Komischer Stromtarif "Intelligent Octopus Go" - Wo ist der Haken?

Wer Artikel von https://stop-smartmeter.at/ verlinkt um damit vermeintlich neutrale Fakten zu präsentieren disqualifiziert sich für mich.

Die Seite hat eine klare Agenda: Überwachung. Da passen Gerüchte um die Messgenauigkeit von Smart Metern gut um diese zu diskreditieren.

Immer klar machen: das Internet ist ein Raum wo Leute mit Agenda lauern

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Dann solltest Du Dir ggf. einfach einmal die beiden Videos mit Dr. Fette auf dem Youtube-Kanal von Prof. Krauter anschauen (https://www.youtube.com/watch?v=dYL3OQO57fo , https://www.youtube.com/watch?v=4TvvKArLuDM), dann wirst Du verstehen, dass es nicht um Effekthascherei geht. Die University of Twente hat 2017 11 elektroniche Zähler sowie zwei physikalisch messende Zähler hintereinander verbaut und am Ende (hinter allen Zählern) verschiedene Lastsimulationen durchgeführt. Manche elektronischen Messstellen haben dabei Abweichungen von bis zu 586% gegenüber einem Ferrariszähler aufgezeigt (obiges Dokument ist nur eine kurze Zusmmenfassung), es gab aber auch welche die 46% weniger wie die Ferrariszähler gemessen haben - bei den damaligen Tests ging es um Störungen durch Oberwellenschwingungen, bei Dr. Fette geht es um ein Normungsproblem, mit dem günstigere elektronische Messstellen bzw. Smartmeter ermöglicht werden sollten, dafür wurde im Bereich der Mittelwertbildung auf das Berücksichtigen der unteren Frequenzen (unter 15 Hz) bewusst verzichtet, was laut Dr. Fette typischerweise Zählabweichungen von 20% bis 200% zu Gunsten der Stromanbieter bei der aktuell typischen Netzbelastung führt. Da aber bei der Eichung wie auch bei einer Zählerüberprüfung mit reinen Sinussignalen gemessen bzw. geprüft wird, zeigen die Prüfmessungen keine Fehler auf, so dass sich Verbraucher kaum beschweren können - ist halt so ähnlich wie beim Dieselskandal - wo man auch die Prüfbedingungen berücksichtigt hat, damit das möglichst nicht auffällt. Betroffen sind Personen in deren Stromkreis bzw. wo am gleichen Transformator Dinge wie PV-Einspeiseinverter, Inverter-Wärmepumpen, LED Leuchten, Geräte mit Schaltnetzteil, moderne Leistungssteuerungen, Wallboxen oder andere Ladegeräte, etc. angeschlossen sind - somit in der heutigen Welt nahezu jeder Haushalt oder auch Firma mit moderner Messstelle oder einem Smartmeter. Andreas kennt ja Prof. Krauter und Dr. Fette aus dem Spanien Blackout Video. Ich würde Dr. Fette als sehr vertrauenswürdig einstufen und wie erwähnt, Octopus Energy hat die Falschzählproblematik beim verbauten Smartmeter mir gegenüber schriftlich bestätigt, die wollen es halt nur nicht freiwillig tauschen - trotz Fristsetzung -… um so länger es dauert bis das Teil getauscht wird um so höher fällt die Abrechnung aus, ist halt in deren Interesse den Austausch so lang wie möglich zu verzögern - genau wie mit dem Aktivieren des beworbenen Intelligent Octopus Go Tarif - je länger der Übergangstarif aktiv ist, um so höher fällt die Rechnung aus, insbesondere bei Leuten wie mir, die einen großen PV Speicher haben (bei mir sind es ca. 190 kWh); da dürfte eine “Mischkalkulation” für den vergünstigten Nachttarif ggf. nicht aufgehen und daher wird das Aktivieren des beworbenen Tarifs unendlich verzögert.

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Hallo!
Vor allem würde MICH mal interessieren, wie praxisrelevant das für den realen Summenverbrauch eines Haushalts ist.
Unabhängig davon dass die Normung diesbezüglich unzureichend ist, und künftig besser gemessen werden muss.
Man sollte aber mal prüfen, wie viele kWh Falschabrechnung denn bei einem Zähler mit Rogowski-Spulen für einen Musterhaushalt per anno denn überhaupt zu vermuten sind.

