Kohlekraftwerke länger nutzen anstatt Gaskraftwerke bauen?

Jetzt verstehe ich wo du hin willst... ja, gutes Argument. Aber die Biogas Betreiber sind halt viele kleine, wie PV Betreiber, die sich selten einig sind. Bauern sind eh teilweise eine besondere Mischung Mensch, nicht böse gemeint.
Klar, dezentrale Notstromer im Quartier hätten viele Vorteile, ob Dunkelflaute oder lokale Ereignisse, so wie wichtige Verbraucher auch so etwas haben, könnte man auch so heran gehen um die Versorgung zu lösen...
Aber interessiert sich eh keiner dafür, leider.

Der Vergleich mit Automotoren bringt mich auf eine Idee: So retten wir die deutschen Autobauer. Statt Verbrenner-Autos bauen die demnächst kleine Verbrenner-Kraftwerke fürs Einfamilienhaus.

Die Sache mit den Abgasen machen mir etwas Sorgen. Aber der VW-Diesel soll ja sehr sauber sein. :grin:

Nochmal um deine Idee zu verstehen: Du meinst im Grunde das als Technologie, was seit vielen Jahren schon als kleines Blockheizkraftwerk existiert, was man sich in den Keller stellen kann?

Sowas hier:

Nein, wenn du mal das Negativbeispiel “ mit Windstrom Pumpspeicher auffüllen” weglässt, warum sollte es? Nimm einfach den Ist-Zustand des Stromnetzes, dann nützt dir die kWh mehr im Norden gar nichts, wenn sie im Süden fehlt. Verhindert keinen Blackout.

Stimmt, wir sind ja noch nie ohne PV ausgekommen. Selbst wenn die kWh teurer wäre - was werden die Leute wählen, Versorgungssicherheit oder billigster Jahresbetrag?

Kannst du gerne machen. Die sind auch nicht so der Bringer, was Stromerzeugung angeht. Hier im Nachbarort setzt man deshalb vor allem auf Fernwärme der Häuser in der Nähe.

Welches Netz ich bevorzuge, ist irrelevant - denn selbst in einer Dunkelflaute würde ich meinen Gefrierschrank mit 400 Wh/d PV-Strom kühlen können. Mehr brauchts nicht wirklich, denn zum Heizen gibts den Holzofen.

Und dann sind wir wieder beim Thema: wenn man die Leute gefragt hätte, ob Versorgungssicherheit im Jetzt mit vorhandenen Kohlekraftwerken oder in Zukunft mit angedachten Gaskraftwerken, was glaubst du, hätten die Leute gewählt.

Warum hat man wohl vorhandene Kraftwerke zunächst abgeschaltet und unbrauchbar gemacht und nicht erst einmal nur stillgelegt, bis das Neue funktioniert? Und ob die neuen Gaskraftwerke kommen, sei mal dahingestellt, denn wollen tut man die langfristig auch nicht.

Ich behaupte ganz frech, man wollte den Mangel - zumindest den der Wirtschaft. Die Versorgungssicherheit der Privathaushalte nahm man dabei billigend in Kauf.

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Mein klarer Vorzug, wenn die gesamtwirtschaftlichen Kosten (Netzausbau, Reservekraftwerke, Kavernenspeicher für Wasserstoff etc.) optimiert werden sollen, ist das Quartier, also ab etwa 100 Haushalte aufwärts, und nicht Motoren für den einzelnen Haushalt.

Was heute an Klein KWK angeboten wird ist meist primär eine Heizung und meist auf sehr viele Betriebsstunden ausgelegt und oft sogar teurer pro kW elektrischer Leistung als GuD Großkraftwerke.

So was kann man sich anschaffen, wenn man unbedingt autark sein will.

Für die Energiewende brauchen wir vor allem günstigen Strom, also möglichst für Elektroautos Strom für 5 Cent und für Wärmepumpen 10 Cent, so was in der Größenordnung.

