Klimasplit über E-Anschluss vom E-Herd anschliessen... geht das?

In alten Gebäuden sind die Schwachstellen:

1,5mm2 Leitungen in Verbindung mit und/oder lose Schrauben in den Klemmen in Steckdosen und sogar Verteilerdosen.

Das ist jedenfalls, was mir selber mit der Wärmebildkamera untergekommen ist.

Bei Dauerlast 2kw mit E-Auto Notlader (Steckdosen und Verteilerdosen)

Bei einem anderen Stromkreis, lange laufende Lasten von Küche, wie Spülmaschine (20 Min 2kW, Steckdose und Verteilerdose).

Das ging dann schon deutlich über/an 50 Grad und wurde dann gestoppt.

Auch bei alten Verteilerdosen, bei denen als letztes nur ein Elektriker dran war, können sich nach Jahrzehnten die Schrauben wegen thermischer Bewegungen lösen.

(Editiert um lesbarer zu werden)

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Da die Balkonsteckdose schon fast 40 Jahre dort sitzt, immer den Witterungen ausgesetzt, wird es Sinn machen, diese zu erneuern und durch eine gute Außensteckdose zu ersetzen.

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Hier mal die Leistungsaufnahme unseres Splitgerätes mit 12000BTU Leistung. Als maximale Leistungsaufnahme wurden im Juni 2026 mal 1500W erreicht. Die Grafik zeigt den ganzen Juli 2026.

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@gmevi Das ist eine wertvolle Grafik zur Leistungsaufnahme einer 3,5kW (=12.000BTU) Klimasplit. Die Leitungswerte pendeln zwischen 400 und 800W mit Spitzenwerten bei 1000W. Ich vermute, die Anlage läuft im Eco-Modus?

So würde ich auch meine Klimasplit einsetzen: Nach dem ausgiebigen Lüften morgens, läuft die Anlage im Eco-Modus bis sie sich am Abend abschaltet.

Wie gesagt, nach Typenschild ist der Elektriker sicher.

Was steht den als maximale elektrosche Leistung im Datenblatt/Typenschild/Anleitung?

Wenn es auf höchster Stufe soviel kann, wird irgendjemand es irgendwann mal machen.
Ist ja nicht gesperrt oder abgesichert oder so.

Viel Glück

Das Typenschild gibt die Leistungswerte im High Modus an. Real wird das Teil im Eco Modus betrieben. Bedienung über Smartphone und da komm ich nur hin.

Die Betriebsart ist für die Auslegung der Zuleitung und den dafür erforderlichen Leitungsschutz völlig egal.

Auf dem Typenschild wird auch nicht die aufgenommene Leistung in Betriebsart „Vollgas“ stehen, sondern was deutlich höheres.

Oliver

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So ist es. Ich muss beispielsweise für die Anmeldung der 3-phasigen Wärmepumpe den Wert erst einmal suchen im Datenblatt. Es gibt gar keinen Wert vom Hersteller. Es steht drin mit 16,1A absichern (also 20A) aber die Wärmepumpe kann maximal bei -25°C als höchster Betriebsmodus 8,8KW verarbeiten an elektrischer Leistung. Das muss dann eingetragen werden (deswegen auch kein Heizstab, weil der wäre dort anzugeben). Es gibt aber nicht einen Fall, in denen 16,1A bezogen würde.

Elektrisch muss immer so abgesichert werden, das nie was abfackeln kann, völlig unabhängig davon, wie du die betreibst. Es darf nie eine Leitung oder Steckdose überlastet werden können.

Was du aber problemlos machen kannst: Nehmen wir an, der Hersteller schreibt 16A vor, aber du weißt genau, dass die Anlage maximal 10A zieht und selbst das wird in 90% der Zeit stark unterschritten, dann kannst du ruhig mit 10A absichern.

Klar sollte auch sein, dass ein 10A LS bei 10A noch lange nicht auslöst bzw. eine Auslösung recht viel Zeit braucht (Minuten). Insofern lösen kurze sekündliche Spitzen von 16A noch nicht aus.

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Dafür würde ich die Auslösecharakteristik C wählen.

Braucht man bei den Inverter Split-Klimas nicht, da gibt es keine hohen Anlaufströme.

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LSS mit B Charakteristik lösen wohl aus dem kalten Zustand bei 3-5 fachen Strom "schnell" aus.

30-50 A

Etwas über Nennstrom halten sie bis zu einer Stunde aus.

11,5 A ?

Link Datenblatt
Auf S.7 sollte das gut zu sehen sein.

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Ist bei mir genau so vom Elektriker gemacht worden. Natürlich ohne, dass ein Herd gleichzeitig betrieben wird. Außerdem musste die Sicherung getauscht werden.

