Hab mal 'ne Frage: Ich habe die Möglichkeit die sogenannte 'shortwave_radiation' in W/m^2 für jede Stunde eines Tages zu bekommen. Die würde ich gerne zur Steuerung in mein Mikrocontrollerprojekt auf ESP32 Basis einbauen. Meine Theorie ist folgende: Der Wert entspricht im Grunde auch der Energiemenge in kWh für eine Stunde und alle Stunden zusammen addiert ergeben die kWh für einen Tag! Um nun die Energiemenge heraus zu finden, die die eigene Anlage am Tag liefert, müsste ich diesen Wert mit der Gesamtfläche der eigenen Solaranlage in Quadratmetern und dem Wirkungsgrad (ungefähr 20% = Faktor 0.2) der einzelnen Panels multiplizieren. Neigung und Ausrichtung vernachlässige ich jetzt erst einmal? Sehr Ihr das auch so?
Hallo
Neigung und Ausrichtung kannst du nicht vernachlässigen. Die sind wesentlich für den Ertrag.
mit freundlichen Grüßen
Thomas
Aber bis dahin stimmt es, oder? ![]()
Das dürfte ungenau werden.
Einmal, die Gründe, die Leverkusen3 genannt hat.
Andererseits: Das kurzwellige Licht ist nicht das Licht, dass mit einer Solaranlage interagiert. PV nutz 400-1xxx nm. Hauptsächlich 600-900nm.
Das Verhältnis kurzwellig/langwellig ist nicht immer gleich. morgens und abends ist der Anteil vom kurzwelligen Licht kleiner - deswegen gibts morgen- und Abendrot. Das wiederum ist Abhängig vom Sonnenstand. Noch schlimmer wirds, wenns dann Wolken gibt. Das Kurzwellige Licht wird einfach stärker abgelenkt.
Du misst also das eine - die PV nutzt das andere. Wäre das Verhältnis immer gleich, wäre das unproblematisch. Man könnte das integral der Leistung nehmen und mit einem Korrekturfaktor multiplizieren. Die Realität machts einem aber kompliziert.
Nun ja, das müsste ja auch nicht supergenau sein. Morgen- und Abendrot sind ja auch nur kurzzeitig. Vielleicht mit einem Korrekturfaktor auf einen Durchschnittswert kommend würde möglicherweise schon reichen? Es geht ja nur um eine Abschätzung wie viel kWh ungefähr am nächsten Tag rein kommen.
Es wird leider nicht "nicht supergenau", sondern super ungenau sein. Natürlich ist das so machbar, wie du es dir gedacht hast. Prinzipiell ist das schon richtig: Wenn die Sonne scheint gibts mehr UV als, wenn nicht. Und mit dem Strom verhält es sich dann ähnlich. Genau ists aber nicht. Wenns für dich kein großer Aufwand ist, dann probiers aber doch einfach mal. ![]()
Wenn es dir um die Prognose geht, wäre vllt. folgender Service eine überlegung wert.
http://www.solarprognose.de/web/de
Dort kannst du dir eine Prognose für deine PV erstellen und mit einer API abrufen. In der Solaranzeige ist das schon integriert. Bei mir sieht das dann so aus. Grün Prognose - Gelb Tatsächlicher Ertrag. An besonders guten Tagen kann der Tatsächliche ertrag mal geringer ausfallen, weil bei mir der Akku mittags voll ist und dann nichts mehr geerntet werden kann
@jan106: Danke für die Seite. Aber mir geht es vor allem darum, dass als Funktion in den Controller einzubauen, so dass der damit die 'Reservierte Kapazität' von den Bluettis einstellen kann. bzw. den DC Ausgang automatisch ein- und ausschalten kann.
Tatsächlich muss ich zurückrudern:
Ich habe gerade die Werte der nächsten Station mit meinen PV werten verglichen: Bei mir komme ich grob auf einen Faktor 20 und der bleibt auch pi*Daumen. Wenn gerade mittags 75 UV angezeigt werden * 20 sind bei mir 1500w PV und Morgens 12.5 UV * 20 sind bei mir auch 250w PV...
Allerdings muss man halt auch sagen, dass das aktuell gilt: Die Sonne steht hoch, sie steht früh morgens schon schnell sehr hoch. Je höher die Sonne steht desto reduzierter ist der Effekt der unterschiedlichen Streuung.
Im Frühling, Herbst und Winter dürfte es weniger genau werden. Aber wie gesagt, wieso nicht probieren?
Woher bekommst du denn die Daten für die Strahlung und wie willst du die in den Controller einbinden?
Die Daten bekomme ich von: https://open-meteo.com/
Ich habe sie schon in mein Tool integriert. Verwende sie aber noch nicht zur Steuerung.
