Kälte macht Wärme: Wie Klimaanlagen Städte aufheizen

Und wenn du das einfach mal googlest?
Die KI fasst das Internetwissen da auch gut zusammen, wie ich finde. Habe das gerade mal aus Neugier eingetippert.

Finde das aber müßig das hier alles reinzukopieren, oder?
Das ist doch wirklich nur Physik, sollte doch ein unstrittiges Thema sein und wundert mich etwas.

Ist denn was falsch oder unstimmig an meiner Aussage? Die basiert doch auf der Physik. Welchen Teil davon findest du umstimmig?

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Da ist so einiges. z. B. das du schreibst, die Wärme würde bei WDVS zum Großteil reflektiert oder durch Luftbewegung abtransportiert.

Du beschreibst keine spezifische Eigenschaft von WDVS, das trifft doch auf alle Oberflächen zu.
Ein weisses Mauerwerk hat doch keinen anderen Reflexionsgrad als eine weiße WDVS Fassade.
???

Spezifisch hingegen sind Wärmeleitfähigkeit und Speicherkapazität der Materialien. Und dahingehend unterscheiden sie sich in den physikalischen Eigenschaften sehr stark.
Jetzt verstehe ich gerade nicht … steht das aus deiner Sicht in Frage? :grinning_face:

WDVS verhält sich doch nach vorne weg, also Richtung Außenluft genauso, wie jede andere Fläche gleicher Farbe. Also bei weißer Farbe wird ein Großteil der Sonnenstrahlung reflektiert und die absorbierte Wärme wird durch Luftbewegung abgeführt. Da spielt es erstmal überhaupt keine Rolle, ob da eine Dämmung dahinter ist oder nicht.

Lediglich der Anteil, der nach hinten in die Wand abgeführt wird, darin unterscheidet sich WDVS und normales Mauerwerk stark. Bei Mauerwerk kann die Wärme noch ganz gut ins Material abgeführt werden, bei WDVS klappt das ähnlich gut die ersten 5-10mm des Putzes, danach wird die Wärme kaum noch weitergeleitet, weil hier die Dämmung anfängt.

Meine These ist jetzt einfach: Die vordere Ableitung über die Luft ist erheblich, so dass man bei hellen Fassaden eher so mit 40-50 Grad rechnen kann. Das ist auch so meine Praxiserfahrung.

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Na ja, meine Südfassade mit WDVS ist wesentlich kühler als eine graue Betonwand.. zumdem kühlt die WDVS Fassade schneller ab, was für Weinanbau davor oder Aprikosen unpraktisch ist.

Sicher sehr interessant.

Würde ich auch so bestätigen... da das WDVS kaum Speichermöglichkeiten hat, die Wärme schlecht ableitet, erwärmt sich die Fläche und kühlt aber schnell wieder ab. Ob die Oberflächentemperatur sich groß unterscheiden, am Anfang eigentlich nicht, weil alleine die Farbe und Oberflächenbeschaffenheit entscheident ist. Wenn die Wand aber durch Speicherung Wärme aufgenommen hat, wird sich diese zwangsläufig weiter erwärmen um neue Wärme energie aufzunehmen.

Na wenn du das nicht veröffentlichen willst, habe ich das mal gemacht, wie ich auch geschrieben hatte... Quelle Perplexity Pro

Bei gleicher Farbe und Oberflächenbeschaffenheit ist die Außenseiten-Oberflächentemperatur einer Wand ohne WDVS (ungedämmt) in der Regel höher als die einer Wand mit WDVS.

Erklärung:

  • Das WDVS wirkt als Dämmstoff mit niedriger Wärmeleitfähigkeit und reduziert den Wärmestrom von der warmen Außenluft oder Sonneneinstrahlung zur Wandoberfläche.
  • Dadurch erwärmt sich die Außenseite bei einer gedämmten Wand weniger stark, da weniger Wärme in die Wand eindringt und gleichzeitig Wärmeverluste durch Konvektion und Strahlung stärker ins Freie abgegeben werden.
  • Eine ungedämmte Wand (z.B. massiv mit Poroton) hat eine höhere thermische Masse und eine höhere Wärmeleitfähigkeit. Sie erwärmt sich daher unter Sonneneinstrahlung stärker an der Oberfläche, weil sie die Wärme effektiver aufnimmt und speichert.

Fazit:

  • Außenseite ohne WDVS: Höhere Oberflächentemperatur wegen direktem Wärmeeintrag und guter Wärmeaufnahme.
  • Außenseite mit WDVS: Niedrigere Oberflächentemperatur, weil das Dämmmaterial den Wärmestrom schwächt und die Oberfläche weniger aufheizt.

Die Tatsache, dass Farbe und Oberflächenbeschaffenheit gleich sind, bedeutet, dass Emissions- und Absorptionsverhalten identisch sind, sodass der Unterschied hauptsächlich aus der Wärmedämmung und Wärmeleitung resultiert.

Darum Flächen entsiegeln und Verbrenner raus aus den Städten. Die Klimaanlagen sind, wenn überhaupt im Promille Bereich verantwortlich.

