Also nur von welchen Dimensionen wir sprechen. Eine Klimasplit oder eine Monosplit lässt sich für 200€ Herstellungskosten erzeugen. Wenn man jene hier als Großhandel nimmt, und zwar günstige und keine Markengeräte, also keine perfekte JAZ zum heizen und kein perfekter SCOP zum kühlen, sind wir bei Preisen von 400 - 350€ pro Gerät.
Selbst wenn wir mit Einbau etc vielleicht bei 2000 Euro sind, könnte man von dem Tankrabatt der letzten Monate 800 Tsd Stück finanzieren ...
aber direkt reagiert ![]()
“Ab 30 Grad im Zimmer soll es Hitzefrei geben.”
Da sieht man mal wieder, dass man das Geld auch für etwas Sinnvolles hätte ausgeben können.
Wobei sich die Frage stellt, wie viele Kälteanlagenmonteure mit Kälteschein man brauchen würde, um 800.000 Klimaanlagen innerhalb, sagen wir mal, eines Jahres einzubauen. Und wie viele es in Deutschland tatsächlich gibt...
Je einer für die Scheinarbeit und zehn dazu für die Wirkleistung ![]()
Immer bitte schön die Kirche im Dorf lassen, wir haben im Jahr ca. 10 bis 15 Hitzetage.
Vielfach liegt es auch am Verhalten der Bürger, die mit Hitze nicht richtig umgehen können. Da wird Sport betrieben, tagsüber gelüftet usw.
Wer Klimatisierung fordert muss einmal kalkulieren, wir haben allein in Deutschland ca. 600.000 Klassenzimmer, allein die jährlich Wartung der Anlagen verschlingt ein Vermögen.
Ein Standventilator kostet 40€ und Wasser hat auch jeder Haushalt!
@e_t
wo du recht hast, hast du recht. Lieber mal Hitzefrei in der Schule. Doch das nützt den Patienten in den Pflegeheimen und Krankenhäusern gar nicht. Die Hitze bedingten "Übersterblichkeiten" finden nicht an den Schulen statt.
L.G.
na ja erzähl das mal dem Sanitäter im hier verlinkten Video. Die sitzen in voller Montur in der Bereitschaft bei 30°C Raumtemperatur.
Und haben ein schlechtes Gewissen, Notfallpatienten in eine 30°C Notaufnahme abzuliefern.
Das ist einfach nur Wahnsinn. Wer das herunterspielt, hat so etwas offensichtlich (zum Glück) noch nicht selbst erlebt.
Dieser Artikel beschreibt die Grenzen für den menschlichen Körper recht anschaulich. Wir sind für ältere, körperlich arbeitende und vorerkrankte Menschen schon an bzw. über der Grenze.
(Aus dem Link zitiert:)
Die Zahlen oben gelten für gesunde junge Erwachsene bei mittlerer Luftfeuchte. Für viele Menschen und Situationen liegt die Grenze niedriger. Vier Faktoren verschieben sie nach unten:
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Alter. Mit dem Alter lässt die Fähigkeit zu schwitzen nach. Bei über 65-Jährigen sinkt die Grenze der Wärmebilanz von rund 39,5 auf etwa 36,7 Grad, also fast 3 Grad früher (Filingeri und Koch Esteves 2026, hergeleitet aus Wolf et al. 2023).
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Vorerkrankungen. Herz-Kreislauf-, Nieren- und neurologische Erkrankungen sowie manche Medikamente stören die Wärmeregulation zusätzlich.
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Luftfeuchte. Je feuchter die Luft, desto schlechter verdunstet der Schweiß und desto niedriger die Lufttemperatur, ab der es kritisch wird.
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Aktivität und Kleidung. Körperliche Arbeit erzeugt zusätzliche Wärme, und Kleidung hält sie am Körper. Beides senkt die verträgliche Temperatur.
Deshalb ist die 35-Grad-Marke eine Zahl für den gesunden, ruhenden Erwachsenen. In einem Pflegeheim, in einer warmen Nacht oder unter Belastung kommt die Gefahr früher. Genau dort, wo Menschen sich nicht selbst helfen können, zählt jeder Grad.
