Kohlekraftwerke länger nutzen anstatt Gaskraftwerke bauen?

Wo hat Redispatch was mit Ausfall zu tun? Das (Redispatch) ist hauptsächlich notwendig, weil es keine Preiszonen gibt. Die Entscheidungsträger müssen ja die Kosten nicht tragen und die Konzerne freut es sicher auch noch, denn damit verdienen sie ihr Geld.

Dazu ist es noch zu wenig... wenn du jeden Monat eine Gießkanne voll Wasser von deinem Dach bekommst, wist keine 5000l Zisterne bauen.

Wo ist da jetzt das Problem, dazu gibt es ja die Reservekraftwerke, sagt ja keiner die soll es nicht geben. Da die Leistung ja schwankend ist, müssen diese auch nur so groß/viel werden, wie die Durchschnittsleistung die benötigt wird. Die Spitzen werden durch eh vorhandene Speicher geglättet. heißt, 9 Tage würde die Kraftwerke mit XX GW laufen, so das in Minder-bedarf Akkus gefüllt werden und zu spitzenzeiten entladen werden.

Da stimme ich voll zu.

Dazu antworte ich besser nicht, das wäre zu politisch... So wie ich entschieden habe meinen fast neuen Verbrenner gegen einen BEV zu tauschen, ist eine wirtschaftliche Entscheidung, die jeder in seiner kleinen Welt trifft. In Firmen genau so, da werden Entscheidungen auf Abteilungsebene getroffen, die nicht unbedingt die Firmenziele betreffen, aber für die Abteilung an sich positiv sind. Mist jetzt habe ich doch noch was geschrieben.

Joh, aber selbst die "heile Welt" die wir hatten bis 2022, hätte nicht dazu geführt, jetzt wird es nur noch schlimmer. Davon haben Könige und Kaiser nur geträumt, das wird jetzt Realität.

Versteh ich das richtig, jeder einen Generator um im Winter seinen fehlenden Strom selber zu erzeugen??? Das wäre aber ineffizient...

Versteh ich das richtig, jeder einen Generator um im Winter seinen fehlenden Strom selber zu erzeugen??? Das wäre aber ineffizient...

Das sehe ich genauso. Als Privatperson gibt es mehrere sinnvolle Möglichkeiten. Zum einen ist da ein Akku, der Akku muss den Bedarf des Hauses am schlimmsten Tag im Jahr + Reserve und das geteilt durch 24h. Damit glättet man schon einmal den Bedarf des Hauses auf den Tag verteilt. Im Sommer wird die Einspeisung geglättet. Damit sollten die Netz-Lastprofile besser funktionieren.

Und dann sollte es, zentraler, kleine Generatoren geben, die im Nahbereich Strom und Wärme verteilen. Die evtl. auch lokale Überschüsse von Strom im Sommer einspeichern können. Dann gibt es noch größere Anlagen die nicht im Nahbereich sind, die sind größer, benötigen genug Leistung damit sich das einspeichern lohnt, aber wenn die kleinen Anlagen genug erzeugen und die Akkus voll sind, kann auch das Große eingeschaltet werden und effizient arbeiten für 24h. Dann sieht man weiter.

Das Ganze muss auch bis zu einem gewissen Grad einen Anreiz haben. Und das kann man. Indem man Speicher nicht direkt fördert, sondern deren Entlastung für das Netz fördert. Und wie baut man das auf? Jemand der im Nahbereich einen Speicher baut, dem werden Netzgebühren reduziert. Wer seinen Speicher netzdienlich, also vom Netzbetreiber steuerbar auf sein Grundstück stellt, der zahlt keine Netzgebühren (auch für den entnommenen Strom fürs Haus). Wenn im Nahbereich alles soweit ausgebaut ist, dann kann ein Bürger Geld bezahlen, damit woanders solche Speicher gebaut werden. Als Vergütung werden ihm die Netzgebühren erlassen (keine Verzinsung o.ä.). Damit werden flächendeckend Speicher gebaut. Damit werden flächendeckend kleine Generatoren gebaut, es entsteht damit auch eine Netz-Redundanz wenn mal ein Kraftwerk/Generator ausfällt. Es entstehen große Speicher und Erzeugungsanlagen (DME ist wohl am Besten).

