Kleines Wohnhaus mit eAuto und Insel-Anlage

Hallo zusammen,

die Kinder sind aus dem Haus und ich plane eine kleineres Haus für mich. Dieses soll mit einer Inselanlage ausgestattet sein. Zunächst steht aber die Anschaffung eines eAutos (80 kWh Batterie) mit V2L an. Hierfür möchte ich mir eine mobile 11KW-Wallbox anschaffen die ich aktuell über die 16A-CEE-Dose in der Garage anschließen möchte.

Ideen für das neue kleine Haus:
Heizung: Holzofen + 1 Splitklima
Warmwasser: thermische Solaranlage, ggf. Heizstab (1kW)
Kochen: Gasherd (Flaschenanschluss), wenn Stromüberschuss mit 2kW-Induktionsplatte
PV-Inselanlage:

  • ca. 5kWp Module (später evtl. 10 kW)
  • Akku/Batterie ca. 5kWh mit 51V (erweiterbar)
  • eAuto über mobile Wallbox mit 16A-CEE zum Laden der Überschüsse
  • eAuto mit V2L als Notstrom

Der Strombedarf ist also überschaubar, für lange dunkle Winter benutzte ich das eAuto als mobilen Speicher. So der Plan.

Welche Geräte brauche ich dafür?

  1. Solar-Module: ???
  2. Wechselrichter (Victron?? 3 phasig mit 400V)
  3. Solar-Laderegler von Victron (für 4 Stränge: 2 Dachflächen, Hauswand, Carport)
  4. Akku/Batterie DC eingebunden: ???
  5. Wallbox für 16A CEE-Anschluss: ???
  6. evtl. Modul zur Steuerung/Überwachung: ???

So sieht meine aktuelle Konzeption aus. Ich suche daher jetzt nach einer geeigneten mobilen 11kW-Wallbox die ich jetzt und später sinnvoll verwenden kann. Gerne auch Tipps zu Laderegler, WR usw.

LG
Momo

Wallbox mit V2H gibt’s aktuell nur eine von BMW, für deutlich viel Geld. Ansonsten ist das noch Zukuftsmusik.

Insel-PV lebt aber eigentlich nicht ausschließlich von großen Speichern, sondern von viel PV. 5kWp sind viel zu wenig, auch 10kWp sind arg knapp. Geht da nicht noch mehr?

Oliver

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Das Auto unterstützt nicht V2H, nur V2L. Von daher brauche ich keine V2H-Wallbox.

Arbeite diese Studie sorgfältig durch. Ich glaube, du kannst die gewaltige Dynamik des solaren Ertrags nicht einschätzen. Solarthermie ist von Photovoltaik überholt worden. Dafür kann man einfach einen elektischen Speicher einplanen. Falls die Anlage im Winter so einigermaßen läuft, hast du im Sommer so viel Überschuss, dass sich noch nicht mal eine Brauchwasserwärmepumpe lohnt. Wichtig ist, dass die Anlage weitgehend schattenfrei ist (Im November bis März!!) und so viele Module wie möglich aufgebaut werden. Schau dir mal den Victron MultiRS Solar an.

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Wir wissen zwar nicht wo das Haus stehen soll, aber im deutschen Mittel sind sowohl 5 als auch 10 kWp zu wenig. Ein großer Akku hilft da nur bedingt. Module sind zur Zeit unfaßbar billig, also alles rauf was geht.

Als Beispiel meine Insel mit 26 kWp und 100 kWh Akku im Norden. An den miesen Wintertagen komme ich, dank großem Akku, auf nur rund 10 kWh pro Tag. Den Akku z.B. auf 200 kWh vergrößern (z.B. durch V2L) bringt wenig. Die neu erworbenen 15 kWp Module hingegen bringen richtig viel im Winter.

Früher sagte man Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen, heute gilt das bei PV-Anlagen für die Module.

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@ R.L

Solarthermie-Komponente habe ich aber noch rumliegen, ist also quasi gratis. Insofern macht das schon Sinn diese Resourcen zu nutzen. Ansonsten gebe ich Dir Recht.

Bestimmt haben viele BEV Fahrer auch noch einen Liter Motoröl rumstehen

Solarthermie ergänzen um Abgaswärmetauscher fürn Holzofen. DC-Umwälzpumpen gibts für 48V.

Ob die PV reicht fürm Winter hängt von der Ausrichtung ab. Dafür sind Panels 60-90° steil nach SO, S, SW sinnvoll. Vom Dach kommt im Winter zu wenig.

Welchen WR würdet Ihr empfehlern? 3 von Victron (kann ja kein 3-phasig!??) oder einen von Growatt.
Mit welchen mobilen Wallboxen habt Ihr Erfahrungen?

Insofern möglich, einen WR der den Inselüberschuß ins Netz einspeist.

Es kann auf Gas und Kamin verzichtet werden, aber eher nicht auf einen Netzanschluss.

Ladestecker - irgendeinen - ....

Deye

Jap, Deye, die eierlegende Wollmilchsau. Victron, ist mir zu kompliziert.

Frage: Wozu braucht man, bei einer winzigen 5 kWp Insel, Drehstrom, der den Gesamtwirkungsgrad auch noch deutlich verschlechtert?

