Kastenwagen, Aufbauelektrik fällt immer wieder plötzlich aus

Wenn es durch den Wackelkontakt zu Kurzschlüssen kommt, dann könnte es eine Ursache sein.
Nach deinen Angaben wird der Akku in 1 bis 2 Stunden entladen. Das sind dann ca. 500W. Die Energie geht nicht verloren, sie wird nur um gewandelt. Bei der Entladeleistung müsste es sehr warm werden. Vielleicht hast du einen Freund mit IR Kamera. Die sollte die warmen Stellen zeigen.

Vielleicht magst du den Kühlbox Test mal ohne Camper machen, also beides ausbauen und "draußen" testen. Wenn der Akku dann immer noch den Spannungseinbruch haben sollte, dann liegt der Fehler nicht im Camper und du bist die Sorge nach der Kabel Fehler Suche los.

L.G.

Danke, pvstrom.

Batteriemonitor war direkt an den Polen der Batterie angeschlossen. Er misst nur die Spannung und protokolliert den Verlauf dauerhaft, sodass ich in der App auch rückwirkend und in Abwesenheit den Verlauf nachsehen kann.
Da das Problem schon auftrat, bevor ich das Gerät eingebaut habe, halte ich den als Verursacher für ausgeschlossen. Aktuell habe ich den eh abgeklemmt.

Der Shunt ist im Minuspol verbaut, hängt direkt an der Batterie in der einzigen von minus abgehenden Leitung.
Er misst Strom und Spannung und rechnet noch sowas wie angebliche Restlaufzeit, Batteriekapazität aus.

Starterbatterie ist Blei-Säure, Aufbaubatterie ist Gel. Die Aufbaubatterie wird in der Regel bei mir während der Fahrt geladen, laut Shunt etwa mit 4A. Da ich im Urlaub viel fahre, hat das eigentlich immer gereicht.
Im Winter gibt es alle vier Wochen Landstrom. Das integrierte Ladegerät liefert nur etwa 2A.
In der letzten Zeit habe ich nach dem Laden über Landstrom noch mit dem externen Ladegerät (Victron Smart Blue Charger) nachgeladen. Bei den letzten 5 Malen kamen da noch etwa 2Ah dazu und die Batteriespannung stieg nochmal deutlich an.
Aber 2Ah ist ja fast nichts und daher schließe ich daraus, dass das interne Ladegerät soweit ok ist.

Zum Thema Ladebooster haben mir zwei Werkstätten erklärt, dass es Unsinn sei einen nachzurüsten, aber ich kann das leider nicht beurteilen. Dazu haben mir schon so viele Menschen unterschiedliche Meinungen mitgeteilt. Die letzte Werkstatt sagte, dass das nur bei Euro5 Fahrzeugen relevant sei. Meiner ist aber Euro 4.
Ich bin überfragt, aber 4A Ladestrom scheint mir wenig, denn dann müsste ich 10-40 Stunden Autofahren, um die Aufbaubatterie zu laden, oder?
Kannst du mir das mit dem Ladebooster etwas genauer erklären?
Was macht der? Wie ist der einzubauen? Was für ein Gerät braucht man?

Bezüglich der Dose für ein externes Messgerät bin ich unsicher. Wenn ich den Batteriemonitor und dem Shunt mehrfach mit externen Messgeräten überprüft habe - kann ich dann nicht davon ausgehen, dass sie akkurate Ergebnisse liefern?

Vor dem Einbau des Trennrelais flossen kontinuierlich bei ausgeschaltetem Motor etwa 200mA von der Aufbaubatterie zur Starterbatterie. Das wird jetzt automatisch abgeschaltet durch die Trennung der Batterien.
Tatsächlich gibt es da immer noch eine Unsicherheit, aber zugegebenermaßen beginne ich manchmal an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, weil ich manchmal Dinge messe, die "eigentlich nicht sein können". Zweimal habe ich gesehen, dass nach Motorstop noch die 200mA zu sehen waren, nach einem weiteren Start oder Zündung fällt dann der Strom auf Null. Eigentlich unmöglich....
Beim Motorstart sieht man auch deutliche Ausschläge im Shunt. Beim Start werden kurzfristig 8-10 A aus der Aufbaubatterie gezogen. Aber maximal zwei Sekunden, nach 10-30 Sekunden beginnt er zu laden.

Du kannst deiner Wahrnehmung trauen. Das ist doch normal, dass sich der Ladezustand der Starterbatterie ändert und mal mehr und mal weniger Spannung ansteht. Die parallel geschaltete Batterie regagierte entsprechend und so floss Strom unterschiedlicher Höhe mal in die eine, mal in die andere Richtung.

Der Ladestrom mit 2 A ist wirklich sehr gering, zu gering, um in angemessener Zeit den Akku aufzuladen.

Ciao

Wie soll ich den die Batterie auf 16V laden ?

Und Wasser nachfüllen, bei einer Gel-Batterie?

Das verstehe ich leider nicht

Das interne 230V Ladegerät macht 13,83 V
Die Lichtmaschine 14,4 V

Da haben wir schonmal ein Problem: bei 13,8 V dauert das laden ewig. Die gel braucht eigentlich 14,4 V.

Naja, wenn du die Akkus bei Zündungsplus zusammen schaltest, hat das eine gewisse logik.
Wenn du das zusammen schalten mit dem generatorplus machst ( dem Regler Anschluss) ist das weg.

Dann müsstest du zeitpunkt und dauer der Entladung sehen können?

Auch den Strom?