Das scheinen wahnsinnig niedrige Zahlen, weil wir auf Größenordnung 30 Cent Hausstrom konditioniert sind.

Die letzte große PV Ausschreibung lag bei einer durchschnittlichen Vergütung von etwa 5 Cent die kWh. Wo kommt die enorme Differenz zum Hausstrom Preis her?

Das sind zum einen Steuern und Abgaben und ein klein wenig für Abrechnung, und sehr viel für das Netz. Nicht nur ist das Netz sehr teuer, die Kosten werden auch noch gezielt bei Haushalten abgeladen, um die Industrie zu schonen.

Teuer ist das Netz im Moment, weil es sowohl für Verbrauchsspitzen ausgebaut wird als auch für den Anschluss von dezentraler Erzeugung. Wenn ein 250 Haushalte Dorf in Mecklenburg Vorpommern 70 MW an Windkraftanlagen vor der Tür stehen hat, muss gewaltig ausgebaut werden, um den Strom zum Endkunden zu bekommen. Davon merkt der Betreiber der Windkraftanlagen nichts, solange keine Baukostenzuschüsse fällig werden. Der optimiert strikt für sich und baut da, wo die kWh am günstigsten / mit dem geringsten lokalen Widerstand produziert werden kann. Dass zu den 5 Cent für den Strom selbst noch 10 Cent für den Netzausbau dazu kommen, interessiert den nicht. Es ist für den Betreiber individuell günstiger als die Windräder neben Verbraucher / bestehendes Netz zu setzen, wo der Windstrom selbst 6 Cent kosten würde, der Netzausbau aber bei 0 Cent liegen würde.

Auf der Verbraucher Seite sieht es ganz ähnlich aus, es gibt keine Anreize da Netzausbau zu vermeiden. Das zentrale Großkraftwerk bekommt genauso viel wie das kleine dezentrale, auch wenn letzteres in der Lage ist, die lange Leitung für nur 100 Stunden im Jahr durch lokale Produktion zu vermeiden. Resilienz, also bei Leitungsausfall wie in Berlin übernimmt das dezentrale Kraftwerk, ist da noch ein netter Zusatz Bonus.

Turbinen muss man groß bauen, um echte Vorteile beim Wirkungsgrad zu bekommen. GuD ist super in der Beziehung, es sind 60% Wirkungsgrad drin. Nur ist es dafür sehr teuer und man kann es eben nicht für ein Quartier mit 5000 Haushalten bauen.

Noch ein letzter Punkt: KWK ist nett, aber auch hier muss man bei 100 Betriebsstunden ganz anders rangehen als bei 4000+. Jedes Auto hat eine Heizung, eigentlich immer ohne dass die ein aufpreispflichtiges Extra wäre (außer Standheizung, die kostet schon extra). Das geht auch nur, weil da die Eigenschaft günstig ganz oben bei der Optimierung steht und Wirkungsgrad fast egal ist. Wenn man bei einem Notstromaggregat für 100 Stunden Dunkelflaute Wärme auskoppeln will, muss man da ähnlich vorgehen.

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Wird wohl auf längeren Kohlestrom hinauslaufen …

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Du hast aber schon gesehen, was so ein Ökofen-Zauberaggregat kostet?

Der Stirling von Ökofen ist nicht nur relativ teuer, der Wirkungsgrad für Strom ist extrem schlecht. Es ist eine faszinierende Lösung, wenn man unbedingt nur mit Holz und PV praktisch ohne Einschränkungen bezüglich des Verbrauchs ohne Netzanschluss 100% autark sein will.

In Berlin ist das n-1 Kriterium anscheinend eingehalten worden. Jede einzelne Leitung zu den Umspannwerken konnte zum Beispiel für Wartung außer Betrieb genommen werden. Nur sind die Leitungen gebündelt alle über die gleiche Brücke geführt worden und konnten damit gleichzeitig ausgeschaltet werden.

