Wer sie gemeldet hat, geht Dich nichts an - steht demjenigen natürlich frei, Dir das dann bitte per PN mitzuteilen.
Wir brauchen nicht noch einen Thread wo wissenschaftlicher Konsens zum Klimawandel in Frage gestellt wird, statt bei der ganz praktischen Frage des Threads zu bleiben.
Wenn denn schon ein iMSys verbaut wäre.
Dauert imho noch gut ~2-3 Jahre.
Auch für die gibts/gabs Sperrzeiten (vor 14a) um die Preisspitzen zu meiden.
Du wirst deinen Verbrauch anpassen.
BEV-Ladung wird man auf günstigere Zeiten verschieben und dann darf es auch ruhig etwas länger dauern (niedriegere Ladeleistung).
Wärmepumpe wird man zu gewissen Zeiten sperren und zu gewissen Zeiten stärker aufheizen lassen.
In Deutschland setzt man das ganze jetzt halt erst mit Smartmeter um. In anderen Ländern musst du deinen Verbrauch schon lange planen, weil private Haushalte entweder nur einphasig mit geringer Leistung angeschlossen sind oder per Tarifschalter in der Leistung begrenzt werden.
An sich sind das aber schon weiterführende Gedanken, was man ohne Kohlekraftwerke macht.
Fakt ist, dass unsere KKW schon in die Jahre gekommen sind und zudem künstlich per CO2-Steuer jährlich verteuert werden, während gleichzeitig die notwendigen Einsatzstunden jährlich weniger werden.
Und dafür jetzt noch Ersatzteile, Personal und Kohle vorhalten die ggf. gar nicht benötigt werden?
Und zumindestens letzteres ist bei offener Lagerung (Regen!) auch nicht allzu lange haltbar. Gab mal einen Artikel über in der Gaskrise teuer angeschaffte Kohle die man später wegen Nichtbedarf billig verramschen musste, find aber leider gerade den Artikel nicht.
Würde mit neueren KKW´s und ohne CO2-Steuer anders aussehen, aber mit den alten Kraftwerken ist die Zeit für Kohle in Deutschland vorbei.
Haltbarkeit ist begrenzt stimmt. Hatte vor paar Jahren eine grosse Renovierung. Kohlenkeller voll mit ÖBB Lokomotivkohle (war alter Bahnhof). Kohlenofen vorhanden, aber das Zeug hatte kaum Hitze wennst des überhaupt zum brennen bekamst
so schön wie’s früher nie war wird’s halt nicht mehr… ![]()
Muss man erst trocknen lassen. Wenn wir Kohle gekauft haben, war die absichtlich total nass. Die 2 Tonnen, die wir gekauft und bezahlt haben, waren nach Trocknung 20% leichter. War in unserem Fall Steinkohle.
Feucht ausm Keller ging gar nicht. Aber auch nach trocknen war der Heizwert unterirdisch. Vielleicht war der Kohlenstoff großteils schon raus. Pellets erzeugen ja auch CO wenn die gelagert werden
Aber in solchen Mengen, daß da wirklich der Brennwert leidet?
Ist zwar OT aber eine ernst gemeinte Frage: Wie soll das gehen?
Bei Pellets unvollständige Oxidation. Lagerräume sollen gelüftet werden vor dem betreten. Die Eisenbahnerkohle hat da wenigstens 30 Jahre im Keller verbracht. Da könnte das gleiche passiert sein, durch die Dauer dann merklich
Ich gestehe, dass ich dazu eben die KI befragt habe und die sagt Steinkohle verliert nicht an Kohlenstoff.
Da die im Keller lag, würde ich tatsächlich auch eher auf Feuchtigkeit durch das hygroskopische Verhalten tippen. Der Heizwert sinkt dann massiv weil die Energie dafür aufgewendet werden muss die Feuchtigkeit zu verdampfen. Sind aber alles nur Vermutungen. Wir hatten beim Kauf unserer 60er Immobilie noch Braunkohlebriketts im Keller liegen, die Zentralheizung kam aber in den 70ern, so lange lagen die da wohl schon. Funktionierten aber noch tadellos ![]()
Briketts haben eine kleinere Oberfläche als die lose Schüttung Lokomotivkohle und sind verdichtet. Wär interessant rauszufinden, was für Faktoren noch wirken
Oxidation scheint bei Kohlepulver für Kraftwerke ein nennenswertes Problem zu sein, erwärmung bis zu spontanem Brand:
“PULVERIZED COAL STORAGE
Periodically a power plant may encounter the situation where coal must be stored for sometimes in a bunker, for instance during a plant shut down. The bunker, fires can occur in dormant pulverized coal from spontaneous heating within 6 day of loading. This time can be extended to 13 days when a blanket of CO2 is piped into the top of the bunker. The perfect sealing of the bunker from air leakage can extend the storage time as two months or more. The coal in the bunker can be stored as long as six months by expelling air from above the coal with the use of CO2 and then blanketing of all sources of air.”
