Keine Überraschung ist das für Matthias Mauder, Meteorologie-Professor an der TU Dresden, der viel zum Thema Stadtklima forscht. "Gerade in Großstädten und Ballungszentren wird es aufgrund der zunehmenden Urbanisierung noch heißer als im Rest von Deutschland", sagt er.
Im Bereich der Stadtplanung ist in Deutschland seit mindestens 10 Jahren "Urbane Verdichtung" und "Nachverdichtung" DAS Ideal. Den einen oder anderen begeisterten Vertreter habe ich immer mal gefragt, wo sie denn persönlich wohnen - Überraschung: quasi nie in einem solchen Umfeld.
Lustig finde ich auch die Zahlen in den Studien: In Paris sollen Klimaanlagen bis zu 4° die Nachttempeteratur erhöhen. "Am Computer modelliert".
In Phoenix (Arizona, USA) führte der Betrieb von Klimaanlagen während einer Sommerhitzeperiode dazu, dass sich die Stadtluft nachts um mehr als ein Grad Celsius zusätzlich aufheizte.
Ok, ein Grad, aber wie wurde der Vergleich ermittelt? Auch modelliert? Andere Wärmequellen? Windverhältnisse? .. Gut, die niedrigere Bebauungsdichte gegenüber Paris kann man berücksichtigen.
In Singapur summierte sich die vor allem durch Klimageräte in Gebäuden erzeugte Abwärme auf bis zu 2,2 Grad Temperaturerhöhung.
Also in Singapur (maximale urbane Verdichtung) sind es nur 2,2 Grad, in Paris 4?
Gerade mal in das Paris Paper reingeschaut... da ist die Rede von "Future heat waves in Paris", also sind in den 4 Grad wohl Klimavorhersagen drin?
Mei o mei.. diese Klimastudien. Ein ziemliches Chaos, Spiel mit der Angst (?) und Anti-Technologie..
Wo geht die Wärme der Sonneneinstrahlung denn hin wenn dort nur eine 100qm Fläche wäre? In den Äther? Und wenn sie nun auf das Gebäude kommt, diese Strahlungswärme, wohin geht die Wärme dann? Ins Haus. Und aus dem Haus pumpt man das wieder raus. Wenn man das noch mit einer PV-Anlage kombiniert ist das eine Nullsumme...
Nö , sehe ich nichtso, es wird und dahin wollen wir ja hin , ein Kreislauf bleiben werden/sollen . "Technologie" wird einen Komposthaufen nicht viel besser machen ! Aber genau das ist der Punkt das Mensch immer noch glaubt mit Technologie dominieren kann . .... ohne parallel Ideen zu verwirklichen wie Fassadenbegrünung , Dachbegrünung , Vor und Hinterhofgärten, Wasser in Städten , massive Baumpflanzungen ...etc
Mit Ner Klimaanlage oder ne Wärmepumpe mit Bohrlöchern, die den Grundwasserstand absenken , ist Mensch etwas blauäugig
Und genauso wird die Stadt im Winter durch Wärmepumpen gekühlt. Das verschlechtert nicht nur den Wirkungsgrad der Wärmepumpe selbst, sondern auch den aller anderen Heizungssysteme.
Solange es nur wenige sind, merkt man das nicht so sehr. Aber wenn es viele werden ...
In Maintal wollen sie für das neue Luxusschwimmbad Tiefbohrungen in zu geringem Abstand für den immensen Wärmebedarf (auch im Sommer) machen. So kann das nicht im Sommer abtauen.
Das geht so lange bis sie dort Permafrost im Boden haben, dann wird der Energiebedarf der Wärmepumpen immer grösser bis es gar nicht mehr funktioniert. Die Berechnungen dazu werden nicht berücksichtigt (aber die Grundsteuer soll jetzt vorsichtshalber noch einmal verdoppelt werden).
Im Winter wird durch Häuser Wärme abgestrahlt und heizt damit die Umgebung auf. Die Wärmepumpe minimiert diesen Ausstoß an Wärme im Winter.
Dann geh mal nach Singapur, "die grüne Stadt". Sieht toll aus, aber damit kühlt man keine Gebäude.
... Ja genau , daher der Gedankengang , ich habe in den lezten Jahren einige Vorgärten gestaltet und bepflanzt , um die Wärmepumpen rum ... muss ich noch Forschung betreiben ... bzw meine bisherigen Bepflanzungen betrachten .... Aber ganz so ohne ist dies nicht was Wärmepumpen im Winter noch weiter zur Abkühlung zusteuern .... wäre aber mal einer Studie wert
Viguié_2020_Environ._Res._Lett._15_075006.pdf (1,5 MB)
Klar nur Studien aber Gedanken sollte Mensch sich schon machen .... also bitte auch an Begrünung denken !