Tja, aber der Großteil, und das sind knapp 75%, den machen die privaten Haushalte nicht. Und für genau jenes muss es ebenfalls eine Finanzierung geben! Das können nicht auch noch die privaten Haushalte stemmen.

Dazu ist es noch zu wenig... wenn du jeden Monat eine Gießkanne voll Wasser von deinem Dach bekommst, wist keine 5000l Zisterne bauen.

Mhm, ich habe im Jahr 10 000kWh “über”. Die Zisterne wäre schon voll. Sie ist aber zu teuer. Und ich darf nur die Hälfte ins Netz bringen. Der Rest versickert einfach auf meinem Grundstück. Ungenutzt. Gewollt. Weil ansonsten der Wasserbetreiber meine Regentonne selbstständig von meinem Hauswassernetz trennen dürfte und das will ich nicht. Nicht das, was ich ihm gebe. Was ich selbst gesammelt und gelagert habe. (hier in Niederösterreich wohlgemerkt) Die Zisternen sind zu teuer. Und ich müsste auch nur ca. 2500kWh, idealerweise 3000kWh speichern. Also Wirkungsgrad Strom - Medium - Strom 25 - 33%. Und zusätzlich könnte ich noch im Sommer Strom statt exportieren KAUFEN. Um damit noch mehr vom Medium zu erzeugen. Das kann ich dann verkaufen. Oder für das ganze Haus hier nutzen. Nachbarn. Das muss aber einigermaßen sicher sein. Wasserstoff? Niemals!

Ja, zumindest jene, die im Sommer ihren Überschuss einspeisen.

Fördern und Fordern.

Ach ne, die Gewinne privatisieren und die Kosten sozialisieren.

Indem es den Ausfall verhindert. Preiszonen bzw. “Angebot und Nachfrage” werden es richten? Na denn.

Besser als Preiszonen wären zwei Netze: eines für jene, die es stabil u.a. mit Kohlekraftwerk möchten und ein zweites, für jene mit ausschließlich Erneuerbaren. Sollen die doch selber sehen, wo sie in der Dunkelflaute ihren Strom herbekommen - sind doch nur 7 bis 14 Tage im Jahr.

Kein vernünftiger Mensch zerstört erst vorhandene Strukturen, um sich dann zu überlegen, wie er seinen Bedarf ganzjährig deckt. Wer soetwas tut, hat mit Sicherheit andere Gründe, als er kommuniziert.

Gilt das dann auch für eine Trennung von Privatpersonen und dem Rest? Das wäre dann nur mehr als fair. Wenn die Privatpersonen ihren Strombedarf gedeckt haben und es reicht nicht, muss Industrie, Wirtschaft und Dienstleistungssektor gucken, wo und zu welchem Preis sie ihren Strom herbekommen. Auch da keine Subventionen mehr.

könnte man machen. Die schlagen das dann auf den Preis auf und jeder Kunde kan frei entscheiden, ob er den dann vermutlich erhöhten Preis bereit ist zu bezahlen. Oder im Falle von PV einen eigenen Generator anschafft. Eben Marktwirtschaft. Wer das jetzige System mit den vielen verordneten Beschränkungen als Kapitalismus bezeichnet, hat doch eh nichts begriffen.

Automotoren liefern etwa 100 kW, so von der Größenordnung her, das passt eher zum Spitzenbedarf von 100 Haushalten.

Ich bin kein großer Fan von kompletter Autarkie mittels eigenem Dieselgenerator zur Ergänzung der PV. Natürlich geht das, aber dann nutzt man Windenergie nicht.

Wind macht fast immer keinen Sinn auf der Ebene des einzelnen Hauses.

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Ich sehe schon die freudigen Gesichter meiner Nachbarn wenn ich Nachts in der Dunkelflaute den 100kw Motor im Garagenhof anwerfe.

Bedeutet ja nur Dauervollast bei 5000-6000u/min :rofl:

Im Ernst: die Rechnung vernachlässigt Generatoren, Stromverteilung, Schallschutz, Abgas, Kühlung, Einhausung.

