Als wenn der Normalbürger auf die täglichen Preisschwankungen reagiert. Ich gehe sogar davon aus, daß die Wenigsten einen dynamischen Tarif haben - mit Festpreis ist denen der Zeitfaktor sowas von wurscht. Und damit wird dann nüscht gesteuert.
Im Übrigen widerlegt die Preisfrage nicht meine Aussage, daß Kapazitäten in D abgebaut oder nicht einen wachsenden Bedarf angepasst wurden. Und wir (D) abhängiger vom Nachbarn geworden sind.
Und du glaubst, dass es den Festpreis für größere Verbraucher noch lange gibt?
Wird imho für größere Verbraucher (>6000kWh) eher auf mehrere Preisstufen hinauslaufen, ähnlich wie bei HT/NT halt nur mehr. Den reinen Fixpreis wird man dafür entsprechend unattraktiv gestalten (wie Nachtstrom für Nachtspeicherheizungen oder Zweitarifzähler mit HT/NT mit vergünstigten Nachtstrom)
Den meisten dürfte das im Moment egal sein. Es gibt Leute mit denen ich mich unterhalte, die brauchen so wenig Strom, das ich das auch gut nachvollziehen kann.
Das wird eher interessant bei Leuten mit hohem Stromverbrauch und wenn man es recht gut beeinflussen kann. Also e Auto laden z.b.
Und da diese Gruppe wachsen wird wird das auch mehr Anwendung finden
Das ist ein Denkfehler, den alle Entscheider machen. Zum Beispiel gesetzt den Fall ich brauch am Tag 5kWh. Davon morgens 2kW x 30 Minuten für Kaffe und Toast, abends 5kW x 30 Minuten fürs kochen. Das machen die meisten zur gleichen Zeit so, deshalb ist mein Verteilnetz aufn mal bei 222V und der Strompreis Börse explodiert. Daraus wird eine “flatrate” berechnet.
Unsere neue Regel macht jetzt daraus: 5kW bezahlter Anschluss für den Monat, egal ob grad Strommangel oder Überschuss ist. Ich könnte mir aber 30kWh Speicher hinstellen und den in den 2 billigsten Stunden der Woche vollknallen. Das bringt mir zwar einen günstigen Strompreis, den fressen aber 15kW Netzgebühr wieder auf.
Um günstig wegzukommen müßte ich jeden Tag 6 Stunden knapp 1kW aus dem Netz laden. Das ist aber nur so halb netzdienlich: Mittagsspitze aus dem Netz einspeichern und zu Verbrauchsspitzen im Netz raustun lohnt damit sicher nicht.
Das beeinflusst auch die Kraftwerkstruktur: Millonen solcher Kleinspeicher würden es ermöglichen, zu einer Dunkelflaute Kohle hochzufahren. Das soll ja so 24-48h brauchen
Die kommt ja nicht so überraschend das es das braucht. Wir wissen das Wetter ja im vorraus
Ich bin ja gerade dabei variablen Strompreis und variable Netzentgelte zu bekommen. Das sind dann schon so 5-6 Stunden.
Die Netzgebühr für die Anschlussleistung ändert alleine jetzt aber nix am Standard Lastprofil. Die hilft nur das die Leute die dicken Kabel zahlen, die sie auch brauchen
Nur D in Nord-Süd-Richtung und die Verbindung spanien-Frankreich braucht “dicke Kabel”. weils lange rausgezögert wurde. Hier in AT ist aber in einigen Netzgebieten das Verteilnetz mittags zu schwach. Das zahlen alle obwohl nicht notwendig bei Anreiz zu Batterie
warum soll das den privathaushalt interessiern der den speicher selbst bezahlt hat?
ok und die leute bieten ihre speicher dann bereitwillig an oder wie soll das laufen.
entscheidet der netzbetreiber dann über einen speicher so in der art wir brauchen jetzt 50%, der rest ist das problem des privaten speicherbetreibers?
Erinnert so ein bißchen an den damaligen Postminister, der in Deutschland noch groß Kupferkabel hat verlegenlassen, obwohl in anderen Ländern schon auf Glasfaser gesetzt wurde. - Aufgrund familiärer Freundschaftsdienste, um es mal vorichtig auszudrücken.
Die Ursprungsfrage ist komplett berechtigt und sollte im Sinne von Prof. Dr. Quaschning (#11) dezidiert verfolgt werden.
Desweiteren haben wir Millionen von eAuto's, die mittels DC-BiDi/V2H verdammt viele Haushalte eigenversorgen können und damit den Netzverbrauch massiv reduzieren könnten, wenn, ja wenn die eAuto-Hersteller endlich die CCS/DC-BiDi-Schnittestelle freigeben würden.
In einem weiteren Schritt würde durch einen weiterhin ungebremsten dezentralen PV Dachzubau (Macht die Dächer voll ! - jetzt mit der Solarpflicht auch in NRW !!!) ein sehr interessanter Überschuß im Sommer anfallen, der dann auch die Kette: Elektrolyseure -> H2 -> synthetisches Gas -> Kraftwerke sinnvoll werden läßt.