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Ganz einfach, weil eine Redispatchmaßnahme entweder mit positiver oder negativer Regelleistung durchgeführt wird und wenn das nicht getan werden würde dann käme es zum Blackout. Damit spiegelt die aktuelle Anzahl an Redispatchmaßnahmen sehr deutlich wieder, wie instabil das Netz aktuell ist wenn die Flatterenergie entweder im Norden durch starken Wind oder im Süden durch starken Sonne-Wolkenmix oder Dauersonnenschein unterwegs ist. Während vor einem Jahrzehnt noch wenige 100 Redispatches pro Jahr erforderlich waren sind es heute z.T. hunderte pro Tag.

Und die irreführende Angabe des SAIDI Werts beschreibt nur, dass das Verteilnetz regional eine Stromausfalldauer von, ich weiß es jetzt nicht ganz genau, 10min oderso angibt. Der Blackout entsteht aber nicht auf der Verteilnetzebene, der Blackout entsteht auf der Übertragungsnetzebene und legt damit im Falle eines Falles nicht einen kleinen Straßenzug lahm sondern ganze Teilgebiete der Bundesrepublik oder ganze Teile Europas - ohne jetzt schwarzmalen zu wollen.

Preiszonen würden an der Stelle meiner Meinung nach auch nichts an der reinen Physik ändern.

Meiner Meinung nach war das Abreißen der intakten Kohlekraftwerke so dämlich, wenn nicht dämlicher, wie wenn ein mitte 50er seinen Job kündigt und erst danach die Stellenanzeigen aufschlägt um sich etwas Neues zu suchen. Da man aus dieser Entscheidung keine sinnvolle Logik und auch keine sinnvolle Strategie erkennen kann muss man ja rein ideologische und vor allem wirtschaftliche Interessen unterstellen.

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Treffender hätte man es kaum ausdrücken können.

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Bis dahin können aber aber immer noch ganze Großstädte oder Regionen zeitweise oder komplett aus dem Netz kicken.

Erfahrungen gibts nicht nur im Ausland sondern auch hierzulande: Schneekatastrophe 1978/1979 – Wikipedia

Und dann sollte auch klar sein, dass auch Kohle alleine nicht die Lösung ist. (Man lese den Teil der DDR im Wikipediaartikel)
Energiemix muss breit und in der Fläche verteilt aufgestellt sein und es müssen auch Reserven eingeplant werden, ansonsten muss man halt zeitweise auch mal verzichten.

Gaskraftwerke werden imho aus Kostengründen imho nie in entsprechender Anzahl kommen, wird bei der niedrigen Auslastung einfach zu teuer. Wäre an der Stelle nicht schlecht wenn man Gas und Glas samt (Bio-) Gas / Pöl BHKW´s nicht aus politischen Gründen komplett eingestampft hätte, dann hätte man im Privatbestand noch dutzende Anlagen, die in den Wintermonaten laufen würden. Für Neuanlagen ist es nun zu spät, PV-Module und LFP-Speicher sind mittlerweile so günstig und decken bereits einen Großteil des Verbrauchs ab. Da hat der Gesetzgeber zu früh eingegriffen, mit billigen Modulen und Speichern hätte sich das eh selbst erledigt.

Die aktuell günstigste Lösung ist Load shedding mitsamt Ankündigunsapp, wie in Südafrika bereits erfolgreich erprobt. Mit angekündigten rollierenden Abschaltungen spart man sich dann auch die Probleme, die sonst bei längeren Ausfällen eintreten würden.

Das ist doch plumpes lügen!!! Es wurde nix abgestellt, bevor es durch EE oder anderes ersetzt wurde. Die verfügbare Leistung reicht dicke aus.

GESCHWÄZT... was schwurbelst du dir dahin?

Was hier alles träge und schwer macht, sind diese sinnfreien Bemühungen einiger Lobbyisten und das damit verbundene Hüh und hot durch die Politik. Andere Länder sind viel weiter, weil die selbst mit unterschiedlichen Regierungen an der Wirtschaftlichsten Lösung festgehalten haben. Und nicht zwei Schritte vor, einen zurück.

