Wenn die Kältekreislauf schon geöffnet ist, würde ich die Standardprozedur machen: Anlage im Kühlmodus laufen lassen und über Serviceport Kältemittel zuführen. Über das Manometer kann man zusätzlich kontrollieren, ob alles im stimmigen Druckbereich bleibt.
JA genau! Ich würde auch in der Gasphase füllen. Dabei muss der Kompressor laufen. Das kann langsam gehen oder gar zum Stillstand kommen, vor allem wenn sich die kleine Flasche stark abkühlt. Ggf. musst du die ein wenig erwärmt bekommen. Deine Waage darf bei der Aktion nicht aus gehen, was bei dem Billigkram in der Regel so ist. Mit dem Manometer kann man nicht viel anfangen, außer zu sehen, wenn die Flasche leer ist.
Wenn man im Kühlbetrieb füllt, kann man auf dem Manometer recht gut sehen, ob die Anlage passend gefüllt ist. Ist die Standardmethode in vielen Ländern, weshalb es auch überhaupt diese Füllmanometer gibt.
Hier ist es aber viel genauer über die Waage, man weiß ja, was in die Anlage muss.
Waage, die ausschaltet, ist auch kein Problem. Einfach Anfangs das Gewicht aufschreiben und ausrechnen, was das Zielgewicht ist. Dann darf die Waage zwischendurch beliebig ausgehen.
Okay, ich habe jetzt eine Flasche und ein Schlauch mit Adapter bestellt. Dann werde ich im Kühlbetrieb befüllen. Der Tipp mit dem Gewicht notieren ist sehr gut! Danke dafür.
Hat schon mal einer den Fehlercode F1 bei einer KBO18-R290 gehapt?
Meine läuft schön an und kühlt alledings wird die Kühlung immer weniger bis nicht mehr gekühlt wird (ca. 10min.) und dann meldet wird der Fehlercode F1 angezeigt.
Evtl. der Außentemperaturfühler. Wenn Du einen ESP als Dongle verbaut hast kannst den Auslesen und würdest es vermutlich sehen. Das würde vermutlich auch besser passen als fehlendes Kühlmittel.
Hey, da ich sowieso längere Leitungen brauche habe ich mir meine gar nicht angeguckt. Jetzt schon, es sind keine Quick connect leitungen, es sind einfach normale...
@win Reicht ein günstiges bördelset von ebay aus um das zu machen?. Eine Pumpe kann ich mir ausleihen. Evakuieren passiert dann ja über den einen service port.
Was wirklich taugt, ist schwer zu sagen. Sollte auf jeden Fall ein Taumelbördelgerät sein.
Also sowas in der Art:
- Man kann bei einigen Händlern auch fertig gebördelte Leitungen kaufen.
- Die Länge der Leitungen sollte bei R290 zu der Raumgröße passen (kein explosionsfähiges Gemisch im Fehlerfall)
Wäre es nicht besser, wenn Du Installationsbetriebe in der Umgebung anfragst, ob jemand bereit ist, Deine Anlage in Betrieb zu nehmen und Du dich auf das Aufhängen von AG/IG, Wanddurchbruch und Kabelkanäle beschränkst?
Wobei ich da echt vorsichtig wäre, bei mir wurden die Bördelungen hier im Forum als schlecht befunden und selbst die Muttern waren unbrauchbar (!)
Man kann aber sicher auch gute erwischen…
Punkt 1:
Erstmal Danke für den Hinweis!
Das habe ich ausgerechnet.
Die Anlage hat 310g Propan plus 100g für die Leitungsverlängerung, macht 410g
Innengerät ist im ersten stock über der Treppe aufgehangen. Da gibt keine Türen die man zumachen kann. Flur plus EG sind ca 50 mm²
50mm²x2,4m(Raumhöhe)x8g(Maximal Menge an Propan pro Kubikmeter) = 960g. Die unterschreiten ich massiv.
Punkt 2:
Wird wahrscheinlich nicht die einzige sein die ich bei uns installieren will. Das Werkzeug macht also Sinn und das ich lerne wie es geht auch. Sollte die Dichtigkeitsprüfung über Vakuum und Spray nicht passen hole ich mir einen Techniker dazu.
Falsch!
Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass die Fläche größer als 50 Quadratmillimeter ist. Du gehst fälschlicherweise davon aus, dass das Propan sich sofort gleichmäßig mit der Luft durchmischt. Das ist nicht der Fall.
Die Berechnung erfolgt nach DIN EN378, Teil1. Anhang C. Bei 50 m² Fläche sind max. 531 g erlaubt. Du bist zwar von dieser Grenze entfernt, aber nicht "massiv". Bei einem Flur mit Treppe bin ich nicht sicher, ob Du Flächenanteile im oberen Stockwerk mitberechnen darfst.
Gibt es Lichtschalter und andere Zündquellen im Sicherheitsbereich?
Alles was ich gefunden habe sind 20% LFL ich gehe also nicht von einer 100% Verteilung aus. Das sind dann 7,6g pro Kubikmeter.
Kältebringer verlangt min 16m² für 310g.
Bei 50m²/16m²x 310g =968,75g
Ziemlich das was ich ausgerechnet habe.
Kältebringer schreibt viel Blödsinn, wenn der Tag lang ist. Deren Bedienungs/Installationanleitung für die R290-Anlagen ist voller Fehler.
Schau in die DIN EN378 und rechne die zulässige Füllmenge korrekt aus.
