Klimasplit über E-Anschluss vom E-Herd anschliessen... geht das?

Was helfen könnte: Es gibt 4polige LS, die auch den N-Leiter schalten. Und auch der N-Leiter wird von der Belastung überwacht und löst dann aus. Beispiel wäre der Hager MBN416.

Setzt man so einen LS ein, sollte eine Überlastung des N-Leiters sicher ausgeschlossen werden.

Spricht was dagegen oder gibts Haken an der Sache? @pluspol ?

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Die Frage lautet, welche Antwort du erwartest. Können oder dürfen? Ob das wer macht oder nicht?

Wenn es darum geht, was KANN man machen dann sicher, hatte ja auch weiter oben geschrieben, dass in Österreich 4-Polige Automaten verwendet werden.

Wenn es darum geht, wer das macht: Sicher kein Elektriker der haften will, weil man an eine Herdanschlussdose nichts weiteres als den Herd anschließen darf und soll. Man könnte statt direkt in die Herdanschlussdose in einen Abzweiger. Vom Abzweiger in die Herdanschlussdose, dann hängt eben an jener nur der Herd. Und am Abzweiger dann an einer Phase und N (+PE) die Klimaanlage. Im Sicherungskasten, sofern 5x2,5mm² und größer verbaut, kann man dann 4-polig mit 20A absichern. (Leitungslänge beachten, das Kabel sollte nicht alt sein, es sollte vorher mal überprüft werden). Das bedeutet an einer Phase gehen dann max. 20A. Es kann sein, dass man die 4 Kochplatten einschalten kann und die benutzen 2 Phasen, der Backofen die dritte Phase. Der Backofen hat aber meist nur ca. 2KW. Es wäre praktikabel die Phase vom Backofen zu nehmen, das ist weniger Leistung als 2 Herdplatten. Das herausfinden sollte möglich sein.

Aber wie schon so oft, es würde eher daran scheitern, dass ein Elektriker das so anschließt als dass es theoretisch möglich wäre. Es gibt aber natürlich andere Länder als Deutschland/Österreich, in denen man das etwas lockerer sieht, weil einem da nicht Behörden und Dingens über die Schulter sehen, und da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man das mit so ner Verteilerbox machen würde. Beispielsweise in Spanien habe ich schon Spaghetti-Installationen gesehen, da wundert mich, dass da überhaupt noch was läuft.

Für mich ist meine Aussage aus dem Kontext mitgeteilt :disappointed_face:. Dadurch verschwindet ein bisschen der Hintergrund der Aussage. Es geht und das betone ich noch einmal darum das

i m F e h l e r f a l l

zB . bei der Klimaanlage Oberschwingungen entstehen können und wenn diese Oberschwingungen keine zeitliche Verschiebung mehr zueinander haben damit meine ich 3x120Grad dann löschen sich die Ströme im Neutralleiter nicht mehr so wie sie es physilalisch sollten. Und dann kann ein aufsummieren der Strome passieren. Ja und dann? Dann fängt das Kabel an warm zu werden usw..

Hier habe ich mich noch einmal selbst zitiert, dort steht eindeutig das es nur im Fehlerfall passiert da ja der PFC greift.

Gruß Pluspol

Nein, ich habe nochmal nach der DIN VDE 0100 - 520 Abschnitt 521.8.2 gegoogelt. Dort steht das es zulässig ist einen Drehstromkreis (mit einem gemeinsamen Neutralleiter) in einphasige Wechselstromkreise aufzuteilen. Wie das aber genau gemeint ist ist wieder unklar. Entweder das Drehstromnetz in drei Wechselstromkreise aufteilen oder aber so wie hier gemeint wird, ein Wechselstromkreis im Drehstromfeld integrieren.

Dein Hager Vorschlag passt dazu!

Das stellt aber trotzdem von mir für keinen einen Freibrief dar. Wie ich schon geschrieben habe jeder kann sich irren und da falle ich genauso darunter.

Gruß Pluspol

Also grundsätzlich passiert das ja bei jeder Unterverteilung ganz genau so - aber dann eben mit i.d.R. 6mm² oder mehr.

Ich weiß nicht ob du es gelesen hast, interessant wären eben dieser Punkt hier:

Der Unterschied wäre halt, dass der Querschnitt vom Neutralleiter dann zb. nur 2,5mm² hat - in der UV aber zb. 6mm² oder mehr.