Ich habe mir den Bericht und auch die “Twente-Files” (in Form der Veröffentlichung im IEEE EMC Magazin) auch mal angesehen (komme selbst aus der E-Technik).
Die Videos mit (Prof.) Dr. Fette sind äußerst informativ und sehenswert. Volle Empfehlung! E-Technik Deep-Dive. Freue mich schon auf Video 3 mit Analysen zu den Algorithmen.

Auf den ersten Blick in den deutschen "Twente"-Artikel ist es natürlich erschütternd dass das auch bei einem rein ohmschen Verbraucher passieren soll, und klingt insgesamt erst mal heftig. Aber...

  1. Dort geht es dann bei einem Extremfall um einen Phasenanschnitt, der erst in den letzten 25% der Sinuswell Strom zieht.
    m.E. hätte man als nächstes eine Vergleichsmessung hinzufügen müssen, wie sich die Abweichung verhält, wenn ein weiterer (Grund-)Verbraucher dazu genommen wird. Also die Spulen NICHT den Strom erst ab 75% der Welle plötzlich bekommen (von 0 auf 100 sozusagen), sondern durch andere Verbraucher “vorgespannt sind”. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich dann die Ungenauigkeit relativiert, und auch in absoluten Zahlen deutlich weniger wird. Dass dies nicht so verglichen wurde ist mir jedenfalls unverständlich, und müsste nachgeholt werden, bei ansonsten gleichen Setting. Der Abschnitt "VI. Root Cause Analysis" in der Veröffentlichung greift für mich deutlich zu kurz.
    (Falls das doch schon gemacht wurde: bitte posten/verlinken!)

  2. In einem anderen Beispiel, bei dem schon die Frequenzmessung fehlschlägt, geht es um zusätzliche Nulldurchgänge der Spannung. Ja, kann ich verstehen dass man damit manche Messung verwirren könnte.
    Auch hier bestreite ich nicht, dass die Zähler besser aufgebaut sein sollten, Aliasing-Effekte durch Filter und/oder Algorithmen verhindern sollten, am Besten True-RMS inkl. niedrigen Frequenzen, mit ausreichender Auswertelogik. Ja, sicher!
    Aber auch dieser Effekt hier würde durch eine Summierung der Verbraucher möglicherweise stark gelindert?

Dr. Fette hat dazu auf einer Folie übrigens den schönen Satz (zu den aktuellen IEC-Vorschriften) stehen: "Es wird immer angenommen, dass Typ-1-Anlagen (Synchronmaschinen) die Effekte kompensieren.". Was er dann für heutige Netze (wechselrichterbasierte Anlagen) als unzureichend bezeichnet. Hat er Recht. Aber trotzdem, ich gehe im gesamten normalen Haushalt von deutlicher Kompensation nach wie vor aus. Diese Hunderte von Prozent Fehlmessung stehen für mich nur im Schaufenster.

Also nochmal: wie spielt das in die praktische Relevanz bei der Jahresabrechnung Strom eines Haushalts rein?
Mir geht es hier nicht um theoretische Rechthaberei, sondern darum, die reale Größe des Problems zu erfassen.
Falls jemand Infos hat dass dies schon mal ernsthaft untersucht wurde: bitte posten!

Ich kann ansonsten leider nur anekdotische Evidenz beisteuern: Wir sind ein Haushalt mit sehr vielen elektronischen Geräten, PV, Wärmepumpe, etc. und haben leider einen solchen ISKRA Zähler mit Rogowski-Spulen vom VNB. Zusätzlich aber noch einen Zähler von Victron und einen von Fronius (wg. PV und Batterie). Der Victron arbeitet mit externen Strommesswandlern, beim Fronius (TS 65A-3) bin ich mir nicht sicher über das Messprinzip, vermute aber innenliegende Wandler. Die Abweichung zwischen dem Fronius und dem Victron liegt bei mir sowohl bei Einspeisung als auch Bezug ca. <1%. Die Abweichung gegenüber dem Iskra muss ich unterscheiden: im Winter eher bei einem guten Prozent zuviel. Im Sommer gibt es durch die PV nur minimalen Bezug, der fast immer um die Nulllinie bei Strom schwankt. Den Bezug im Sommer würde ich bei rund 10% plus beim Iskra einordnen. Für die Einspeisung eher unter einem Prozent. Sehr genau sind diese Werte aber nicht, weil ich die Aufzeichnungen nicht im Hinblick auf diese Frage geführt habe...
Insgesamt würde ich die Abweichung grob im Bereich von max. 20-40kWh/a vermuten. Aber das müsste ich künftig mal genauer aufzeichnen, interessiert mich jetzt natürlich auch. Aber dieser Vergleich greift natürlich zu kurz, da ich ja die Genauigkeit meiner eigenen Zähler auch nicht beurteilen kann. Tja. Was jetzt eine komplette 0Hz-1MHz True-RMS Messung dazu sagen würde: keine Ahnung.