Solche populärwissenschaftlichen Artikel sollen das Verhalten der Bevölkerung beeinflussen, haben sicherlich auch einen wahren Kern (z.B. wäre zu differenzieren, ob die benötigte Energie vor Ort durch PV entzogen wird oder von außerhalb) und sollte man nicht so ernst nehmen.
Ja, wir werden alle sterben - irgendwann. Aber weniger durch Außenhitze als durch innere Kälte.
Ich bin ja nun kein Wissenschaftler, habe dazu aber dennoch meine Meinung. Was hier meiner Meinung nach durch den ÖRR wieder an Propaganda verbeitet wird finde ich haaresträubend.
Jetzt möchte man uns also allen Ernstes weiß machen, dass nicht die versiegelte Fläche und auch nicht die zunehmend mit WDVS beplankten Fassaden, die angestiegene Bevölkerungsdichte, das angestiegene Verkehrsaufkommen sondern die Klimageräte schuld an der Erwärmung der Städte sein sollen? Und ins schwarz gehende PV-Flächen sind natürlich auch nicht wärmer als rote Tonpfannen - Ironie-Aus.
Am Ende entziehen die Klimageräte dem Innenraum doch nur die Wärme die durch Sonneneinstrahlung und Eintrag von Umgebungsluft in die Räume eingebracht wurde plus ein Minimum an elektrischer Energie für die Gebläse und Kompressoren.
Das sich WDVS Fassaden tagsüber wensentlich stärker oberflächlich erwärmen, dadurch die Konvektion in den Straßen stark ansteigt und somit quasi "heiße" Winde durch die Gassen wehen und zusätzlich noch die Speicherfähigkeit der ehemaligen Steinfassaden verloren geht wird wohl nicht thematisiert.
Mir scheint als wolle man der Möglichkeit günstig heizen und kühlen zu können einen Riegel vorschieben. Ich hab das die Tage für uns mal ausgerechnet. Mit der Singlesplit für´s Wohnzimmer die einen herstellerseitig angegebenen SCOP von 5,2 bei +7°C Außentemperatur hat, würde es selbst mit Netzstrom deutlich günstiger sein zu heizen, als mit Gas zum aktuellen Gaspreis.
Ich habe mal grob überschlagen (wenn ich mich nicht übel verrechnet habe):
Paris hat eine Fläche ca. 105 km². Nehmen wir die Auswirkungen der WPs bis auf 50 m Höhe an, ergibt sich über Paris ein Luftvolumen von ca. 5,25 Mrd. m³.
Ein m³ Luft wiegt ca. 1,293 kg, was bei der Luftmenge über Paris ca. 6,79 Mrd. kg entspricht.
Um ein kg Luft um 1 K zu erwärmen, benötigt man 1,005 kJ Energie. Der Umrechnungsfaktor von kJ in W lautet 0,27777778.
Um nun die Luft über Paris um 1 K zu erwärmen, muss man nur 1,886 Mrd. Wh in die Luft einbringen. Wenn eine Klimaanlage am Tag 20 kWh von drinnen nach draußen transportiert, dann wären über 94.000 Klimaanlagen nötig, um während des Tages die Luft um 1 K zu erwärmen. Oder über 377.000 Klimaanlagen, um auf 4 K zu kommen.
Da die Menschen in der Nacht, wenn die Außentemperaturen niedriger sind als die Innentemperaturen, die Fenster zum Lüften öffnen, wird bei Wohnungen ohne Klimaanlagen die Wärme nicht schon am Tag, sondern erst in der Nacht nach draußen transferiert. Hat schon mal jemand ausgerechnet, um wie viel sich die Lufttemperatur in Paris erhöht, wenn die Menschen Nachts die Fenster aufmachen?
Die Gebeäudeenergie Spezis erklären seit Jahren, dass in Deutschland eine nächtliche Lüftung IMMER genügt, um angenehme Temperaturen in Wohngebäuden zu erreichen. Berechnet mit Software, wo vorne und hinten nichts stimmt.
Im dicht bebauten Raum hat man im Sommer hohe Nachttemperaturen, und aussen an den Hauswänden steigt besonders warme Luft auf. Damit kühlt man kein 28°C Schlafzimmer mal schnell um >=6°C runter.
Und ja, die Wärme löst sich natürlich nicht in Luft auf. Die schlimmsten Fehler sind wohl die verbauten "Windgassen", aber so etwas hat bei Bebauungsplänen und Baugenehmigungen natürlich nur eine minimale Wichtigkeit.
P.S. zum Thema böse Klimaanlagen ein interessanter Beitrag aus Wien. Dort braucht ma "Pflegestufe 6" für eine Klima. Alle anderen sollen sich mal nicht so anstellen.