Aber in Baustromverteilern werden die Kreise auch aufgetrennt - ohne im Querschnitt größeren Neutralleiter.

Ich bin mir bei deinen Gedankenansatz nicht ganz sicher, aber wenn du eine neue UV installieren willst dann musst du den Querschnitt der Zuleitung beachten. Auf den Nullleiter sowie L1 bis L3 trifft das zu. Dann kommen drei LS die dann jeweils zu dem auf einer zB. Hutschiene installierten Nullleiterschiene 230 Volt Wechslstrom ergeben. Von der Nullleiter Hutschiene geht dann jeweils seperat ein Nullleiter (parallel angegriffen) zum Verbraucher. Das ist nur gedanklich von mir, natürlich kann auch noch ein RCD dazwischen und danach dann der Abgang zur Nullleiterschiene nach den jeweiligen Verbrauchern. Es ist also völlig etwas anderes eine UV zu setzen, oder wie hier gemeint, ein Drehstromfeld anzuzapfen und mit dem gemeinsamen Nullleiter ein eigenes kleine einphasiges Wechelstromnetz aufzubauen.

Gruß Pluspol

Welches Drehstromfeld? Wenn ich eine Kochplatte einschalte habe ich doch nicht die Last der einen Kochplatte auf allen drei Phasen gleichzeitig.

Ich verstehe hier manchmal die Einwände nicht aber ich werde versuchen das aufzuklären.

Vielleicht habe ich mich auch nicht klar oder richtig ausgedrückt.

Wenn ein Haushalt mit drei Phasen versorgt wird dann ist das ein Drehstrom (TN oder TT System). Man misst von Phase zu Phase 400 Volt. Kommt dann der N Leiter mit ins Spiel wird das Netz in drei Phasen zu je 230 Volt aufgeteilt, gemessen von L1 zum N Leiter bis L3 zum N Leiter.

Bis zum kleinen Verteiler für die Herdplatten liegt gemessen von L1 zu L2 oder auch L3 immer noch 400 Volt an. Erst wenn ich eine Spannung zB. an L1 abgreife und an eine Herdplatte mit den N Leiter installiere habe ich 230 Volt Wechselstrom.

Gruß Pluspol

Ok, wir haben also Drehstrom.

Jetzt legen wir vom Hauptsicherungskasten eine 5-polige, 2,5mm² starke Leitung in einen Verteilerkasten hinterm Herd. Dort sichern wir ab mit einem 4-poligen LSS mit 20A. Da dran kommt nun ein 4-Poliger LSS mit 16A und da dran eine Herdanschlussdose mit PE.
Und es kommen 3x2-polige LSS mit 16A zur Klimaanlage mit PE.

Was genau wird wann passieren? Eben. Wenn die eine Phase überlastet wird von Herd + Klimaanlage, dann wird der 20A LSS auslösen und alle drei Phasen sowie N trennen. Herd und Klimaanlage gehen aus.

Nichts Anderes passiert letztlich im Hauptsicherungskasten der aber meist höher abgesichert ist.

Beantworte dir mal die Frage selber! Was passiert bei einer Kaskadierung von LSS ?

Da bin ich bei dir, ein 4-poliger Leitungsschutzschalter schaltet den Neutralleiter (N) mit ab. Wenn aber dieser N-Kontakt beim Einschalten auch nur Millisekunden nach den Phasen schließt oder beim Ausschalten zu früh öffnet, kann es wieder zu einer Sternpunktverschiebung kommen. Und was passiert dann? Habe ich schon ein paar mal hier beschrieben. Aber auch dafür gibt es spezielle 3P+N Schalter, bei denen der N-Kontakt voreilend schließt und nacheilend öffnet. Vergiss nicht ich beschreibe nur den Fehlerfall !!!!! Hier mal so ein Beispiel: https://www.doepke.de/de/produkte/schalten/lasttrennschalter/kompakt/09900009

Wenn nur eine Leitung zB. 5x2,5mm² zum Herd geht, wird diese Leitung im Hauptkasten mit 3x16 A abgesichert. Im Verteilerkasten hinterm Herd wird kein LSS gesetzt (da die Leitung ja schon vorne geschützt ist).

