Installationsfragen Split-Klima [abgetrennt]

Hmmh, die Leitungen mit den Verschraubungen an den IG sind halt 40-50cm lang. Da liegt es doch in der Natur der Sache, dass das bei normalen Aussenwandstärken knapp wird, wenn man keine Verschraubung im Innenbereich haben möchte und die leitungen direkt gerade von der rückseite des IG nach aussen leitet?!

Egal, bei mir passt es auch nur knapp nicht, dann erweitere ich das loch aussen halt etwas, dann kommt man ran.

Eine der Kältemittelleitungen wird ca. 10 meter lang sein. Würdest du auch in dem fall vorher die Verschraubungen setzen? Dann die leitungen gerade biegen und mit einer Hilfsperson durchs Loch führen?

Was kannst du an den Verschraubungen denn auf der Werkbank prüfen? Gibt es hier schon die Möglichkeit, Druck oder Unterdruck anzulegen, ohne Außengerät oder wie meinst du das?

Sorry, die Fragen wirken vermutlich blöd - wenn man es mal gemacht hat, versteht man es wohl alles besser...

Ja, genau deshalb sollte man nicht direkt rausgehen auf der rechten Seite. Wenn du unbedingt keine Verschraubung im Innenbereich haben willst, bleibt die einzig saubere Lösung, die Verschraubungen wegzuschneiden und Leitungen anzulöten.

40-50cm lange Leitungen: Das ist schon ganz gut, die Hersteller verändern es langsam. Meine 2 Jahre alte MHI hatte nur etwa 30/35cm lange Leitungen, die bei vielen Massivwänden definitiv zu kurz sind, um außen zu landen.

Wenn du vorher die Dichtheit dieser Verschraubungen prüfst, ist die Wahrscheinlichkeit auch sehr gering, dass du da nochmal ran musst.

Nur wegen der Länge sehe ich erstmal keine Probleme. Ich finde das immer noch besser, als auf der Leitung stehend irgendwie Verschraubungen noch sauber im Außenbereich hinzubekommen. Lieber alles in Ruhe auf dem Arbeitstisch zusammenbauen. Profis, die das täglich machen, haben sicher kein Problem, es auch direkt an der Hauswand zu machen.

Genau, ich mache da schon den Drucktest und ziehe auch mal Vakuum und lass beides mal einen Tag stehen. Und bei Drucktest auch mit Bigblue oder Lecksuchspray genauer inspizieren.

Nein, sind absolut nachvollziehbare Fragen. Gut, dass du dir im Vorfeld diese Gedanken machst.

Die Frage zielte wohl eher darauf ab, wie man die beiden Leitungen verbindet, wenn man noch kein AG angeschlossen hat und sie weder dicht sind noch einen Zugang haben. Ich meine, du hattest es irgendwo mal beschrieben.

Du schiebst Bördelmuttern ans Ende der Leitung und machst Bördel. Auf der 1/4 SAE-Seite kannst du einen Adapter 1/4 männlich auf 1/4 männlich aufschrauben und daran einen Kugelhahn oder Füllschläuche direkt. Auf der 3/8 Seite brauchst du z.B. einen Adapter von 3/8 männlich auf 1/4 Zoll männlich und schraubst dann auch einen Kugelhahn an. Oder du drückst etwas Epoxy oder MS-Polymerklebstoff ins Loch des Adapters, dann hast du sozusagen einen Blindstopfen.

Auf diese Weise kannst du dann Druck- und Vakuumtests machen.

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@tunfaire

Wenn die Armacell Flare Fittings richtig nach Anleitung montiert und angezogen werden, sind die dicht und sehr stabil. Sie werden von der Sicherheit mit Hartlötverbindungen verglichen. Und die FF sind sogar wiederverwendbar.

Von Bördelverbindungen halte ich überhaupt nichts, wenn ein Laie die auf der Leiter mit Drehmomentschlüssel und wackeligem Aufsatz anziehen soll, ist der Schaden doch schon vorprogrammiert. Außerdem wird beim Aufweiten des Kupfers dieses stark verdünnt, besonders wenn ein Laie die mit zu viel Druck beim Bördeln herstellt. Es wird instabil und kann viel schneller an einer bestehenden Verbindung einreißen, wenn das Rohr belastet wird. Ich habe das Bördeln und Verschrauben ausgiebig probiert und als unsicher eingestuft. Bin unter anderem auch gelernter Hochdruckrohrschlosser, und Materialprüfer in der Gasindustrie. Bei diesem unsicherem Bördelschei* würde ich am liebsten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ist eben historisch so gewachsen und billig.