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Ja, das ist eine berechtigte Frage. Ich dachte ich bräuchte das, wenn ich das eAuto über eine CEE-Dose anschließen möchte. Dem scheint aber nicht so zu sein. Insofern ist die 400V-Anforderung obsolet.

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OK, Deye hatte ich nicht aufm Radar. Was macht Deye einfach und Victron kompliziert?

Deye ist einfach und günstig wird aber Kernwinter, vom Ertrag der Module kaum noch etwas übrig lassen, da hoher Eigenverbrauch. Ich habe einen 12kW einphasigen Deye bei meiner Insel nach wenigen Monaten wieder rausgenommen. Nun Victron.

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Will man drei Phasen, Batterie, und PV, bekommt man das bei Deye halt alles in einem Gerät.

Bei Victron brauchts mindestens vier.

Oliver

3-Phasen brauche ich nun wirklich nicht. Ich würde aus verschiedenen Gründen aktuell den Victron bevorzugen:

  1. Made in NL/EU hoffe ich, kein CN-Produkt
  2. besser Wirkungsgrad, geringerer Eigenverbrauch

Insel oder nicht ?

Der Wirkumgsgrad von drei Victron ist auch nicht besser als bei einem Deye :wink:

Trennt man sich von der Insel und will Wirkungsgrad, verabschiedet man sich von USV Funktionalität. Qas das bedeutet kann dann behandelt werden.....

Es scheint mir die Auslegung vom Wunschergebnis abzuhängen.

Wie oder was ist der Wunsch?

Laden eines BEV mit 80kWh Akku, einphasig mit 10A - einphasig über einen einphasigen Insel WR ?

Klar - auch 16A waren möglich, dann aber keinen Herd, Wasserkocher und keine WP gleichzeitig.

Ist Komfortverlust der Wunsch?

Soll denn der 80kWh BEV Akku wirklich 40Stunden geladen werden ?

Muss man mal drüber reden :wink:

Oder mit 7,4kW einphasig ?
Oder 11kW dreiphasig ?

Mein Herd + Ofen nimmt alleine 11kW. Wenn ich dann noch ein Toast machen, den Geschirrspüler laufen lassen, oder Waschmaschine, Staubsauger und Trockner, ist's vorbei.

Dann - zumindest ich will dann Drehstrom. Auch meine Ixion Bohrmaschine dreht total mit Drehstrom......

Es ist schon sehr nervig, lädt die Karre mit nur 10A - da bleibt beim 5kW WR nicht viel fur Anderes übrig.

Zuerst abklären - was will ich. Wenn das gesetzt ist, kann geschaut werden - so könnte es werden.

Eine Insel geht nach meiner Auffassung mit mindestens drei (A)TS einher - was auch aufwendig werden kann.

Der erste ist ein händischer Umschalter
1 - Netzbezug
2 - Aus
3 - Inselbezug

Der Zweite ist ein Automatischer TS
1 - Inselbezug
2 - Notstrom/Netzbezug

Der Dritte ist auch automatisch und sollte im WR integriert sein
1 - Insel
2 - Netzbezug, weil keine Sonne/Akku leer/Problem

Diese Drei TS in Kombination liefern Zuverlässigkeit und mit dem ersten kann jederzeit etwa5uge Probleme der Insel in einer Sekunde "extrahiert" werden. Zudem die Inselanlage spannungsfrei geschaltet werden - also frei von Netzspannung.....

Hätte ich die Möglichkeit mir eine Bude zu planen, wu5rde ich mir rin5en isolierten Container auf die Grundstücksgrenze stellen um dort die Akkus + WR zu installieren. Dort würde die Zuleitung hinterm Zähler hin - und dann zurück geführt.

Damit verschwendet man keinen Platz im Haus, hat nochmsl Platz für Module und brennt der Akku ab, ist's egal.

Den händischen TS (im ZS) betätigen, fertig.....

Nur um ein paar Ideen zu streuen - wobei es da natürlich noch dutzende mehr gibt, was den Rahmen hier sprengen würde.

Daher - was soll's denn wirklich werden?

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Insel. Siehe Überschrift.
Ich koche mit Gas, und heize primär mit Holz und der Sonne. Ich habe kein Problem damit, den Eierkocher nicht laufen zu lassen, wenn die Waschmaschine (an WW angeschlossen) auf aufheizt. Aktuell wohne ich in einem größeren Passivhaus (selbst geplant und teilw. gebaut.), mit PV (10kWp) ohne Speicher und ohne eAuto. Auch hier betreibe ich E-Geräte mit hohem Leistungsbedarf nach der Sonne, wenn es möglich ist. Strombezug aus dem Netz ca. 500kWh/a. Warmwasser mit thermischer Solaranlage und nachgeschaltetem Durchlauferhitzer, der dann bei Bedarf ein paar Grad nachheizen muss.

Das ich evtl. im Winter nicht das eAuto laden kann ist klar, aber ich kann dann das Auto an der eTanke laden und dann das Haus vom Auto aus notversorgen. Wie gesagt, Heizung mit Holz, Kochen mit Gas. Deswegen möchte ich die Anlage nicht überdimensionieren.

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