Kleiner Kältemittelschein - einfach mal machen?

Es gibt jetzt bereits Quereinsteiger Aufbaukurse für den Klimaschein. Dieser berechtigt im Anschluss an der Teilnahme für den Klimaschein I und II. Auch habe ich die Bestätigung meiner Handwerkskammer SH erhalten, dass der Diplom Ingenieur im Maschinenbau für die Eintragung in der Meisterrolle als Klimatechniker pauschal anerkannt wird. Damit bin ich einen großen Schritt weiter für meine Selbstständigkeit. Aktuell informiere ich mich bzgl. §7 Elektroverordnung, damit dürfe ich dann auch den elektrischen Anschluss der Klimaanlagen vornehmen. Da dort als Zugangsvorraussetzung ein Meistertitel gefordert wird ist es wieder unklar ob das Maschinenbau Diplom dafür ausreichend ist. Das ganze kostet natürlich in der Summe richtig Geld, wäre man arbeitslos würde es das Arbeitsamt übernehmen.

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Hast du da mehr Informationen zur Anerkennung des Studiums als Meister? Bin auch Maschinenbau-Ing und fände das mega interessant…

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Hi Dimacula,

hast du zufällig nen Link zu einem dieser Quereinsteiger Aufbaukurse? Würde mich wirklich interessieren.

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Für den elektrischen Anschluss der Klimaanlage würde meines Erachtens eine mehrtägige Schulung zur Elektrofachkraft ausreichen, da du ja nicht am Zähler und Netzanschluss arbeiten musst.

Willst du diese arbeiten auch ausführen dürfen, gibt es doch die Möglichkeit die TREI Prüfung (Technische Regeln Elektroinstallation) abzulegen, dazu kannst du aber deine örtliche Elektriker Innung befragen.

Mit Eintragung in die Handwerksrolle könntest du sogar beim Netzbetreiber einen Zulassung beantragen.

Schulung als Elektrofachkraft? Die Ausbildung geht 3,5 Jahre und es endet mit einer Abschlussprüfung. Mittlerweile ist jeder in Deutschland Elektriker….. nach zwei Wochen? Und noch Mal: nicht Mal mit dem o.g Kurs darfst du an deiner eigenen INSTALLATION eine Erweiterung oder Umbau vornehmen.

Kein Wunder, dass es so viel Pfusch gibt….

Eine Elektrofachkraft ist kein ausgebildeter Elektriker, sondern wie der Name sagt lediglich eine Fachkraft. Er darf die ihm unterwiesenen Tätigkeiten ausführen, z.B. der Heizungsinstallateur darf seine Pumpen und die Heizung anschließen. Dies lernen die Installateure z.B. mittlerweile in der Ausbildung.

Ich sehe da auch kein Probleme, diese Arbeit werden sie zuverlässig ausführen, da die davor liegende Installation von einem Elektrofachbetrieb ausgeführt und geprüft wurde.

Der Pusch entsteht eher wenn der Hausherr einen kennt der einen kennt der schon mal ne Steckdose gesehen hat.

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DIN VDE 1000 - 10 lesen.

Ich bin Elektrofachkraft und habe eine Ausbildung. Zu 100% darfst du nicht Mal an deiner eigenen Installation einen Umbau oder Erweiterung vornehmen.

Kannst ja gerne bei der Handwerkskammer anrufen und fragen. Allein nach dem paar Tagen / Wochen in dem o.g Kurs kannst du nichts Nachweisen. Was willst du da lernen? Die Zeit ist zu wenig. Z - Aufbau? Wie schließe ich einen RCD einphasig an? Was beachten beim Schutzleiter? Spannungsabfall im Wechselstrom? Wie viel Prozent? Parallelschaltung und Reihenschaltung? Schaltschranktechnik? Leitungsauswahl und verlegeart? Nennströme? Oberschwingungen?

Das und noch viel mehr ist 1 Lehrjahr. In den zwei Wochen im Kurs wirst du vielleicht den Weg zum Kaffeeautomaten finden, aber mehr wirst du in 2 Wochen nicht lernen

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ok, du hast recht, ich habe den Begriff nicht richtig verwendet, ich meinte die "Elektrisch unterwiesene Person" oder auch "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten" genannt.

aber wir triften hier in's OT, woran ich nicht unschuldig bin.

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Du liegst ganz richtig.

