Meine Vermutung warum man das nicht in Betracht gezogen hat sind zwei Gründe:
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Das niemand auf dem Schirm hatte wie günstig Batteriespeicher geworden sind. Bzw. vermutlich in Zukunft noch werden, wenn die Scalen Effekte bei Natrium-Ionen Akkus auch zuschlagen.
Einzige alternative zum Kohleausstieg war deswegen nur Erdgas. -
Als die alte Bundesregierung nach zähen Verhandlungen mit Brüssel das OK bekommen hatte gingen dem ja jahrelange Verhandlungen voraus und das Kohleausstiegsgesetz war da. Dementsprechend wurde das Szenario direkt wieder verworfen.
Meiner Meinung nach finde ich die Idee Kohlekraftwerke für 3-6 Wochen (nicht am Stück) Dunkelflaute vorzuhalten auch ökonomisch gesehen eine gute Idee:
Ich kenne die Zahlen nicht genau, die Vermutung meinerseits ist aber, dass ein "altes" Kohlekraftwerk über den Sommer einzumotten, in Reserve zu halten und dann im Winter wenn nötig zu betreiben.
Deutlich billiger ist wie in neues Gaskraftwerk zu bauen und das auch nur im Winter zu betreiben.
Und ich behaupte auch, dass wenn wir weiter PV und verstärkt Speicher zubauen.
Wir genug Speicher haben um:
- Wir im Sommer den Mittagspeak in Akkus wegspeichern
- den Abendpeak und Morgenpeak aus Akkus decken können
Diese Speicher werden dann in Winter Windstrom speichern können.
Und was manche vlt. als Kontroverse These ansehen könnten:
Zur Dunkelflaute wenn die Kohlenkraftwerke anspringen dort genauso verwendet werden um Kohlestrom vor allem Nachts und bedingt Mittags zu speichern. Das hätte zur Folge, dass man eigentlich so gut wie keine Gaskraftwerke mehr zum Lastspitzen abfangen braucht.
Wenn man das noch kombiniert mit der Flexibilisierung von Biogas Anlagen, dann könnte das klappen.
Was meint ihr, gibt es wie vom TE schon angefragt Gründe?
Würde ich aber unbedingt differenzieren zwischen technischen, ökonomischen und politischen.