Kastenwagen, Aufbauelektrik fällt immer wieder plötzlich aus

Vielleicht kannst du mal Foto´s vom Steuergerät einstellen? Eventuell gibt es einen Steuereingang für das Zündschloss (D-Leitung). Dann wäre die Löstung in der Theorie einfach, praktisch wird dann aber ein Kabel vom Zündschloss zur Steuerbox benötigt.
Ob man an der Steuerbox etwas umbauen kann, wird ein Blick ins Gehäuse zeigen.

Ciao

Beitrag 83 ff.

danke @carolus

ich sehe rechts oben einen Trafo mit gelber Isofolie. Direkt darunter sind Jumper mir SW1 bis SW4 beschriftet. Da kann man etwas einstellen, was es ist, steht bestimmt in den Handbüchern,
Darunter kommt dann ein größerer schwarzer Würfel mit der Beschriftung ++1220. Das wird das Trennrelais sein. Darunter folgt die 25A Sicherung und dann geht es raus zu Bat1 Bat2 und gemeinsamer - Pol (ist nicht exakt zu erkennen).

Einfachste Lösung: geeignetes Trennrelais "nach" schalten. Das interne bleibt dann auch bei 12,8V noch an, das "äußere" trennt dann aber bei 13,2V, so dass es zum Akku passt.

Da es sich um eine Multilayer Platine handelt und von oben nix zu sehen ist, was das Relais ansteuert, wird die "Musik" (Schalttransistor für Relais, Ansteuer IC) auf der Rückseite spielen. Doch die Mühe, die Platine ganz auszubauen, kann man sich schenken, wenn das 2te Trennrelais in Reihe verschaltet wird.

L.G.

1 „Gefällt mir“

Das kann auch das Hauptrelais sein, mit dem leeren Platz daneben fürs Trennrelais.

Das wird man ohne genauere Untersuchung nicht differenzieren können.
Hab ich oben schon was zu geschrieben.

Hallo Carlos,
hallo deff,

jetzt ist leider das passiert, was ich nicht beabsichtigt hatte, als ich mich hier drangehängt hatte.
In den früheren Beiträgen ging es um die schnelle Akkuzerstörung im Camper von Sabine_H.

Ich hatte mich drangehängt, weil ich durch diesen Beitrag angeregt wurde, meinen AGM- gegen einen LiFePO4-Akku zu tauschen. Ich wollte über meine Erfahrungen berichten, weil sie vielleicht auch für Sabine_H interessant sein könnten.
Meine Beobachtung war, dass das Trennrelais jetzt nicht mehr abschaltet, weil die LiFePO4-Batterie eine höhere Spannung hat. Ich werde den Anregungen von deff folgen und mich melden.

Sollte der Moderator meine Beiträge abtrennen wollen, gern.

Gruß Hermann

Moin @Hermann-M7

bitte nutze das @ Zeichen. Direkt vor den Namen gestellt, löst es eine Nachricht an den Adressaten aus. Ohne @ gibt es diese Funktion nicht.

@carolus
Sicheres Wissen haben wir nicht. Die Foto´s von der Platine geben nicht den ganzen Blick frei. So sehe ich 3 Schraubterminals unten rechts. Das Mittlere ist mit 2 schwarzen Kabeln belegt und das dürfte der gemeinsame Minus Pol für beide Akku´s sein. Rechts sieht man ein rotes Kabel und die Beschriftung +B2. Links kann man ein rot/schwarz gestreiftes Kabel sehen, die Beschriftung ist aber durch den Stecker verdeckt. Daher rate ich, dass dort +B1 steht. Wenn @Hermann-M7 dort mal nachschaut und dort auch +B1 stehen sollte, dann spricht doch sehr dafür, dass das Trennrelais im Steuergerät verbaut ist (wozo sonst 2 Bat Anschlüsse).

L.G.

Hallo miteinander,

ich möchte nochmal klarstellen, dass mein Problem/meine Fragestellung (parallele Nutzung einer Blei-Starterbatterie mit einer LiFePO-Aufbaubatterie) nichts mit dem Problem am Kastenwagen von @Sabine_H zu tun hat. Ich hatte mich nur hier mit meinen Erfahrungen reingehängt, um eine mögliche praktische Lösung vorzustellen.
Also bitte versucht nicht weiter, anhand der Fotos aus Sabines Camper mein Trennrelais zu optimieren.