Die Flare Fitting Verbindungen können das nachträgliche Biegen aus eigener Erfahrung ab. Da verbiegt vor der Überwurfmutter etwas das Rohr, aber es wird nichts undicht, weil das Rohr sehr stark mit inneren und äußeren Stützhülsen verpresst ist. Ich hätte überhaupt kein Problem mit solch einer Verbindung in der Wand. Und Du kannst es ja immer noch ab schnüffeln, was etwa um Faktor 100 empfindlicher ist, als eine Druckprobe auf Blasen.

Vielen Dank euch.

Das mit den flare fittings klingt perfekt. Dann würde ich pro Anlage jeweils 2 Fittinge für 1/4" und 3/8" benötigen und kann diese dann an die vorhandenen Außengewinde an IG und AG verschrauben oder?

Wenn das dann alles so stabil, sicher und definitiv dicht ist, stellt sich dann aber auch zwangsläufig die Frage, ob es nicht langt, ein gutes Vakuum zu ziehen und den Rest per Schnüffler zu prüfen.

Wenn es gang und gebe, selbst die Profis ihre gebördelten Leitungen nicht abdrücken, sondern auf vakkum + schnüffeln setzen...fragt sich nur, was man macht, wenn rine Flare Fitting Verbindung dann doch nicht dicht ist? Nochmal etwas nachziehen wie bei einer Bôrdelverbindung?

P.s. ich scheue nicht die 500€ pro Anlage für den Monteur. Aber ich habe Sorge, für mein Geld am Ende eine dahingepfuschte Anlage installiert zu bekommen, die ich selbst noch besser hinbekommen hätte

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Wenn es am Geld nicht scheitert, warum besorgst du dann nicht Equipment zum Abdrücken?

Durchaus denkbar. Viele Profis prüfen auch nicht mit Druck. Wenn man aber noch wenig Erfahrung hat, finde ich es besser, mit einer Druckprüfung seinen Aufbau zu prüfen. Kannst du ja auch simpel mit Gabelluftpumpe machen. Oder CO2 Kartusche vom Sodastreamer mit passendem Adapter.

Ganz genau so sehe ich es auch. Das wird i.d.R. von den "Profis" schnell hingeklatscht und dann sind sie wieder weg.

Ich drücke auch nicht ab, mache es so wie von Dir vorgeschlagen. Zum Schnüffeln hab ich den Elitech CLD-100 für ca. 30 €. Hatte mir zuerst einen rechteckigen bestellt, der hat aber nicht angeschlagen. Also zurück und neu bestellt. Da muss man ein bisschen mit üben und ein Gefühl für bekommen, die machen gern Fehlalarm, wenn sie vorn an der Düse was berühren.

Wenn die Flare Fitting Verbindung undicht ist, hast Du mMn. etwas falsch bei oder vor der Montage gemacht. Da wird Nachziehen nichts mehr bringen. Du ziehst ja 7/4 Umdrehungen an und merkst im letzten 1/4 zum Ende hin einen Widerstand, dass es schwerer geht. Dann ist es gut.

Du brauchst Rohr mit Wandstärke 0,8 mm, das Armacell Rohr 0,8 mm ist gut, auch einfach zu handhaben und zu formen. Aber Vorsicht, ich hab schon 0,7 mm Armacell Rohr zurückgeschickt, hatte 0,8 mm bestellt. War mMn. vorsätzlicher Betrug, er hat nicht ausdrücklich geschrieben, dass es 0,8 mm sind, aber die Kennzeichnung war deutlich auf einem Foto mit dem Rohr abgebildet. 0,8 mm konnte er nicht liefern, hatte er also nicht. 3 Tage weg. Ja, ich hätte vorher kontrollieren sollen, habe ich danach auch gemacht. Vetall.de hat dann schnell und günstig geliefert.

Ja, wie Du sagst, pro Anlage jeweils 2 Fittinge für 1/4" und 3/8". Schau das Video bei Armacell, und übe erst mal ganz in Ruhe an Rohrstücken das Ablängen, entgraten. Den Rohrschneider nur mit ganz wenig Druck verwenden, sonst wird das Rohr nach innen verjüngt. Da musst Du Dich genau einarbeiten, das Stützrohr kommt in das Rohr, die Dichtungsmuffe außen über das Rohr. Dazwischen ist kaum Luft.

