Hallo,
hast du dir den Link (Nr. 43) angeschaut? Mit dem Suchwort "Laibungsdämmung" findest du auch mehr Anleitungen und Anbieter.

Ciao

Das ist ja im Moment erstmal nichts weiter, als eine Mutmaßung, dass die Fuge zwischen Mauerwerk und Blendrahmen nicht ok ist. Da würde ich erstmal mit Wärmebildkamera die genaue Situation klären.

Zu den beschlagen Scheiben habe ich zwei Situationen.

Kaltes Vorhaus, alte 2 Flügel Fenster beschlagen.

Schlafzimmer etwas kühler 16 Grad, Luftaustausch mit warmen Wohnzimmer über Umluft.

Hier sollte eigentlich durch die Abkühlung der Wz Luft Feuchte verstärkt auftreten,aber da ist kein Beschlag. Hier habe ich die gleichen Fenster, jedoch eng an der Mauer anliegende Rollo zwecks thermischer Verbesserung. Möglicherweise verhindert also der Vorhang diesen Beschlag da die Konvektion an der Scheibe stark gebremst wird. Also gar nicht so viel Wasser an der Scheibe vorbei geschleppt wird.

Vielleicht hilft auch bereits ein dünner Vorhang?

deff

Hallo,
hast du dir den Link (Nr. 43) angeschaut? Mit dem Suchwort "Laibungsdämmung" findest du auch mehr Anleitungen und Anbieter.

Ja, vielen Dank. Ich habe mir auch den DYI Ratgeber genauer angeschaut.
Ohne Verputzen ist da nicht. Ich habe einen Rolladen, wodurch die Außenlaubungsdämmung nicht effizienter wird.

Mit einer Wärmebildkamera sieht es wie folgt aus:

Dabei waren es innen ca 20 °C und draußn ~ 2°C.

Was meint Ihr dazu?

Ist jetzt erstmal nicht so ungewöhnlich. Immerhin scheint die Scheibe schon recht gut zu sein, insofern das jetzt durch Reflexion nicht alles verfälscht ist. Glaube ich aber nicht.

Das es im Bereich des Wandübergangs deutlich kälter ist, sieht man bei vielen ungedämmten Gebäuden genau so. Leidiglich bei dem mittelblauen Bereichen müssten man genauer schauen, welche Temperatur, da hast du leider keinen Temperaturmarker drauf.

Wie ist denn genau der Wandaufbau? Die Fensterdichtungen sind ok?

Die dunkelblauen senkrecht verlaufenden Bereiche könnten darauf hindeuten, dass die Anschlussfuge nicht gut ausgeschäumt wurde.

IR Messwerte, Messhöhe ca. 1,2 m. Außen auf -2 Grad gefallen

Alter Doppelflügel Fenster also 2 getrennte Scheiben 14,8 Grad, Holz Fensterrahmen 17 Grad, Eck zu Mauernische 60 cm Stein 14 Grad, Steinmauer innen 16 Grad. Rt 20,5 Grad

3fach Verglasung fest verbaut. Fenster 18,6 Grad, Rand bei Alu Distanz 15,8 Grad, Nische 18.6 Grad, Wand innen iso 6 cm Schaf +2 cm Holz 19,4 Grad. Rt 20,5 Grad.

Boden 18 Grad

Vorhaus Eingangstüre, Glas u. Rahmen 19,4 Grad, Stock 16 Grad in Mauer steigend auf 17.5 Grad innen. Rt 21,5 Grad.

Keine sichtbare Feuchte. Im Bad herrscht Katastrophenstimmung wegen Wasserschaden von oben und zus. Handwerker Murks.

Messfehler vorbehalten, Erfahrung zeigt jedoch ausreichende Genauigkeit für mich auch auf der Glas Oberfläche für einfache Vergleiche.

Nö ! Dann würdest du den kältesten Punkt an die Wände verschieben und dort schimmelt es dann. Zumindest hat mir hier keiner geschrieben das die 30er Ziegelwand gedämmt ist.

Die Physik an der Wand bleibt doch völlig gleich. Die Physik denkt da nicht mit so nach der Idee: "Ah, ich bemerke, ich bin der kälteste Punkt, jetzt muss ich ordentlich Kondenswasser produzieren."

Diese Vorstellung passt nicht zur Physik.

Wenn die Luftfeuchte so hoch ist, dass es an der Wand kondensiert, dann passiert das völlig unabhängig davon, ob da kalte Fenster noch zusätzlich da sind oder nicht.