Wie bereits beschrieben, habe ich aufgrund der Empfehlungen in diesem Thema meine 16 Jahre alte AGM-Aufbaubatterie (120 Ah) durch einen LiFePO-Akku (170 Ah) ersetzt. Durch das höhere Spannungsniveau (Ruhespannung 13,2 V) bleibt das vorhandene Trennrelais nach Abschalten des Motors geschlossen.
Nun habe ich mal einen längeren Test gemacht:
Der Camper stand, ohne Landstrom, aber mit Solarladung und laufendem Kompressorkühlschrank 5 Tage. Dabei fiel die Bordspannung von besagten 13,2 V auf 12,8 V, dann fiel das Trennrelais ab. Die Aufbaubatterie hatte laut meiner Steuerzentrale von anfänglich 100% noch 20%. Das BMS des Akkus meldete mir per Bluetooth 17%. Die Starterbatterie hatte nach Trennung die 12,8 V. Insofern bin ich zufrieden mit dieser Konfiguration. Augenscheinlich hat die Aufbaubatterie aufgrund des höheren Spannungsniveaus den Löwenanteil des Verbrauchs übernommen, dabei vermutlich noch die Starterbatterie gepuffert. Das Trennrelais hat rechtzeitig die Starterbatterie abgekoppelt.
Ich habe dann den Kühlschrank ausgeschaltet. Die Solaranlage hat den Akku wieder geladen, wobei nach nicht beobachteter Zeit das Trennrelais wieder beide Batterien verbunden hat (gemäß Beschreibung bei > 14,1 V).
Mit etwa 50% Ladung der Aufbaubatterie bin ich verreist, nach 250 km Fahrt hatte ich wieder 100%.

Und nun zurück zum eigentlichen Thema: schlappe Batterien im Camper von @Sabine_H

Es wurde das Teilproblem "Trennrelais" identifiziert und zur besseren Bearbeitung in einen anderen Faden verschoben.
Zum anderen wurde bereits mehrfach der Verdacht belegt, dass eine zu geringe Nachladung die Ursache für das schnelle Batteriesterben sein könnte. Hierzu möchte ich unbedingt noch mal erwähnen, dass mein Kastenwagen (gleicher Typ, 3 Jahre älter) im Leerlauf 14,3 V Bordspannung liefert und die Aufbaubatterie mit 25 A lädt. Das zeigt mein Elektrodisplay an und per Bluetooth auch der neue Akku. Sicherlich geht auch noch ein guter Ladestrom Richtung Starterbatterie, ich fahre grundsätzlich mit Scheinwerfern, Naviceiver läuft auch immer und der Kühlschrank.
Ich will damit sagen, dass an Sabines Kastenwagen geprüft werden sollte, ob die Lichtmaschine intakt ist und ausreichend Leistung liefert.

Viele Grüße
Hermann

1 „Gefällt mir“

Habe ich das durcheinandergebracht??
Sorry, ich schau nach.

Also hier schreibt Sabine selbst vom Einbau.

Hallo ihr Lieben,

tatsächlich hat die AGM Batterie ein ganzes Weilchen gut durchgehalten und mich mit allen Vorkehrungen (wöchentlich Landstrom, wenig verbrauchen, externes Ladegerät, Mini Solarpanel und gelegentlichen abtrennen der Batterie in der Nacht) recht gut durchgetragen.

Ich vermute, dass die Batterie jetzt schon wieder im Eimer ist, denn über Landstrom wird kaum noch geladen, nach einer Nacht von ich schon wieder auf 12,4 V runter, auch wenn ich bis abends 18 Uhr gefahren bin und eigentlich nur mein Handy lade und ein paar Minuten Wasser verwende. Vielleicht kann ich den Status der Batterie zu Hause nachprüfen. Aber ich bin schon irritiert, dass jeder Batterie so schnell kaputt geht. Ist das für euch nachvollziehbar nach eurer Sachkenntnis?
Fakt ist wohl, dass ich jetzt sofort schon wieder eine neue Batterie kaufen muss und dann die Frage ansteht, ob ich die Lithium kaufe oder wieder eine Gel. Mit der aktuellen Batterie komme ich nichteinmal mehr eine Winternacht durch, wo ich heizen muss.

Die Batterie hat etwa viermal “Stress" gehabt, weil durch das Problem mit dem Trennrelais der Kühlschrank sich während der Fahrt aus der Aufbaubatterie bedient hat und die natürlich innerhalb von zwei Stunden weitestgehend entladen hat.

Kann das schon reichen um eine Batterie nachhaltig zu schädigen?
Ansonsten war zu sehen, dass sie etwa sechs Wochen lang immer so zwischen 85-100% Ladezustand war. Jetzt zeigt sie kaum noch voll, dafür aber oft bis 60% runter an.

Ich habe am Anfang des Urlaubs alles nochmal neu und "hübscher" verdrahtet, auf korrekte Unterlegscheiben geachtet und alles (auch das externe Ladegerät) durch den Shunt geleitet.
Hier sind die Fotos:

Das Mini Solarpanel liefert mit etwas Glück und guter Ausrichtung 200-300 mA. Das ist zwar echt wenig, aber trotzdem feststellbar.

