Der zweite Durchlauf hat seeehr lange gedauert. Hier nun die Ergebnisse:
Ich habe die Kühlboxen 9,5h laufen lassen und dann bei 12,1 V getrennt. 13 Uhr bis 22:30 Uhr
Das sieht ja gut aus, mit der AGM. Bin gespannt, was sie nun im Fahrzeug zeigen wird. Ich drücke dir die Daumen, dass alles glatt läuft und keine Spannungseinbrüche auftreten.
Bezüglich Lithium Akku habe ich jetzt ansatzweise den Unterschied zwischen den verschiedenen Technologien und Bauformen verstanden und kann euch einigermaßen folgen.
Ich tendiere zu der Winston. Gleichzeitig ist mir aber jetzt erst klar geworden, dass wir ja bei den Temperaturen immer von der Batterietemperatur im Wohnraum reden und nicht von der Aussentemperatur. Selbst wenn ich gerne auch mal im Winter unterwegs bin, habe ich ja innen selten unter 0°C.
Wenn ich es richtig verstanden habe benötige ich von Winston die Variante mit dem Balancermodul, oder? Und mit 60Ah sollte ich bei meiner Rechnung locker hinkommen.
Kann mir jemand ein Solarpanel empfehlen, das ich nicht aufs Dach schrauben muss?
Klar macht auf dem Dach wesentlich mehr Sinn, aber das würde ich gern in Ruhe machen.
In der Zwischenzeit vielleicht ins Fenster legen oder nach draußen. Hat das Sinn oder ist hinterm Fenster zu ineffizient?
Und es müsste möglichst handlich sein, damit es immer griffbereit ist. Am besten so dass man es vor dem Beifahrersitz stellen kann
ich find das ok, hat schon lader integriert. ich hab 10W Panel (ohne regler) im Auto aufm armaturenbrett liegen ich bilde mir ein dass des bissel sprit spart. jedenfalls hat die batterie immer so 14v
Dürfte ich das Panel und das externe Victron Ladegerät dauerhaft direkt an der Aufbaubatterie angeschlossen lassen? Das Panel würde ja - Sonne vorausgesetzt - dauerhaft laden, das Victron nur gelegentlich bei Landstrom. Wenn ich mit dem Victron lade muss ich die Sicherung von Scheiber Kasten umlegen oder einfach das Kabel durchs Fenster legen, damit nicht beide Ladegerät parallel arbeiten, richtig?
Und dann bleibt noch die Frage, ob vor oder hinter dem Shunt?
Und schließt ich beide Ladegeräte parallel an?
Da das alles im Kasten unter der Sitzbank verbaut ist und relativ schlecht zugänglich, wäre es halt praktisch, wenn ich nicht ständig an die Batterie muss um irgendwas an oder abzuklemmen.
Und ich habe mich gestern beim Einbau der Batterie noch gefragt, ob ich da jetzt noch eine Unterlegscheibe unter die Mutter legen muss bzw ob es für die ganzen Anschlüsse Sinn machen würde, sowas zu besorgen
Ja, nichts anderes als das was ich dir mit den Dauerstromsteckdosen nach DIN9680 vorgeschlagen habe, die du direkt per fliegender Sicherung an die Batterie hängen solltest.
Das ganze funktioniert natürlich auch über Zigarettenanzünder, sofern der auf Dauerstrom und auf der richtigen Batterie hängt. Sobald der allerdings auf Zündungsplus hängt bzw. erst per Relais freigeschalten wird, macht das keinen Sinn. Genau daran wird es bei dir vmtl. scheitern. Abgesehen davon halte ich von Zigarettenanzünder als elektrische Verbindung nicht allzu viel. Die oben genannten sind besser aber bei 25A (wieviel hat dein Ladegerät?) auch am Limit.
Aber ich hab ja desöfteren oben schon angedeutet, dass ich von dem Spielzeug nichts halte. Die Leistung von Solarmodulen wird in STC angegeben, das sind Laborbedingungen zum testen. In der Praxis bleibt bei nicht optimaler Ausrichtung, Bewölkung, wenig Sonneinstrahlung, etc teilweise quasi nichts mehr übrig. Das Teil muss in die pralle Sonne, damit halbwegs die angegebene Leistung produziert wird.
Nimm ein Modul, dass für 12V Inselanlagen gedacht sind. Benötigt zwar einen MPPT Laderegler aber das liefert deutlich mehr und ist im Gegensatz zu den großen Modulen fürs Dach/Freifläche noch handlich von den Abmessungen her.
Allerdings wäre da noch zu prüfen ob die Eingangsspannung für den Laderegler reicht.
Deinem Ladegerät liegt ein Adapter mit Ringösen bei, der direkt an die Batterie angeschlossen werden kann.