Das Problem ist doch: Auch vor 25 Jahren, als das EEG geschaffen wurde, konnten sich nur wenige die heutige Situation mit 100+ GWp vorstellen. Laßt es einfach mal weiterlaufen und nicht nervös werden nur weil die fossile Branche jammert - das haben die schon immer getan und werden davon definitiv auch nicht ablassen.
Wir müssen wieder lernen mit Unsicherheiten zu planen, dann gibt es auch Freiräume für neue Lösungen.
ok wenn ich bei mir von 110kwh die ich benötige um das haus autark versorgen zu können auf 10kwh runtergehe dann muss ich wieder lernen mit unsicherheit zu planen
was bringt das?
die einzige pflicht die notwendig ist, ist alle anderen pflichten abzuschaffen.
Ein moderner Haushalt mit Wärmepumpe und 2x BEV in der Garage hat aber kein Problem >150kWh an einem Tag durchzujagen. BEV´s haben schon ~60-80kWh Speicherkapazität und wenn die leer sind …
Dazu dann noch die Wärmepumpe, die in den letzten Tagen bei Temperaturen bis runter auf fast -20°C sich defintiv ein paar kWh mehr gönnt als sonst, sofern die nicht durch Kaminofen, etc unterstützt wird.
Und genau bei den Verbrauchern wird das:
imho bald der Vergangenheit angehören.
Da wird die Ladung der BEV´s und der Betrieb der Wärmepumpe auf voller Leistung dann halt so irrsinnig teuer, das der Großteil freiwillig verzichtet.
Naja, Helmut Schmid hatte bereits mit der Telekom vereinbart Glasfaser auszurollen! Dann kam Birne und Leo Kirch, der Birne zum Schwenk auf Kupfer verleitete um sein Kabelfernsehen zu vermarkten, also wir wäre schon bei den ersten gewesen … aber immer dies korrupte CxU
Ist irrelevant, was ich glaube, denn ich beschrieb meine Annahme des Ist-Zustands.
Lieschen Müller wird auch mit Wärmepumpe weiterhin dann die Heizung aufdrehen wollen, wenn ihr kalt und nicht dann, wenn der Strom billig ist. Und dann in deinem Szenario mehr bezahlen. Bei Strompreisen hört offenbar die Solidarität auf.
Warum hat man eigentlich die Nachtspeicheröfen rausgerissen? Mit von außen gesteuerter Wärmepumpe wäre das doch ideal.
Von welcher Zukunft sprichst du? Für dynamische Tarife braucht man (Trommelwirbel) eine zeitlich kleinteilige Abrechnung. Solange nur einer einen '“normalen” Zähler hat, wird es Pauschalabrechnung geben müssen. Nur darum ging es und nicht, was ein Einzelner in Zukunft macht. Der kann auch heute schon dynamische Abrechnung bekommen.
Selbes Prinzip wie die (angesprochene) Solarpflicht: du zahlst privat Anschaffung, Betrieb, Wartung, Ersatz - wir nutzen bzw. drehen dir im Fall der Solarpflicht bei Überschuss die Einspeisung (und den Selbstverbrauch) ab.
Wobei wir mehr Solar auf privaten Dachflächen und privaten Speicher durchaus brauchen könnten - aber doch nicht mit Zwang, nicht für die Gesellschaft und auch nicht mit garantierter Einspeisevergütung bzw. Entschädigung bei Nichteinspeisung.
Nicht Produktionsmittel sollen enteignet werden, sondern deren Verfügungsberechtigung. Hatten wir schon mal.
Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Umso mehr trotzdem Strom verbrauchen, umso teurer wirds.
Weil sich das Verbrauchs- und Einspeiseverhalten sowie Steuern und Abgaben verändert haben. Damit wurde der Strom aus Netzbezug für direktelektrisches Heizen schlichtweg zu teuer. Große Preisdifferenz für Nachtstrom mittels FRE gibts quasi nicht mehr.
Alle Haushalte mit Nachtspeicherheizungen die mir in den letzten Jahren begegnet sind, heizen den Großteil andersweitig (idR Einzelöfen mit Holz, teils aber auch wasserführende Zentralheizungen.)
Und genau dafür gibts den Pflichteinbau von Smartmetern ab 7kWp Modulleistung oder ab 6000kWh Netzbezug.
Und das ganze wird sich für größere Verbraucher eh aus finanziellen Gründen erledigen, wenn die Fixpreistarife nach SLP teurer werden.
Jetzt gehört zur Wahrheit aber auch das wir in Europa diese Situation so nicht haben sondern einen grossen Grenzüberschreitenden Markt der diese extremen Situationen verhindern wird
ja solange die nachbarländer gas, kohle und atomkraft haben und überschuss generieren können.
deren kraftwerke pfeiffen auch schon aus dem letzten loch.