Das ist doch ganz normales Netzgeschäft... hat Null mit den Blackout Fantasien einzelner zu tun. Ob die Last steigt oder fällt, muss nachgeregelt werden. Diese riesigen Redispatch Kosten kommen doch davon, ein Preis Politik. Wäre der Strom teurer, so wie er erzeugt wird, wäre der Bedarf wesentlich geringer. Jeder flexible Tarif ob privat oder Firma befeuert das Ungleichgewicht.

Sollen sie auch nicht, die Physik ist nicht zu ändern, aber die Nutzung kann man ändern.

Das ist eine Ideologische Brille, durch die du schaust... Kraftwerke werden durch Firmen betrieben, die entscheiden meist nach wirtschaftlichen Gegebenheiten. Stellen sie fest, ihre Mitarbeiter sind zu 80% 5-10 Jahre vor der Rente, die Kohle hat keine Zukunft mehr, was meinst wie der entscheidet. Die Stillegungen werden ja ausgeschrieben, alle die mitmachen und den Zuschlag erhalten werden einen Teufel tun diese weiter fit zu halten, damit diese mal zum Einsatz kommen.
Da müsste die Politik schon sagen, wir wollen das so... aber das kostet dann auch, weil der Betreiber die Hand auf hält. Bei Gaskraftwerken ist die Marge sicher besser...
Also es geht nicht um das Wirtschaftlichste für die Gesellschaft sondern immer aus Sicht der Betreiber.

Ich glaube es geht auch ohne Abschaltungen und günstiger, aber dazu müssten die Einzelziele der Betreiber auf die Sichtweise der Gesellschaft gebracht werden. War halt ein riesiger Fehler, die Netze nicht in Hand der Staates zu belassen. Komm jetzt keiner, aber der Staat arbeitet so ineffektiv... Firmen sind auf das Ziel ein günstiges netz zu haben noch ineffizienter unterwegs, die sehen nur ihre Rendite.

Bitte entschärfe den Ton. Du kannst das inhaltlich so lassen wie du willst aber so schaukeln wir uns doch nur hoch.

Danke!

Abschaltungen sind nur der allerletzte Ausweg zur Netzstabilisierung.

Problem in Deutschland ist aktuell nur der Übergang.

Wir haben die alten Strukturen zu schnell beseitigt und gleichzeitig den Ersatz zu lange blockiert. Jeder der etwas mehr Strom verbraucht oder einspeist wird in naher Zukunft ein Smartmeter samt Steuerbox bekommen und mit enstprechenden Anreizen sein Verhalten freiwillig anpassen. Und wenn das nicht klappt kann gezielt lokal per Steuerbox eingegriffen werden.

Aber bis die mal alle eingebaut sind und auch funktionieren kann es Probleme geben.
Was machst du als Netzbetreiber z.b. in einem Gebiet mit sehr viel PV-Anlagen <30kWp bzw. später <25kWp die alle nicht steuerbar sind?
Oder wenn die Anlagenbetreiber die Fernwirkgeräte ausgesteckt haben, die also trotz Steuerbefehl nicht abschalten? (Ja die werden hier leider tatsächlich mit Steckernetzteil geliefert)

Bei zu hohem Verbrauch das gleiche halt in anderer Richtung.

Im Zweifelsfall wird man da zur Stabilisierung den Schalter umlegen.

In anderen EU-Ländern ist man da deutlich weiter. Unsere österreichischen Nachbarn können sogar einzelnde Smartmeter abschalten (man suche nach “Breaker-Taste”).

Bei uns wird es imho noch 2-3 Jahre brauchen, bis Smartmeter, Steuerboxen und variable Netzentgelte in der breiten Masse ankommen. Und selbst wenn du als Anlagenbetreiber selbst dazu beitragen willst, ist erstmal warten angesagt. Bei mir fehlt die Steuerbox noch immer.