Eigentlich hat Armacell einen Kalibrierdorn dafür vorgesehen, der eingeschlagen wird. Das Ding für jede Dimension ist teuer und haben wir es, soweit ich weiß, noch nie gebraucht. Das steht und fällt alles mit der vorsichtigen Handhabung des Rohrschneiders und dem Entgraten. Für 3/8" stecke ich auch einen Körner rein und weite nur mit den Händen vorsichtig durch Drehen auf. Aber nicht zu viel, dann geht die Muffe nicht mehr darüber. Dann muss man neu abschneiden. Ja, vorher üben und nicht erst auf der Leiter damit anfangen. Es geht dabei nur darum, das Rohr vorzubereiten, damit Stützrohr und Muffe exakt in und über das Rohr passen.

Vor dem Anziehen der Verschraubung dann die Markierung auf derselben nicht vergessen, damit man nicht durcheinander kommt.

Guten Morgen,

kann ich eine Split-Klima - 3,4 KW 12000 BTU, max. Leistungsaufnahme Heizen 1730 Watt, Kühlen 1500 Watt (laut Datenblatt) - über Steckdose an den selben Stromkreis (1,5 mm²) anschließen, an dem auch mein BKW mit 600 Watt Wechselrichter hängt? Oder bekomme ich dann Probleme?

An dem Stromkreis (Schlafzimmer) hängt sonst nur Licht (LED), ein TV und es wird bei Bedarf ein Staubsauger für max. 20 Minuten angeschlossen.

Das BKW schalte ich immer von Dezember bis Februar aus, da es dann von einem Nachbarhaus verschattet wird und sowieso nichts bringt.

Ich möchte keine neuen Leitungen durchs ganze Haus ziehen.

Die Armacell Flare Fittings gibt es bei ebay sogar komplett fertig an Leitungen schon dran. Obwohl ich meine Fähigkeiten schon so einschätzen würde, das ordentlich hinzubekommen. an den 100€ für die Einschlagdorne soll es auch nicht scheitern, vielleicht kann ich die ja dann kostenlos an andere Forenmitglieder verleihen.

Die Option mit der Sodastream Flasche klingt interessant, gibt es da schon einen Thread, was man an Adapter, Druckminderer etc. benötigt?

Der einzige Punkt, der mir etwas Bauchschmerzen macht ist, ob ich mir selbst eine mögliche Fehlerquelle produziert habe: Ich habe den Wanddurchbruch in dieser Woche schon einmal gemacht, nun folgen aber innen noch Vorsatzschale, Vliestapete, Farbe. Deshalb habe ich das Rohrpaket gerade gebogen, um es Probehalber durchs Loch zu schieben und zu testen, ob alles klappt. Danach wieder zurück gebogen und das IG wieder verpackt, damit es nicht einstaubt. Zur Installation muß ich das Rohrpaket dann noch einmal gerade biegen. Macht das Kupfer sowas klaglos mit, mehrfach an der gleichen Stelle gebogen zu werden oder kann ich mir jetzt gleich wen suchen, der das abschneidet und neu verlötet?

Oh, oh, ich fürchte, Du hast Dich anscheinend noch nicht über die FF eingelesen und auch nicht das Montagevideo geschaut, oder nicht verstanden. Die FF können nicht an den Rohren schon dran sein, das sind so lange lose Teile, bis sie fest verschraubt sind. Ausnahme, sie sind schon mal verschraubt worden, dann kann man aber nicht mehr sehen, ob es richtig gemacht wurde. Und sie sind schon geschwächt und werden dann auch anders montiert.

Ein gutgemeinter Tipp, lasse die Verrohrung machen. Ich bin hier jetzt raus. Ich mache nicht mehr den Erklärbär wenn es nichts bringt, dafür ist die Zeit zu schade.

Ich hatte angenommen, dass die sich so vorbereiten lassen wie diese hier von Serto. Sehen zumindest genau so aus.

Da wird ein Gewindestück in den Schraubstock gespannt und es darauf verpresst. Danach hat man dann eine fertiges Stück, was am Anschlussgewinde der Geräte verwendet werden kann.

Oder wo ist da mein Denkfehler?

@tigger zu BKW abschalten, unnötig. Außerdem bringt ein verschattetes Modul durchaus auch um 50W.

Darum bzw. wegen Nebel wird mein BKW mit > 10 Modulen befeuert und die Klima saugt das im Winter gleich gierig auf.

Ich würde es an die gleiche Leitung hängen, Vorteil, Leitungsverluste reduzieren sich wenn Generator und Klima gleichzeitig laufen. Bei mir geht es leider nicht.