Ja, genau, um Preisspitzen zu meiden, weil durch diese Sperrzeiten (max. 6h zu je 2h am Stück) der geringere Preis begründet wurde... hier haben sie aber ganz schnell festgestellt, mit der Schaltuhr haben sie mehr Probleme als ohne, weil dann 12:00 alle WP gleichzeitig die 2h Sperrzeit nachholen wollten. Haben sich also mit der fixen Sperrzeit mehr Probleme geholt als Nutzen. Darum wurde die durch ein rundsteuerempfänger getauscht, der nie geschaltet hatte.
Da sehe ich, du hast keine WP... selbst meine on/off hat so einen geringen Verbrauch, da lohnt sich abschlaten nicht, das verursacht dann nur oben schon genannte Probleme.
Ja, das wird keiner in Frage stellen, es geht aber um eine Übergangszeit und ob es trotzdem nicht vielleicht doch günstiger ist, diese vorhandenen zu nutzen als neue zu bauen. Da spielt viel mit rein, wie viel Strom fehlt später noch und müssen wir diesen selber erzeugen oder können wir diesen auch einkaufen. Länder mit Langzeitspeichern könnten daraus ein Geschäftsmodell machen. Wenn AT sagt, wir bieten mit und könnten für 2 Wochen XX TWh liefern. Dazu pumpen sie immer wenn es günstig ist Wasser in ein Staubecken... oder lassen es nicht vorher ab...
Bei meinem Opa im Keller lagen dann ganz unter drunter immer kleine weiße Steine... damit konnte man gut Glas schneiden fg
Für mich stellt sich bei all der Diskussion die Frage, wann und nach welchen Kriterien wird entschieden, die Kohlekraftwerke dann vom Netz zu nehmen?
Es wird wie bei jeder technischen Anlage irgendwann der Zeitpunkt kommen, zu dem die Betriebskosten (Wartung, Instandhaltung, Brennstoff, CO2-Ausstoßkosten, etc.) höher sind, als die Investioneskosten und die Kosten pro kWh für eine andere Technologie.
Die gleiche Frage stellt sich auch für alte Gaskraftwerke.
Ich habe derzeit den Verdacht, dass die Politik hier in der Person der Wirtschaftsministerin den etablierten Energiekonzernen die Erneuerung des Kraftwerks- und Maschinenparks mit Steuergeldern subventionieren will und gleichzeitig wegen der geringeren Volllaststunden auch noch den Betrieb massiv sponsort.
Wenn schon solche Strommengen in den Bedarf reingeplant werden, wegen des Stromhungers von KI und anderen Rechenzentren, warum werden hier nicht gleichzeitig Vorgaben für Energierecycling gemacht?
- Beispiel: Jedes neue Rechenzentrum muss mindestens 90% seiner Abwärme in Fernwärmenetze einbringen. Dann bräuchten wir die Energie nur einmal oder 1,11 mal und nicht zweimal und schon wäre der Bedarf im Winter oder der Dunkelflaute deutlich geringer und damit weniger Kraftwerks- oder Reservekapazitäten nötig.
- Beispiel: In den Frühzeiten der Gasversorgung gab es "abschaltbare" Verbraucher. Die haben einen vergünstigen Bezugspreis bekommen, dafür mussten sie in Hochverbrauchszeiten ihren Gasbezug einstellen. Das hat super funktioniert und alle Beteiligten wussten, worauf sie sich einlassen. Warum kann ein solches Modell für Stromgroßverbraucher nicht auch heute funktionieren?
Aus meiner Sicht gibt es noch viel mehr Alternativen zum erneuten und verstärkten Ausbau des Verbrennens von fossilen Energieträgern zum Überbrücken von prognostiziert möglichen Engpässen.
Herzliche Grüße
Eclipse
Für die WP-Tarife gibt es noch Sperrzeiten, für die §14a Geräte gibt es eine Reduzierung auf 4,2kW. Bei den meisten WP wird da nur die Zuschaltung des Heizstabs verhindert. Die meisten WP bis 8 oder 9kW laufen auf einer Phase mit 230V und max.16A und kommen nicht über die 4,2kW bei Temperaturen bis NAT, die laufen also alle gemütlich weiter und halten die Bude warm. Erst wenn es deutlich kälter wird, springt der Heizstab an und dann wird es, wenn alle Heizstäbe in einem Ortsnetz gleichzeitig anspringen, kritisch.
Das ist aber noch nicht alles, wenn man mehr als eine WP hat, wird jedes Gerät einzeln gezählt und mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor unterlegt. Das beutet also, dass man mit mehreren Anlagen in einem Haus auch mehr Verbrauchen und heizen kann.
Dazu gibt es vom Verband des Elektrohandwerks eine Excel-Tabelle um den abschaltbaren Bedarf bei §14a Teilnehmern zu berechnen.
Link: ZVEH §14a PMin Berechnung
Und der 3kW Heizlüfter darf immer ohne Skrupel eingeschaltet werden, weil der zu den nicht abschaltbaren Geräten gehört genauso wie Herd, Spülmaschiene, Waschmaschiene, Wasserkocher, etc.