Vielleicht kann trotzdem sonst noch jemand mit "Rogowski"-Zähler seine Vergleiche mal posten?
Evtl. geht das bei uns zuhause ja eher glücklich aus. Bei dem angegebenen gewerblichen Kunden von Dr. Fette ging es ja angeblich um bis zu 70% Abweichung! Und da werden Wandler eingesetzt und keine Rogowski-Spulen... Aber er sagt ja auch dass es hier eher um die Mess-Algorithmen geht.
Aber Ergebnisse aus anderen Privathaushalten würden mich nichtsdestotrotz noch interessieren.

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Ach ja, jetzt habe ich mal die Lebenszeit geopfert um mir zumindest eines dieser Videos anzusehen. Zumindest die Erklärung des Herrn war besser als erwartet.

Erkenntnis: Wenn ich eine Ziegelbrennerei betreibe oder 50 Elektroautos gleichzeitig lade können Smartmeter grob falsch messen. Ob das passiert hängt von der Implementierung des Smart Meter ab. (und braucht vermutlich viel Leistung am Netzanschluss). Welche Relevanz das jetzt für den privaten Stromanschluss hat ist unklar.

Erinnerung / Erkenntnis 2: Ein fehlerfreies Messergebnis gibt es nicht. Es ist nur die Frage wieviel Fehler man da akzeptiert. (Ich hab das mal studiert)

Es gibt auch noch eine Ungereimtheit in der ganzen Sache: Warum ist das nur ein Problem der Smart Meter? Eine moderne Messeinrichtung misst genauso und sollte damit das gleiche Problem haben.

Kann man das verbessern → Ja. Kostet dann so ein Messgerät mehr → Ja. Will man das?

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Genau! Und ob man das will, kann man erst entscheiden wenn man die Größe des Problems kennt.

Trotzdem finde ich die Aufarbeitung des Themas grundsätzlich wichtig, da die Normen nun verbessert werden und die Hersteller irgendwann genauere Zähler ins Feld liefern. Man muss da sicher längst nicht so weit gehen wie die Forderungen von Dr. Fette, aber eine ‘ausreichende’ Verbesserung wird in der Serienproduktion m.E. nicht allzuviel mehr kosten.

Und ACK dafür dass dies kein Argument gegen ‘SmartMeter' an sich sein kann, denn die Teile hängen (halt ohne SMGW) in Massen als mME bereits seit vielen Jahren in den Haushalten.

Da bei uns inzwischen ein smarter Schalter hinter dem SDM 630 Zähler der hinter dem von Octopus Energy verbauten Smartmeter sitzt, eingefügt wurde, um über diesen die Netzstromverbindung gezielt nur nachts von 0 bis 5 Uhr zu ermöglichen, da die Ladegeräte für den PV-Speicher einen zu hohen Standbyverbrauch aus dem Netz ziehen, wurde zum Einrichten des smarten Schalters die Sicherung hinter dem von Octopus Energy verbauten Smartmeter eingeschaltet (wir sind sonst immer noch seit dem 31.1.25 100% autark) und so durch den SDM 630 Zähler, wie auch den smarten Schalter etwas Netzstrom verbraucht, der auch am Folgetag im Kundenbereich der Octopus Energy Webseite angezeigt wurde, so dass ich einen Screenshot als Nachweis, dass die Darstellung von Octopus Energy, dass die Smartmeterdaten nicht übertragen werden würden, unzutreffend ist, anfertigen konnte. Ich habe alle Beweise an die Schlichtungsstelle Energie weitergeleitet und dort ein Schlichtungsverfahren eingeleitet, leider neben der Annahmebestätigung und dem Aktenzeichen aber auch die Rückmeldung erhalten, dass es dort einen 2~3 monatigen Rückstau geben soll - also nicht von einer schnell greifenden Unterstützung auszugehen ist. Ich werde daher noch eine Beschwerde beim Referat 604 der Bundesnetzagentur (Smart Meter und Energievertragsaufsicht) bzgl. Octopus Energy einreichen, da diese nachvollziehbar das Aktivieren des beworbenen Vertragsverhältnisses im beworbenen Umfang verweigern (trotz mehrfacher Mangelbeseitigungsfristsetzung und fruchtlosem Ablauf), immer mit Hinweis auf eine scheinbar nicht funktionierende Smartmeterdatenübertragung, obwohl die Smartmeterdaten korrekt auf deren eigenen Webseite im Kundenbereich angezeigt werden und somit nicht nur korrekt übertragen werden müssen sondern seitens Octopus auch unzutreffend die Schuld auf andere Dienstleister übertragen wird obwohl Octopus Energy gem. § 40 EnWG die Verantwortung zu tragen hat. Hier wäre es hilfreich wenn auch andere Betroffene sich beim Referat 604 über Octopus Energy beschweren würden, da diese zumeist nur tätig werden wenn sich Beschwerden häufen. Ich werde dies per Email an info@bnetza.de mit der Bitte um Weiterleitung an das Referat 604 in der Betreffzeile durchführen. Zusätzlich bereite ich Unterlagen für den Verbraucherzentrale Bundesverband ( Beschwerden | Verbraucherzentrale Bundesverband ) vor; diese könnten ein Abmahnverfahren gegen Octopus Energy wegen dem Nichterfüllen von Strombelieferungsverträgen im beworbenen Umfang durch nicht Aktivieren des Haupttarifes bzw. Belassen der Kunden im teureren Übergangstarif aufgrund vorgeschobener nicht zutreffender Argumente einleiten können, so dass ggf. über diesen Weg ein wenig zusätzlicher Handlungsdruck auf Octopus Energy ausgeübt wird.