Mit Smartmetern, Steuerboxen, variablen Netzentgelten und mehreren Strompreiszonen + ggf. variable Strompreise bzw. Fixpreistarife mit vergünstigten Zeiten, kriegt man das Verbraucherverhalten dann auch netzdienlich in den Griff.

Da liegst du meiner Meinung nach ziemlich daneben. Bis zum heutigen Ausbau der Erneuerbaren, die nunmal keine Stabile Leistung bringen sondern von der Laune des Wetters abhängig sind, galten relativ zuverlässige Lastprofile auf die sich die trägen Grundlastlieferanten einstellen konnten. Lastprofile aus dem privaten Sektor wie morgens der Kaffe, mittags der Herd oder Grundlast, abends der Herd oder Grundlast. Im industriellen Sektor unterstelle ich einfach mal eine relativ stabil hohe Dauerlast. Zudem gibts für die Industrie Spitzenlasttarife, wenn sie über den Schwellwert kommen wirds richtig teuer also ist die Industrie bestrebt ihre Lastprofile möglichst stabil zu halten. Die Lastprofile gelten möglicherweise noch immer sind im absoluten Wert aber wohl gestiegen. Die Grundlast im Winter durch zunehmenden Anzahl an WPs und die Spitzen am Abend durch BEV, wobei ich jetzt nicht sicher bin ob die aktuell 3% der BEV KfZ den Kohl da so fett machen.

Das ist aber auch ziemlich wurscht, denn nicht die Last ist im Bezug auf das Redispatching die Herausforderung sondern die Erzeuger. Das du also daneben liegst wird schon an der Begrifflichkeit “Ob die Last….” - deutlicher denn nicht die Last ist heute mit einer hohen Dynamik unterwegs sondern die Erzeuger, also die Quelle. Und das erfordert teuren Redispatch. Wenn nämlich dann positive Regelenergie benötigt wird muss diese teuer gekauft werden - so zum Beispiel von den Pumpspeichern aus AT die ihre Speicher zuvor mit geschenktem Strom voll gemacht haben der durch negative Regelenergie entstanden ist.

Hm, das sehe ich vollkommen anders. Wenn ich einen dynamischen Tarif hätte und würde meine Akkus just dann vollmachen wenn der Strompreis sehr niedrig ist (das ist jetzt rein hypothetisch denn wenn der Strompreis sehr niedrig ist liefert meine eigene PV mehr als ich brauche) dann würde ich netzdienlich den massiven Überschuss mit aus dem Netz nehmen - sicher, nur als sehr kleines Licht aber es geht ums Prinzip.

Bitte nicht immer wieder die Kosten mit dem großen Ausfallpotential bezüglich Redispatch durcheinander würfeln. Allein die Anzahl der Redispatchmaßnahmen spiegelt die Gefahr eines Ausfalls wieder - nicht die Kosten, die entstehen zwar, haben aber mit dem Ausfall und der sehr hohen Gewichtung eines Ausfalls in der Übertragungsnetzebene nichts zu tun.

Ich wage zu bezweifeln dass Kritische Infrastruktur nur allein aus wirtschaftlichen Gründen und alleiniger Entscheidungsgewalt eines Kraftwerkbetreibers von heut auf morgen abgeschaltet und auch gleich gesprengt werden kann.

In meiner Nähe wird jetzt ein Steinkohlekraftwerk nach und nach vollständig abgebaut. Das Ding war schon vor fünf Jahren mehrfach monatelang stillgelegt worden und ging dann im ersten Winter nach dem Abschalten der AKW wieder für ein halbes Jahr ans Netz. Wirtschaftlich war das sicher nicht.

Lasse mich da aber mit nachweislichen Fakten gern eines Besseren belehren.