60 Mio. sind für dich viel? Und heizen kann man damit auch.
Im Durchschnitt. Aber selbst warme Tage bis 29 Grad (also keine Hitzetage) in Kombination mit tropischen Nächten wärmt trotzdem alles auf.
Und die Zahl der Hitzetage, insbesondere auch am Stück nimmt einfach klar zu und auch die Extremtemperaturen steigen an:
Also bei 200 € pro Wartung durch eine Firma komme ich auf jährlich 120 Mio. Euro nur für 10-15 Hitzetage, da ist Hitzefrei billiger.
Hinzu kommen ca. 480.000 vollstationäre Krankenhausbetten die klimatisiert werden müssten.
Hinzu kommen 23.000 kommunale Verwaltungsgebäude, schätzungsweise über 1.100 lokale Polizeidienststellen und die 31.000 Feuerwehrwachen mit jeweils mit x Räumen.
Das heißt, bei 10 Tagen Hitzefrei kostet der Tag pro Klassenzimmer nur 10 Euro? Oder die Klimatisierung. Da ist die Klimatisierung deutlich effizienter.
Die ganzen öffentlichen Gebäude sollten sowieso auf Wärmepumpentechnik für die Heizung umgestellt werden, um auf Dauer die Verwendung fossiler Energieträger zu beenden. Und die Technik kann dann auch Kühlen. Allein die Vermeidung der Übersterblichkeit (aktuell für Deutschland ca. 5000 Fälle) sollte es unserer Gesellschaft wert sein.
Kannst ja mal gegenrechnen, was wir inzwischen an Wirtschaftskraft verlieren durch die sommerliche Hitze. Der Einfluss von Hitze auf die geistige und körperliche Leistung ist gut erforscht.
Man kann auch mal nachlesen bzgl. der Rolle der Klimatisierung in der wirtschaftlichen Entwicklung der USA.
....und dann gab es da ja noch die Ägypter, oder waren sie es ja gar nicht? Da stehen Pyramiden in Giseh, die innen konstant eine Temperatur von 20°C halten, obwohl draußen eine Temperatur von 40°C herrscht. Sicherlich ist das nicht nur den fehlenden Fenstern geschuldet, obwohl sie in einem Wohngebäude eine gewichtige Rolle spielen. Vielleicht brauchen wir in diese Richtung einfach neue Technologien? Geld wäre in Deutschland sicherlich vorhanden, wenn....
Aber das würde jetzt ins politische abdriften, was hier ja nicht geduldet wird.
Au ja. Wir ersetzen alle Gebäude durch solche Haufen aus 6 Millionen Tonnen Felsgestein ![]()
Aber natürlich hast du recht mit dem Thema passive Kühlung. Da kann einiges sinnvolles passieren.
Oliver
Selbst wenn wir die Phasenverschiebund von Tag/Nacht ausnutzen würden, die Wärme muss wegtransportiert werden. Wenn es nämlich nachts auch warm ist, wo soll die Wärme hin?
@e_t
Eine Milliarde? Sollen wir großzügig aufrunden? Wo ist das Problem? Peanuts…. Und wie geschrieben, im Übergang kann mit denen geheizt werden bevor die große Heizungsanlage laufen muss. Da spart man wieder.
1 Mrd. sind Peanuts, ok.. Doppelstrukturen sparen nicht - das Argument in Übergangszeit damit heizen zu können hilft nicht bei der Wirtschaftlichkeit nicht
Der Gedanke ist ja gut, haben auch viele schon gemacht. Aber wenn ich sehe was da so angepriesen wird.. die "Bauteilaktivierung" mit wasserdurchströmten Decken ($$$), dazu dann Lehmplattenverkleidung im Innenraum um Kondensfeuchtigkeit aufzunehmen ($$$$).
Also mein Fazit, die deutschen Kühllösungen ohne klassische Klima überzeugen mich überhaupt nicht. Da ist schon sehr viel Fördergeld hineingeflossen, mit dem man wahrscheinlich einige Krankenhäuser hätte klimatisieren können.
Dazu passend hier ein ganz interessantes Video aus Frankreich. Da sind die Bewohner von Öko Wohnsiedlungen auch ernüchtert, nachdem ihnen alle versprochen hatten dass sie keine KLimas brauchen..