Normalerweise wird zu dezentral irgendwann teuerer

Wo ist das Problem? Damit lädst du deine Batterien (und die der Nachbarn) und dann wird der wieder abgestellt. Bis zum nächsten oder übernächsten Tag.

Du meinst den Lärm? Dann doch lieber frieren bei Heizung aus.

Es muß ja auch nicht jeder einen Moppel haben - eine Beteiligung an einem, der am Trafo angesiedelt ist, ginge auch. Und wer sich nicht beteiligt, der wird bei Mangel per Steuergerät abgeschaltet.

Selbst die Industrie wird dann nicht jeder ein eigenes Kraftwerk bauen, sondern lokale Erzeugerkapazitäten bilden.

Oder sie unterbricht ihre Produktion in den erwartbaren Dunkelflauttagen.

Es geht ja darum, den Bedarf lokal zu erzeugen, im weiteren Sinne Verantwortung zu übernehmen.

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Ich erwarte da bessere Lösungen als das. Sorry

Ich auch. Die mit angeschlossenen werden Juhalla danken, das sie mit angeschlossen sind, und auf den Lärm sch…en.

Da ist dir anscheinend ein technisches Detail unbekannt: Drehzahl bei zweipoligen Generatoren ist 3000/min, bei 4 poligen nur 1500/min.

Und wie gerne ein 100kWh motor 6000 macht, darfst du raten. Schau mal die Nendrehzahl moderner 500 PS Lkw motore an.

Die Diskussionen fing mit Automotoren an. (Weil billig). Daher die Zahlen die ich gewählt habe. Das verstehe ich auch noch weil es in die gleiche Richtung geht wie die Frage mit der ich diesen Thread eröffnet habe: Kann man existierende Kraftwerke nutzen um die Dunkelflaute zu überbrücken anstatt neu zu bauen?

Klar kann man auch einen 500ps Diesel mit Vollgas auf dem Garagenhof anwerfen. Fundamental ändert das nichts.

Anstatt das zu tun würde ich doch lieber die Kohlekraftwerke länger laufen lassen

Die Drehzahl des Generators ist übrigens egal. A) gibt's da Getriebe für B) gilt das nur für 50Hz C) wurde nichts darüber gesagt ob die netzsynchron laufen oder nicht (braucht vermutlich einen Umrichter)

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Beileibe nicht, denn:

Kostet soviel zusätzlich, dass es billiger ist den Motor auf 3000 (oder niedeiger) auszulegen. Was vom Kleinstgenerator bis Megawatt problemlos möglich ist.

Die man machen muss weil Trafos in den Verbrauchern das erzwingen. Und Kühlschrankmotore. Ventilatoren . Staubsaugermorore. Usw.

Niemand hat was von Netzsynchron gesagt. Das ist notstrombetrieb und nicht einspeisen ins netz.

Und WENN es Netzsynchron sein soll: viel einfacher.

Asynchronmaschine nehmen, Verbrennungsmotor dran. Synchronisiert sich selbst, da sorgt das Netz schon für. Einspeiseleistung wird mit des Gas geregelt. Vollkommen easy. Viel einfacher als Notstrom.

Kannst du das mal konkretisieren, was du überhaupt meinst? Soll jeder sein Auto laufen lassen? Willst du Automotoren als Generator umbauen? Oder gehts dir um was ganz anderes?

Irgendwo ist da ein Fehler in der Anzahl der Nullen.

Ja, vielleicht hätte ich mich klarer ausdrücken sollen. Es geht um den Einsatz günstiger stationärer Motoren zwischen ca 100 kW und 10 MW an Leistung. Der Vergleich mit Automotoren zeigt, was man da erreichen kann, wenn konsequent auf günstigen Invest pro kW bei sehr wenigen Auslegungs Betriebsstunden optimiert wird.

Selbst Braunkohle könnte als Backup bleiben und der Betreiber RWE hat in Absprache mit Land (NRW) und Bund Pläne, wie man das konkret umsetzen könnte.

Stationäre Motoren könnte man sehr schnell zubauen und ans Netz anschließen, im Prinzip als Container Lösung auch direkt da, wo die bestehenden Kohlekraftwerke stehen.

Die Vorlaufzeiten sind da viel niedriger als bei Gaskraftwerken. Die Hersteller großer Gasturbinen sind zudem im Moment ausgebucht und haben lange Wartelisten. Bis 2030 wird garantiert kein neues GuD stehen.

Der Vergleich mit Automotoren soll primär zeigen, was für ein Potenzial Motoren haben bei der Eigenschaft möglichst günstig. Man wird aber natürlich nicht bestehende Automotoren aus Autos ausbauen und dann zu Generatoren umbauen, auch wenn das theoretisch möglich wäre.

Wenn ich richtig informiert bin…. Zwischen der Lebensdauer von LKW motoren zu pkw motoren ist ein klassenunterscheid und zwischen stationären und Lkw noch einer.

Das muss man beim Preis berücksichtigen.

Was bei der Verbrennermotor Idee bisher leider nicht beachtet wurde: Die 1% Auslastung bei Autos stimmt nur in Bezug auf die Stunden, nicht auf die bereitstellbare Energie bei der hier betrachten Nennleistung von 100kW.

Ein Auto fährt fast nie mit der Nennleistung (maximale Drehzahl bei Vollgas) Auch der Start an der Ampel erfolgt eher so mit 40-50% der Nennleistung von 100kW, da die Drehzahl fehlt. Im Schnitt wird ein Pkw im Betrieb eher 10 bis 20kW leisten, z.B beim entspannten Mitschwimmen auf der Autobahn mit 80km/h.

Und warum ist das wichtig? Die Lebensdauer/Wartungskosten hängen davon ab. Real braucht man also 5 bis 10 mal mehr Motoren. Bzw. bei Dunkelflaute pro 10 Haushalte etwa einen Motor, der auf einer Drehzahl läuft, bei der er ein paar Tage Dauerbetrieb aushält.

Die Lebensdauer aktueller Verbrennungsmotoren beträgt etwa 200.000 km. Bei 80km/h werden die in gut 100 Tagen erreicht. Dazu kommen regelmäßige umfangreiche Wartungen.

Da würde ich eher Gasturbinen anschaffen, das wird günstiger.

Jede produzierte kWh verhindert den Blackout... Redispatch ist extrem groß, weil keine Preiszonen, da die Leitungen den Strom nicht von Nord nach Süd bringen können. Mit Preiszone würde keiner im Süden auf die Idee kommen Strom einzulagern der nicht günstig ist.

Na ja, würde gerne mal die Strompreise sehen, wenn keiner mehr PV ins Netz schiebt... hast du dich überhaupt mal mit den gestehungskosten der einzelnen Energieträger beschäftigt?

Na ja, bei letzterem würde ich aber sagen, so wie es geplant ist, die Biogaskraftwerke mit einbinden... Mal sehen wie lange du im ersten Netz bleiben willst.

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Bei Biogas oder als Backup in Krankenhäusern etc. werden fast nur Motoren verwendet. Im Bereich von ein paar MW ist der elektrische Wirkungsgrad bei Motoren besser und Turbinen werden vor allem bei bestimmten KWK Anwendungen genutzt.

Man hat immer Trade-offs bei der Auslegung und bisher hat man für Biogas oder kleine KWK Anlagen auf hohe Auslastung hin optimiert und dafür im Zweifelsfall ein höheres Invest akzeptiert. So ein Biogas Motor läuft viele Tausend Stunden.

Wenn es wirklich nur um 100 Stunden im Jahr geht, wenn in einer kalten Dunkelflaute bestehende Kraftwerke, Importe, Batterien, Wind, PV, Demand Management nicht reichen, könnte man viel mehr Richtung günstig optimieren, als es im Moment üblich ist.

Ich fürchte, dass die Bedingungen für die Ausschreibung so gestaltet werden könnten, dass sie GuD stark bevorzugen, obwohl die Bauzeit lang und die Kosten sehr hoch sind. Man begründet die Ausschreibung dann vorgeblich mit der Versorgungssicherheit, obwohl es für die auch Notstromaggregate tun würden.

Und eingesetzt werden die 2032 schließlich ans Netz gehenden neuen GuD dann keineswegs für 100 Stunden im Jahr sondern eher für 2000.