Sinnvoll wäre die Reduktion der Sicherung, nicht vorgeschrieben soviel ich weiß.

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Wenn mit 16A abgesichert, sehe ich kein Problem. Wenn du noch mehr auf Nummer sicher gehe willst, wechselst du die 16A durch eine 13A.

Sollte man nicht ohne Not tun mit dem hin und herbiegen. Aber wirklich problematisch wird das jetzt nicht sein. Bei Tests und Experimenten hab ich das Rohr dutzende Male gebogen, das kann schon einiges ab.

Sehe ich keinen Sinn drin. Die Dinger sind doch kinderleicht selbst zu verarbeiten und du willst doch sicher auch das Rohr auf Länge genau passend kürzen. Du brauchst auch nicht die teuren Kalibrierdorne. Ein Körner reicht, wurde schon öfters hier geschrieben.

Zu Sodastream-Flaschen schau mal hier etwas weiter unten in den Beiträgen:

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@win:

Vielen Dank - dass die Leitungen doch einiges abkönnen, beruhigt.

Zu den vormontierten Leitungen gab es dann wohl ein Missverständnis - ich hatte geschrieben, dass es so etwas sogar gibt, ich das aber selbst hinbekomme. Obwohl bei dem ebay Angebot im Text unten dann doch steht, dass sie nur lose beiliegen.

Trotzdem erscheint es mir anhand des Serto Videos doch so, als wäre es grundsätzlich möglich, die Fittinge vorzumontieren und dann vor Ort nur noch die 1/4 Umdrehung zu benötigen. Oder ist Armacell und Serto dann doch wieder etwas grundverschiedenes? Ich muß sagen, dass mich die heftige Reaktion von @Ulli etwas erschreckt hat...

Sollte identisch sein bzw. Armacell kauft recht wahrscheinlich bei Serto.

Und ja, wie im Video gezeigt, durchaus vorstellbar, die vorzumontieren. Aber eher unüblich, hab ich zumindest so noch nicht gesehen.

Jetzt bin ich der Erschrecker :grinning:. Na, was dort im Video gezeigt wird, ist irgendeine Verschraubung von Serto und nicht die für den Kältebereich auf eben diese SAE-Stutzen-Verbindung. Das Stützrohr fehlt dort auch. Das ist dann eine Methode, wo es schnell gehen soll und nicht so auf Dichtigkeit ankommt. Bei einer Vormontage wird das unnötig geschwächt. Wenn es z.B. für Erdgas ist, kann man es so machen mit der Vormontage. Dort spielt es keine Rolle, ob es 100%ig dicht ist, oder doch im Jahr 1 oder 10 Liter Gas dort austreten, kommt ja immer was nach und ist es kein geschlossenes System, was geleert wird.

Wenn Du es dicht haben willst, halte Dich an die Montageanleitung von Serto, die der Armacell Verpackung beiliegt oder such sie Dir im Internet oder hier im Forum. Dann hast Du die richtige. Hier im Forum gibt es auch ein Filmchen, wie es gemacht wird. Ich glaube, @Win hat es mal eingestellt.

Die Empfehlung von mir, das machen zu lassen liegt daran, dass ich inzwischen Zweifel bei Dir habe, ob Du dem gewachsen bist. Ein Handwerker oder versierter Hobbyschrauber geht einfach anders an solche Sachen ran. Wenn das Kältemittel erst mal aus Deiner Anlage durch eine Unachtsamkeit weg ist, hast Du ein Problem. Außerdem meide ich gern Leute, die durch immer neue, mMn. unnütze, vom eigentliche Thema abweichende Fragen meine Zeit in Anspruch nehmen. Das nervt mich dann. Das ist nicht persönlich gemeint.

Sicher? Ich hätte vermutet, dass der Monteur bei Erdgas auch prüft, ob es dicht ist.

Geht ja nicht darum, dass man erfriert oder kalt duschen muss, weil im Keller die Erdgasleitung eine Leckage aufweist.

Ich meine, bei allen Leitungen ausser Gartenbewässerung und Druckluft, sollte man auf Dichtigkeit achten, wenn sie nicht sogar vorgeschrieben ist.

Machen die auch, aber die Dichtheit einer Split-Klima muss sehr viel besser sein. Die soll ja über 20 Jahre keine 100g Kältemittel verlieren. Bei einer Gasleitung spielen 500g im Jahr keine Rolle. Die gilt als dicht, wenn innerhalb von 10s keine Blase mit einem Lecksuchspray entsteht.

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