Wenn es Dich interessiert findest Du hier alles über mein Projekt:
Ich bin jetzt die nächsten Tage am Testen, inwieweit der prognostizierte Wert mit dem täglichen Ernteertrag übereinstimmt und ob da ein immer gleich bleibender Korrekturfaktor verwendbar wäre.
Moinsen, bist du bezüglich einer Formel und Erkenntnissen inwieweit diese Sinn ergibt weitergekommen? Ich habe solar radiation als Vorhersagewert sowieso in meiner Hausautomation "mit drin" und würde sie gerne weiterverwursten. Die Anlage wird sowieso anhand von zig anderen Werten parametrisiert, dann sollte ich auch die Vorhersage noch mit berücksichtigen können. Irgend eine Idee wird schon kommen.
Danke und Gruß
H.
Ich finde den Wert mittlerweile recht zuverlässig. Da ich aber auch das Wetter einbeziehe, war bis jetzt für mich noch noch kein Grund gegeben, die Berechnung der 'Reservierten Kapazität' von der Einstrahlung abhängig zu machen. Ich versuche da ein bisschen auf Nummer sicher zu gehen und da ich mittlerweile 3 Methoden für die Einbindung vom Wetter integriert habe, aber nur einmal die 'Sun radiation', warte ich noch ab.
Ich habe heute auf dem Forum “Simon42”, das sich mit HomeAssistant befasst, eine Ankündigung für ein neues KI Tool zur Solarprognose gefunden.
Der Beschreibung nach eine tolle Sache. Vielleicht mag das ja mal der eine oder andere ausprobieren, setzt einen Raspi voraus und gibt es auf Github.
Ich bin der Entwickler der Prognose und kann gern etwas dazu sagen / beantworten.. Grundsätzlich basiert die Prognose auf mehreren selbstgeschriebenen AI die zusammenspielen und alle lokal arbeiten ohne Anbindung an das Internet / ChatBots zusammenwirken. Es fließen keine Daten ab und / oder werden an LLM´s übergeben > 100 lokal.
Bei der Haupt-AI (ich nenne sie Hybrid-KI) handelt es sich um ein selbstgeschriebenes Attention Transformer Modell (so funktionieren auch ChatGPT und Co) auf reiner Python Basis.
Bei der Wetter-KI handelt es sich um eine leichtgewichtige LSTM mit speziellen Zusatzfunktionen. Als Backbone fungiert ein sehr starkes Physics-Modell .. so erreicht die Prognose schon nach wenigen Tagen Lernzeit eine Treffergenauigkeit von 90 - 98 % und kann die erwartete Prognose für 3 Tage (abnehmende Treffergenauigkeit) voraussagen. Theoretisch ist bis zu 7 Tage möglich, dann aber mit stark abnehmender Zuverlässigkeit.
Mittlerweile läuft sie auch ca. 10.000 Systemen weltweit und das ziemlich stabil. Es gibt auch eine MAC App um die Daten anzusehen, eine eigenes Interface uvm..
Hier mal ein paar Eindrücke auf HA:
Das integrierte Energie-Dashboard:
von links nach rechts:
IST-Wetter durch Sensoren (EcoWitt, Netamo,Davis,..)
Von der KI berechnetet Wetter das als Grundlage für die Prognose genutzt wird
Die interne Home Assistant Wetter-App
Darunter ein aktuelle Energie-Fluss-Diagram mit Live-Werten und kurzen Info wie Max-Peak / Beste Stunde heute /..
Die Prognose vs IST Gesamt und pro String:
Oben die Prognosen für 3 Tage mit Hinweis auf die jeweils beste Stunde
Naja und eg gibt noch viel mehr .. wie zum Beispiel EV oder Akkoladen nach dynamischen Brutto-Preise ect.. wie man bei Simon sehen kann explodiert das Forum.. und der Bedarf nach einer zuverlässigen Prognose ist riesig!
Ach und es gibt für Wand-Tabletts noch nette Spielereien wie ein LCARS Dashboard das aus Tabletts einen schnellen Überblick gibt..
Besonders insteressant ist sicherlich die sehr komplexe Berechnungsmethodik die in der Lage ist nach Zeitpunkt des Ladens eines Akkus mit Netzstrom und dem Entladezeitpunkt genau die tatsächlichen Kosten zu berechnen und vieles mehr:
oder es live zu verfolgen was da gerade passiert:
Es ist quasi ein Schweizer-Taschenmesser um zu entscheiden ob einer Erweiterung Sinn macht, wann es sich lohnt Akkus hinzuzufügen, das Auto zu Laden,.. ect…