Ergänzend kann ich noch erwähnen, dass ich Eastron um Rückmeldung bzgl. der beiden Falschmessproblematiken (Dr. Fette / University of Twente) kontaktiert habe und dass diese zurückgemeldet haben, dass die Zähler vom Typ SDM630 nur für “saubere Netze” mit 50Hz oder 60Hz gedacht sind und in “verschmutzen” Netzen mit Oberwellen oder auch niefrequenten Schwingungsanteilen fehlerhafte Zählergebnisse aufweisen und dort entsprechend nicht eingesetzt werden sollten, also ebenso von beiden Problematiken betroffen sind, somit nicht als Basis für Vergleichsmessungen zu von Messstellenbetreibern montierten fehlerhaft zählenden Messstellen/Smartmetern herangezogen werden können, da diese halt ebenfalls falsch zählen.

Nachfolgend noch ein Sreenshot von der Octopus Webseite, wo der minimale Netzstrombezug gezeigt wird - und somit der nachweis erbracht ist, das Octopus Energy die Vertragserfüllung mit einer unzutreffenden Begründung verweigert.

Halte uns gerne auf dem Laufenden!

Sobald ich aus meinem EON Vertrag rauskomme, steht bei mir auch der Wechsel zu Octopus an. IMSys ist hier bereits vorhanden und funktionsfähig. Und ich hätte nichts dagegen wenn ich hier vorher mal was positiveres über Octopus lesen könnte… :wink:

Es würde helfen deinen Text besser zu strukturieren. Am Ende erwartest du ja das andere das lesen.

Der Abrechnungsmonat Okt. auf dem Screenshot ist nicht rum. Wie du damit jetzt eine Vertragsnichterfüllung erklären willst? Soll Octopus dich einfach irgendwann abrechnen?

Ich verstehe weiterhin nicht was dein Problem eigentlich ist. Das das mit Octopus nicht klappt? Oder das die einen SmartMeter einbauen von dem du denkst das er dich betuppt?

Der Netzbetreiber braucht die SmartMeter Daten übrigens glaube ich auch. Nur weil die auf der Octopus Homepage stehen bedeutet das nicht das der die bekommt

Ich ärger mich auch über den Laden. Ich will glauben das nicht alle Probleme bei denen liegen. Vielleicht ist es naiv…

Mein Ärger wird stark davon abhängen ob die die Vertragslaufzeit von 2 Jahren starten wenn der Übergangstarif endet. Einige Nutzer sagen das ist der Fall. Wenn ja bekomme ich 2 Jahre Strom zu den Konditionen und den Übergangstarif davor

Ich habe gestern einmal bei Octopus Energy angerufen und die Dame an der Hotline meinte nur, das mein Smartmeter laut Ihrem System vor Monaten korrekt aktiviert wurde und seitdem korrekt funktioniert und auch alle anderen Voraussetzungen für den IOG-Tarif erfüllt wären, der Tarif aber - warum auch immer, noch nicht umgeschaltet wurde und sie würde dies zur Prüfung weitergeben - nur prüft die vorgeschaltete Stelle den Vorgang ja bereits seit nun knapp zwei Monaten… Also besteht ganz offensichtlich nicht der Wille, die Situation zu verändern - immerhin habe ich eine Frist und eine Nachfrist gesetzt und mit der Einleitung rechtlicher Konsequenzen gedroht. Habe inzwischen ein Schlichtungsverfahren beantragt und denen auch das Aktenzeichen übermittelt und schreibe gerade die Email an das Referat 604 der BNA und bereite parallel die Email an den Verbraucherschutz Bundesverband vor, da die Octopus Energy wegen Nichtvertragserfüllung abmahnen können, was vermutlich der Weg mit der kürzesten Reaktionszeit sein dürfte, da bei Abmahnungen sieben Tage Zeit zum Abgeben einer Unterlassungserklärung eingeräumt werden, bei Nichtabgabe ein Eilverfahren ohne Anhörung bei Gericht beantragt wird, was typischerwiese in wenigen Tagen - da nur Schreibkram vom Gericht umgestzt wird und dann wäre Octopus Energy für jeden weitere Nichtvertragserfüllung gegenüber dem Verbraucherverband schadensersatzpflichtig - mit bis zu 50.000 € je Fall - somit dürfte dieses Vorgehen zeitnah für Bewegung in dem Vorgang sorgen. Und ja es geht mir um beide Aspekte - zum einen, darum dass Octopus Energy das geschlossene Vertragsverhältnis bei mir und allen anderen IOG-Tarifkunden korrekt erfüllt und den beworbenen Tarif endlich aktiviert und zum anderen, dass Octopus Energy (wie auch alle anderen Messstellenbetreiber) Maßnahmen einleitet, die sicher stellen, dass es nicht zu Falschmessungen kommt. Wir sind in der besonderen Situation, dass durch Erdarbeiten vor einem anderen Grundstück unsere Stromleitung beschädigt wurde. Da ein rückwertiger Nachbar zwischenzeitlich eine große PV-Einspeiseanlage mit etlichen hundert kWp aufgebaut hat und dafür extra ein neues 10kV-Trafo aufgestellt werden musste und unser Kabel in 1m Abstand daran im Boden vorbei lief, wurde die alte Leitung nicht im Erdboden instandgesetzt sondern bei dem neuen Trafohäuschen ausgebuddelt und an dieses angeschlossen. Somit hängt jetzt an einem Trafohäuschen ein mittelständischer Betrieb mit risieger Einspeise-PV-Anlage, diversen E-Gabelstaplerladegeräten, diversen Wallboxen, Splittklimageräten, kleinem Rechenzentrum, diversen Holzver- & Bearbeitungsmaschinen, komplett per LED beleuchtet, also sämtlichen Voraussetzungen für ein mit Ober- und Unterwellen überlagertes Netz, bei dem es laut Dr. Fettes Ausführungen sehr wahrscheinlich zu Fehlmessungen kommt, was normalerweise durch eine Vielzahl anderer Stromanschlüsse am gleichen Trafo gedämpft werden würde, nur sind an diesem Trafo halt aktuell nur noch wir angeschlossen und auch keine Veränderung angedacht. Bei Teilbewölkung mit harten Wolkenrändern schwankt bei uns seit dem die Spanung aus dem öffentlichen Netz um über 10 Volt; ebenso pendelt die Frequenz dann stetig deutlich hin und her. Im letzten Winter sind bei uns über zwanzig elektronische Geräte durch Überspannung aus dem Stromnetz beschädigt worden. (zerplatze Varistoren in den Netzteilen) Es ist daher absehbar, dass Falschmessungen durch das verbaute Smartmeter bei uns auftreten werden, da bei uns die Voraussetzung dafür leider sehr groß sind. Zudem trifft die Falschmessproblematik ja auch alle anderen Strombezieher mit einer elektronischen Zähleinrichtung, da geeichte Zähleinrichtungen die Normvorgabe erfüllen müssen und daher aktuell nicht den kompletten Frequenzbereich zur Mittelwertbildung verwenden und daher laut Dr. Fette zu fehlerhaften Zählergebnissen kommen wenn Ober- oder Unterwellen auf dem Netz vorhanden / überlagert sind, was beim Vorhandensein moderner Technik im Netz halt seit vielen Jahren nahezu überall der Fall ist. Aus meiner Sicht ist es eine Frechtheit, dass die Messstellenbetreiber die Verbraucher nicht über die Falschzählproblematik informieren, den Mangel zeitnah abstellen und eine Kompensationslösung aufzeigen müssen; schließlich zahlen Millionen von Stromabnehmern für mehr Strom wie diese real verbraucht haben.

Ich hatte damals auch ein paar Bekannten / Nachbarn den Link zum Angebot gesendet (zur Webseite - also ohne davon persönlich zu profitieren) - bei keiner der Personen die sich für den Tarif ebenfalls entschieden hat, wurde bisher der beworbene Tarifumfang aktiviert, alle hängen im teureren Übergangstarif und werden mit Unwahrheiten vertröstet und im Internet habe ich bisher auch nirgends einen Hinweis gefunden, das schon bei irgendjemandem der beworbene Tarif aktiviert wurde - nicht einmal bei den Youtubern, die über das Produkt berichten, auch diese hängen im Übergangstarif fest ...

Ganz im Gegenteil wurde der Tarif inzwischen eingestellt, die Angebotsseite aus dem Web entfernt (In Werbung aufgezeigte Produkteigenschaften stellen beim Fehlen einen Mangel dar), beim Nachfolgetarif das Pricing angepasst und das Nachtzeitfenster für das ganze Haus entfernt - also nahezu alle preislich interessanten Vorteile entfernt, die den Tarifkunden des alten IOG-Tarifes scheinbar durch das “dauerhafte” Belassen im Übergangstarif ebenso vorenthalten werden sollen, da vermutlich bei hohem Nachtstromanteil die Ursprungsmischkalkulation nicht aufgeht, da sich Octopus Energy scheinbar keine Vorteile durch vergünstigte Netzentgelte vom Netzbetreiber in der Nachtzeit gesichert hat - vermutlich weil einfach jeder Netzbetreiber unterschiedliche Zeitfenster verwendet zum anderen, da dann ja auch “Steuerungsmöglichkeiten” verbaut werden müssten um große Verbraucher dimmen zu können, was vertraglich nicht vorausgesetzt wurde. Es ist daher absehbar, dass der alte IOG-Tarif auf einer fehlerhaften Kalkulationsbasis beruht und daher nicht freiwillig von Octopus Energy freigeschaltet werden dürfte, zumindest nicht bei Personen, deren Smartmeter seit Monaten keinen Tagstrombezug aufzeigt...

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Es wäre vermutlich gut, wenn sich auch andere Intelligent Octopus Go Kunden beim Referat 604 der Bundenetzagentur über Octopus wegen dem Verweigern der Vertragserfüllung beschweren würden, da die BNA zumeist nur aktiv wird, wenn es zu einer Häufung an Beschwerden kommt. Ggf. kann Andreas ja auch einmal ein Video zur Thematik machen; vom Nicht-Aktivieren des beworbenen IOG-Tarifes dürften ja vermutlich etliche hundert oder tausende von Kunden betroffen sein, von der Falschzählproblematik eher Millionen, die vermutlich überwiegend aktuell nichts davon wissen, dass diese ggf. seit Jahren eine zu hohe Stromrechnung bekommen haben, zudem nicht mit einfachen Mitteln beweisen können, dass die verbaute Zähleinrichtung fehlerhaft zählt, da die Prüfvorgabe für die Kontrollmessung eine Prüfung mit reinem 50 Hz Sinus vorgibt - also einen Aufbau bei dem der Zählfehler nicht nachgewiesen werden kann - in diesem Fall wurde die “Abschaltvorichtung” halt direkt in den Normvorgaben eingearbeitet. Dieselgate war da etwas einfacher gestrickt, denn in diesem Vorgang müssen zunächst die messtechnischen Vorgaben für die Prüfgeräte angepasst werden (daran ist Dr. Fette beteiligt), dann die Normvorgaben für die Zähleinrichtungen, die Vorgaben für die Eichung wie auch die Zählerprüfung und das kostet alles viel Zeit, nur wurde die Problematik ja bereits 2017 anteilig durch die University of Twente und 2023 durch Dr. Fette aufgezeigt und scheinbar bisher gut vor der Öffentlichkeit verborgen, damit die Stromlieferanten aber auch die Netzbetreiber, die mit ca. 1/3 der Stromkosten über die Netzentgelte beteiligt, sind profitieren können, wobei letzteres etwas heikel sein könnte, da oftmals die Messstellenbetreiber zu den Netzbetreibern (oder wie bei Octopus Energy) zum Stromlieferanten gehören, so dass durch den vorsätzlichen Einbau einer (vermutlich) falsch zählenden Messeinrichtung dann eine direkte Vorteilsnahme des Netzbetreibers/Stromlieferantens gegeben wäre und somit der strafrechtliche Sachverhalt eines betrügerischen Agierens ggf. als erfüllt eingestuft werden könnte.