Allerdings ist der unabgesichert, dem würde ich eine Sicherung verpassen. Da muss nur das Kabel eingeklemmt oder aufgescheuert werden und die Batterie gibt ihr bestes.
nee mit den Krokoklemmen an die Aufbaubatterie. Die soll ja voll bleiben. hinterm shunt parallel zum andern lader
kann alles dauerhaft dran bzw Panel dranstecken wennst des aufgebaut hast (beim fahrn wärs wohl im Sichtbereich)
nö die Anschlußschrauben bei dem müssten eh Scheibe drauf haben, Braucht man aber nicht. Hab hier die andere Version die mit den grossen Schnappdeckeln die sind auch gut. Tip: dünn Polfett drauf
Plusleitung zum Panel durchschneiden nah an der Batterie und so einen Schneidklemm Sicherungshalter zwischen. Hat jeder Autzubehör.
Wenn du ein semiflexibles Modul nimmst, sparst du deutlich an Gewicht. Hab mit einem von offgrid recht gute Erfahrungen gemacht.
Dort gibt´s auch Module, die zur 12 V Anlage passen, siehe:
Sehr gute Frage!
Erstmal checken, ob auf dem Ziga überhaupt Spannung ist. Viele Autos schalten das ab.
Und wenn Spannung da ist: ist das die Aufbaubatterie oder die Fahrzeugbatterie?
Stillstand hast du ja 2 vollkommen getrennte 12V systeme, jedes mit eigener Batterie. Und NUR während der Fahrt verbindet das (Trenn)Relais die beiden Akkuplus.
Du brauchst also einen Ziga, der an der Aufbaubat angeschlossen ist: dann gehts.
Andererseits wird es dann ja zwangsläufig auch Situationen geben - zb. wenn das Fzg. gestanden ist zwischendurch - wo du “kalt” losfährst. In den Momenten ist es dann halt schon vorteilhaft. Wenn es aber i.d.R. wärmer ist, dann ist das ohnehin besser für - jede - Batterie. Insbesondere jede Lithium. Kein Akku “mag” kälte.
Ja, speziell bei der Nutzung als Aufbaubatterie - also die Kapazität wirklich nutzen - ist das obligatorisch.
Das kannst nur du selber wissen. Aus der Winston kannst du die 60Ah halt nahezu auch vollständig nutzen. Also am Ende kommt da real sehr sicher deutlich “mehr raus”, als aus einer 80Ah Gel oder AGM Bleibatterie.
Aber daran denken: Balancer ist nicht gleich BMS!
Der Balancer gleicht - sollte das vorkommen - unterschiedliche Zellenspannungen aus (Zelldrift)
Ein BMS kann die Batterie bei Unterspannung auch “trennen”, damit sie keinen Schaden nimmt.
Diese Funktion ist bei den Winston so weit ich weiß nicht eingebaut, was ich persönlich aber eher als Vorteil sehe - weil dadurch das Bauteil “extra” ist und bei Defekt ggfs. auch wechselbar.
Bei dir scheint aber eventuell schon Technik vorhanden sein die das übernehmen kann?
Jedenfalls unbedingt bedenken, gibt auch gute und günstige Lösungen dafür.
Die Victron Ladegeräte sind elektronische “schlaue” Ladegeräte, da kannst du alles andere angeschlossen lassen. Ich würde das Ladegerät an deiner Stelle fix in den Kasten einbauen und mit abgesicherter Leitung fest an der Batterie anschließen.
Den “Landstrom” für das Ladegerät dann entweder über eine bereits schon vorhandene Aussensteckdose, oder zb. auch über sowas:
Habe ich mittlerweile seit Jahrzehnten (!) im Einsatz (das selbe in verschiedenen Auto´s) und funktioniert einwandfrei.
Generell ist es vorteilhaft, das Ladegerät über kurze (originale die dran sind) Kabel direkt an die Batterie anzuschließen. Außerdem haben die Ladegeräte oft Temperaturkompensation, sie sollten deshalb idealerweiße direkt an der Batterie verbaut sein damit sie auch die Batterie messen, die die Batterie hat(te) zu Ladebeginn.
Vorteil mit dem Defa Miniplug: Du kannst damit das Ladegerät unabhängig vom Rest ein /abschalten durch anstecken.
Was Kabelferbindungen betrifft sind gewöhnlich immer Crimpverbindungen und ordentliche Isolierung zu empfehlen, “Schneidklemm” Verbinder funktionieren zwar, beschädigen aber die Isolierung und sind auch bzgl Kontakt nicht besonders gut… Ich würde sie niemandem empfehlen, egal wofür.
Crimpzangen und Verbinder sind billig auf zb. Amazon zu bekommen oder immer mal wieder im Discounter.
Hallo zusammen und allerbester Grüße aus Südschweden.
Ich habe mich bei den Temperaturen über 30 Grad erstmal tagelang in meiner Wohnung versteckt. Dann habe ich die restlichen Sachen ins Auto geworfen, bin nach Rostock gefahren und habe die Fähre nach Trelleborg genommen.
Am Bord noch das neu bestellte Solarpanel und die Powerstation für den Notfall. Eine Lithium Batterie habe ich nicht mehr gekauft, weil die Winston so schnell nicht lieferbar war. Ich hoffe die alte AGM hält und ich werde unterwegs mal genauer prüfen und durchrechnen, was ich an Kapazität genau brauche.