@radjunkie Worauf bezieht sich das genauso gemacht?

Der FI ist schon ein 30mA - aber welcher Typ sehe ich nicht. Der sollte ggfs. generell schon getauscht werden - besser den Elektriker fragen.

Ganz generell wäre es ideal, wenn die Klimaanlage ihre eigene Leitung und einen eigenen Typ F LS / FI bekommt. Wenn das sinnvoll machbar ist.

Oft gibt es auch die Möglichkeit, in die vorhandene Leerverrohrung neue Drähte einzuziehen - was dann ggfs. die Ausgangslage ändern kann und Dinge ermöglichen, die vorher nicht möglich waren.

Dazu einfach mit dem Elektriker beraten was möglich und sinnvoll ist.

Ich sehe das EXAKT genau so!

INSBESONDERE die Elektrik ist ein Bereich, wo JEDER Pfusch auf jeden Fall zu unterlassen ist. Jetzt kann man sich darüber streiten, ob eine "nicht VDE konforme Lösung" automatisch Pfusch ist. I.d.R. ist sie das nat. nicht. Aber wozu überhaupt ein Risiko eingehen? Da macht man es doch - gerade in so einem sensiblen Bereich - direkt richtig und alles ist gut?!?

Ein sehr interessantes Thema.

Letztlich ist dann ja am Ende das Verhältnis des Querschnitt zwischen den Phasen und Neutral immer das selbe - die Hauszuleitung ist ja bereits so. Also alle aktiven Leiter haben den selben Querschnitt.

Ganz grundsätzlich wäre ja eine "aufgeteilte Herdanschlussdose" erstmal nichts anderes, als wenn man zb. eine Drehstromsteckdose hat und dort dann einen "Baustromverteiler" anschließt. Die haben aber dann i.d.R. (aber wohl nicht immer) eingebaute LSS und tw. wohl auch FI.

Also vermutlich müsste man einfach mal die "gesetzliche Seite" (die aber ausschlaggebend ist!) von der "technischen Seite" trennen.

Aus technischer Sicht stellt das erstmal meiner Ansicht nach überhaupt kein Problem dar, dass man eine Heranschlussdose entsprechend aufteilt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die maximale Leistung nicht überschritten wird. Das wird aber meistens der Fall sein denke ich. Jedenfalls mit kleiner Mono Split - Multi eher nicht.

Die Frage ist nun aber: Wäre der gesetzlichen Vorschriften Genüge getan, wenn dann direkt an der Herdanschlussdose dann vom Elektriker eine kleine Aufputz UV gesetzt wird von der aus dann einerseits die Klima, andererseits der Herd einzeln abgesichert versorgt wird?

Also rein vom technischen Standpunkt und ob das dann gesetzlich ok wäre?

Ganz generell sollte man die gesetzlichen Vorschriften hier denke ich penibel einhalten, da hängt am Ende einfach zu viel dran. Ein Brand kann ja nicht nur das Haus zerstören, sondern auch Menschenleben kosten!

Werde ich machen. Gerade plane ich die neue Küche und werde parallel Klimatechniker und Elektriker einbinden. Ich denke, ich habe mehrere Möglichkeiten für die Elektrik. Ob ein Leerrohr noch Reserve hat für das Einziehen einer neuen Zuleitung muß der Elektriker mir sagen.

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Das ist falsch. auch wenn mancher es behauptet.

z.B. viele Induktionsherde belasten eh nur 2 Phasen. Eine Platte an : nur eine Phase. Dann ist tatsächlich auch Strom im Nulleiter.
Aber der kann nicht höher werden als der höchste Strom einer Phase.

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Bei nicht ohmschen Lasten klappt das. Kannst hier mit rumspielen:

Hier ein Beispiel:

Smile.... wenn du an der Phasenlage herumspielst, klappt das natürlich. Aber welche Lasten machen ( 60 Grad verschiebung) das ?

Ja, das ist schon etwas abenteuerlich und theoretisch, wie das real bei so Lasten wie Inverter-Klimaanlagen ist, kann ich schwer abschätzen. Neben cos-phi gehts da auch um Oberschwingungen.

Hier findet man etwas dazu:

Besonders der Abschnitt "2. Netzrückwirkungen durch Elektronik in Wechsel-
stromverbrauchern"

und die Vorgabe "DIN VDE 0100 Teil 520 legt fest, dass der N-Leiterquerschnitt auch > 50 % des Außenleiterquerschnitts bemessen werden muss, wenn besondere Betriebsbedingungen vorliegen (siehe oben)."

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