Ich denke, da muss einfach mehr Aufmerksamkeit auf beide Thematiken gelenkt werden, damit diese zeitnah gelöst und nicht unendlich hinaus gezögert werden. Denn scheinbar wird bei beiden Thematiken auf den Faktor “Zeit” gesetzt.

Also mir war jetzt der Text zu lang um festzustellen ob mich das interessiert. Daher kurze automatische Zusammenfassung als kriterium ob man den Text lesen möchte:

  1. Octopus sagt: Smartmeter aktiv & alle IOG-Voraussetzungen erfüllt – trotzdem seit Monaten keine Tarif-Umstellung; Vorgang hängt seit ~2 Monaten.
  2. Du hast Fristen gesetzt, Schlichtung gestartet, BNetzA (Ref. 604) und vzbv in Vorbereitung; Abmahnroute wegen Nichterfüllung im Blick (7-Tage-Frist, mögliches Eilverfahren, bis 50 k € je Fall).
  3. Netzsituation kritisch: Gemeinsamer Trafo mit großer PV/Industrieverbrauchern → Ober-/Unterwellen, >10 V Spannungsschwankungen, Frequenzpendeln; Geräte-Schäden; Smartmeter könnte dadurch Fehlmessungen liefern (Dr. Fette/Uni Twente).
  4. Systemisches Problem: Zählerprüfungen mit reinem 50-Hz-Sinus blenden reale Verzerrungen aus → potenziell Millionen mit zu hoher Rechnung; Verbraucher unzureichend informiert.
  5. IOG allgemein: Bei dir & Bekannten nur Übergangstarif; keine belegten Aktivierungen; Octopus hat Angebot entfernt, Nachfolgetarif verschlechtert (Preis, Nachtfenster) → Verdacht auf Fehlkalkulation und bewusste Nichtfreischaltung.
  6. Appell: Mehr Beschwerden an BNetzA 604 & Öffentlichkeit (z. B. Video), um Druck zu erhöhen.
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Also, nachdem ich Octopus Energy die Aktenzeichen der eingeleiteten Schlichtungs- und Beschwerdeverfahren gemailt habe, kam nach über zwei Monaten ohne “bemerkbare Bewegung” innerhalb eines Tages die Rückmeldung, dass der Stammdatenabgleich jetzt abgeschlossen sein soll (scheinbar werden meine Hinweise endlich beachtet), dass aber noch ein Antrag vom Netzbetreiber fehlen würde. Ich habe die Nachricht an den Ansprechpartner vom Netzbetreiber weitergeleitet und dieser hat innerhalb von zwei Stunden daraufhin aufgezeigt, das Octopus Energy den Messtellenbetreiberwechsel fehlerhaft beantragt hätte und vom bisherigen Messstellen-/Netzbetreiber (beides gehört zu den lokalen Stadtwerken) daher aufgefordert wurde diesen korrekt zu beantragen (es sollen Daten fehlen), damit der Messstellenbetreiberwechsel korrekt erfolgen kann - sprich beide Seiten behaupten jeweils die andere Seite würde mangelhaft arbeiten und nicht alle erforderlichen Daten bereitstellen. Ich habe Octopus Energy die Antwort der Stadtwerke weitergleitet; bisher schweigt Octopus Energy erst einmal wieder … hoffen wir einmal, dass es nicht wieder über zwei Monate dauert, bis eine aussagekräftige Antwort kommt bzw. es weiter geht.

Ein Trauerspiel - statt dessen hatte mir der “Director Smart Metering” Fabian Maleitzke in seiner Email noch aufgezeigt, dass der Übergangstarif günstiger sein soll wie der eigentliche Tarif, scheinbar kommen mir die 28,11 Cent/kWh des Übergangstarifes als nur teurer vor, wie die 19,2 Cent/kWh (nachts) des beworbenen Tarifes (dank 189 kWh PV Speicher waren eigentlich nur Nachtbezug und smartes Laden vorgesehen) - oder zumindest versucht er mich scheinbar davon zu überzeugen… hat aber nicht geklappt! Der Smartmetereinbau erfolgte vor 5.5 Monaten; die beworbenen 3 Monate ab Smartmetereinbau wurden somit weit überschritten; wobei es bei manch einem im meinID-Forum über 11 Monate gedauert hat bis der beworbene Tarif korrekt aktiviert wurde - Ihr solltet somit vermutlich spätestens nach drei Monaten ein Beschwerdeverfahren bei der Schlichtungsstelle einreichen - die hängen mit der Bearbeitung aktuell 2~3 Monate zurück, d.h. man bekommt zwar umgehend ein Aktenzeichen, aber bearbeitet wird der Vorgang dort real erst stark verzögert...