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ja , voll unterschrieben

Es geht um die Energiemenge.
Die Klima, mit EE, z.B. vom Dach, betrieben, nutzt einen Teil der eh auf die Fläche des Hauses eingestrahlte Energie.
Die würde zusätzlich, z.B. die Dachhaut aufheizen. Der in Strom umgewandelte Anteil wird genutzt um die Klima zu betreiben.
Woher soll also das Plus an Energie und damit Erwärmung kommen?
Natürlich ist die Temperatur am Verdampfer höher, dafür ist sie am Dach etwas geringer. Die Energieerhaltung ist quasi ein Nullsummenspiel.
Was ich an einer Stelle einbringe, das hat einen Effekt. Aber auch an anderer Stelle.
Gutes Beispiel:
Solarthermie, da wird die aufgefangene Energie genutzt, um Wasser zu erwärmen. Der Einfachheit halber schlabbere ich mal die anfallenden Verluste.
1kWh wird eingefangen von einem BlechGlaskollektor. Ohne Wasserdurchströmung würde der, weil schwarz, unfassbar heiß werden. Führe ich die Energie ins Wasser ab, verringert sich die Erwärmung des Kollektors, dafür steigt die des Wassers.
Die Summe bleibt aber gleich, hier muss ich natürlich der Vollständigkeit halber wieder die Wirkungsgradverluste addieren.
Das heißt, der Kollektor mit weniger Speicherkapazität wird weniger warm, das Wasser mit hoher Speicherkapazität erwärmt sich ein "wenig" mit hoher Speicherkapazität. Entfällt die Einstrahlung kühlen sich beide Speicher ab.
Der vorher "gekühlte" Kollektor schneller als der Wasserspeicher. Es ändern sich also die Maximaltemperaturen und die Zeitspannen.

Du sprichst, zitierst, hier die Oberflächentemperatur der Wand. Die versteckt sich bei WDVS aber hinter einer Dämmschicht. Interessant ist in dem Zusammenhang aber doch die Oberfläche, die direkten Kontakt zur Außenwelt hat.
Und da hat Pete, glaube ich, Recht, dass eine gedämmte Fläche gleichen Albedos eine höhere Temperatur erreicht, weil weniger Energie absorbiert / gespeichert werden kann. Wie Du mit Wein und Aprikosen richtig beschreibst, bedeutet das aber eben auch die schnellere Abkühlung bei Wegfall der Einstrahlung.

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Damit schreibst du die Lösung! Auf die Dächer Solarthermie und dann direkt in den Kanal leiten. Dann wirds draußen kühler.

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Ich frag mal vorsichtig:
Ironie?

Ja.

Aber davon ab:

So ginge es auf dem Dach auch. Dann wird ein Teil in Verdampfungswärme umgewandelt und geht in die Atmosphäre.

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In der Stadt doch eher Wunschdenken. Der Strom kommt mangels Module überwiegend von außerhalb.

In Kleinstädten mit PV dagegen habe ich sowieso mehr Vegetation. Bei mir mit vielen Bäumen brauch ich auch keine Klima.

Das kann wohl sein.
Wenn irgendwann, Wunschdenken hoffentlich bald, genügend EE zur Verfügung steht entzerrt sich das aber auch wieder etwas.
Aber natürlich bleibt es in Ballungsräumen generell wärmer als auf dem platten Land.
Fahr allerdings mal im Kernwinter mit dem Rad / Mofa / E-Scooter dicht an einem Kraftwerk vorbei. Da merkst Du, was da an Abwärme in die Umwelt geht.
Mein Weg zur Ausbildung ging zwischen Kühlturm und Maschinenhaus durch. War genauso angenehm, wie an der Ampel hinter nem Käfer stehen. Da war es merklich wärmer.

Das ist ne total coole Idee.
Würde ich neu bauen oder sanieren, das käme oben auf die Liste und würde meine Eisspeicherheizung auftauen.
Leider ist beides nur ein Traum.

Da haben wir über unterschiedliche Dinge geredet. Du benötigst halt wesentlich mehr Energie um eine massive Wand auf die gleiche Temperatur zu bringen, wie die dünne Putzschicht einer WDVS Fassade mit Styropor dahinter.

Jedenfalls hält eine Dämmung die Wärme länger im Haus. Im Sommer bleibt also sämtliche, auch im Haus durch Menschen, Elektrogeräte usw. abgegebene zusätzliche Wärme im Haus. Deshalb empfinde ich es dort abends im Sommer eher unangenehm warm im Vergleich.
Darum ging es mal ursprünglich, so ungefähr.

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Geht das nicht, vereinfacht, mit Rasensprenger? Im Sommer alle 30min. Wasser draufspritzen lassen auf Fassade und Dach müsste auch reichen.

Wobei ich eigentlich beim Dach immer für PV bin, und immer die Vollbelegung. Also am besten wäre PV, dann die Dachhaut, dann eine Hinterlüftungsebene (dann hat sich das auch mit "das Dach wird unter der PV doch so warm!) darunter die Dämmung. Nun könnte man die Dachhaut berieseln damit erst gar keine Wärme in der Form bis zur Dämmung kommt, und durch die Hinterlüftungsebene mit leichtem Sog müsste sich das Dach dann runterkühlen lassen.

@Pete1
Durch die Phasenverschiebung Tag/Nacht gleicht sich aber die Wärmezufuhr von außen im Idealfall auf eine Mitteltemperatur runter. Bei 12h oder am besten 24h und außen am Tag 40°C und nachts 20°C sind es im Mittel 30°C. Nun muss man eben den Rest nach draußen schaffen, das würde aber mit z.B. Wandheizungen bzw. in dem Fall Wandkühlung im Sommer gehen. Die Speichermasse also aktiv kühlen damit es sich am Tag gar nicht erst so weit aufwärmt. Und nachts runterkühlen lassen. Da muss aber die Wärme irgendwohin.

Die Frage bleibt also, ob es besser ist die Wärmestrahlung nachts abgeben zu lassen von den Gebäuden/Klimaanlagen, oder tagsüber mehr Wärme abzustrahlen durch Klimageräte etc. pp.

Idealerweise würde man die Wärme in einem Erdsondenfeld einlagern, um damit im Winter dessen Temperatur zu erhöhen ... Ich hoffe, bei uns in Bremen geht es bald los, nach all der Bürokratie ... https://erdwaermedich.de/

Oder wärmt damit das Grundwasser auf.