Der Betrieb mit vielen zyklen ist für eine AGM ungesind. Die Entladung unter 50 % ist nochmal ungesund. Und die volle Entladung einer geschädigten Batterie ist nochmal ungesund.
Ich fürchte, die Antwort ist ja,

Unbedingt eine Lifepo. Entweder was käufliches oder ein Fori hilft mit was aufzubauen. Bin mal gespannt, ob diese Community hier sowas zustande bringt.
Schon eine 100 Ah Lifepo wäre für dich eine andere Welt. Und für das Gewicht einer AGM kannst du 200 bis 300 Ah lifepo einbauen.

Update: Und die Post 167 vom Hermann beschreibt, dass LifePo bei dir wunderbar geht....

Verd..... ich sollte deine Posts genauer lesen.
Du beschreibst genau das (erhoffte) Verhalten, worüber ich mir bei der "intelligenten trennung" des Scheiber EBL Sorgen gemacht habe. Danke dafür!

Damit steht für @Sabine_H dem LiFePo einbau einer Lifepo ans EBL, wie es ist, ohne Zusatztrennrelais, nichts mehr im Wege.

Update:
Das ist übrigens, wenn ich in meinem Gedächtnis krame, genau das Verhalten was man von einer Blei-Lifepo Hybridbatterie (als eine Parallelschaltung von beiden) erwartet: erst wird die Lifepo leer, dann erst die Blei. ( Starterbatterie)
Was im grunde genommen pures Gold ist: Die Bleibatterie ist immer voll, wird sogar von der Lifepo über 12,8 gehalten. Trotzdem hängt sie sich nahtlos rein, falls die lifepo mal leer sein sollte.

Halt Stopp. :grimacing:
Jetzt haben wir glaube ich große Verwirrung, weil jemand anders hier ein anderes Problem beschrieben hat.
Der zitierte Post hat mit mir absolut gar nichts zu tun

Oder sprichst du gerade mit Herrmann?
Könnten wir das bitte in zwei verschiedene Fäden teilen?

Hermann beschreibt für sich genau den gleichen Fall den du in zukunft haben kannst: Eine lifeopo an einem Scheiber EBL.

Das ist nicht dein Fall, aber eine Vorlage für deinen Fall. Ich habe meine Post nr 172 geändert, um das Verständlich zu machen.

Ich kann das raustrennen, wenn du willst. Muus mal sehen, wie ich das ohne Verwirrung machen kann.
@Hermann-M7 Ist das ok für dich ?

Ah okay, das hatte ich nicht kapiert.
Wenn ihr durchseht, kann es auch so bleiben. Ich war nur verwirrt... :face_with_peeking_eye:

Ich fasse zusammen: Herrmann hat genau das gemacht und beschrieben, was für dich gut wäre: ein lifepo mit ordentlich Kapazität an dem Scheiber Ebl.

Und er beschreibt das elektrische Verhalten des gesamten Systems, und es passt gut zusammen.
Ich habe nach der Beschreibung keine bedenken, dir eine LiFePo zu empfehlen.

Was dabei nebenbei herauskommt: was deine Werkstatt so gemacht hat, muss man dabei kritisch anschauen.

So, ich hoffe dass das damit für dich ok ist.

Es war wirklich nicht meine Absicht, dieses Thema "zu kapern". @Carlos hat es treffend zusammengefasst: Ich berichte von meinen Erfahrungen mit meinem Kastenwagen, damit Du, @Sabine_H, entsprechende Schlüsse ziehen kannst.
Ich muss jedoch der Genauigkeit halber korrigieren, dass ich zwar das gleiche Basisfahrzeug habe, jedoch keine Elektrokomponenten von Scheiber.

Ob das Trennrelais in der Scheiber BIP in Sabines Camper korrekt funktioniert bzw. das nachgerüstete Trennrelais sinnvoll verschaltet ist, müssen wir gemeinsam durch einige Tests herausfinden. Und vor einer Investition in eine neue Batterie würde ich sicherstellen, dass genug Ladeleistung zur Verfügung steht.
(Ich betone deshalb nun zum vierten Mal: Im Leerlauf liefert meine Lichtmaschine an die Aufbaubatterie 25A bei 14,3 V. Ohne Ladebooster oder dergleichen. Meine AGM hat 16 Jahre durchgehalten, durch Fahren, keine 10x Landstrom, aber ständiges Nachladen durch 100 Wp Solar.)

Ich stimme vollständig tu, da ist noch viel zu prüfen und zu checken.