Jetzt bastele ich hier noch die letzten Sachen zusammen und versuche meiner Elektrik wieder zu vertrauen....
In jedem Fall habe ich gestern zwei Nächte an einem Platz verbracht, mit bisschen Ventilator, Licht, Handy laden etc. Die Batterie war danach auf 12,4V runter.
Das Solarpanel habe ich heute morgen kurz einmal angesteckt, da kam aber Null Komma Nix. Das probiere und messe ich nochmal in Ruhe.
Den Trennschalter habe ich vorsichtshalber mitgenommen, um vielleicht diesen lästigen Dauerverbrauch noch unterbrechen zu können.
Mal sehen, was sich ergibt. Auf jeden Fall bin ich irre froh, dass ich losgekommen bin und möchte mich bei euch allen nochmal ganz herzlich für eure Unterstützung bedanken! Ohne euch hätte ich das sicherlich nicht geschafft.
Wenn ich zurück bin, werde ich die Elektrik nochmal dauerhaft und ordentlich in Gang bringen (mit PV, Lithium und Ladebooster), bis dahin gucke ich Mal, wie lange diese Behelfslösung mich jetzt trägt und wie weit ich nach Norden komme.
Ich hoffe doch sehr, dass Sabine_H eine schöne Zeit im Norden verbringt und sich deshalb nicht mehr meldet, weil es so entspannend ist. Oder sie hat keinen Strom mehr, um sich einzuloggen?
Da mir dieser Faden den entscheidenden Anstoß für eine Erneuerung meiner AGM-Aufbaubatterie gebracht hat und mein Anliegen thematisch gut dazupasst, hänge ich mich mal hier dran.
Meine 12V/120Ah AGM-Batterie ist stolze 15 Jahre alt. Wesentlicher Dauerverbraucher ist ein Kompressorkühlschrank (ca. 50W). Der hat den Akku über Nacht soweit leergezogen, dass er in die Unterspannungsabschaltung gegangen ist.
Auf Anregung hier habe ich mir einen 170Ah LiFePO4-Akku zugelegt (Baugröße geringfügig kleiner!) und einfach eingebaut. Nach meiner ersten Tour hier meine Erfahrungen:
Ladung mit Landstrom über eingebautes Ladegerät sehr zäh mit etwa 2 A, weil Ladespannung nur 13,5 V. Ladung während der Fahrt mit 25 A bei 14,3 V Bordspannung.
Irritiert bin ich, dass die Parallelschaltung mit der Starterbatterie auch im Stillstand die gesamte Zeit aktiv blieb (Bordnetz 13,2V). Bei der AGM-Batterie wurde das Trennrelais nach Motorstopp bald abgeworfen.
Ich habe jetzt Bedenken, dass ich bei längerem Stehen und Verbrauchen mir auch die Starterbatterie leer ziehe. Oder liefert erstmal nur die LiFePO4 Strom (und puffert die Starterbatterie)? Ich nehme an, dass das Trennrelais bei etwa 12,5V trennen wird.
Auf dem Dach habe ich ein 100W-Solarpanel, welches auch zur Ladung beiträgt.
Kann mir jemand erklären, wie sich die parallelgeschalteten unterschiedlichen Akkutechnologien verhalten?
Vielen Dank!
Gruß Hermann
der TE geht es gut, sie hat ein neues Kapitel mit Bildern von ihrer Reise auf gemacht.
Die Ruhespannung eines vollen LFP ist etwas höher als die des Blei Akku´s. Daher entlädt sich der LFP über den Blei Akku. Ich denke, du solltest das Trennrelais anders ansteuern, bzw. ein anderes verbauen. Das "Cyrix-Li-ct 12/24-120" schaltet bei 13,2/13,3V. Das passt dann besser.
Hallo deff,
vielen Dank für die Antwort. Aufgrund der höheren Spannung entlädt sich also erstmal der LFP und die Starterbatterie behält ihre Ladung?
Das Trennrelais ist Bestandteil des Elektro-Steuergerätes. Den Eingriff, das herauszulösen, wollte ich gern vermeiden. Aufgrund des Alters kann man leider keine Li-Technologie einstellen. Ich werde nochmal genau nach den Schaltpunkten schauen und den Akku mal bewusst weiter entladen.
Was ich aber auch zeigen wollte mit meinen Daten, dass ein 16 Jahre alter Kastenwagen durchaus 25A Ladestrom liefern kann. Unter Umständen wäre es vielleicht günstiger und hilfreicher für alle Lebenssituationen mit dem Camper, im Bereich der Lichtmaschine/Laderegler zu investieren, als in Ladebooster oder dergleichen.
Für @Sabine_H noch der Hinweis, auf der Suche nach unbekannten Verbrauchern mal die Sicherung für die Trittstufe zu entfernen. Aufgrund der entdeckten Verformung könnte vielleicht ein Endschalter nicht richtig belegt sein und die Stufe versucht unbemerkt zu fahren und zieht dadurch die Aufbaubatterie leer. Nur eine wage Idee…