Cool das du das mal überschlagen hast ![]()
Hm, aber das ist doch thermische Energie die sowieso da gewesen wäre
D.h. auch ohne Klimaanlage hätte die Sonne mit ihren theoretischen 1000W/m² Strahlungsleistung die Stadt erwärmt. Es können also nicht die 20kWh / Tag thermische Energie in der ÖRR Propaganda gemeint sein sonden es müssen ja die elektrisch aufgebrachten kWh sein die sich zur thermischen Energie hinzu addieren, denn über die Thermodynamik kann weder was hinzu kommen noch was entfallen.
Lustich, da scheint wohl tatsächlich was schief zu laufen in der Software. Unser Haus misst in all seinen Räumen sowie im Außenbereich die Temperaturen und relativ Luftfeuchtewerte. Wir haben das Haus jetzt knapp 10Jahre. In dieser Zeit gab es jeden Sommer Nächte wo man auch nachts um 0 Uhr besser die Fenster zu lässt um den Wohnraum nicht noch mehr aufzuwärmen da es draußen noch mehrere K wärmer war als innen.
Wenn du es mal stationär betrachtest: Wenn eine bestimmte Wärmemenge auf eine Fläche trifft, macht es einen Unterschied, ob diese Fläche gleichmäßig aufgewärmt wird oder ob es jede Menge Zellen (=Innenträume) gibt, die durch eine Wärmepumpe z.B. 10 Grad niedriger in der Tempratur gehalten werden. Um diese Zellen herum muss es dann wärmer werden.
Die Wärmemenge bzw. Energie bleibt die Gleiche, aber sie ist anders verteilt.
Die Sichtweise des Artikels fügt sich aber genau dort ein, wie die etablierte Meinung in Deutschland: Klimaanlagen wollen wir nicht. Ich hab oft den Eindruck, dass diese Grundmeinung die Quelle dafür ist, was dann wieder alles an Artikeln produziert wird und was man sehen will und was nicht.
Ja, das mag sein. Das wird in Ländern in denen Klimaanlagen schon lange etabliert sind eben auch durch den Aufbau der Immobilien gedämpft. Meist Massivbauweise ohne Dämmwahngedöns an der Fassade sondern der nackter, massiver Stein oder meinetwegen auch noch Lehmziegel. Eine hohe spezifische Masse halt. Die hohe spezifische Masse speichert die Wärme dann (was eine WDVS eben nicht kann) und gibt sie über einen längeren Zeitraum wieder ab.
Ja, Energie sparen schmälert eben allerhand Einnahmen. Vor allem die Steuer- und Sonderabgabeneinnahmen des Staates, die auf fossile Brennstoffe erhoben werden.
Ähnlich ist ja m.M.n. auch die Thematik mit dem bösen Kältemittel gelagert. Was wird da nicht ein Bohei drum gemacht dass auch ja 0 komma nix an Kältemittel in die Atmosphäre gelangt. Schon mal jemand gesehen wie in, keine Ahnung, Pakistan oder Indien Kühlschränke "recycelt" werden? Rohre aufschneiden (wenns kein brauchbares Kältemittel mehr ist) und abgasen lassen. Dann Kupfer und alle weiteren Rohstoffe entnehmen, fertig.
Und dann wirft man kurz einen Blick auf die Automotive, wo es konstruktiv schon gar nicht möglich ist ein hermetisch dichtes System zu verwenden da zumindest zwischen Aggregat und Verflüssiger aus bewegungs Gründen Gummischläuche zum Einsatz kommen müssen - und; Kümmert niemanden, ein Schelm wer Böses dabei denkt. Bezieht sich allerdings noch auf Klimaanlagen die direkt vom Verbrenner angetrieben wurden. Mittlerweile dürften die Kompressoren von Elektromotoren angertrieben werden und müssen nicht mehr an der schwingenden Einheit hängen und sind dazu auch noch in der Leistung modulierbarer.
Da geht sogar noch weiter dass ich im Fratzebnuch schon mehrere Postings in Gruppen gelesen habe, wo auf Klimaanlagenbesitzer regelrecht gehetzt wurde mit der Aussage "Klimaanlagen treiben die Erwärmung weiter vorran und sind schädlich für des Menschen Umwelt". Und das war nicht auf die Verwendung des Kältemittels bezogen sondern auf den Betrieb der Anlage an sich.
Da kommst dir hier in D bald vor wie im Irrenhaus.
Unser WDVS in Verbindung mit der massiven Wand dahinter hilft prima auch im Sommer angenehme Bedingungen im Haus zu haben und die Splitklima nur recht sporadisch mal zum Kühlen nutzen zu müssen. Deutlich besser als wenn die Wärme ohne WDVS direkt auf den Stein geht. Über die Energieeinsparung im Winter brauchen wir ja hoffentlich nicht diskutieren ... Da werde ich spätestens nächstes Jahr dann in der Lage sein mit zwei Splitklima und bischen Heizlüfter oder ner Bastellösung für die alte Heizung unsere Gastherme rauszuwerfen. Dämmwahngedöns finde ich daher reichlich populistisch ...
Je nach Blickwinkel, habt ihr glaube ich beide recht. ![]()