Daher wird es aus meiner Sicht diese Sperrzeit Effekte in Zukunft nicht mehr oder nur in abgeschwächter Form geben, wenn alle WP-Kunden auf §14a umgestellt sind.
Weiterhin sind all diese Abschaltungen durch den Netzbetreiber zu begründen und zu dokumentieren. Das bedeutet, wenn einer zu oft abschaltet hat er einen klaren Engpass im Netz und muss sein Netz ertüchtigen um das zukünftig zu vermeiden. Das bedeutet mit jeder Abschaltung erhöht er sein Risiko auf weitere Netzausbaukosten, die seinen Ertrag schmälern.
Daher mache ich mir um die Abschaltung oder die Sperrzeiten mit §14a in Ein- oder Zweifamilienhäusern wenig Sorgen. Für größere Komplexe ist aus meiner Sicht eine intelligente Anlagenplanung notwendig um nicht in die §14a Abschaltung zu laufen.
Herzliche Grüße
Eclipse
Neue Kraftwerke zu bauen ist vermutlich jetzt schon nicht rentabel.
Wenn du das rein marktwirtschaftlich betrachtest wird es Phasen geben in denen es nicht genug Strom gibt weil es aus Kraftwerksbetreiber Sicht nicht lukrativ genug ist dafür Kraftwerke vorzuhalten. Dann müsste man Verbraucher abschalten.
Zu deinen anderen Punkten:
So viele Rechenzentren gibt's nicht und ich wäre froh wenn wir in D. eine Rolle bei KI spielen würden.
Abschalten von Großverbrauchern heißt Demand Side Response und wird auch gemacht. Im kleinen soll das auch passieren, da scheitert es an den Smart Metern. Das bedeutet aber das Industrien nicht arbeiten, wir nicht produktiv sind und das tut uns nicht gut.
Das muss halt für mehrere Tage im Winter mit erhöhtem Bedarf funktionieren.
Die sind gerade wie wild in ganz Deutschland am RZ bauen, war gestern und heute in den Nachrichten.
Da passiert eine ganze Menge, aber wieder mal ohne Augenmaß und der notwendigen
Zukunftsperspektive, die gerade in diesen Tagen nötiger ist denn je.
Das bedeutet aus meiner Sicht nur, dass es für diese Industrien endlich einen Anreiz gibt ihre Energieversorgung zukunftsorientiert zu gestalten oder mit ihrem weiter wie bisher auch endlich die Kosten für ihr Fehlverhalten zu tragen. Das tut aus meiner Sicht uns allen gut.
Das teuerste am Klimawandel ist das Nichtstun und so weiterzumachen wie bisher.
Herzliche Grüße
Eclipse
Das ist deine Meinung. Ich teile sie im Bezug auf Rechenzentren nicht
So viele werden da nicht gebaut. Egal was die Nachrichten sagen. Die Abwärme löst unser Problem nicht
Die wandern dann ab.
Aus der Sicht des Wirtschaftsstandorts sind deine Vorschläge gefährlich
Hat keiner behauptet. Aber nur Geld auf das Problem zu werfen geht in unserer Lage nicht
Ich habe mir das Non-Paper mal angeschaut und diesen Passus darin gefunden.
Zitat:
South bonus applicable to the long-duration-capacities (10 GW, see
above) without specific cost allocation to consumers in the south.
Vielleicht verstehe ich es nicht richtig, aber das was ich daraus lese ist, dass Söder und Konsorten für ihre jahre-/jahrzehntelange Verhinderung des Nord/Süd Netzausbaus für die Nutzung des Windstroms aus dem Norden jetzt damit belohnt werden, dass der Rest der Republik deren Strom subventioniert.
Die Frechheit und Unverfrorenheit solcher Forderungen der Energiewendeverweigerer schlägt dem Fass den Boden aus.
Herzliche Grüße
Eclipse
Ja ärger mich auch. Und ich wohne in dem Bundesland
Bitte wach auf und nimm auch mal eine andere Perspektive ein.
Die Argumente der ewig Gestrigen zu wiederholen wirkt auf mich wie diese drei hier:
„Was nicht dem Gesetz der Schönheit [= angemessenes Verhalten] entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, das tue nicht.“
Quelle: Wikipedia
Nur ein Beispiel:
Das ist doch das schriftgewordene Totschlagargument für jede Veränderung.
Ganz im Gegenteil, wir brauchen Veränderung damit Zukunft gelingen kann und je eher wir als Gesellschaft und Industrie dies verinnerlichen, desto besser und schneller sind wir für die Zukunft gewappnet.
Dies ist nur leider eine der unbequemen Wahrheiten, die keiner gerne hört. (siehe oben)
Die Politik hat den Auftrag die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass diese Veränderung gelingen kann, nach meiner Wahrnehmung ist sie derzeit dabei den Status Quo zu zementieren anstatt die Veränderung zu fördern.
Herzliche Grüße
Eclipse