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Moin,

Leider habe ich 2 Haken gefunden:

  1. ich bin seit Februar Kunde und eine smartmeter wurde im April eingebaut. Aber das Ganze funktioniert (noch?) nicht, da „andere Martakteure“ es nicht zulassen. So kann ich nicht den günstigen Nachtarif nutzen🤨.der ganze Vorgang ist intransparent und ich zahle die Zeche…
  2. Das gesteuerte Laden meines Teslas funktioniert und ich bekomme auch einen kleinen Bonus, allerdings zieht das recht viel Strom, da octopus das Auto immer wieder aufweckt

Ich habe nun ebenfalls ein Schlichtungsverfahren eingeleitet, da bei uns der Einbau schon über ein halbes Jahr scheitert.

Hast du da Daten zu? Sehe ich bei mir nicht

Bei mir ist auch angeblich die Stammdatenänderung durch und es liegt beim Netzbetreiber. Seit 6 Wochen. Ich hab heute nochmal beim Netzbetreiber angerufen, es ist nichts eingegangen. Die scheinen das wirklich absichtlich zu verschleppen.

Meine Vermutung ist, es liegt nicht an den anderen Marktakteuren, sondern an Oktopus. Jetzt ab November wird’s für mich echt recht wichtig, Insb. da man den Nachtarif noch mit der EnWG14a kombinieren kann (zumindest behauptet man das am Telefon), hätte man dann Nachstrompreise von 10ct/kWh. Da haut jetzt langsam jede kWh rein - auch wenn verglichen mit standart-feststrompreisen der Übergangstarif ziemlich fair scheint, in dem Licht macht das schon einiges aus.

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Genau diese Kombination aus günstigem Nachtstrom in festen Zeiten und der parallelen $14a Netzentgelt Reduzierung wäre aus meiner Sicht einer der größten Vorteile von Octopus….

Leider sind eure Berichte alle recht ernüchternd…

Vielleicht können sich ja mal einige melden, bei denen die Octopus Tarifumstellung geklappt hat…

Hallo in die Runde.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat den Vorgang mit Octopus Energy nach mehrmaligem Nachfassen als sehr interessant eingestuft und prüft nun die Abmahnmöglichkeit. Ich habe diesen Status gestern an Octopus Energy weiter kommuniziert und siehe da, es soll bei Octopus Energy eine 16 köpfige Spezialabteilung eingerichtet werden, die sich zunächst ausschließlich um “hängende Smartmetervorgänge” kümmert, also allen Vorgängen, wo es trotz montierten Smartmeter nicht voran geht. Heute hat mich der Abteilungsleiter persönlich angerufen und sich für die Probleme entschuldigt, mir aufgezeigt, das Octopus Energy direkt mit meinem lokalen Messtellen-/Netzbetreiber telefoniert und dabei festgestellt hätte, dass von Octopus Energy fehlerhafte Daten an den lokalen Akteur übertragen wurden, die jetzt korrigiert worden sein sollen und scheinbar hofft Octopus Energy darauf, den Vertrag innerhalb von 2 Wochen auf den usprünglich beworbenen Umfang umstellen zu können.

Hoffen wir einmal, dass es so kommt und das allen wartenden Intelligent Octopus Go Kunden durch das “Eskalieren” und die daraus erwachsene Sondereinheit bei Octopus Energy der Verbleib im Übergangstarif deutlich verkürzt wird.

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Ich kann mal mit einem positiven Feedback dienen. Ich habe Octopus go, ohne intelligent, Ende Juli abgeschlossen. Aufgrund der Mindestvertragslaufzeit bei meinem vorherigen Tarif hat Octopus Go erst vorgestern gestartet. Ich hatte bereits zuvor ein Smartmeter, das habe ich Frühjahr aus heiterem Himmel vom Netzbetreiber bekommen, vermutlich wegen meiner PV. Bei Start der Belieferung mit Octopus bin ich nun von Beginn an im Octopus go Tarif gelandet, also bei mir gab es keinen ÜbergangsTarif.

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es soll bei Octopus Energy eine 16 köpfige Spezialabteilung eingerichtet werden, die sich zunächst ausschließlich um “hängende Smartmetervorgänge” kümmert

Das wurde mir an der Hotline auch gesagt, sie wollten sich bis letzte Woche nochmal mit einem neuen Stand melden… Bis jetzt noch nichts passiert leider.