Gruß Pluspol

Also bei mir isses so:
Im Etagenverteiler ein dreiphasiger FI/LS 30mA/16A B, dann 5x2,5mm2 kurz vor den Herd, dort eine Verteilerdose nod der es 3-phasig zur Herdanschlußdose geht und jeweils einphasig zu 3 Steckdosen für Geschirrspüler, Wasserkocher etc..
Warum genau sollte ich jetzt an einer solchen Steckdose keine Klima-Split betreiben sollen?

Das ist jetzt nicht ernst gemeint, oder? Wurde doch oben mehrfach erklärt, was grundsätzlich passieren kann, also Neutralleiterüberlastung.

Da kann man höchstens noch argumentieren: Unwahrscheinlich, dass es passiert oder bei bestimmten Geräten auch ausgeschlossen.

Dann dürfte ich ohne Herd auch keine "dickeren" Verbraucher an den Einzelsteckdosen betreiben.

Bei so einem langen Thread verliert man schon mal die Übersicht trotzdem sollte jeder bei der Beantwortung bzw. gut gemeinten Tips und Ratschlägen wissen was der Fragesteller eigentlich wollte. Alleine die Überschrift des Threaderstellers ist gut gewählt und sagt viel aus.

Ich glaube dann würden sich viele seltsame Fragestellungenen erübrigen. Schöne Woche!

Gruß Pluspol

Ja, direkt am Herdanschluß würde ich den Anschluß für die Klmia-Split auch nicht abgreifen, sondern vor den Herdanschluß eine Verteilerdose setzen.
Wenn man nicht ans Kabel kommt, dann die Herdanschlußdose durch eine Verteilerdose ersetzen und eine neuen Herdanschlußdose (im einfachsten Falle Aufputz) daneben. Das setzt natürlich vorraus, dass der Rest der Installation in Ordnung ist (Kabel, evtl. dazischenliegende Kontaktstellen vom Kabelverbindern etc., Absicherung/FI).

Theorie: N-Überlastung wegen Blindleistung möglich Yada Yada,,,

In der Praxis: Moderne Inverter Split-Klima Leistungsfaktor > 0,9 und Leistungsaufnahme < 1,5kW. Herdanschluß 2,5mm² (da gehen zur Not auch locker 20A durch ohne daß es zu heiß wird) abgesichert mit 16A. Wo ist Problem?

Also kann das der geneigte DIYer im eigenen Haus getrost so machen ohne Angst daß da irgenwas abfackeln könnte. Ordentliche Ausführung der Klemmstellen usw. natürlich vorausgesetzt.

Kann das auch wer machen der sich unsicher ist oder das noch nie gemacht hat?

Woher weiß man dann ob es richtig ist.
Ich selber würde dann lieber jemanden mit Ahnung fragen.

Nein, die KI hat keine "Ahnung", die plappert Sachen nach. Sie kann Informationen finden. Ob sie stimmen müßte man dann selber rausfinden...

Zum Herd noch lasten dazu packen, hab ich noch nie gesehen.

Das habe ich schon mal gesehen:

Ein Elektro-DAU: Das Nein!

Man sollte wissen was man da wo anklemmt und wie, irgentwelches Gefrickel mit Lüsterklemmen oder so ist bei Sachen die dauerhaft ordentlich Leistung ziehen natürlich tabu.

Wenn alle drei Phasen schon von Kochfeld und Backofen belegt sind auch nicht zu empfehlen. Da könnte man dann höchstens noch einen Lastumschalter einbauen der sicherstellt daß entweder der Backofen oder die Klima laufen können, ist aber wohl immer noch weniger Aufwand als in der halben Bude die Wand aufzukloppen für ein neues Kabel.

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Ich habe in der Vergangenheit nur einfache elektrische Arbeiten gemacht mit 230V im ausgesicherten Zustand :smiling_face_with_sunglasses: , wenn ich einen Lichtschalter gewechselt oder eine Lampe an die Decke montiert habe. Durch eure Beiträge habe ich vieles dazu gelernt, um im Gespräch mit einem Klimaplaner und Elektriker meine Lösung zu finden ohne Aufklopfen der Wände quer durch die Wohnung. Ich kenne jetzt einige Handlungsmöglichkeiten. Noch mal Danke für eure fundierten Beiträge.

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