Also Kältemittelanlagenbauer / Heizungsbauer kann man einen Zusatzschein machen, dann darf man die Anlagen am Zählerschrank verdrahten. Ich glaube der dauert keine 2 Wochen, eher 2 Tage.

Ist ganz normal dass die Elektriker dagegen sind. Hatte auch schon Klimaanlagenbauer die meinten als Ingenieur bin ich nicht qualifiziert und sollte die Anlagen nicht installieren dürfen ( nach der Anerkennung durch die Handwerkskammer, was mich offiziell qualifiziert ).

Ist leider halt so in DE mit den Leuten.

Was für Infos brauchst du denn ? Habe die Zusage innerhalb von 3h erhalten und man bekommt ein Formular, welches man ausfüllen muss. Dieses berechtigt dann zur Unternehmensgründung. Nach Unternehmensgründung macht man dann den Kältemittelschein und man benötigt noch kalibriertes Werkzeug ( Vakumpumpe, Druckminderer usw. ), dann wird der Betrieb zertifiziert.

Ein Kältemittelmeister hat mich schon gewarnt, dass man damit quasi in "fremden" revieren wildert und die richtigen Kältemittelmeister rigeros gegen Quereinsteiger vorgehen. Kann ich mir auch absolut vorstellen, siehe den Elektriker ein paar Posts weiter oben. Also Maschineningenieur ist man sowieso mittlerweile Bodensatz in DE. Kann ich jedem aktuell nur abraten.

Weiß jemand von euch, wie das als nicht Handwerker ist?

Ich habe nur eine kaufmännische Ausbildung, arbeite mittlerweile als Quereinsteiger in der IT. Habe jedoch zehn Jahre lang im Büro eines Drucklufttechnik Unternehmen als Mädchen für alles mitgearbeitet. Mitunter auch Wissen und Erfahrung im Umgang mit Kältetechnik (Kältetrockner zum Trockner von Druckluft).

Fand das Thema Kältetechnik immer super spannend und würde da gerne den Kälteschein machen. Als nicht Handwerker und autodidakt wird man aber immer als pfuscher angesehen.

In Polen könnte ich nen Schein machen. Darf ich dann meine eigenen Anlagen installieren (für mich und Familie) oder nicht ? Blicke bei den komischen Gesetzen nicht durch…

Die Gesetze sind eigentlich ganz einfach, du darfst garnichts :grinning_face:. Auch mit Kältemittelschein nicht. Die IB muss ein zertifizierter Fachbetrieb machen. Den Schein kannst du auch in DE mittlerweile als Quereinsteiger machen, bringt dir halt dann nichts.
Du kannst nichtmal die Anlagen in DE kaufen.

Nein. Es ist nur deine Ansicht. Du kannst nicht einfach alles pauschalisieren und damit das Thema beenden.

Wir brauchen hier keinen Krieg zwischen Ingenieure und Handwerker beginnen. Aber anscheinend möchtest du das.

Ich habe nichts falsches geschrieben oder behauptet. Alles was ich geschrieben habe entspricht der Wahrheit. Keine Ahnung warum du jetzt erwähnen musst, dass du Ingenieur bist. Interessiert wahrscheinlich niemanden, und es hat auch niemand gefragt.

Fakt ist, man kann in zwei Wochen kein Elektriker sein. Genau so wenig, wie man in zwei Wochen Ingenieur sein kann.

Aber SO sind ja unsere Ingenieure. Hauptsache außertarifliche Bezahlung und dann dumme Sprüche bei Handwerkern.

Ergänzung: lustig, dass du deinen Beitrag geändert hast nachdem du wahrscheinlich selbst gemerkt hast, wie lächerlich es war?

Und ich hoffe doch, dass niemals ein Handwerksbetrieb zu dir nach Hause kommt. Wäre ja schade, du kannst ja alles :slight_smile:

Genau das ist das Problem in Deutschland. Ein bestimmter Teil der Gesellschaft sieht sich als etwas besseres….so wie du

Ich finde hier immer interessant, wie es in den USA gelöst ist. Reguliert von der Environmental Protection Agency EPA, geht es darum die Umwelt zu schützen. Dazu sollen alle die mit Kältemitteln und Kälteanlagen arbeiten, das entsprechende Fachwissen nachweisen. Den "EPA 608" Kältemittschelschein Test darf absolut jeder online machen, kostet 90$ und dauert 30min.