Das liegt daran, dass du die akkus mit zündungsplus zusammen schaltest.

Andere Frage: die Fahrzeug batterie hat kein Problem?

Wie häufig tritt das Problem auf?
Wann?

Batterie abklemmen und ein Solarpanel 10-20W direkt anschließen. Bei sulfatierter Batterie steigt die Spannung erst an und fällt nach einer Weile wieder, wenn sich der Belag auflöst.

Oder versuchst dein Glück mit sowas

Wenn deine Batterie zugeklebt ist kannst natürlich schlecht nachfüllen

Dann schaltet das Trennrelais schon mit Zündungsplus.

Das sollte aber erst schalten wenn die Lichtmaschine Leistung liefert, dementsprechend entweder per D+ oder per intelligentem Relais, dass die Spannung misst.

Je nach Fehlerbild ist denen nicht zu vertrauen, weil die mitunter mit beeinflusst werden.

Kurz und simpel: Ein Batterieladegerät das nicht mit 230V AC sondern z.b. mit 12V Input läuft.

Richtig eingestellt und montiert lädt das Ladegerät dann die Aufbaubatterie nur, wenn die Lichtmaschine läuft. Vorteil ist dann, dass die Aufbaubatterie dann auch tatsächlich voll geladen wird mit der notwendigen Spannung.

Du ruinierst dir die Batterien.

Deine 80Ah ist mit 10,4V tiefentladen. Da brauchst du mit 2A gar nicht anfangen, das dauert Tage. 4A von der Lichtmaschine sind nicht viel besser, da wäre aber zu prüfen ob die Starterbatterie entsprechend geladen wird, sonst lauert da das nächste Problem.

Wenn deine aktuelle Batterie nach Volladung nach kurzer Zeit massiv in der Spannung einbricht, dann hat die keine Kapazität mehr. Die wird Schaden genommen haben, weil die bei dir vmtl. mehr entladen als geladen wird. Und es könnte sein, dass es der Starterbatterie nicht besser ergeht.

Da darf ruhig sehr regelmäßig ein 10A Erhaltungslader mit der richtigen Einstellung (Säure oder Gel) an die Batterien ran. Ladebooster wäre auch ein Segen für die Aufbaubatterie (sofern Lichtmaschine genügend liefert). Und letztendlich sollte da ein größeres PV-Modul fest aufs Dach und per MPPT-Laderegler die Batterien bei Laune halten, wenn die Kiste mal länger ohne Nutzung und ohne Landstrom rumsteht.

Es gibt hier eine Menge Kommentare über das Verhalten der AGM, von denen die allermeisten gut und richtig sind.

Hauptfrage ist für mich im Moment, ob du tatsächlich einen Defekt im Fahrzeug hast, der den Akku Gelegentlich entlädt, oder ob das ganze eine Summe von "schlechter Akkubehandlung" ist mit immer schnellerem versagen der gequälten Batterie.
Daher nochmals die Bitte: was sagen die Aufzeichnungen, gibt es wiederkehrende "plötzliche" Akkuentladung in "nur" Stunden, oder ist das ein immer häufiger auftretendes Ereignis mit schwächer werdender Batterie?
Was heisst: suchen wir einen gelegentlichen Defekt oder suchen wir eine Möglichkeit, dir eine leistungsfähigere Stromversorgung zu empfehlen?

Ich bin ja jetzt kein KfZ- und Camperingenieur, aber so zur Fehlersuche würde ich die Netze (Bordnetz zum Fahren und Netz zum Campen) physikalisch trennen und mal schauen, wie die sich einzeln und unabhängig voneinander verhalten.

Die sind im Stand aus gutem Grund getrennt, und deswegen gibts auch 2 Batterien.

Als Ergänzung: Ein Ladegerät kann ja nur dann die Batterie laden, wenn es eine höhere Spannung erreicht als die Batterie, ein Ladebooster macht also aus den 14V der Starterbatterie bis zu 16V, damit ein ordentlicher Ladestrom z.B. von 30A fließen kann.

Eine Bleibatterien ( auch AGM) hat immer eine Leerspannung von 12.0V. Alles unter 12V schadet der Bleibatterie, je tiefer und je länger umso mehr.

Die sehr teuren 12V LiFepho- Batterien sind für den Einsatz im 12V-Kfz-Bereich vorbereitet und brauchen kein spezielles Ladegerät.

Aber Achtung! LiFePho- Batterien dürfen nicht unter 10°C geladen werden.

Grüße

Vielleicht ist das ‘ne Möglichkeit:

…generell fürs Camping, nicht jetzt wür die Fehlersuche.

1 „Gefällt mir“

LTO ist wirklich gut, hohe stromfestig, unempfindlich gegenüber Temperaturen, aber leider ziemlich teuer :man_shrugging:

Ich habe nun mal ein paar Diagramme zusammengesucht und den gesamten Spannungsverlauf der Batterie seit Anfang des Jahres analysiert.

Im folgenden sieht man den Entladevorgang von gestern Abend mit der Kühlbox:

Jetzt hatte ich noch jede Menge weitere Bilder, aber ich darf wohl nur ein Bild pro Beitrag einbetten und musste den Rest wieder löschen.....

Hier eine größere Ausschnitt mit dem Verhalten der Batterie in der anschließenden Nacht

Im folgenden zwei Beispiele für die "Abstürze"

Das zweite Bild

Hier zwei weitere von etwas früher.
Leider kann man in der Victron App immer nur die Uhrzeit, aber nicht das Datum sehen. Das Datum liefere ich gleich nach: