Ich habe gestern einmal bei Octopus Energy angerufen und die Dame an der Hotline meinte nur, das mein Smartmeter laut Ihrem System vor Monaten korrekt aktiviert wurde und seitdem korrekt funktioniert und auch alle anderen Voraussetzungen für den IOG-Tarif erfüllt wären, der Tarif aber - warum auch immer, noch nicht umgeschaltet wurde und sie würde dies zur Prüfung weitergeben - nur prüft die vorgeschaltete Stelle den Vorgang ja bereits seit nun knapp zwei Monaten… Also besteht ganz offensichtlich nicht der Wille, die Situation zu verändern - immerhin habe ich eine Frist und eine Nachfrist gesetzt und mit der Einleitung rechtlicher Konsequenzen gedroht. Habe inzwischen ein Schlichtungsverfahren beantragt und denen auch das Aktenzeichen übermittelt und schreibe gerade die Email an das Referat 604 der BNA und bereite parallel die Email an den Verbraucherschutz Bundesverband vor, da die Octopus Energy wegen Nichtvertragserfüllung abmahnen können, was vermutlich der Weg mit der kürzesten Reaktionszeit sein dürfte, da bei Abmahnungen sieben Tage Zeit zum Abgeben einer Unterlassungserklärung eingeräumt werden, bei Nichtabgabe ein Eilverfahren ohne Anhörung bei Gericht beantragt wird, was typischerwiese in wenigen Tagen - da nur Schreibkram vom Gericht umgestzt wird und dann wäre Octopus Energy für jeden weitere Nichtvertragserfüllung gegenüber dem Verbraucherverband schadensersatzpflichtig - mit bis zu 50.000 € je Fall - somit dürfte dieses Vorgehen zeitnah für Bewegung in dem Vorgang sorgen. Und ja es geht mir um beide Aspekte - zum einen, darum dass Octopus Energy das geschlossene Vertragsverhältnis bei mir und allen anderen IOG-Tarifkunden korrekt erfüllt und den beworbenen Tarif endlich aktiviert und zum anderen, dass Octopus Energy (wie auch alle anderen Messstellenbetreiber) Maßnahmen einleitet, die sicher stellen, dass es nicht zu Falschmessungen kommt. Wir sind in der besonderen Situation, dass durch Erdarbeiten vor einem anderen Grundstück unsere Stromleitung beschädigt wurde. Da ein rückwertiger Nachbar zwischenzeitlich eine große PV-Einspeiseanlage mit etlichen hundert kWp aufgebaut hat und dafür extra ein neues 10kV-Trafo aufgestellt werden musste und unser Kabel in 1m Abstand daran im Boden vorbei lief, wurde die alte Leitung nicht im Erdboden instandgesetzt sondern bei dem neuen Trafohäuschen ausgebuddelt und an dieses angeschlossen. Somit hängt jetzt an einem Trafohäuschen ein mittelständischer Betrieb mit risieger Einspeise-PV-Anlage, diversen E-Gabelstaplerladegeräten, diversen Wallboxen, Splittklimageräten, kleinem Rechenzentrum, diversen Holzver- & Bearbeitungsmaschinen, komplett per LED beleuchtet, also sämtlichen Voraussetzungen für ein mit Ober- und Unterwellen überlagertes Netz, bei dem es laut Dr. Fettes Ausführungen sehr wahrscheinlich zu Fehlmessungen kommt, was normalerweise durch eine Vielzahl anderer Stromanschlüsse am gleichen Trafo gedämpft werden würde, nur sind an diesem Trafo halt aktuell nur noch wir angeschlossen und auch keine Veränderung angedacht. Bei Teilbewölkung mit harten Wolkenrändern schwankt bei uns seit dem die Spanung aus dem öffentlichen Netz um über 10 Volt; ebenso pendelt die Frequenz dann stetig deutlich hin und her. Im letzten Winter sind bei uns über zwanzig elektronische Geräte durch Überspannung aus dem Stromnetz beschädigt worden. (zerplatze Varistoren in den Netzteilen) Es ist daher absehbar, dass Falschmessungen durch das verbaute Smartmeter bei uns auftreten werden, da bei uns die Voraussetzung dafür leider sehr groß sind. Zudem trifft die Falschmessproblematik ja auch alle anderen Strombezieher mit einer elektronischen Zähleinrichtung, da geeichte Zähleinrichtungen die Normvorgabe erfüllen müssen und daher aktuell nicht den kompletten Frequenzbereich zur Mittelwertbildung verwenden und daher laut Dr. Fette zu fehlerhaften Zählergebnissen kommen wenn Ober- oder Unterwellen auf dem Netz vorhanden / überlagert sind, was beim Vorhandensein moderner Technik im Netz halt seit vielen Jahren nahezu überall der Fall ist. Aus meiner Sicht ist es eine Frechtheit, dass die Messstellenbetreiber die Verbraucher nicht über die Falschzählproblematik informieren, den Mangel zeitnah abstellen und eine Kompensationslösung aufzeigen müssen; schließlich zahlen Millionen von Stromabnehmern für mehr Strom wie diese real verbraucht haben.
Ich hatte damals auch ein paar Bekannten / Nachbarn den Link zum Angebot gesendet (zur Webseite - also ohne davon persönlich zu profitieren) - bei keiner der Personen die sich für den Tarif ebenfalls entschieden hat, wurde bisher der beworbene Tarifumfang aktiviert, alle hängen im teureren Übergangstarif und werden mit Unwahrheiten vertröstet und im Internet habe ich bisher auch nirgends einen Hinweis gefunden, das schon bei irgendjemandem der beworbene Tarif aktiviert wurde - nicht einmal bei den Youtubern, die über das Produkt berichten, auch diese hängen im Übergangstarif fest ...
Ganz im Gegenteil wurde der Tarif inzwischen eingestellt, die Angebotsseite aus dem Web entfernt (In Werbung aufgezeigte Produkteigenschaften stellen beim Fehlen einen Mangel dar), beim Nachfolgetarif das Pricing angepasst und das Nachtzeitfenster für das ganze Haus entfernt - also nahezu alle preislich interessanten Vorteile entfernt, die den Tarifkunden des alten IOG-Tarifes scheinbar durch das “dauerhafte” Belassen im Übergangstarif ebenso vorenthalten werden sollen, da vermutlich bei hohem Nachtstromanteil die Ursprungsmischkalkulation nicht aufgeht, da sich Octopus Energy scheinbar keine Vorteile durch vergünstigte Netzentgelte vom Netzbetreiber in der Nachtzeit gesichert hat - vermutlich weil einfach jeder Netzbetreiber unterschiedliche Zeitfenster verwendet zum anderen, da dann ja auch “Steuerungsmöglichkeiten” verbaut werden müssten um große Verbraucher dimmen zu können, was vertraglich nicht vorausgesetzt wurde. Es ist daher absehbar, dass der alte IOG-Tarif auf einer fehlerhaften Kalkulationsbasis beruht und daher nicht freiwillig von Octopus Energy freigeschaltet werden dürfte, zumindest nicht bei Personen, deren Smartmeter seit Monaten keinen Tagstrombezug aufzeigt...