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Richtig. Man darf in DE nichts mehr. Das wollte ich verdeutlichen. Alles ist reglementiert und mit zig Vorschriften versehen. Selbst nach 4 Jahren Studium darf man quasi nichts. Nichtmal einen popeligen Leistungsschutzschalter im Zählerschrank installieren. Auch nicht als Ingenieur für Elektrotechnik. Genauso darf ich als Maschinenbauer den Kälteschein nicht pauschal machen. Das wollte ich verdeutlichen.

Und um dich aufzubauen, für das Geld was ich bekomme würden manche Meister nichtmal aufstehen. Sieht aktuell echt düster aus im Maschinenbau, das wollt ich ausdrücken. Nicht umsonst schauen immer mehr Akademiker wie sie ins Handwerk kommen.

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@mattischneider und @StefanP - lasst uns bitte hier respektvoll miteinander umgehen. Hier wird auch Frust auf andere projeziert. Das die Bedingungen in Deutschland schwierig sind, wissen wir. Nur weil das jemand erwähnt, ist er nicht dafür verantwortlich und die völlig falsche Adresse für diesen Frust.

Also bitte sachlich darüber diskutieren, was möglich ist und was nicht, ohne den anderen anzugreifen. Jeder darf auch gerne anderer Meinung sein, das ist vollkommen ok. Und manche Meinungsverschiedenheit löst sich auf, wenn man darüber diskutiert und Fakten zusammenträgt.

Das Forum soll dazu dienen, dass wir alle etwas schlauer werden und ganz wichtig, dass wir alle Lust auf einen gemeinsamen Austausch haben. Also gute Atmosphäre ist wichtig.

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Aufbauen? Ich hab für 16,50 Euro. die Std angefangen und mich hocharbeiten müssen ( Industrie ). Für das Geld würde jeder Ingenieur zweimal aufstehen, oder?

Jeder hat zu kämpfen. Lassen wir das Thema.

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Um zurück zum Thema zu kommen:

Es ist doch schon schwer verständlich dass in Polen quasi jeder den Kälteschein an 2 Tagen machen kann, während in DE das ganze hinter diversen Vorschriften stark reglementiert ist. Der polnische Kälteschein wird dann in DE aber voll anerkannt.
Das ganz auchnoch fürs halbe Geld, und wie man lesen kann, sind die Kurse teilweise größtenteils von deutschen Teilnehmern gebucht.

Selbst mit meinem eingetragenen Handwerksbetrieb für Klimaanlageninstallation habe ich bereits Absagen von einigen Kursanbietern erhalten, da keine zwei Jahre Berufserfahrung. Parallel erkennt die Handwerkskammer pauschal den Ingenieur gleichwertig dem Kälteanlagenbauermeister an.

Wenn man da abends bei einem Bier drüber philosophiert komme ich zu dem Fazit dass das doch alles nicht im Sinn des Erfinders sein kann.

Hey vielen Dank, wie gesagt super spannendes Thema für mich. Bin leider von der Bezeichnung her kein Maschinenbau-Ing, mein Studium ist aber zu 80% deckungsgleich mit den Maschinenbauern, inklusive Thermodynamik und Co, sollte also inhaltlich eigentlich passen. Du hast also lediglich einen Antrag auf Anerkennung deines Studiums als Meister gestellt und das ist ohne Hickhack akzeptiert worden? Und hast du grob eine Hausnummer, was die nötige Ausstattung in der erforderlichen Qualität kostet? Ich würde mal so um die 2000€ schätzen? Könnte ein spannendes Nebengewerbe sein. Müsste ich mal alles kalkulieren, ob sich die Geschichte lohnen würde. So eine kleine Selbstständigkeit würde mich aber schon lange reizen.

Wenn wir auf die Historie unserer Kältemittel schauen: zu meinen Kinderzeiten, bei denen mich Kältemaschinen schon immer begeistert hatten, war klar, mit Ammoniak und Schefeldioxid ist für Kleinkälteanlagen Ende Gelände. Es gab nur noch nur noch unbrennbare und ungiftige Kältemittel, vor allem R12/R22. Das waren noch ozonschädliche FCKWs. Da nun das R32-Verbot ansteht, wird mit F-Gasen weitgehend Schluss sein. Die R290-Kisten darf Hinz und Kunz einbauen, weil das kein F-Gas ist. Die Zukunft des Kältemittelscheins sehe ich als vorbei.