Vermutlich ist es egal und jeder der das möchte, würde es ohnhin finden. Aber macht das Sinn, dass derart kritische Infrastruktur weltweit für jeden innerhalb Sekunden gesucht und gefunden werden kann :thinking: Ich meine, wozu benötigt man privat eine genaue Karte der Stromnetz Infrastruktur :thinking:

welche Ideologie denn bitte?

Aber schön, daß Kraftwerksbetreiber frei nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entscheiden können. Schalten dann nach Gutdünken einfach mal ab.

Naja, die Netze gehen über öffentlichen Grund, d.h. die Verwaltung gibt weiterhin die Regeln vor. Innerhalb dieser Regeln gilt es Profit zu machen. Die Regeln beinhalten aber vor allem Pflichten. Und ja, die Verwaltung wäre noch ineffektiver, wenn sie es selber machen müßten. Wo soll deren Interesse zu Sparen auch herkommen?

Ja, sie optimieren Einnahmen zu Ausgaben. Wie jeder andere auch, der wirtschaftlich denkt und nicht mit unbeschränkten Steuerquellenoder Subventionen bedacht ist.

Falsch. Früher hatte D ausreichend Überschusskapazitäten, heute sind wir öfters auf das Wohlwollen unserer Nachbarn angewiesen.

Ach, das Schwurbel-Argument. Kommt jetzt gleich der Leugner und dann der N…?

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Alles nur eine Preisfrage.

Mit Smartmetern ist viertelstündliche Abrechnung sowie Kontingentierung kein Problem mehr. Im Falle von zu wenig EE gibts dann entsprechend preisliche Anreize den Verbrauch zu verringern.

Wer sich etwas mit der Materie beschäftigt, weiß dass nicht unendlich Kapazitäten vorgehalten werden können. Quasi jeder hier hat PV mit Speicher und deckt damit >70% seines Jahreverbrauches ab. Der Restbedarf wird in einer eher windreichen Zeit aus dem Netz bezogen.

Für die 1-2 Wochen in denen Wind- und PV-Strom (bzw. EE) Mangelware sind muss halt preislich ein Anreiz her den Verbrauch selbständig zu verringern oder andersweitig zu decken. Wegen 2 Wochen Einsatzdauer im Jahr rechnet es nicht massive Kapazitäten neu aufzubauen.

Für den Wärmepumpenbesitzer bedeutet das dann halt bei extremer Kälte evtl. 2 Wochen zusätzlich den Kaminofen anzufeuern um den Stromverbrauch bei niedrigem COP in den Griff zu kriegen.

Und ja das funktioniert mit den Preisen. Während der Gaskrise haben hier einige Betriebe die Produktion wegen dem Preispeak abends komplett eingestellt. Personal für 2-3h rumstehen zu lassen und Sonderschichten an den Wochenenden waren wohl günstiger. Bei der aktuellen Auftragslage und Kurzarbeit könnte man sogar locker auf letzteres verzichten.

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Für den Wärmepumpenbesitzer bedeutet das dann halt bei extremer Kälte evtl. 2 Wochen zusätzlich den Kaminofen anzufeuern um den Stromverbrauch bei niedrigem COP in den Griff zu kriegen.

Der Strom ist FÜR ALLE dann so irrsinnig teuer, dass daran gespart wird.

Und ja das funktioniert mit den Preisen. Während der Gaskrise haben hier einige Betriebe die Produktion wegen dem Preispeak abends komplett eingestellt. Personal für 2-3h rumstehen zu lassen und Sonderschichten an den Wochenenden waren wohl günstiger. Bei der aktuellen Auftragslage und Kurzarbeit könnte man sogar locker auf letzteres verzichten.

Was nur bedeutet, dass Privathaushalte wurscht sind. Die machen nicht den Umfang aus.

nun ja, die schwurbel union hat doch gas und kernkraft als nachhaltig und grün eingestuft
kohle hingegen nicht.

akw wollen wir nicht mehr und kohle dürfen wir nicht mehr.
also gas jetzt.
aber woher das gas, aus den diktaturen des westens oder des ostens?
.... pest oder cholera.