Stell dir vor, du hast einen Raum, wo die Feuchte gerade so hoch ist, dass der Taupunkt an der Wand erreicht ist. Jetzt bringst in den Raum eine gekühlte Platte, die nochmal 5 Grad kühler als die Wand ist. Und dadurch soll an der Wand nun nichts mehr kondensieren? Wie soll das möglich sein?

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Vermutlich komme ich ums dämmen außen oder neue Fenster nicht rum, wenn ich nicht weiter wischen will.

Auch wenn mir das Laibungsdämmen mit vorhandenem Rolladen nicht klar ist.

Die Dichtung zwischen Fenster und dessen Rahmen habe ich letztes Jahr getauscht. Damit fühlt sich der Anpressdruck besser an. Wie der Rahmen Richtung Wand gedämmt ist, weiß ich nicht.

@ hopfen: Danke für deine Vergleichswerte

Wenn jetzt nicht überall grundsätzlich gepfuscht wurde, sollte es auffallen, wenn du deutliche Unterschiede zwischen den Fenstern erkennen kannst bzw. irgendwo nur partiell Wärmebrücken, wo die Temperatur innen deutlich niedriger ist. Wenn das hingegen alles überall ähnlich aussieht, kann man so Fehler wie teilweise fehlende Ausschäumung eher ausschließen.

Es ist nicht selten, dass bei neuen Fenstern der Schwachpunkt die Laibung bleibt, ist bei uns auch so. Fenster haben jetzt sehr gute Werte, Scheiben werden nicht mehr nass, aber die Laibung ist fast genauso kalt, wie voher und ab so etwa -4 Grad wird die Laibung und die Fensterbank von innen dann feucht.

Wenn deine Scheiben feucht werden, obwohl das Glas einen U-Wert von 1,3 hat, ist die Luftfeuchte deutlich zu hoch. Die muss runter. Selbst neues 2fach Glas ist bei 1,1, da bist du nicht viel besser mit. Oder die Einschätzung mit 1,3 stimmt einfach nicht.

Ich habe jetzt mehrfach den Luftentfeuchter laufen gehabt, jedoch muss ich den auf 45% einstellen, damit er halbwegs durch läuft. Nach 5h sind ca 200 ml entfeuchtet.

Wenn der wirklich 5 h durchgelaufen ist, sind und es der Shinco 10L ist, sind die 200 ml deutlich zu wenig. Der müsste eigentlich so etwa 80-90 ml/h machen. Wenn weniger, ist es schon zu trocken, um sinnvoll entfeuchten zu können. Deine 45% deuten darauf hin, das ist zu niedrig.

Wie sind denn die Werte dann gewesen für Temperatur und Feuchte?

.. oder hatte? Es kommt vor, daß Doppelglas undicht wird. Passiert bei einfachem Unterdruck wie auch bei Edelgasfüllung

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Darf ich nach der Raumtemp. fragen? Kondenstrockner mögen es warm, also 15 Grad oder wärmer, am besten 25 Grad. Da entfalten sie ihre Leistung, wenn es feucht genug ist. In kalten Räumen mit geringer Feuchte dauert es deutlich länger.

L.G.

Wir können bei 13-14 Grad noch problemlos bis 55% runter entfeuchten.

Bei 13 Grad und 55% hat man einen Taupunkt von etwa 4 Grad. Damit kommt der Entfeuchter noch gut klar.

Deutlich tiefer gehts dann aber nicht mehr.

Wobei das Wärmebild weiter oben eine noch recht warme Scheibe zeigt. Irgendwie passt das alles nicht zusammen.

Guter Punkt, den ich vergessen habe zu beschreiben. Das Fenster war eines, welches in der Wohnung bei tiefen Außentemperaturen nass wird (derzeit bei 0 bis knapp über 0 °C nicht) und in dem Zimmer haben wir 18,5 -20,5°C bei 52 % Luftfeuchtigkeit.
Das stimmt auch recht gut mit dem überein, was der Shinco anzeigt.

Bei dem 5 Stundenlauf hat sich dieser einige male ausgeschaltet, da die 45% erreicht waren.

Irgendwas geht da nicht zusammen: Wenn du 52% bei 18,5 Grad hast, dann liegt der Taupunkt bei 8,45 Grad. Wenn man sich dein Wärmebild oben anschaut, dann ist die Scheibe sehr viel wärmer.

In diesem Sinne müsstest du immer auf Plausibilität prüfen, ob alles physikalisch zusammenpasst. Wenn nicht, deutet das auf Messfehler hin und das man den ganzen Zusammenhang noch nicht richtig verstanden hat.

Inwieweit wird die Wärmekamera “geblendet” durch Reflexion des Raums an der Scheibe?