Kleiner Tipp: es wird die Quadratwurzel der Fläche verwendet. Deine 50/16-Annahme ist also falsch. Ansonsten mach' was Du willst. Ist nicht mein Haus, dass evtl. in die Luft fliegt.
Andere Hersteller wie Midea und Mitsubishi geben ähnliche Werte an. Den genauen Wortlaut der DIN EN378 kenne ich leider nicht, da hinter einer Paywall. Alle informationen die ich online finden kann sagen immer wieder Dasselbe:
Die Berechnung der tatsächlich maximal zulässigen Füllmenge ergibt, abhängig von dem oben genannten Raumvolumen und dem zulässigen Grenzwert von Propan (nach EN 378-1, Tabelle E, mit 0,008 kg/m³) eine Menge von 296 g (37m³ x 8 g/m³ = 296 g) pro Kreis. Hier sollte bemerkt werden, dass selbst wenn die gesamten 296 g Propan austreten, kein zündfähiges Gemisch entstehen kann. Dies liegt an den bereits bei dem Grenzwert von 8 g/m3 eingerechneten Sicherheiten. Tatsächlich wurde eine Füllmenge von nur 200 g pro Aggregat, also 5,4 g/m3, erreicht.
Die Quadratwurzel bei gleichen Einheiten macht hier kein Sinn. Ist also richtig.
Kannst du mir die Quelle oder auszug für die 531g geben? Würde mich interessieren wo die Differenz herkommt.
In der DIN EN378-1 Anhang C findet man folgende Formel:
m = 2,5 x (UEG)exp5/4 x h x SQRT(Raumfläche)
- Die untere Explosionsgrenze hoch 5/4 ist 0,0167
- h ist nicht die Raumhöhe, sondern ein Höhenfaktor: 2,2 für Deckenkassetten, 1,8 für Wandmontage oben, 0,6 für Truhengeräte.
Mag sein, dasss die Einheiten durch die Quadratwurzel nicht stimmen, aber das ist die Formel aus der Norm. Vermutlich machen viele Firmen den Fehler und verwechseln den Höhenfaktor mit der Raumhöhe?
Propan ist halt ein Gas, das schwerer ist als Luft und einerseits zu Boden sinkt. Andererseits vermischt es sich durch Diffusion nach einer gewissen Zeit doch mit der Raumluft. Und diese Vermischung wird durch den Ventilator im Innengerät verstärkt. Vemutlich steckt in der Formel viel an emipirischen Daten durch Experimente.
Die Berechnung habe ich aus Unterlagen der Firma Schiessl GmbH. Die DIN EN378 habe ich auch nicht zu Hause. Die Preispolitik des Beuth-Verlages kann man nur als unverschämt bezeichnen. Von daher weiß ich nicht, was in Tabelle E steht. Häufig gibt es konkurierende Werte, von denen dann der geringere zu beachten ist. Muss mal einen neuen Ausweis für die Uni-Bibliothek beantragen. Uni-Bibliotheken haben häufig solche Normen im Lesesaal zur Ansicht ...
An diesem Punkt solltest Du stutzig werden. Was meinen die mit "pro Kreis"? R290 gibt es derzeit nur als Monsplit. "Pro Kreis" würde m.E. bei Multisplit zutreffen.
Okay, danke dir.
Die 50m2 sind auch sehr vorsichtig gerechnet. Treppenvolumen fehlt hier und es setzt vorraus das alle türen im Obergeschoss gleichzeitig geschlossen sind. Das kommt eigentlich nie vor, aber besser Vorsicht als Nachsicht. Ich Versuche mal irgendwie an den richtigen Normtext zu kommen. Kann ja nicht sein das alle Hersteller das falsch angeben. Ich habe auch ein Gasgrill mit 5kg Propan auf der Terrasse. Da gibt es ein Kellerfenster. Wahrscheinlich ist das auch verboten. Gut zu wissen daß ich selbst bei Minimalauslegung von dir im grünen Bereich bin.
Wenn die Leitungen kommen poste ich nochmal ne Fotostory. Ist vielleicht auch interessant für andere die dasselbe planen.
Zumindest das Inhaltsverzeichnis der Norm ist frei zugänglich und der Anhang C trägt den Titel "Anforderungen an die Grenzwerte für die Kältemittel-Füllmenge".
Zum Anhang E (dort wird wohl auch die Tabelle E zu finden sein) heißt es:
Der Anhang E der Norm DIN EN 378-1 ("Kälteanlagen und Wärmepumpen – Grundlegende Anforderungen, Begriffe, Klassifikationen und Auswahlkriterien") enthält eine normative Kältemitteltabelle. Er listet zahlreiche Kältemittel und Kältemittelgemische mit ihren spezifischen Sicherheits- und Umweltdaten auf, darunter Sicherheitsklassen, praktische Grenzwerte, Zündtemperaturen und Treibhauspotenziale
Ich würde an der tiefsten Stelle, wo das Propan im Fehlerfall hingelangen kann, einen Gasdetektor montieren.
Nur weil es noch keine mit Multisplit gibt heißt es nicht, dass es nicht schon in der Norm vorgesehen ist.
Da es hier um die Geräte von Kältebringer geht würde ich vorschlagen wir suchen mal nach der Norm. Ich glaube das Forum braucht nicht noch eine R290 Raumgrößen Diskussion. Lass uns versuchen vielleicht per DM einen Konsens zu finden. Dann können wir das Ergebnis noch einmal teilen.